Hamburg

Hamburg zu Fuß: vom Kiez über die Hafenstadt nach Altona

Früher einmal habe ich in Hamburg den Marathon-Läufern bei ihrer persönlichen Challenge zugeschaut. Entspannt stand ich an der Innen-Alster und feuerte den einen oder anderen bei seinem Lauf an. Das ich selbst einmal gefühlte 42 Kilometer durch Hamburg laufen würde, daran hätte ich nicht gedacht. Wer Hamburg kennt wird wissen – die Stadt ist nicht wirklich klein.  Die Hansestadt erstreckt sich über viele Kilometer und hat viel interessantes auch abseits der Sehenswürdigkeiten zu bieten.  Drei Tage war ich zu Fuß in Hamburg  unterwegs und habe dabei unglaublich viel über die Menschen und ihre Lebensräume erfahren. Vom Schanzenviertel über Altona bis St. Pauli, von der Hafencity bis ins Zentrum oder an die Außenalster, wer aktiv sein will, hat in Hamburg viel Möglichkeit dazu. Ich stelle euch jetzt einige tolle Touren vor – zum „nachmachen“ empfohlen.

Hafenstadt/Hafencity

Da wäre zum einen ein Rundgang durch die Hafenstadt, ein Gebiet, was recht modern gestaltet ist und in unmittelbarer Nähe zur Speicherstadt liegt. Das wohl sehenswerteste Gebäude auf dieser „Meile“ ist die Elbphilharmonie. Doch auch abseits der mittlerweile sehr bekannten Sehenswürdigkeit gibt es einiges zu entdecken.

Ich empfehle euch vor einem Spaziergang einen Besuch im Kesselhaus. Dort erfahrt ihr spannendes zur Hafenstadt – zur Geschichte, zu den Gebäuden und zu Besonderheiten. Für mich auch on Tour immer wichtig – hier gibts ein kostenfreies öffentliches Klo. Was ich recht spannendend finde: von der Speicherstadt ausgehend gibt es einige Brücken und Stege zur Hafencity. Schon des häufigeren war ich hier fast alleine unterwegs.

Beatlestour durch St. Pauli

Eine etwas andere Hamburg to go – Tour gibt es in St. Pauli zu erleben. Vor allem für Fans der Fab Four ist die Tour mit Ukulele und den wichtigsten Stationen der jungen Jahre von John Lennon, Paul Mc Cartney und Co. ein unbedingtes MUSS!

Stefanie Hempel zeigte uns die wichtigsten Stationen der Beatles in Hamburg , vom ersten Auftritt, bis hin zu Kinos, in denen die Beatles damals übernachten. Zwischendurch gibt es immer wieder tolle Hits der Band, die mitgesungen werden können. Und bei Nacht bekommt man zudem auch noch einiges vom Flair des aktuellen St. Pauli´s mit.

Altona – das andere Hamburg

Der Ortsteil, der lange Zeit unter dänischer Herrschaft stand und lange Zeit eines der wichtigsten Arbeiterviertel der Stadt war, ist vielen gänzlich unbekannt. Geht man vom Bahnhof aus in Richtung Zentrum denkt man zuerst, man wäre in einer Kleinstadt. Ein typischer deutscher Marktplatz mit einem Einkaufszentrum,  zahlreiche 70er Jahre Bauten und einige kleinere Marktstände. Das Altona aber mehr zu bieten hat entdecke ich bei mehren Rundgängen durch die Stadt in der Stadt.

Da ist zum einen der jüdische Friedhof im Einkaufszentrum, eine alte Fabrikhalle, die in eine Kino und Eventlocation umgewandelt wurde, zahlreiche kleinere Trendläden und vor allem der Altonaer Balkon, von dem ich nicht nur bei gutem Wetter einen tollen Ausblick auf den Hafen von Hamburg hatte. Wusstet ihr, wer so alles hier geboren wurde? Bismarck, Ernst Thälmann oder in der Neuzeit Fatih Akih (berühmter Regiseur) – und das ist nur ein kleiner Abschnitt. Bei einer spannenden Greetertour durch Altona habe ich zudem erfahren das unter Altona früher eine Bahnlinie fuhr. Mit Dampf.

Übrigens: Von Altona kann man auch prima zu Fuß entlang der Elbe Richtung Landungsbrücken laufen. Auf dem Weg entdeckt man nicht nur viel Natur, sondern auch das eine oder andere Highlight in Sachen Kunst und Architektur.

Schanzenviertel

Eines der jüngsten Viertel der Stadt lädt auf wenigen Quadratkilometer zum Trend-Rundgang ein. Rund um die Rote Flora gibt es hier das portugiesische Viertel mit zahlreichen portugiesischen Leckerbissen, viele kleine Trendlabels für Mode, Schmuck und Deko und ziemlich kultige Läden.

Außerdem bietet das Schanzenviertel ganz viel Streetart und gute Restaurants (wie z.b. die Bullerei – das Tim Mälzer Restaurant).

Und sonst noch ….

Wenn ihr kein Budget für einen kostenpflichtigen Rundgang habt, dann kann ich euch die täglich stattfindende 11 Uhr – Free Tour durch Hamburg (in englisch) empfehlen. Hier bekommt ihr einen groben Einblick zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten und lernt nebenbei nette Leute kennen.

Hamburg to Go

Natürlich lohnt sich auch ein Spaziergang zu den Landungsbrücken und zur Speicherstadt. Auch ein Rundgang um die große Alster bietet sehr viel Natur und Einblick in architektonisch längst vergangene Zeiten.

Offenlegung: Dieser Bericht entstand aufgrund einer Bloggerreise, die ich dank der Unterstützung von Hamburg Tourismus unternehmen konnte.

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Janett

Hallo, ich bin Janett, die Gründerin des Blogs Teilzeitreisender.de
Schon immer war ich ein sehr großer Fan von Kurzreisen. Neben einer Teilzeitstelle an der Uni Düsseldorf pflege und hege ich deshalb dieses Projekt - und habe dafür schon das eine oder andere Abenteuer erlebt. Mehr über mich erfahrt ihr unter der Rubrik "Persönliches"