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Hoch, höher, am höchsten: Ich besuche für euch die höchsten Häuser der Welt!

Eigentlich hab ich es ja gar nicht so mit der Höhe. Treppen zum Beispiel, mag ich gar nicht. Vor allem wenn man in der Mitte noch die Möglichkeiten hat, hinunter zu schauen. Nichtsdestotrotz wage ich mich jedoch auf wirkliche Kolosse – Hochhäuser, die als die höchsten unserer Zeit gelten und die einen beeindruckenden Blick auf die Stadt bieten. Vier von Ihnen stelle ich euch heut mal vor. Bitte beachtet auch die allgemeinen Hinweise am Ende des Berichtes!

Den Maintower in Frankfurt (200 Meter)

Frankfurt von Main Tower

In Frankfurt ist der Maintower die einzige offizielle Möglichkeit, die Stadt von einem Hochhaus zu besichtigen. Da der Maintower „mittendrin“ ist, bietet er, wie ich persönlich finde, einen idealen Ausblick auf Frankfurt und die umliegende Region. Die Plattform on the Top bietet einen wunderschönen Ausblick und vor allem freie Sicht.

Wie bei allen Hochhäusern wird immer nur eine begrenzte Anzahl an Besuchern hier rauf gelassen, ein Umstand, der euch bei einer recht trubeligen und überfüllten Stadt ein paar Momente der Ruhe über den Dächern ermöglicht.

Eintritt (2015): 6,50 Euro      Mehr Infos unter: maintower.de

Der Tour Montpanasse in Paris (210 Meter)

Paris von Montparnasse

Der Tour Montpanasse gilt als eines der hässlichsten Gebäude der Welt. Zugegeben, ein wenig unpassend ist der dunkle Betonklotz inmitten des sonst eher filigranen Zentrums Paris schon. Zwar wurde da in den letzten Jahren viel getan, aber wirklich schöner ist das Haus deshalb noch lange nicht. Wir haben den Tour Montpanasse, immerhin das zweitgrößte Hochhaus Frankreichs als Alternativ-Aussichtsmöglichkeit für den Eiffelturm ausgewählt.

Für alle, die lieber „festen“ Boden unter sich haben, die vielleicht hoch oben auch noch nett im Kaffee was trinken wollen, empfiehlt sich der weitaus günstigere Tipp schon. ich jedenfalls fand es richtig cool, das es hier auf der Dachterasse auch „Fotofenster“ gibt. Durch die kann man ohne störende Spiegelung in der Scheibe ein paar Tolle Fotos von Paris (unter anderem auch von Eifelturm) machen. Bei schlechten Wetter lädt die 56te Etage zum Verweilen ein.

Eintritt (2015): 15 Euro      Mehr Infos unter: tourmontparnasse56.com

Willis Tower in Chicago (527 Meter)

Willis Tower, Chicago

Chicago gilt ja als die Geburtsstätte der Hochhäuser dieser Welt. Schaut man mal, woher die meisten Architekten für besondere Gebäude dieser Art auf der Welt kommt, fällt immer wieder der Name Chicago. Willis Tower (früher auch als Sears Tower bekannt) hielt knapp 25 Jahre den Titel als höchstes Gebäude der Welt, verliert aber durch den „größer, höher, weiter-Boom“ der heutigen Zeiten immer mehr seine Titel. Einen hat er aber definitiv behalten, in Chicago ist er immer noch „Number One“.

Willis Tower kann man besuchen und sollte man auch. Auf einer Höhe von 412 Metern gibt es „Glasbalkone“, auf denen man „wagemutig“ sitzen, stehen oder mit etwas Glück auch liegen kann. Auch wenn es für mich ein ziemlich mulmiges Gefühl war, unter mir nur ein „dünnes“ Glas und dann der Abgrund – so kann ich jedem Chicago-Besucher einen Abstecher aufs Willis Tower nur empfehlen!

Eintritt (2015): 19,50 Dollar        Mehr Infos unter: theskydeck.com

Der Burj Khalifa in Dubai (828 Meter)

Burj Khalifa, Dubai

Das derzeit höchste Gebäude der Welt erinnert mich ein wenig an den Turmbau zu Babel. Mit 828 Metern ist dieses Haus so groß, das mal fast alle drei vorher genannten Gebäude von der Höhe her hier unterbringen könnte. Ganz so hoch hinaus kommt man bei der Aussichtsplattform im Burj Khalifa jedoch nicht. Auf 452 Metern, also ungefähr auf der Hälfte, kann man sich „at the Top“ einen Blick über Dubai gönnen. Ein paar Meter weiter oben, also im 148 Stock auf 550 Metern, gibt es seit 2014 noch eine weitere Möglichkeit, einen Ausblick zu genießen, mit ca. 112 Euro für ein einfaches Ticket jedoch für die meisten von uns unerschwinglich.

At The Top ist aber ebenso interessant. Es gibt auch hier „Fotofenster“, auf denen man bei guter Sicht tolle Bilder der Stadt machen kann. Und Infomonitore, die eine „Zeitreise“ anbieten. Ich zumindest war echt beeindruckt von den Bildern aus 1990, die das Umfeld des Burj Khalifa realitätsnah zeigen.

Eintritt (2017): 200 AED (ca. 47 Euro)        Mehr Infos unter: burjkhalifa.ae

Das One World Trade Center in New York (541 Meter)

Seit 2014 ist das One World Trade Center das aktuell höchste Gebäude der USA und damit auch von New York. In einer Stadt, die für ihre Skyskraper bekannt ist, ist das durchaus eine Meisterleistung. Gleich neben einer Gedenkstädte für Ground Zero, auf dem Grundstück des Nordturmes der beiden 2001 zerstörten Gebäude befindet sich das 541 Meter hohe Bürogebäude.

An dessen Spitze befindet sich heute das One World Trade Center Observatorium. Der Besuch lohnt sich aber nicht nur wegen dem tollen Ausblick, den ich dank aufbrechender Wolken auch noch genießen konnte. Allein die Fahrt mit dem Fahrstuhl ist dank moderner Videokunst ein echtes Highlight. Bei der Auffahrt erlebt ihr in knapp 1 Minute die Geschichte von New York von der Gründung bis 2015 mit und auf der Rückreise nach unten glaubt ihr, um das One World Trade Center zu fliegen.

In der komplett verglasten Aussichtsplattform gibt es neben einem kleinen Shop auch noch ein Restaurant mit recht hohen Preisen. Ein Cheesecake für 15 Euro ist wohl nicht günstig, aber das Erlebnis wert. Bei schönem Wetter müsst ihr mit Wartezeiten rechnen, weshalb ich euch empfehle, die Tickets vorab online zu bestellen. Mit einem Fastpass (kostet aktuell 49 Dollar) könnt ihr die Warteschlange zu umgehen. Falls bei eurem Termin keine Sicht ist, könnt ihr übrigens das Ticket auch „umbuchen“ und bei schönerem Wetter wiederkommen.

Eintritt (2017): 23 Dollar (ca. 20 Euro)      Mehr Infos unter: theskydeck.com

Kölntriangle (103 Meter)

Das Kölntriangle ist selbst in Köln nur das zweithöchste Gebäude, auch in Deutschland gibt es einige höhere Häuser und dennoch zähle ich es hier als empfehlenswerten Hochaus-Spot mit auf.

Das besondere am Haus ist die 360 Grad Aussichtsplattform auf dem Dach des Gebäudes.

Mit einem Fahrstuhl wird mal in Windeseile nach oben befördert um dort ganz Köln zu überblicken. Allein für den Blick zum Kölner Dom lohnt sich der Besuch auf der Aussichtsplattform schon.

Eintritt (2017): 3 Euro        Mehr Infos unter: Koelntriangle.de

Wichtige Hinweise, die für den Zugang zu allen Hochhäusern gelten:
  • In jedem Fall müsst ihr und euer Gepäck durch einen Sicherheitscheck (ähnlich dem am Flughafen). Zwar werdet ihr nicht nach eurem Pass gefragt, aber mit gefährlichen Stoffen dürft ihr definitiv nicht „on the Top“.
  • Sowohl bei Willis Tower als auch beim Burj Khalifa gibt es im Erdgeschoss zahlreiche Informationen zur Entstehung der Hochhäuser und ihrer Geschichte. Bei beiden Hochhäusern gibt es Souvenirshops.
  • In allen Fällen fährt ein Fahrstuhl, viele von ihnen sind recht schnell und in keinem habe ich „Druckprobleme“ mit den Ohren gehabt. Besonders beeindruckend ist die Animation im Burj Khalifa. Ein Besuch ist nix für Klaustrophobiker.
  • Die begehrteste Zeit auf allen Hochhäusern ist der Sonnenuntergang. Wenn ihr also nicht unbedingt stundenlang anstehen wollt, dann empfehle ich euch entweder den Morgen (ca. 10 Uhr) oder den Nachmittag (ca. 16 Uhr). Wir hatten sowohl in Chicago als auch in Dubai nur ca. 10 Minuten Wartezeit (inkl. Sicherheitskontrolle).
  • Die Eintrittspreise sind oftmals nicht ohne. Fast alle Hochhäuser bieten deshalb auch Ermäßigungen für sogenannte Städtekarten an. Die Erfahrung hab ich in Frankfurt, Paris und auch in Chicago gibt es diese Möglichkeit. In Dubai gibt es Rabatte nach Tageszeiten. Wer dort vor 13:30 und nach 18 Uhr fährt, kann rund 40 % sparen.
  • In Dubai und in Chicago gibt es für alle die das besondere Suchen, Special Events außerhalb der Öffnungszeiten. In Chicago könnt ihr so auf den gläsernen Balkonen frühstücken, in Dubai könnt ihr euch bei einer Yoga-Stunde versuchen. Natürlich muss man dafür auch das passende Kleingeld haben. In Frankfurt kann man hoch oben heiraten (Ein Standesamt befindet sich im Main-Tower) und die Dachterrasse in Paris kann man sich für eine besonders coole „Wir bleiben Wach bis die Wolken über Paris wieder lila sind-Party“ reservieren.
  • Natürlich gibt es auch noch einige andere besondere Hochhäuser, die hier, sobald ich sie gesehen habe, auch ergänzt werden. Habt ihr TIPPS ???
  • In Chicago und in Dubai könnt ihr kostenloses Internet nutzen. Einfach auf die Info-Schilder achten und ein wenig Geduld haben, bei mir hat es beides mal ein wenig gedauert bis ich mich mit dem Handy einwählen konnte.

Offenlegung: Der Besuch des Burj Khalifa wurde mir von Dubai Tourism bezahlt. Alle anderen „Hochhäuser“ habe ich auf eigene Kosten besucht.

Über den Autoren

Janett

Hallo, ich bin die Gründerin des Blogs Teilzeitreisender.de
Schon immer war ich ein sehr großer Fan von Kurzreisen. Ich liebe kreative und verrückte Reisen, stehe auch auf Motorsport und Roadtrips. Als Experte in "Günstig in den Urlaub" kann ich sicherlich auch Tipps für eure nächste Reise geben!

4 Kommentare

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  • OMG, auf den Glasbalkon würde mich keiner kriegen! Ich habe leider ein wenig Höhenangst. Als Kind hatte ich die nicht, sie hat sich langsam angeschlichen und dann – bam – war sie da…
    Trotzdem muss ich immer irgendwo rauf und mir Städte von oben ansehen. Das ist einfach toll!

    Liebe Grüße
    Jessi

  • Einen super Blick über New York hat man nicht, wie viele meinen, vom Empire State Building aus, sondern von der Aussichtsplattform des Rockefeller Center. Das „Top of the Rock“ ist nicht nur günstiger und mit einer kürzeren Wartezeit verbunden, es bietet auch drei Ebenen der Aussichtsplattform, freie Sicht für Fotografen (das oberste Deck hat nur eine brusthohe Mauer) uuuund den besten Blick auf das Empire State Building.
    Geben wir es zu: schöner sind die Bilder von New York, auf denen das Empire State Building zu sehen ist, nicht die, die dort oben gemacht wurden.
    Also spart euch die Zeit und das Geld, die ein Aufstieg dort kostet und investiert sie lieber in den Besuch des Rockefeller und ein paar typische New Yorker Bagel.

    Für alle Fotografen noch der Hinweis, die Mitnahme bzw. die Benutzung eines Stativs ist auf beiden Gebäuden verboten. Aber die Mauerbrüstung des Rockefeller in Kombination mit einem Bohnensack lässt ebenfalls lange Belichtungszeiten zu.

    Mehr zu New York und weitere Tipps zum Rockefeller gibt es demnächst in meinem Blog.
    @Janett: Ein Foto/Fotos um diese Liste zu ergänzen, stelle ich gerne zur Verfügung.

    Liebe Grüße
    Die Co(ok)pilotin aka Sarah