Ein etwas anderes Winter-Wochenende in Innsbruck

Ein etwas anderes Winter-Wochenende in Innsbruck

Wie kann es sein, das ich in über 13 Reisebloggerjahren noch nie in Innsbruck war? Nach nur zwei Tagen in der Tiroler Stadt habe ich festgestellt: Die Stadt ist wie ich. Im ersten Moment wirkt sie recht klein und unspektakulär – aber bei genaueren Hinschauen findet ihr etwas, was ihr nicht so schnell vergesst.

Ein etwas anderes Winter-Wochenende in Innsbruck

Innsbruck – vor gut 60 Jahren Olympiastadt und jedes Jahr Gastgeber bei der 4-Schanzentournee – ist im Winter sehr beliebt bei Snowboardern und Skifahrern. Wo hat man schon beides: Stadterlebnisse und Zeit im Schnee? Leider kann ich weder Ski- noch Snowboard fahren – aber dennoch habe ich als Flachlandtiroler eine tolle Zeit an der Inn gehabt. Ich will in diesem Artikel aufzeigen, wie viel Innsbruck auch Abseits der Skipisten im Winter zu bieten hat.

Ein etwas anderes Winter-Wochenende in Innsbruck

Ich befürchte – der Artikel wird recht lang. Also: Nehmt euch einen Tee, setzt euch und lasst euch überraschen von drölfzigtausend Inspirationen aus Innsbruck.

Am Ende des Artikels gibt ein paar hilfreiche Tipps zu Unterkünften, Anreise und was ihr sonst noch beachten solltet.

Stadtführung durch Innsbruck

Was hatte ich vor meiner Reise alles für Fragen. Waren die Römer in Innsbruck, warum sind Wien und Salzburg mehr „Barock“ und ist Innsbruck die perfekte Stadt für ein Mädelswochenende in Tirol? Ich treffe Monika, die schon viele Jahre Stadtführungen gibt und eine tolle Botschafterin der Stadt ist. Natürlich schauen wir uns die wichtigsten Sehenswürdigkeiten an.

Ein etwas anderes Winter-Wochenende in Innsbruck

Die Hofkirche zum Beispiel, die Kaiser Maximilians I Grabmal beinhaltet – welches schon an sich sehenswert ist. Drumherum stehen jedoch 28 Männer und Frauen – gegossen in Bronze, in beeindruckenden Gewändern.

Die Figuren sind Wegbegleiter des Kaisers und Adlige, mit denen er sich verbunden fühlte. Im Nachhinein hab ich übrigens erfahren – die letzte Ruhestätte von Maximillian ist in der Wiener Neustadt. Beeindruckend ist der Raum und auch das umliegende Volkskunstmuseum aber definitiv!

Wir spazieren durch die Gassen und ich erfahre von Monika, wie viele kleine inhabergeführte Geschäfte es gibt. “Wer bei den gängigen Marken einkaufen will, der kann ins Kaufhaus Tyrol, wer aber besondere und vor allem regionale Produkte sucht, der wandelt durch die schmalen Gassen der Altstadt. So entdecke ich einen Uhrenmacher, ein Geschäft mit Produkten der regionalen Bauern oder aber die Speckeria, in der ihr verschiedene Form von leckeren Tiroler Schinken probieren könnt.

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Aber auch für ein Mädelswochenende hat Monika einige Tipps. “Lass uns in den Swarovski Kristallwelten Store Innsbruck gehen”. Gesagt getan – fast versteckt liegt der Shop und bietet nicht nur alles, was Fans der Steine so brauchen. Auf 5 Etagen könnt ihr zahlreiche Kunstwerke entdecken, die regelmäßig wechseln.

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Es gibt in der ersten Etage eine Bar, in der ihr Sekt oder Kaffee genießen könnt. Nehmt euch hier ruhig etwas Zeit und genießt einen Ausflug in die Glitzerwelt. Und falls ihr davon nicht genug bekommt, das große Swarovski Kristallwelten Gelände in Hall Wattens ist nur etwa 20 Minuten mit dem Bus entfernt zu besuchen.

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Wir werfen einen Blick in den Innsbrucker Dom mit beeindruckender Deckenmalerei. Ich könnte stundenlang nach oben schauen. Bevor ich jedoch eine Nackenstarre bekomme, hat mein Guide noch ein anderes Highlight für mich: “Soll ich dir zeigen, wo zu jeder Jahreszeit der perfekte Ort für einen Sonnenuntergang ist?”. Klar – das will ich sehen.

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Die Bar mit dem besten Rundumblick auf Innsbruck und die Berge

Also gehts zur 360 Grad Bar, die sich oberhalb der Rathaus Galerie befindet. Gerne wäre ich hier geblieben, doch ich habe an diesem Abend noch ein Date mit dem Licht.

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Eine Fotomontage von mir unter dem goldenen Dach! Die könnt ihr im Museum machen.

Auf dem Weg zum Hofgarten zeigt mir Monika auch noch die bekannteste Sehenswürdigkeit Innsbrucks: Das goldene Dachl. Ein Dach aus 2657 vergoldeten Dachschindeln. Das Museum dazu habe ich übrigens auch am Samstag mit der Innsbruck Card besucht – und kann es nur empfehlen.

Achso: Natur hab ich Monika auch nach den Römern gefragt. Und ja, die waren in Innsbruck, wirklich viel kann man aus dieser Epoche nicht mehr entdecken. Veldidena war ein Römisches Lager – im Landesmuseum kann man noch einige Fundstücke finden.

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Und Innsbruck ist zwar weniger Barock, dafür gibts hier viele gut erhaltene Gebäude aus Gotik und Renaissance.

Gut zu wissen!
Ich habe mit Monika eine individuelle Stadtführung gemacht, die ihr gerne bei ihr hier anfragen könnt. Es gibt aber auch eine Welcome Tour, welche öffentlich ist und im Winter auch Freitag und Samstag stattfindet.

Lumagica

In der dunklen Jahreszeit liebe ich Lichterfestivals! Klar das ich auch die Lumagica besuchen musste. In Innsbruck findet diese seit 2020 von Mitte November bis Anfang Februar im Hofgarten statt. Ich verabschiede mich von Monika und verliere mich sofort Lichterwunderwelt.

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Der Hofgarten ist an diesem kalten Januartag noch verschneit – eine wunderschöne Kulisse. In gut einer Stunde ist man einmal auf dem geführten Weg spaziert – inkl. Fotostops. Gerade im Januar ist hier auch nicht so viel los und Fotos lassen sich in aller Ruhe machen. Sehr schön finde ich auch Stücke wie die Kutsche oder das Herz, in dem noch mal eine besondere Wirkung haben. Dafür solltet ihr aber in Begleitung unterwegs sein!

Wer möchte – auch ein Foodtruck und ein Glühweinstand ist vor Ort. Pertfekt für eine nachweihnachtliche Stimmung.

Gut zu wissen!
Die LUMAGICA ist nur noch bis heute geöffnet – ich gehe jedoch stark davon aus, das ihr im nächsten Novembeer wieder Lichtermagie im Hofgarten von Innsbruck erleben könnt. Alle Infos dazu findet ihr unter lumagica.com/innsbruck

Schloss Ambras

Wusstet ihr, das sich das älteste Museum in Innsbruck befindet? Auf einem Schloss? Nicht? Nun – dann zeig ich euch den Ort, an dem ihr genau dieses entdeckt.

Mit dem Bus ist man in etwa 15 Minuten am Schloss. Während fast alle anderen Gäste über den Parkplatz zum Schloss gehen, wähle ich den Weg durch den Schlosspark. und das war genau die richtige Entscheidung!

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Der Park ist voller Schnee und doch liegt bei gefühlt 10 Grad auch ein wenig Frühling in der Luft. Wie schön es hier wohl im Sommer ist? Ich erreiche das Hochschloss und kurze Zeit später auch das Unterschloss. Seit 1880 ist im Schloss offiziell ein Museum, aber im Unteren Schloss von Schloss Ambras steht ein Museumsbau, der schon für die fürstlichen Sammlungen im 16. Jahrhundert geschaffen wurde – und genau das macht ihn so besonders.

Bis heute befinden sich hier Stücke an genau dem Ort, für den sie einst bestimmt waren. Damit gilt Schloss Ambras Innsbruck als das älteste Museum der Welt, das seine ursprüngliche Bestimmung noch immer spürbar macht. Mit dem Audioguide erfährt man so einiges über die Sammelstücke, die Geschichte dahinter und auch über das Gebäude. Übrigens war Ferdinand der II aich großer Fan der Antike, es sind also auch Stücke aus der römischen Epoche hier zu finden!

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Sehenswert ist aber auch das Hochschloss. Hier findet sich der spanischer Saal, ein Wellnessbereich, eine Ausstellung zur Postzustellung in längst vergangener Zeit und auch eine kleine Kapelle. Für das Schloss empfiehlt sich einiges an Zeit – denn es gibt richtig viel zu entdecken!

Gut zu wissen!
Mehr zu Öffnungszeiten, Preisen und Events vor Ort findet ihr hier. Es gibt auch eine Gastronomie vor Ort – wenn ihr also gerne im Schloss essen wollt,hier ist die Chance!

Wintermountainyoga auf dem Patscherkofel

Andere fahren in die Berge um Ski zu fahren. Und ich? Ich mach einfach mal Yoga mit Ausblick! Freitag nachmittag und Samstag vormittag bietet Moni von soul in motion eine besondere Entspannungreise an. Das ganze findet in einem der Seminarräume der Bergstation der Patscherkofelbahn statt. Treffpunkt ist eigentlich die Talstation – gemeinsam geht es dann hinauf in die Berge – ich jedoch war ein wenig früher vor Ort und habe noch einen kleinen Spaziergang gemacht.

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In der Bergstation findet der Wintermountainyogakurs statt.

Die Stunde ist auch für Anfänger perfekt und der Raum ist urgemütlich und vor allem warm. Ich war wirklich froh, das ich in meinem Zwiebellookoutfit auch an T-Shirt, Yogahose und passende Socken gedacht hatte.

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Kenntnisse im Yoga sind zwar von Vorteil, aber kein Muss. Wir waren knapp 10 Personen, für mich persönlich eine perfekte Gruppe und haben in gut 80 Minuten quasi alle Körperteile gedehnt und mit Yoga entspannt, die möglich waren. Zugegeben – ich war dabei mehr mit dem Yoga als mit dem Ausblick beschäftigt – aber dennoch war die Kulisse mega! Und ich find die Idee mit Yoga in den Bergen einfach herrlich.

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Wer etwas früher auf dem Patschkofel ist, kann in passenden Schuhwerk auch nen Spaziergang machen.

Übrigens: Ich hab mich natürlich vorher gefragt, ob auf 1900 Metern die Luft etwas mit mir macht – aber die Frage war unbegründet. Tief durchatmen ist also definitiv möglich! Ein Tipp noch für alle, die gerne auch mal Yoga ausprobieren möchten. Frühzeitig anmelden ist Pflicht und am besten auch eine eigene Yogamatte mitbringen. Im Anschluss könnt ihr noch kurz den Ausblick ins Tal genießen!

Gut zu wissen!
Mehr Infos zum Mountain Yoga findet ihr auf der Seite von Soul in Motion – eine Buchung ist aber auch über Innsbruck Tourismus möglich. Die Stunde kostet 19 Euro, die Fahrt nach oben kostet zusätzlich.

Foodtour mit Victoria von Culinary Craft Tours

Ich bin ein totaler Fan davon, mit Einheimischen die kulinarischen Highlights der Stadt zu entdecken. Denn sind wir doch mal ehrlich – die meisten Restaurants mit vielen Bewertungen sind halt auch oft diejenigen mit vielen Gästen von anderswo. Umso spannender war es, gemeinsam mit
Victoria Kunwald, ein paar kulinarische Highlights von Innsbruck zu entdecken.

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Victoria Kunwald von Culinary Craft Tours – im One Green Table Restaurant

Victoria macht es mir leicht, schon von Anfang haben wir einen Draht zueinander. Ihre Touren (auch zum Thema Bier und Cocktails und Whisky und Co.) könnt ihr auch buchen – mehr Infos gibts in der Infobox.

Gestartet sind wir etwas außerhalb im One Green Table. Hier gibt es nur einen großen Tisch und ein Menü mit megaleckeren veganen Gerichten. Ja – ich wäre gerne hier sitzen geblieben – urgemütlich! Wer hier einkehren will – sehr früh reservieren!

Weiter ging es in einer Pizzaria. Klingt im ersten Moment nicht spektakulär – aber war definitiv besonders. Im Raed gibt es nicht nur eine absolut empfehlenswerte Vorspeisenplatte, sondern sehr spezielle Pizzen. Diese hier ist die C’est la Rie, mit Selleriecreme und Staciatella. Und ich muss sagen: Voll lecker! Auch hier ist es recht voll – aber auf der Tour mit Victoria hatten wir einen reservierten Platz.

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Eine Spezialpizza von RAED

Nun hatten wir eine Grundlage geschaffen. Perfekt für einen Cocktail in der besten Cockailbars von Österreich 2025 – der Dunlin Bar. Und Ja – ich war verliebt. Die Cocktails hier sind der Hammer und auf keinen Fall Standard, zahlreiche Produkte (fermentierte Fruchtweine) werden vor Ort selbst zubereitet. Ich hatte einen Red Light Martini. Und ja – der schreit nach Wiederholung!

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Eigentlich war ich satt und glücklich. Und ja, ein wenig angetütelt von Wein und Cocktail. Aber! Victoria hatte noch einen Trumpf im Ärmel – eine Bierbar. “Die haben auch 0,1 l Gläser” war das Argument, welches mich dann in eine coole Bierbar führte. Das Tribaun liegt im Keller und war voller Studenten und junger Menschen.

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Prost!

Die Auswahl an Bier: Riesig! Ich kann euch gar nicht mehr sagen, was ich dort getrunken habe. Aber ich darf verraten, das es wirklich lecker war.

Victoria hat mich an vier wirklich coole Orte geführt und mir verraten: Da gibts noch einige mehr! Wer Innsbruck (auch als Einheimischer) mal anders entdecken will, hier habt ihr eine besondere Möglichkeit!

Gut zu wissen!
Ich habe mit Victoria eine Arround the World Tasting Tour durch Innsbruck gemacht. Sie bietet aber noch viel mehr besondere Rundgänge durch Innsbruck an, die kleinen Snacks und Getränkeproben sind im Preis von ab 85 Euro schon im Preis drin. Unsere Tour dauerte etwa 3 1/2 Stunden. Mehr Info findest du unter: culinarycrafttours.com

Hinauf zum Top of Innsbruck

Ein Muss bei jedem Besuch in Innsbruck ist der Aufstieg zum Top of Innsbruck. Ich muss zugeben, ich habe die entspannte Variante gewählt. Zuerst ging es mit der Hungerburgbahn bis zur Station Hungerburg.

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Dabei handelt es sich um eine Strandseilbahn, die euch in etwa zehn Minuten bis auf etwa 900 Meter bringt. Schon von hier habt ihr einen tollen Blick, aber natürlich gehts noch höher. Nur ein paar Meter weiter befindet sich die Talstation der Seilbahn. Übrigens – wenn ihr hier einen kleinen Aufenthalt habt – hier gibt es ein kleines Museum zur Geschichte der Nordkette und des Top of Innsbruck. Selbiges ist kostenlos und ihr könnt euch passende Postkarten mitnehmen.

Weiter geht es zur mittleren Station: Seegrube. Hier steigen auch die meisten Skifahrer aus, so das die Gruppe nach ganz oben übersichtlich ist. Natürlich will ich mir aber die Fahrt zum Hafelekar nicht entgehen lassen.

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Auf 2334 Metern hat man hier vom “Top of Innsbruck” einen tollen Blick. Es ist windig und richtig kalt – ich spare mir also lange Spaziergänge. Allein für den Blick nach unten lohnt sich eine Tour hierher aber auch für Flachlandtiroler wie mich!

Zurück bei der Station Seegrube mache ich etwas, was mir Monika empfohlen hat: “Bei schönem Wetter bestell dir einen Aperol und genieß die Stimmung”. Und ja, genau das hab ich gemacht – und ein wenig die Zeit vergessen.

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Rodeln for Free!

Erst kurz vor meiner Rückfahrt habe ich entdeckt, das ich theoretisch kostenfrei hätte rodeln können. Nun ja – das ist ein Grund um auf jeden Fall noch mal wiederzukommen. Eines hab ich gelernt: So kalt wie gedacht ist es in der Sonne gar nicht.

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Ein wenig melancholisch bin ich schon, als ich wieder hinunter ins Tal schwebe. In den Bergen ist man so weit weg von allen Sorgen.

Gut zu wissen!
Alle Infos zur Nordkette, den Stationen, Fahrplänen und Events findet ihr hier. Mit der Innsbruck Card könnt ihr einmalig kostenlos hinauf.

Was ich sonst noch in Innsbruck entdeckt habe

Es gibt noch ein paar Sachen, die ich euch auf jeden Fall noch ans Herz legen möchte.

Besteigt unbedingt den Stadtturm! Von außen sieht der Turm nicht wirklich spektakulär aus, das Treppenhaus (zwei ineinander verschlungende Treppen) ist aber nicht nur für Fotografen ein Highlight, sondern sorgt dafür, das es kein Gedränke gibt. Oben müsst ihr über eine Glasscheibe mit Sicht nach unten – aber keine Sorge – das hält! Von oben habt ihr einen tollen Blick über die Altstadt und die umliegenden Berge. Eintritt mit Innsbruck Card ist frei, sonst 4,50 € (2026)

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Wer das Glück hat, im Januar nach Innsbruck zu reisen, der sollte vor allem nach Einbruch der Dunkelheit einen Spaziergang planen.

In der Stadt hängen wunderschöne Kronleuchter und Figuren, Brunnen werden illuminiert und auch der Innenhof vom Schloss wird von einer verzauberten Kutsche belegt.

In der Weihnachtszeit gibt es auch an den Häusern der Altstadt viele Kunstwerke zu bestaunen.

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Ich bin ein großer Fan von schönen Bibliotheken und auch Innsbruck hat einen solchen. Die Universitätsbibliothek verfügt über einen historischen Lesesaal von 1905. Natürlich ist dies auch ein Lern- und Leseort, aber ihr könnt hier auch Lektüre über die Region finden.

An nicht so schönen Tagen lohnt sich ein Besuch definitiv, auch wenn es etwas außerhalb vom Stadtzentrum ist. Übrigens – es gibt auch noch einen modernen Teil der Bibliothek.

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Innsbruck Card

Was lässt sich alles mit der Innsbruck Card erleben? Darauf gehe ich gerne noch mal ausführlich in einem Artikel über die Touristenkarte von Innsbruck ein. Fast alle Museen der Stadt können besucht werden, ihr könnt mit den Bergbahnen fahren, habt die öffentliche Verkehrsmittel inklusive und könnt von November – Januar auch noch die Lumagica besuchen.

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Kai war im Sommer hier und hat Zoo, Skisprungschanze und Hop-On-Hop-Off Bus ausprobiert. Gleich vor: Allein die Fahrt in die Innsbrucker Haus-Berge bringt euch den Preis wieder raus. Ein Artikel dazu folgt bald!

Kulinarische Highlights in Innsbruck

Neben der kulinarischen Tour mit Victoria habe ich auch noch ein paar andere Highlights für euch, die ich euch natürlich nicht vorenthalten möchte.

Was hier ein wenig wie Schnitzel mit Kartoffelsalat aussieht, ist in Wirklichkeit eine Spezialität im Weissen Rössl. Das Restaurant befindet sich im ersten Stock eines Hotels in einem der ältesten Häuser der Stadt. Und was ihr da seht ist Kalbskopf. Ich bin ja wenig empfindlich – aber ich war ganz happy, das dieses Gericht so aussah. Und ja, das Fleisch war sehr zart und lecker und der Kartoffelsalat vorzüglich. Anschließend solltet ihr als Nachspeise den Kaiserschmarn probieren!

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Ihr reist schon am Freitag an und wollt euch zum Mittagstisch etwas stärken? Dann kann ich euch im Steakrestaurant Woodfire (welches zum Hotel Grauer Bär gehört) das Business Lunch empfehlen.

Für 16 Euro bekommt ihr Salatbuffet, Hauptspeise und ein alkoholfreies Getränk auf hohem Niveau. Das ganze gibts von 11:30 Uhr bis 13:30 Uhr.

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Auch eine Frühstücksempfehlung habe ich für euch, die ich eher zufällig entdeckt habe. Das Lavendel liegt nur etwa fünf Gehminuten vom Bahnhof entfernt und bietet mit Ausnahme von Sonntags leckeres Frühstück an.Praktisch: Hier könnt ihr schon ab 07:30 für ein Frühstück einkehren. ich habe ein Vitalfrühstück gebucht, dazu einen Lavendeltee – und hab viel Obst, ein Ei, und leckere Aufstriche genießen können. Und das alles in netter und entspannter Atmosphäre. Hier gibts auch Mittagsangebot.

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Meine Übernachtungsempfehlung

Ich habe in Innsbruck im Hotel Grauer Bär übernachtet, welches sich recht zentral in Innsbruck befindet. Nehmt euch Badesachen mit – das Hotel verfügt auch über einen kleinen Wellnessbereich.

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Mein Zimmer war etwas verwinkelt – Aber dennoch hatte ich Blick auf die Berge. Praktisch fand ich die Nähe zur Innenstadt und die Ruhe – trotz der zentralen Lage.

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Das Frühstücks(Buffet) ist wirklich empfehlenswert und für einen kleinen Taler dazu zu buchen. Vor allem die Brötchen kann ich nur empfehlen.

Gut zu wissen!
Die Nacht im Hotel Grauer Bär gibt es bei Direktbuchung hier ab 150 Euro pro Nacht inkl. Frühstück.

Anreise nach Innsbruck

Wer aus dem Süden von Deutschland kommt, hat für ein spontanes Wochenende eindeutig die besseren Karten. Von München lässt sich Innsbruck mit dem Zug in entspannten 3:15 Stunden erreichen. Aus dem Rheinland dauert die Anreise mit circa 7:30 Stunden etwas länger. Für mich kein Problem – ich nutze die Zeit im Zug oft zum Schreiben.

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Wirklich schön fand ich die Strecke über Garmisch Partenkirchen – mit tollen Ausblicken!

Wer etwas schneller in Innsbruck sein will: Es gibt von Eurowings bis zu drei mal pro Woche Flüge mit einer Flugzeit von 1:35 h.

Für alle Autofahrer, die ggf. nur auf der Durchreise (über den Brenner) sind: Hier müsst ihr aus dem Rheinland mit etwa acht Stunden Fahrt nach Innsbruck einplanen.

Offenlegung: Ich wurde von Innsbruck Tourismus für ein Winterwochenende eingeladen.

Janett

Hallo, ich bin Janett, die Gründerin des Blogs Teilzeitreisender.de
Schon immer war ich ein sehr großer Fan von Kurzreisen. Neben einer Teilzeitstelle an der Uniklinik Düsseldorf pflege und hege ich deshalb dieses Projekt - und habe dafür schon das eine oder andere Abenteuer erlebt.

Mehr über mich erfahrt ihr unter der Rubrik Persönliches

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