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Dänemark

Eine Fährfahrt auf den Spuren der Wikinger – Oder wie ich fast eine Wikingerbraut wurde..

Ich will umschulen.

Mein Plan – Ich werde Wikingerbraut. Aber so ne richtige. Die mit auf die sieben Weltmeere hinausfährt und Ländereien erobert, handelt und mit echten Piraten flirtet. Ich kenne mich da jetzt auch schon ein wenig aus.

Begonnen hat alles mit einem hochmodernen Maschinenschiff. Ich hab mir sagen lassen, das man so heute zwischen Kopenhagen und Oslo reist. Getarnt als ganz normaler Reiseblogger startete ich meinen Eroberungsfeldzug in Kopenhagen. Eine nette Handelsstadt, doch ich muss weiterziehen.

Mein Gepäck verstaue ich an Bord der Crown Seaways schnell in meiner Kajüte – die an Bord meines Schiffes wohl Kabine genannt wird. Auf der Hinreise auf der Crown war ich noch vollkommen Undercover unterwegs.

Ich versuche auf der Brücke anzuheuern, doch es gibt leider schon Offiziere und so viel ist leider nicht zu tun. Auch der Job in der Küche als Küchenchef ist schon vergeben und so bleibt mir auf der Hinreise eigentlich nur die Möglichkeit als Krabbenanimateurin. Leider war die Krabbe nicht sehr kooperativ, was vielleicht daran lag, das sie schon verzehrfertig zubereitet war.

DFDS Oslo Kopenhagen

Als am Morgen der norwegische Oslofjord auftauchte, fühlte ich mich jedoch bestärkt, mehr über meinen neuen Traumberuf zu erfahren. Schließlich war ich in Norwegen – DEM LAND DER WIKINGER. Ich musste mich jedoch unauffällig verhalten. Schließlich war die Königsfamilie von Norwegen da, und wer weiss was die mit „Neuwikingern“ wie mir gemacht hätten. Vor dem Schloss marschierten Hundertschaften von Soldaten, hier würde mir sicherlich niemand was über Wikinger erzählen können.

Ich beschloss, meine Rolle als unscheinbarer Reiseblogger weiterzuspielen. In einem netten Hostelzimmer, beim Abendessen und beim anschließenden Cocktailtrinken mit der lieben Elli ließ ich mir nix anmerken. Am nächsten Tag jedoch, als es ganz Oslo zum Schloss zog, war mein Weg der zum Wikingermuseum auf die Museumsinsel. Dort gab es einige nette Schiffe, einige obskure Geschichten (damals wurden die Wikingerfrauen nach dem Tod ihrer Männer manchmal halt einfach mitumgebracht) und kostenloses WLAN.

Das die Rückfahrt dann auf einem Piratenschiff (Wikinger wurden oft als solche angesehen) vonstatten ging, ließ mein Herz höher schlagen. Mir egal wenn die anderen sagten, das es sich hier „nur“ um ein HopOn – HopOff Schiff handelt.

Mein Versuch mit einem norwegischen Troll anzubandeln, stellte sich dann auch als Fehlversuch heraus, so das ich mich schon am Abend mit der Pearl Seaways auf den Rückweg nach Dänemark machte.

Oslo

PEARL ? Hieß so nicht auch mal ein Piraten oder ein Wikingerschiff? Diesmal versuchte ich erst gar nicht anzuheuern, sondern genoss die Zeit. Ich trank Rotwein (Met hatten sie nicht), schlemmte Massen von Eis und Kuchen und Krabben und so und verbrachte den Sonnenuntergang mit kommunikativen Serben, Dänen, Norwegern und Österreichern in einem der coolsten Whirlpools ever.

So ein Leben als moderne Wikingerbraut ist schon cool.

Mein nächster Schritt war nun, einmal selbst auf einem echten Wikingerschiff anzuheuern. In Roskilde, nur 30 Minuten mit der Bahn von Kopenhagen entfernt, befindet sich das Vikingeskibsmuseet Roskilde.

Dort kann man tatsächlich mit einem klassischen Wikingerschiff segeln – hab ich probiert, ich glaub ich bin nicht geeignet –  ein echtes Wikingerschild bauen, Körbe flechten lernen (Tja, mir wurde gleich mal erklärt was ich so als Wikingerbraut zu tun hab) und sich in den Outfits der Wikinger fotografieren. Und man kann Wikingerbrot essen und beim Bau eines Bootes zuschauen und und und… Trotz Schieeet-Wetters hab ich dort den ganzen Tag verbracht. Davon aber ein andern mal….

Abends dann, in Kopenhagen im Bett, ließ ich mir alles noch mal durch den Kopf gehen. Das mit der Wikingerbraut… Körbe flechten, im Heimathafen warten und Essen kochen… Nee das ist dann nicht wirklich ein Traumjob. Also muss ich wohl weitersuchen… Oder was meint ihr ??

Wenn ihr euch auch mal als Wikingerbraut fühlen wollt, hier noch ein paar wichtige Tipps:

1. Die Fährverbindung zwischen Kopenhagen / Oslo fährt einmal täglich (meist in den Nachmittagstunden). Aktuelle Preise und Angebote könnt ihr auf www.dfdsseaways.de nachlesen, empfehlenswert ist eine Kajüte mit Fenster!

2. An Bord unbedingt mal das All You can Eat Buffett im 7 Seas ausprobieren. Das Buffet kostet im Vorverkauf für Erwachsene knapp 30 Euro, die Getränkepreise sind durchaus human. Besonders Empfehlenswert ist der frische Fisch und die Eismaschine.

3. Beide Schiffe verfügen über einen Spa/Sauna-Bereich. Auf der Pearl gibts zwei Whirlpools und ein Kinderbecken außen, was der Best Place Ever bei Sonnenuntergang ist. Nachtbaden klappt nicht, nach Sonnenuntergang werden die Pools abgedeckt.

4. Mehr Informationen zu den Wikingermuseen finde ihr hier: Dänemark, Roskilde – Wikingermuseum, Norwegen, Oslo – Wikingermuseum

Offenlegung: Ich war im Rahmen der #PDRBSCHIFF als Blogger auf Einladung von DFDS mit dem Schiff von  Kopenhagen nach Oslo (und zurück) unterwegs. Vor Ort bekamen wir Touristenkarten zur Verfügung gestellt.

Über den Autoren

Janett

Hallo, ich bin die Gründerin des Blogs Teilzeitreisender.de
Schon immer war ich ein sehr großer Fan von Kurzreisen. Ich liebe kreative und verrückte Reisen, stehe auch auf Motorsport und Roadtrips. Als Experte in "Günstig in den Urlaub" kann ich sicherlich auch Tipps für eure nächste Reise geben!

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