Ein Wochenende in Köln – Eine kleine Städtereise in meine Nachbarstadt

Eigentlich bin ich in gut 25 Minuten mit Bus und Bahn am Kölner Hauptbahnhof. Zumindest dann, wenn der Regionalexpress fährt. Und mein Bus nicht schon wieder Verspätung hat. Aber das ist eine andere Geschichte.

Auch wenn ich mich den Düsseldorfern schon aufgrund meines Jobs ein wenig mehr verbunden fühle, so bin ich auch Köln gegenüber sehr aufgeschlossen. Köln ist anders. Und das hat nicht nur mit dem Dom zu tun. Ich vergleiche diese beiden Orte gerne als Geschwister. Während Düsseldorf das anständige und brave Mädchen ist, verkörpert für mich Köln den kleinen Lausebengel. Immer kreativ, immer anders. Und vielleicht genau deshalb so besonders.

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Kommen wir aber zurück nach Köln. Und diesem Bericht – der zugegeben schon eine lange Zeit überfällig war. Ein Bericht über mich und meine Erlebnisse in der Domstadt. Mit allem drum und dran. Einem Hotel, ein bissl Kulinarik, Ausflugstipps und was sonst noch so wichtig für einen Besuch in Köln ist. Es ganz also etwas länger dauern.

Ein „Zuhause“ in Köln

Wie ich schon berichtet habe, mein eigenes Zuhause ist mit der Bahn nur knapp 30 Minuten vom Kölner Hauptbahnhof entfernt. Und doch – mit so einer Nacht im Hotel ist so ein Städtetrip erst wirklich „echt“. Meine erste und bisher einige „Hotelnacht“ in Köln verbrachte ich vor einigen Tagen in den neuen Räumen des Novotel City Köln, die sich hinter den Kranhäusern befinden.

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Das Novotel hat sich in 2016 einem kompletten „Zimmerlifting“ unterzogen. Statt 90er Jahre Schick gibt es jetzt moderne Zimmer mit vielen kleinen und ebenso praktischen Helferlein der „Neuzeit“. USB-Ladesteckdosen direkt am Bett, einem Föhn mich richtig viel Power (und Frauen werden wissen, wie wichtig das ist) und viel Fläche zum „Ausbreiten“. Und das Farbkonzept mit Rot, Grau und Holz hat mich im ersten Moment angesprochen.

Doch nicht nur das Zimmer spricht mich an. Im Dachgeschoss gibt es einen Wellnessbereich, eine kleine Dachterrasse und ein Fitnessstudio mit Blick auf die Kranbauten, Brücken und den in Köln allgegenwärtigen Dom. Auch wenn ich selten Hotelrestaurants empfehle – die Jungs aus der Novotelküche haben es wirklich drauf. Das hab ich beim Abendessen, beim Frühstück und auch bei unserem Buffet im Rahmen des Reisebloggertreffens feststellen können.

Das einzige „kleine“ Manko? Das Hotel befindet sich an einer recht gut befahrenen Straße. Ich jedoch hab „hinten raus“ davon überhaupt nichts mitbekommen.

In eine Stadt wie Köln fahre ich natürlich nicht, um Hotels zu besuchen – und so habe ich für euch schon eine kleine Auswahl an netten Sehenswürdigkeiten, die ihr vom Hotel auch recht gut erreichen könnt.

Das Schokoladenmuseum

Für alle süßen unter euch solltet das Schokoladenmuseum natürlich einen Stop wert sein. Neben zahlreichen Ausstellungsstücken gibts hier auch einen recht kleinen botanischen Garten und eine „Fertigung“ sowie einen Schokoladenbrunnen!

Mittlerweile war ich schon drei mal im Museum und entdecke immer wieder neues – nicht zu vergessen natürlich der anschließende Abstecher in den Lindt – Schokoladen – Shop.

Zur Weihnachtszeit findet direkt vor dem Museum auch der Hafenweihnachtsmarkt statt – ein nicht ganz so klassischer Weihnachtsmarkt im Kölner Stadtzentrum.

Der Rhein

Vom Schokoladenmuseum kann man quer durch die Stadt laufen oder sich einem kleinen Bummel am Rhein entlang genehmigen. Hier legen nicht nur zahlreiche Flusskreuzfahrtschiffe an, es gibt natürlich auch Kölner Schiffstouren. Erst vor kurzem wieder war ich mit einem der „Touristenschiffe“ gut 1 1/2 Stunden auf dem „Kölner Rhein“ unterwegs.

Vor allem die musikalischen Fahrten, die hier abends oder in der Weihnachtszeit angeboten werden, sind wirklich ein Highlight und ein Einblick in die Kölner Sangeskunst.

Für einen tollen nächtlichen Blick auf die bekannteste Brücke Kölns (die mit den ganzen Schlössern) und den Dom müsst ihr übrigens einmal schnell die Rhein-Seite wechseln. Am Kaiser Wilhelm Denkmal bietet sich eine meiner liebsten „Kölnblicke“.

Die Hohenzollernbrücke ist übrigens neben dem Dom auch eines der Dinge, die ihr bei einem einstündigen „Stopover“ in Köln anschauen könnt. Direkt hinter dem Dom gibt es einen Zugang zur Brücke. Und ich muss wirklich zugeben, auch die andere Seite des Kölner Rheines ist wirklich sehenswert. Hier gibt es auch das Kölntriangle, welches ich immer mal besuchen wollte und bisher nicht geschafft habe. Und der große Rheinpark, in dem man nicht nur entspannt flanieren kann, sondern im Sommer auch eine passende Liegewiese zum Bräunen und für Events findet.

Der Zoo

Okay – der Kölner Zoo ist nicht der schönste Zoo von NRW. Und sicherlich ist er auch nicht einer der günstigsten, denn mit fast 20 Euro bezahlt man nicht wenig für einen Tag mit den Tieren. Der Zoo in Köln ist nicht wirklich weitläufig und daher ein ideales Ziel für einen 2-3 Stunden – Ausflug.

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Für mich ist in Tierparks und Zoo recht wichtig, dass die Tiere gesund wirken – dieses Gefühl hatte ich in Köln. Unterwegs trifft man große wie kleine Tiere aus aller Herren Länder…

Der Duft

Da ich klassische Museen ziemlich langweilig und trocken finde, bin ich immer auf der Suche nach lebhafter Art von Geschichte und habe die auch in Köln gefunden.

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Diesmal wurde ich in die Welt der Düfte entführt und passend zur Stadt habe ich mich über das Thema „Eau de Cologne“ oder auch „Kölnisch Wasser“ informiert. Nur wenige wissen sicherlich, das nicht 4711 (das bekannteste dieser Wässerchen) das erste Duftwässerchen dieser Art war, sondern das ein Italiener namens Johann – Maria Farina, welcher Anfang des 17ten Jahrhunderts aus Italien nach Deutschland übersiedelte, ein Duft-Wässerchen seiner neuen Heimat widmete. All diese Informationen erfährt man in einem aufschlussreichen Rundgang durch das Haus Farina und am Ende darf auch mal an verschiedenen Bestandteilen von Parfümen schnuppern und sich über so manchen Duft wundern.

Wenn ihr auch mal in der Domstadt seit, so könnt ihr an einer Führung im Duftmuseum im Farina Haus teilnehmen. Ich empfehle euch, vorab anzufragen, da z.b. die Kostümführungen immer recht schnell ausgebucht sind.

Das Nachtleben

Neben Düsseldorf ist Köln wohl eine der Städte, die man sowohl als Tourist und als Einheimischer zum „Weggehen“ einplant. Hier ist selbst unter der Woche immer was los und neben den klassischen Touristenkneipen rund um den Heumarkt und im Zentrum gibt es in allen Veedeln (Stadtteilen) verteilt jede Menge tolle Kneipen und Bars.

Nun hab ich euch ja im letzten Abschnitt von der Geschichte von Köln und dem Kölnisch Wasser erzählt und passend zum Thema gibt es in Köln auch eine in 2016 eröffnete Konzeptbar namens Lab12. Die Bar befindet sich im Pullman-Hotel in der 12ten Etage mit einem tollen Blick auf den Kölner Dom. Doch das ist nicht alles. Das LAB12 ist eine Art Parfümlabor in der Cocktailkunst. Klingt komisch – wirkt es im ersten Moment auch, aber die Cocktails sind nicht nur in Sachen Geschmack, sondern auch in Sachen Geruch einfach unglaublich lecker! Mein Favorit – der LAB 12 SIGNATURE COCKTAIL (auf dem ersten Bild zu sehen).

Ich bitte um Verzeihung, das ich mich an die genauen Zutaten nicht mehr erinnern kann – aber der Genuss von so vielen leckeren Cocktails hat mich doch etwas vergesslich gemacht. Natürlich bekommt ihr hier auch die klassischen Alkoholischen und Nicht Alkoholischen Getränke – oder lasst euch was vom wirklich kreativen Bar-Team mixen.

Der Dom

Der Kölner Dom. Wohl die bekannteste „Kirche“ Deutschlands, ein Wahrzeichen der Stadt Köln und natürlich auch ein architektonisch beeindruckendes Gotteshaus. Wer aus dem Bahnhofsgebäude in Richtung Innenstadt läuft, der wird ihm als erstes begegnen und als Köln Tourist auch mindestens einen Selfie versuchen (um dann festzustellen, das der Dom irgendwie nicht aufs Bild passt). Dieses Jahr werde ich wohl auch versuchen, mir den Dom am Heiligabend anzuschauen – einen Gottesdienst habe ich hier bisher noch nie erlebt. Dafür bin ich – meinem Vater sei dank – die 533 Stufen des Südturmes hinaufgewandert. Für die Qual werden dann auch noch 4 Euro Eintritt fällig, der Blick von oben ist jedoch beeindruckend und ich war ja doch etwas stolz – das ich es bis ganz oben geschafft habe!

Für alle, die nicht genug bekommen gibt es zahlreiche Touren auf und unter dem Dom. Wer eine Dachführung machen will oder sich die Ausgrabungen unterm Kölner Dom anschauen will, sollte schon vor seinem Besuch buchen. Die Dachführungen sind wirklich empfehlenswert und zeigen ein ganz anderes Bild des Doms.

Ein Blick vom Dom bei Nacht.

Allzu groß und allzu breit solltet ihr jedoch nicht sein. Ein wenig Respekt vor Höhe schadet nicht, aber für Menschen mit allzu großer Höhenangst und für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahre ist die Führung nicht geeignet. Die 1 1/2 Stündige Führung findet außer Sonntag statt und sollte mindestens 1 – 2 Monate vorab hier reserviert werden. Die Bezahlung der 15 Euro pro Person erfolgt vor Ort, max. 17 Personen nehmen pro Führung teil.

Das belgische Viertel

Meine Tipps sind für euch jetzt zu viel Mainstream – zu Tourilike? Nun dann hab ich vielleicht noch eine Empfehlung für diejenigen unter euch, die auf Streetart, auf kleine inhabergeführte Geschäfte und auf einen doch zentralen Veedel Lust haben. Das „Belgische Viertel“ bietet den Stadtpark für all diejenigen, die „Grün“ suchen, bietet Clubs und Kneipen für einen abendlichen Spaziergang und zahlreiche Alternative Läden und Cafe´s.

Im Belgischen Viertel steht die Kunst zwar nicht an allererster Stelle, ist aber ständig zu finden. Bemalte Häuserwände, bestrickte Lampen und Pfeiler, Streetart hat hier viele Namen und Gesichter. Im Kaffee und Kuchen gibt es recht leckeren Kuchen, im Restaurant im Stadtgarten kann man im Sommer gut und bezahlbar Essen und Trinken gehen.

Wichtige HinweiseAnreiseÜbernachtungsempfehlungWeitere Inspirationen?
  • Für Köln gibt es auch eine KölnCard ab 9 Euro, mit der ihr in zahlreichen Sehenswürdigkeiten vergünstigt Eintritt bekommt.
  • Der Eintritt im Farina Museum kostet 5 Euro, Eintritt im Zoo kostet 2017 19,50 Euro für Erwachsene, das Besteigen des Kölner Doms kostet 4 Euro und eine Rundfahrt mit dem Schiff kostet zwischen 9 – 20 Euro (ohne Essen)
  • Im Januar und im April ist noch vergleichsweise wenig los und eine ideale Zeit für einen kurzen Städtetrip.
 Parkplätze sind teuer und vor allem im Zentrum Mangelware, noch dazu kommt man selten ohne Frustpotential über den „Ring“, daher würde ich für Köln immer öffentliche Verkehrsmittel empfehlen. Mit dem Zug kommt man aus fast jeder Stadt hierher und von Köln  
Ich habe im Novotel Köln City übernachtet. Die Zimmer sind gerade 2016 neu renoviert und das Hotel liegt recht zentral. Die Preise pro Zimmer starten ab 80 Euro. Mit dem Bus 132 kommt ihr vom Bahnhof am besten zum Hotel. 

 

Offenlegung: Ich wurde von AccorHotels zu einer Nacht im Novotel eingeladen.

Janett
Janett

Hallo, ich bin Janett, die Gründerin des Blogs Teilzeitreisender.de
Schon immer war ich ein sehr großer Fan von Kurzreisen. Neben einer Teilzeitstelle an der Uni Düsseldorf pflege und hege ich deshalb dieses Projekt - und habe dafür schon das eine oder andere Abenteuer erlebt.

Mehr über mich erfahrt ihr unter der Rubrik Persönliches

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