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Nordrhein Westfalen

Backe, backe Gummibär – Erlebnislabor ist gar nicht schwer!

Rot, grün, orange oder doch lieber in gelb? Wer kennt sie nicht, die kleinen Bärchen? 100 Millionen Gummibärchen werden jeden Tag produziert. Statt allerdings die süße Wegzehrung oder Nervennahrung als Reise-Snack in kleinen Tütchen zu kaufen, gibt es Bonn exklusiv die Möglichkeit, selbst einmal die süßen Bären herzustellen.

Tatort: Experimentierküche
Kreativ sein, etwas ausprobieren, mal wieder Kind sein und sich ganz dem Spieltrieb hingeben. Das geht im Deutschen Museum in Bonn. Wie kommt der Duft in mein Haarshampoo? Was macht die Welt so bunt? Wie wird Kosmetik hergestellt? Antworten zu diesen Fragen gibt es nicht in trockener Theorie, sondern zum kreativem Erleben in der Bonner Experimentierküche. Jeden zweiten und vierten Sonntag im Monat ist die Experimentierküche für Jedermann geöffnet. Wer mag, kann die Küche auch für rund 70€ für einen Kurs buchen. Vorzugsweise wird das Angebot zu Kindergeburtstagen wahrgenommen. Doch wer will da nicht wieder Kind sein? ;-)

Das Experiment: Gummibärchen
Chemie und ich – zwei Welten prallen aufeinander! Dass die Chemie und ich mal Freunde werden würden, diese Hoffnung hatte mein damaliger Chemielehrer zu meinen Schulzeiten wohl aufgegeben. Dies teile ich unserem Kursleiter Dr. Georg Rajca verschämt vor Kursbeginn im Flüsterton und einem entschuldigen Lächeln mit. Dachte, mit diesem Outing bekomme ich ein wenig Nachhilfe-Bonus. „Wer lesen kann, kann auch Gummibärchen selbst machen!“, antwortete er mit einem Lächeln. Seine Zuversicht in meine chemischen Fähigkeiten war ansteckend. Schnell die Lesebrille aus der Tasche hervorgekramt, war ich bewaffnet für das kreative Experiment.

Bevor wir beginnen, die Gummibärchen selbst herzustellen, nehmen wir das Phänomen Goldbären und die Eigenschaft der leckeren Spezies genauer unter die Lupe. 1922 wurde von dem Unternehmer Hans Riegel der Gummibär erfunden. Hans Riegl ist übrigens kein geringerer als der Inhaber der Firma Haribo (Hans Riegel Bonn). Geburtsname der köstlichen Leckerei war ursprünglich Tanzbär.  Goldbären oder Gummibärchen heißen sie erst seit 1967.
Dr. Georg Rajca gibt uns verschiedene Gummibärchen zum Probieren und wir lernen Wissenswertes zu verschiedenen Bindemitteln. So einen Lehrer hätte ich mir damals in Chemie gewünscht. Chemie wird auf einmal so logisch und anschaulich.

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Das Gummibärchen-Dreamteam

Langsam rollt die Gummibärchenfabrik auf Hochtouren. Wir haben verschiedene Geschmacksrichtungen zur Auswahl. Mädchenlike stand für mich natürlich schon vorher Vampirrot fest ;-) Während ich aufmerksam die Anweisung lese und die Kochplatte anstelle, wird mir schnell bewusst, dass Gummibärchenkleber seinen Namen wirklich verdient hat! Mit Schürze und Brille ausgerüstet, produzieren wir fleissig Gummibärchenherzchen in verschiedenen Varianten und haben viel Spaß dabei. Zum krönenden Abschluss das erste, selbstproduzierte Gummibärchenherz zu kosten, ist ein ganz besonderes Erlebnis.

Alltagswissen anschaulich begreifen und verstehen
Das Deutsche Museum in Bonn lässt oftmals „trockene“ Technik anschaulich werden. Wie funktioniert ein MP3-Player, Air-Bag oder Transrapid? Auch das SchlauSpielhaus im Museum hat es uns angetan. Während wir auf die Festigung unserer kreativen Werke in Form von Gummibärchenherzen warteten, vertrieben wir uns die Zeit auf den Spuren der Technik. Es gab eine Reihe von naturwissenschaftlichen Phänomenen zum Ausprobieren: Musik erzeugen, Pusterohre austesten, Filme erstellen und die Sache mit der Schwerkraft ausprobieren.

Vom Fitnessstudio zur Wissenstube – Informatives zum Museum 
Das Mutterhaus des Deutschen Museums ist in München und mit über 100.000 Objekten das größte Museum der Welt – auch wenn nur 20% ausgestellt werden können, berichtet uns Dr. Andrea Niehaus, Leiterin des Deutschen Museums in Bonn. Rund 60.000 Besucher pro Jahr kommen in Bonn zu einem Museumsbesuch. Schwerpunkt des Bonner Museums sind Meisterwerke aus Naturwissenschaft und Technik: Neuerdings auch gern MINT genannt (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik). Im Museum erlebt man eine Zeitreise der Technik. Von den 1950er Jahren bis heute gibt es viel zu entdecken. Und noch etwas verrät uns Andrea Niehaus mit einem Zwinkern in den Augen: „Eigentlich sollte das Gebäude, in dem sich auch das Deutsche Museum Bonn befindet, das größte Fitnesscenter Deutschlands werden.“ Heute gibt es hier Fitness für den Kopf und das mit viel Praxis und Spaß!

Links und Informationen in Kürze:

Offenlegung: Ich wurde von der Toursimus & Congress GmbH Region Bonn / Rhein – Sieg / Ahrweiler eingeladen. Vielen Dank dafür. Meine Meinung bleibt die eigene. Besonderen Dank auch an das Deutsche Museum Bonn für die individuelle Führung durchs Museum und den tollen Gummibärchenworkshop.

Über den Autoren

Tanja

Eine schöne Cabriotour in die Nachbarschaft oder eine Flugreise in die Ferne: Ob Deutschland, Europa oder weltweit - Ich reise gerne und liebe es, neue Welten zu erkunden.
Ich blogge zu Urlaubsreisen, Wochenendtrips und Städtereisen - als Teilzeitreisende hier bei Janett oder in meinem Blog unter www.vielweib.de

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