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Norwegen

5 Tipps für Mittelnorwegen – Bier, Pilgern und das Leben der Sámi

Wer meint in Mittelnorwegen – genauer gesagt in der Region Trøndelag – könnte man abgesehen von der Suche nach Bär und Elch nichts unternehmen, der irrt gewaltig. Ich gebe euch in diesem Blogbeitrag noch 5 weitere Tipps, die Ihr bei einem Besuch in dieser Region unbedingt ins Auge fassen solltet.

Bierkneipe Mittelnorwegen
500 Biersorten stehen hier bereit…

1. Skorovas Mat – eine Kneipe der besonderen Art

Unweit des Namskogan Tierparks, wo ich dann ja doch noch Elch und Bär gefunden habe, findet ihr mitten im Niemandsland doch tatsächlich eine Kneipe. Und zwar nicht irgendeine, sondern den “Skorovas Mat Pub“ und der ist schon was Besonderes. Zwar meist nur am Wochenende und auf Anfrage geöffnet, erwartet euch hier der Wirt Inge Staldvik (ein Mann, keine Frau im Übrigen), der in seiner Kneipe 500 Biersorten aus aller Welt anbietet.

Bei meinem kurzen Besuch gab es das ein oder andere norwegische Bier zu kosten, das prozentual in Sachen Alkohol weit über dem lag, was mir bisher bekannt war. Mehr über diese besondere Kneipe erfahrt ihr auch noch bei Sandra von den Reisefedern oder auf der offiziellen Website.

Bola Felszeichnung
Rentier-Felszeichnung von Bøla

2. Die Felszeichnungen von Bøla

Etwa 30 Kilometer nördlich der Stadt Steinkjer (Hauptstadt der Provinz Nord-Trøndelag) könnt ihr am Fluss Bøla auf einen kurzen Abstecher in die Vergangenheit reisen, vermutlich sogar bis in die Jungsteinzeit. Dort befinden sich noch gut erhaltene Felszeichnungen- Am bekanntesten und mit Abstand noch am besten zu erkennen ist die in einen Fels eingeritzte Zeichnung eines Rentieres.

Bei anderen Abbildungen ist dies schon deutlich schwieriger, wie beim Erkennen den Umrisses eines Bärs, Vogels oder eines Skiläufers. Direkt bei den Felszeichnungen kann man sich vor Ort aber auch norwegisch kulinarisch stärken – weitere Infos gibt es noch auf der offiziellen Seite.

Sami - Gamme
eine Gamme – klassische Unterkunft der Sami

3. Die Kultur der Samen – die “Sámi“

Wer in dieser Region Norwegens unterwegs ist, trifft auch zwangsläufig auf die Kultur der Samen. Die Sami – sozusagen die Ureinwohner Skandinaviens – hatten jahrelang auch in Norwegen einen ziemlich schweren Stand. Heute sieht das zumindest teilweise schon wieder anders aus. In Snåsa in Nord-Trøndelag wird beispielsweise neben dem klassichen Norwegisch auch die Sprache der Sámi wieder unterrichtet.

Mehr zur Geschichte der Samen könnt ihr beim Museum und Kulturzententrum “Samine Sijte“ erfahren – direkt in Snåsa gelegen. Der Eintrittspreis von 50 norwegischen Kronen (ca.6 €) lohnt sich auf jeden Fall. Mehr zum Museum gibt es hier nachzulesen.

South Sami Camp
Natur Pur – Abendstimmung im South Sami Camp

4. Børgefjell National Park

In Sachen Natur findet ihr in der Region Nord-Trøndelag natürlich mehr als genug, so auch in diesem Nationalpark. Etwas mehr Zeit sollte ihr hier schon einplanen, denn der Nationalpark ist sicher eher etwas für erfahrene Outdoor-Abenteurer. Wenig bis keine Unterkunftsmöglichkeiten gibt es in Norwegens zweitältesten Nationalpark – aber der Wildnisbesucher wird hier auch kaum gestört, befahrbare Asphaltstraßen durch den Park-  Fehlanzeige.

Wer am Randes des Parks aber einmal etwas kürzer in die Schönheit der norwegischen Natur eintauchen möchte, der sollte einmal das “South Sami Camp – Destination Dærga“ besuchen – hier hat man auf Anfrage sogar die Möglichkeit in stilechten Gammen zu übernachten – diese besonderen Hütte/Zelte sind die klassischen Unterkünfte der Samen. Wie das so ist, erfahrt ihr am besten bei Elke vom Meerblog.

St. Olavsweg Norwegen
auf dem Pilgerweg – St. Olavsweg Richtugn Munkeby

5. St. Olavs Pilgerweg – zu Gast in Munkeby

Pilgern ist ja heutzutage in aller Munde – doch fernab des so bekannten Jakobswegs könnt ihr dies auch auf den St. Olavswegen in Norwegen tun. In Nord-Trøndelag führte mich im letzten Jahr eine zugegeben nur kleine Wanderung auf diesem Weg in das Kloster Munkeby, ein ehemaliges Zisterzienserkloster. Heute stoßt ihr allerdings zuerst auf die Kirchenruinen aus dem 12. Jahrhundert.

Erst im Jahre 2007 beschloss man, hier ein neues Kloster zu gründen.Viele Pilger, die auf dem St. Olavs-Weg hier vorbeikommen, finden Unterkunft im Pilgerhostel, auch eine kulinarische Besonderheit gibt es hier: den Munkeby-Käse. Wer eine Wanderung in der Region plant, sollte hier auf jeden Fall einmal Halt machen. Alles zum Pilgern auf dem St. Olavsweg gibt es hier , mehr Infos zu Munkeby auf der Seite des Klosters.

Wie ihr seht, Mittelnorwegen hat noch so einiges mehr zu bieten, was man mit einem Besuch alleine auch sicher nicht schaffen kann. Wenn ihr mal in der Gegend seid, genehmigt euch also ein Bier (aus 500) oder probiert mal den Klosterkäse aus Munkeby!

Lagerfeuer Nord-Trøndelag
Goodbye Mittelnorwegen – Abendstimmung

Offenlegung: Wir wurden von der Region Trøndelag auf eine Naturreise eingeladen. Vielen Dank hierfür.

Über den Autoren

Jens

Noch bevor er richtig laufen konnte, war seine Begeisterung für Motorsport zu spüren. Nachdem ihm der deutsche Motorsport zu eintönig wurde, ging es auf in die große weite Welt, erst nach Belgien und Holland, aber auch in die USA, von wo er neben spannenden Rennreportagen auch einiges über das Drumherum berichten kann. Unser Quotenmann wird euch mit tollen Berichten über die Motorsportstrecken der Welt und den einen oder anderen Insider auf dem laufenden halten...

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