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Von einem verrückten Wochenende im Sofitel Wien

Vorsichtig öffne ich meine Augen. Hat da nicht gerade mein Handy gepiept? – frag ich mich. Es liegt in der Fensterbank und ich taste mich – halbblind wie ich bin – vorsichtig dahin. Eine Nachricht von Elena. „Guten Morgen meine Liebe – hast du gut geschlafen? War wirklich ein cooler Abend gestern! Wir sehen uns nachher!“ Es ist neun Uhr – muss ich schon aufstehen?

Guten Morgen Wien!
Guten Morgen Wien!

Ach ja. Gestern.

Wien hat mich bisher immer mit gutem Wetter begrüßt. Nur an diesem kalten Novembertag wollten wir beide nicht bei Sonnenschein zusammenkommen. Eilig shoppte ich mir noch ein paar Klamotten für den Travelbloggerslam auf dem Reisesalon zusammen und stelle dabei fest, das bezahlbare Schuhe in der Innenstadt von Wien so gut wie gar nicht zu bekommen sind. Ich trete in der Hofburg auf. Dort wo einst die Sissi und der Franz residierten, kann ich doch nicht in Jeans-Hose erscheinen! Noch habe ich ein wenig Zeit, bevor mein Zimmer im Sofitel bezugsfertig ist. Und es regnet und regnet!

Endlich schaffe ich es auch, mir das neu eröffnete Hard-Rock-Cafe in Wien anzuschauen. Und mein obligatorisches Glas zu organisieren. Lange Rede- kurzer Sinn, als ich endlich mein Zimmer beziehen konnte, blieben mir noch 40 Minuten Zeit. Umziehen, schick machen und so schnell wie möglich Richtung Hofburg düsen.

Sofitel Zimmer

Mein Zimmer jedoch nimmt mich sofort in den Bann. Nicht das ich auf graue Möbel und Spiegel stehe, aber dieser Raum war riesig groß, mit einem coolen Boxspringbett, zwei Waschbecken, einer gefüllten Minibar (inklusive) und einer im Raum befindlichen Badewanne versehen. Das beste jedoch war der beeindruckende Blick über den ersten Bezirk von Wien. Kurz überlege ich, hier zu bleiben und den Tag zu relaxen. Aber die Hofburg! Und ich hatte extra geschoppt! Also schnell unter die Dusche und fertig machen. Ich nasche noch schnell eine Praline und bin kurze Zeit später auf dem Weg zur Hofburg.

Was soll ich sagen. Es war ein nettes Miteinander. Ich lernte andere Blogger kennen und wir hatten einen tollen Abend. Natürlich hatte ich von meinem Hotel berichtet. Und von der coolen Bar auf dem Dach des Hotels. Eigentlich wollten wir da auch gemeinsam hin. Unser Problem an diesem Samstagabend: Die Bar ist proppenvoll!

In einem Anflug von Spontanität schlage ich den anderen vor, sich doch während der Wartezeit mein Zimmer und den tollen Blick auf Wien anzuschauen. Und was soll ich sagen. Aus fünf Minuten wurde eine kleine Zimmerparty. 14 Leute in meinem Hotelzimmer! Wenn das meine Mama gewusst hätte. Oder die Hotelleitung. Denn eingeschleust habe ich alle „heimlich“.

Sofitel in Wien
Sofitel in Wien

Ich bin eigentlich gar nicht so die Partymaus. Ich bin eher die, die verängstigt an der Tür steht und hofft, das sie keinen Stress bekommt, wenn es mal zu laut wird. Und doch habe ich die Stimmung an diesem Abend total genossen. Aus 15 Minuten werden schnell Stunden. Wir philosophieren über Reisen, wir bestaunten gemeinsam den Blick auf das nächtliche Wien und entspannen bei zwei Magnumflaschen Sekt.

 

Habt ihr schon mal mit zehn anderen Personen ein Hotelbett geteilt?

Wer eigentlich auf diese verrückte Idee kam – ich kann es im Nachhinein nicht mehr sagen. Doch irgendwer hatte einen Selfiestick dabei und mein Bett bot genug Platz. Das Bild übrigens ging durch die sozialen Netzwerke und ist noch heute auf einigen Blogs zu finden. Und nein – es war nicht der Beginn einer wilden Orgie. Sondern einfach nur ein total lustiges Bild :)

Wien Blick aus dem Zimmer im Sofitel
Wien Blick aus dem Zimmer im Sofitel

Als die anderen gegen ein Uhr nachts noch in das nächtliche Party-Wien weiterziehen – klinke ich mich aus. Nach einer ruhelosen Nachtzugfahrt und einem aufregenden Tag möchte ich nur noch mein riesiges Bett für mich allein genießen.

Ich komm an diesem Morgen gegen 10 Uhr dann doch tatsächlich aus den Federn. Das Frühstück im Sofitel haben mir einige empfohlen – und so komme ich doch noch in den Genuss der „Bar“ – in welcher morgens das Frühstücksbuffett geöffnet ist. Und ich lass es mir gut gehen. Lachs, Pancakes, frisch gepressten Orangensaft und exotische Joghurts gepaart mit dem Ausblick bis hin zum Wiener Wald – wer es hier eilig hat, dem ist nicht zu helfen.

Eine weitere SMS von Elena erreicht mich. „Passt dir heute gegen 2?“ Das sind noch gut 2 1/2 Stunden. So wirklich Lust auf Sightseeing habe ich heute nicht, und so buch ich mir ganz spontan eine Massage. Dekadent – ich weiss – aber man gönnt sich ja sonst nix.

Wellness mitten in Wien

Der Wellnessbereich des Sofitels nimmt fast eine Etage ein. Einen Badeanzug hatte ich nicht dabei, brauche ich aber auch nicht. Sauna, zwei Whirlpoolräume, Ruheräume und Behandlungszimmer – perfekt für eine kurze entspannte Auszeit. Ich lass mich von kräftigen Händen massieren und schaue dabei auf den Donaukanal.

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Hach ja. Das tut gut! Ruhen sie sich ein wenig aus nach der Behandlung – dieser Empfehlung meiner Masseurin gehe ich natürlich nach. Mit einem Tee und ein wenig Obst lass ich mich auf einen der Lederliegen nieder und verliere mich im Deckenbild über mir. Noch einmal in die Sauna und ich muss los. Wo ist denn die Zeit hin?

Ich muss los. Elli wartet. Und das trübe Wien.

Wichtige HinweiseAnreiseWeitere Inspirationen?
  • Ich habe im Sofitel Vienna Stephansdom im Zimmer 1014 in der 10 Etage übernachtet. Es gibt beim Hotel Zimmer mit Blick auf den Stephansdom und mit Blick auf den Prater. Dies könnt ihr jedoch bei der Buchung angeben. Zimmer gibt es hier ab 169 Euro.
  • Das Frühstück kostet zusätzlich 32 Euro. Wer soviel nicht ausgeben will oder kann, findet in der Nähe des Hotels (im ersten Bezirk) auch ein paar nette Cafes.
  • Wellnessanwendungen könnt ihr recht spontan buchen. Es empfiehlt sich jedoch mindestens 1 Stunde vorher anzufragen. Ich habe eine Aromatic Gommage Peeling Massage Balinies bekommen. Man bezahlt nicht für die Behandlung, sondern für die Zeit. Für 60 Euro bekommt ihr eine Behandlung über 30 Minuten.
  • Den Wellnessbereich ohne Anwendung könnt ihr als Hotelgast kostenlos nutzen. Ebenso im Preis inkludiert ist kostenloses Wlan sowie der Inhalt eurer Minibar. (Wasser, Saft)

Am besten kommt ihr zum Hotel via Bahn. Die Haltestelle „Schwedenplatz“ ist auf der gegenüberliegenden Donaukanal-Seite. Im Sommer fährt die Fähre nach Bratislava auf dem Kanal ab.

Offenlegung: Die Einladung zum ReiseBloggerSlam wurde unterstützt von den Partnern Accor Hotels, ÖBB und Szigeti

Über den Autoren

Janett

Hallo, ich bin die Gründerin des Blogs Teilzeitreisender.de
Schon immer war ich ein sehr großer Fan von Kurzreisen. Ich liebe kreative und verrückte Reisen, stehe auch auf Motorsport und Roadtrips. Als Experte in "Günstig in den Urlaub" kann ich sicherlich auch Tipps für eure nächste Reise geben!

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