Ich war schon das eine oder andere mal in Dresden. Aber nie im Oktober und auch nie mit meiner besseren Hälfte. Und doch bot sich eine Reise in die Stadt an die Elbe an, denn in Kombination mit einer Fahrt ins Riesengebirge ist ein Besuch in Dresden einfach nur perfekt.

Also ging es für knapp zwei Tage nach Dresden – nicht ausreichend dafür, um die gesamte Stadt zu entdecken – aber perfekt für eine romantische und vielfältige Auszeit. Falls auch ihr ein schönes Wochenende in Zweisamkeit verbringen wollt – dann kommen hier meine Tipps!
Das wichtigste zu Dresden!
- Anreise: Mit der Bahn oder dem Flixtran von Düsseldorf in 6 1/2 Stunden (Direktverbindung)
- Unterkunft: Hotel Bayrischer Hof
- Das musst du unbedingt sehen: Dresdner Frauenkirche, Zwinger und Blaues Wunder
- Kulinarischer Tipp: Kuchen Essen im Coselpalais
- Foto – Hotspot: Canaletto-Blick auf die Altstadt von Dresden
- Auch noch wichtig! Dresden ist eine perfekte Shoppingstadt!
- Nebenan: Von hier aus seit ihr Ratzfatz im Riesengebirge oder in Görlitz
Inhaltsverzeichnis
Meine Übernachtungsempfehlung für Dresden (Neustadt)
Wir wollten ein zentrales Hotel, eines, was nah am Bahnhof liegt und dennoch nicht mittem im trubeligen Zentrum. Außerdem sollte es preislich etwas bei 100 Euro pro Nacht (ohne Frühstück) kosten. Und das rund um den 3. Oktober. Es gab mehrere Optionen – entschieden haben wir uns für das Hotel Bayrischer Hof in Dresden.

Das liegt wenige Minuten vom Bahnhof Dresden Neustadt entfernt. Unser Zimmer war recht groß, sauber und das Bett sehr gemütlich. Ruhig war es auch, zumindest bis man das Fenster öffnete. Was ich bei der Buchung nicht wusste: Am Hotel fahren gefühlt alle Busse zum Bahnhof Dresden Neustadt vorbei. Wenn ihr also im Hotel übernachtet – fragt lieber nach einem Zimmer zum Hof. Frühstück haben wir vor Ort nicht ausprobiert.
Entspannt die Stadt entdecken
Ich war schon ein paar mal in Dresden. Wirklich viel “Recherchearbeit” hatte ich bei dieser Reise eigentlich nicht geplant – schließlich hatten wir im Endeffekt nur etwa 36 Stunden. Und doch habe ich so einiges neu entdeckt. So etwa die Frauenkirche, das Coselpalais, den botanischen Garten und auch die Parkbahn im Stadtpark. Klingt jetzt viel – und doch war unser Besuch tiefenentspannt.
Spaziergang am Elbufer
Gestartet haben wir unseren Dresden-Besuch mit einem Spaziergang vom Hotel zur Frauenkirche. Wir sind nicht den kürzesten, sondern den schönsten gegangen – direkt am Dresdner Elbufer. Hier finden sich nicht nur ein paar beeindruckende Villen, hier gibt es auch den berühmten Canaletto – Blick, der eines der schönsten Fotomotive der Dresdner Skyline bietet. Wir sind hinter der Augustusbrücke auch noch etwas weitergelaufen – sehr schöne Eindrücke oder Ausblicke gab es da aber nicht wirklich.

Fürstenzug in Dresden bestaunen
Über die Augustusbrücke ging es dann in die Altstadt. Wobei, nicht alles in diesem Bereich ist wirklich alt. Beeindruckend ist der Fürstenzug, der an diesem Oktobertag kaum Menschen anlockte. Wir sind auf dem Weg zur Frauenkirche – hier lohnt sich der Blick häufig nach rechts und links, es gibt beeindruckende Gebäude und schöne Ausblicke. Und vielleicht habt ihr Glück und ein Straßenkünstler bietet euch ein wenig Hintergrundmusik. Bei uns war es ein Dudelsackspieler. Passt das?

Besuch in der Dresdner Frauenkirche und Ausblick!
Sehr gerne hätte ich die Frauenkirche auch von innen gesehen, aber für ein Konzert war selbige geschlossen. Dennoch – ein paar Eindrücke gab es beim Aufstieg auf die Aussichtsplattform der Frauenkirche. Der Aufstieg ist sehr gut machbar, es gibt unterwegs immer mal wieder Bänke zum Verweilen und vor allem Ausblicke in die Kirche. Und das beste? Von oben habt ihr einen beeindruckenden Ausblick auf Dresden. Das Titelbild des Artikels ist dort oben entstanden. Mehr Info und Preise gibt es unter Frauenkirche Dresden.

Kaffeetrinken im Coselpalais
Nach dem Aufstieg ist vor dem Kuchen. Und den kann man hervorragend im Coselpalais direkt neben der Frauenkirche genießen. Das Ambiente erinnert an ein Kaffeehaus längst vergangener Zeiten, die Kuchen und Tortenauswahl ist riesig und auch die gedeckten Tische lassen mich doch ein wenig wie eine Prinzessin fühlen. Empfehlenswert ist die Haustorte und die Pistazientorte, das Stück kostet 6 – 6,50 € (2025). Übrigens: Auch Abendessen und Mittagsmal gibt es hier. Wir können es nur empfehlen. Mehr Infos unter Coselpalais Dresden

Herbstmarkt in Dresden erleben
Vom Coselpalais sind es nur wenige Gehminuten bis zum Altmarkt, auf dem vom 11. September bis zum 4. Oktober 2026 der Herbstmarkt stattfindet. 73 Händler, zahlreiche Stände davon mir regionalen Spezialitäten und einem Genussgarten sind perfekt für einen Spätnachmittag in Dresden.
Für die Kiddies gibt ein kleines Historisches Riesenrad und ein historisches Karussell. Auch wenn ihr nichts kaufen wollt, ein Bummel macht Lust auf den Herbst. Mehr dazu hier: Herbstmarkt

Regenschauer im Shoppingcenter abwarten
Nach dem Herbstmarkt wollten wir noch einen Spaziergang am Zwinger machen. Unterwegs hat uns jedoch ein Regenschauer erwischt – gut, das es auf dem Weg die Altmarkt-Galerie Dresden und die Centrum Galerie gibt. Wer also noch schnell einen Regenschirm kaufen will, ein paar neue Schuhe braucht (weil die alten durchnässt sind), der findet hier garantiert etwas. Und ich denke – auch bei schönem Wetter lässt es sich hier mit Klimaanlage gut aushalten! Wer kommt mit, ne runde Shoppen? Mehr Infos unter Altmarkt-Galerie

Den frisch renovierten Zwinger bestaunen
Nach dem Regen folgt sehr häufig die Sonne und die hat uns beim anschließend Spaziergang am Zwinger mal so richtig ein Schauspiel geboten. Ein leuchtender Sonnenuntergang, Barocke Kunst und eine wunderschöne Gartenanlage, dazu im Hintergrund die Klänge von einem Klassikkonzert – das hatte schon richtig viel Romantik. In den Gemäldegalerie selbst sind waren wir nicht mehr, denn die schließt um 17 Uhr. Der Zwinger selbst kann jedoch noch etwas länger bestaunt und besucht werden. Infos unter Dresdner Zwinger.

Das Dinner neben dem goldenen Reiter
Zum Abendessen gab es Broiler (der war okay) und ein Radberger Bier – und im Anschluss ein Blick auf den goldenen Reiter. Das Abbild zeigt August den Starken, der sich hier als römischer Kaiser inszeniert. Es ist eines der beliebtesten Fotomotive der Stadt und ich finde, das es im dunkeln noch einmal magischer aussieht wie bei Tag. Überhaupt lohnt sich ein Spaziergang durch die Neustadt bei Nacht, dazu aber später mehr. Wenn ihr mehr über den goldenen Reiter erfahren wollt, lest gerne hier nach: Goldener Reiter | Landeshauptstadt Dresden

Entspannter Start in den Morgen – Frühstück bei oswaldz – Breakfast Place
Unser morgen startete mit Ausschlafen und anschließend einem entspannten Frühstück. Das ist im Oswaldz – Breakfast Place ohne Probleme auch nach 11 Uhr möglich. Wir haben uns hier Shashuka und Eggs Benedigt gegönnt – und was soll ich sagen: riesige Portion und wirklich lecker!
Das Café ist nicht riesig, aber wirklich einen Besuch wert. Es befindet sich am Rande der Neustadt und bietet für jeden Geschmack etwas. Mehr Infos findest du hier: www.oswaldz.de

Bummel über den Trödelmarkt von Dresden Neustadt
Wir waren am 3. Oktober unterwegs – und kamen eher durch Zufall am Morgen auf einen riesigen Trödelmarkt, der sich auf der Neustädter Hauptstraße befand. Wirklich etwas dazu herausgefunden habe ich nicht, aber in Neustadt gibt es regelmäßige Trödelmärkte, oft am Wochenende.
Ich war versucht, das eine oder andere mitzunehmen… aber wollte das alles nicht auf meiner Reise ins Riesengebirge mitnehmen.

Ein Spaziergang über das Blaue Wunder
Bei meinem letzten Besuch hab ich mir fest vorgenommen – einmal will ich übers Blaue Wunder laufen. Und dank unserer Verbindung, die wir hinaus nach Loschwitz genutzt haben, war ein Spaziergang über das Blaue Wunder kein Problem. Wie ihr seht, hier gibt es mehrere Farben, aber wisst ihr, warum die Loschwitzer Brücke diesen Namen bekommen hat? Die historische Brücke fiel in ihrer blauen Farbe schon Ende des 19. Jahrhunderts auf und wurde als Wunder bezeichnet, weil es zwei Orte auf besondere Art verband.

Standseilbahn- und Schwebebahnfahren in Dresden
Über den nächsten Abschnitt unserer Reise möchte ich eigentlich nur teilweise sprechen. Ja, die Fahrten mit Standseilbahn- und Schwebebahn waren toll, bis mein Freund auf die hervorragende Idee kam, eine Wanderung dazwischen einzubauen. Und zwar nicht den kürzesten Weg. Aber nix da. Und auch wenn es nicht so aussieht, die Runde hat sich gezogen. Und die Treppen! Anstrengend. Aber ja, es sollte klar werden, die beiden Bahnen sind nicht direkt nebeneinander, also oben nicht. Aber es gibt da eine Sache die ihr wissen solltet….

Apperölchen mit Ausblick
Denn: Neben dem Ziel unserer Wanderung – der Schwebebahn, gibt es im Sommer einen kleinen Biergarten. Und hier könnt ihr mit tollem Ausblick ein Apperölchen oder ein Bier trinken, die Sonne genießen und die Schwebebahn beobachten, die von oben nach unten fährt. Und wenn ihr dann noch ein paar tolle Fotos machen wollt, auf der Schwebebahnstation gibts eine tolle Aussichtsplattform, von der ihr wunderbar das umgebende Elbland bestaunen könnt. Ich fand es einfach nur herrlich!

Ein Besuch im botanischen Garten
Ich liebe ja botanische Gärten. Und ja, es war auch klar, das ich auch in Dresden mal vorbeischauen musste. Tja – was mir an diesem Tag nur niemand sagte – der Park schloss etwas früher – genauer gesagt um 17 Uhr. Wir kam 16:35 an – es war also ein Besuch im Schnelldurchlauf, bei dem wir zwar das Potential entdecken konnten, aber natürlich nicht alles entdecken können. Ich kann sagen – ein Besuch lohnt sich, ist kostenlos und vor allem neben der gläsernen Fabrik von VW und vielen großen Parks. Mehr infos gibts hier: BOT Dresden

Fahrt mit der Parkeisenbahn
Gleich um die Ecke vom Botanischen Garten gibt es ein weiteres Highlight für alle Bahnfans. Eine Parkeisenbahn durch den großen Garten in Dresden. Die wurde schon 1950 gegründet und wird noch heute mithilfe von Kindern betrieben. Die Fahrt im offenen Abteil war zwar frisch – aber wir hatten so viel Freude an den kleinen Schaffnern und der tollen Aussicht im Park. Die gesamte Runde hat etwa 40 Minuten gedauert und uns an 6 kleinen Bahnhöfen vorbeigeführt. Nicht nur für Familien ein echt cooles Ziel. Mehr hier: Dresdener Parkeisenbahn

Abends ab in die Dresdner Neustadt
Zum Abschluss unserer Reise ging es fürs Nachtleben (zweier Midvierziger) dann noch in die Dresdner Neustadt. Wir hatten ursprünglich auf “ostdeutsches Essen” spekuliert, aber dafür muss man an einem Feiertag reservieren. Also ging es durch die wirklich sehenswerte Neustadt zu einem Böhmisches Restaurant: Grubers Welt, wo wir lecker gegessen haben. Unterhalten war nicht – weil neben uns eine Big Geburtstagsparty mit viel Alkohol stattfand. Aber dennoch war es ein toller Abschluss – und sicher nicht die letzte Reise nach Dresden

So jetzt seit ihr gefragt. Was sollten wir uns bei unserer nächsten Reise nach Dresden mal anschauen?
Keine Offenlegung, alles selbst bezahlt.



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