Bunker in Europa entdecken

Bunker in Europa entdecken

Sind Bunker ein passendes Thema für meinen Reiseblog? Diese Frage habe ich mir wirklich einige Zeit gestellt. Denn eigentlich haben die meisten Bunker eine tragische Vergangenheit. Umso interessanter ist das, was in den letzten Jahren mit einer Vielzahl der Bunker in Europa passiert ist.

Bunker in Europa entdecken
Das Museum im Jersey War Tunnel auf der Insel Jersey. Ja, auch hier war der 2. Weltkrieg

Ob als Hotel, als Gedenkstädte, als Kunstraum oder als Teil eines Naturparkes – es gibt vielfältige Nutzungen. Gemeinsam mit ein paar anderen Bloggern möchte ich euch hier Aufzeigen, das Bunker nicht nur ein Ort der Dunkelheit sein müssen.

Was sind eigentlich Bunker?

Ein Bunker ist ein massiver Schutzraum aus Beton, der gebaut wurde, um Menschen vor Angriffen, Druckwellen oder Gefahrstoffen zu schützen. Bunker wurden seit dem Ersten Weltkrieg, als moderne Waffen erstmals so zerstörerisch wurden, dass einfache Unterstände zum Schutz nicht mehr ausreichten.

Im Zweiten Weltkrieg entstanden dann ganze Bunkernetze vor allem durch das Militär, zur Verteidigung, aber auch zum Angriff. Es entstanden Flaktürme und der sogenannte Atlantikwall, in der gesamte Küstenbefestigungen erbaut wurden, die heute vielerorts noch sichtbar sind.

Später, im Kalten Krieg, wurden Bunker vor allem als Rückzugsorte und Sicherungsorte gegen atomare Bedrohungen geplant. Viele dieser Anlagen stehen heute als stille Zeitzeugen da und erzählen von den Ängsten und Strategien vergangener Epochen.

Hamburg Bunker

Ein Bunker als Freizeitort? Das war vor einigen Jahren in Hamburg nicht denkbar. Ich kann mich noch an eine Reise in 2014 erinnern, in dem wir nach einer Tour durch St. Pauli hier endeten und unser Guide sagte: Er gehört irgendwie dazu.

Bunker in Europa entdecken

Jetzt noch mehr, denn der Hamburger Bunker wurde in den letzten Jahren nicht nur um ein Hotel erweitert, sondern um zahlreiche Attraktionen, die man hier erleben kann. Zum einen lässt sich der Bunker umrunden, Balkone rund um das Gebäude wurden begrünt, ohne jedoch das Aussehen des Bunkers zu verändern.

Bunker in Europa entdecken

Auf dem Bunker (Etage 0) gibt es eine Ausstellung zur Geschichte des Bunkers sowie eine Bar, ein Kaffee, den Eingang zum Hotel und den Aufstieg in Hamburg höchsten Dachgarten auf dem Dach des Hotels.

Bunker in Europa entdecken

Ich find diese Verwendung sehr gelungen – und fand auch die Nacht im Hotel mit Gründ auf dem Balkon sehr cool! Der Eintritt ist übrigens frei.

Mehr Infos findest du unter hamburgbunker.com


Bunker Zandvoort

In den Amsterdamer Wasserleitungssdünen, westlich von Zandvoort, gibt es rund 400 Bunker, die im zweiten Weltkrieg als Teil des Atlantikwalls von den Deutschen erbaut wurden. Die Betonbauten wurden im Anschluss nicht zerstört, sind jetzt jedoch Teil eines Naturschutzgebietes und versinken immer mehr in den Dünen.

Bunker in Europa entdecken

Der Kontrast zwischen diesen massiv gebauten Gebäuden, zahlreicher Hirsche, die hier herumlaufen und der Natur, die sich diesen Ort immer mehr zurückholt, ist beeindruckend!

Mittlerweile gibt es hier eine Bunkerroute – wer mehr zu dem Thema erfahren möchte, kann sich auch eine Führung anschließen, die regelmäßig von Zandvoort aus angeboten wird.

Was es sonst noch so in Zandvoort zu entdecken gibt, erfährst du hier.


Die Berliner Unterwelten

Okay, die Berliner Unterwelten führen euch nicht nur zu alten Fluchttunneln oder in U-Bahnen, es gibt hier auch zahlreiche Bunker, die besichtigt werden können. So etwa in Berlin im Volkspark Humboldthain. Dort entstand ein Flakturm, welcher sich mit einer Größe von 70×70 Metern und der Höhe von rund 40 Metern deutlich von der Umgebung abhebt.

Bunker in Europa entdecken
Berliner Unterwelten

Der Flakturm hat 7 Etagen und kann heute im Rahmen von recht abenteuerlichen Führungen besucht werden. Die Touren im Flakturm sind übrigens nur im Sommer möglich, denn im Winter nächtigen hier inzwischen zahlreiche Fledermäuse. So haben Bunker für die Natur auch noch etwas positives. Der Verein Berliner Unterwelten führt aber nicht nur durch diesen Bunker. Also schaut gerne mal auf deren Seite!

Mehr Infos zu den Touren findest du unter berliner-unterwelten.de

Jersey War Tunnel

Der Jersey War Tunnel ist für mich eher ein Tunnel als ein klassischer Bunker, da er aber die gleichen Funktionen hat, möchte ich euch diesen auch hier vorstellen. Auf ganz Jersey sind Bunker, Verteidigungsanlagen und Flaktürme der deutschen zu finden, die auch heute noch gut zu erkennen ist. Gleich zwei Gedenkorte lege ich euch ans Herz. Ein Besuch im Jersey War Tunnel ist zwar etwas abseits der Massen, aber ein Muss für alle Geschichtsinteressierten und für mich ziemlich heftig. Die Aufbereitung ist wirklich gut, aber die Geräusche und auch die Filme der Zeitzeugen haben mich wirklich mitgenommen.

Bunker in Europa entdecken

Ein kleiner unterirdischer Bunker befindet sich in La Hougue Bie, recht unscheinbar, aber dafür sehr viel gewaltiger, wenn man ihn besucht.

Mehr über Jersey und seine Ziele könnt ihr hier nachlesen.

Bunk’Art 2 in Tirana

Ein Besuch im faszinierenden Bunk’Art 2 mitten in Albaniens Hauptstadt Tirana hat mich extrem beeindruckt. Dieser ehemals geheime Bunker des Innenministeriums liegt zentral nahe dem Skanderbeg-Platz und wurde in den 1980er-Jahren unter dem sozialistischen Regime von Enver Hoxha erbaut. Ich erinnere mich noch gut daran, dass Albanien damals isoliert war und es Gerüchte über Folter und Morde gab. Zwischen 1972 und 1984 entstanden aus Angst vor Invasoren Hunderttausende Bunker zum Schutz der drei Millionen Einwohner.

Bunker in Europa entdecken

Dieses Relikt des Kalten Krieges wurde 2016 als Museum eröffnet. Schon beim Abstieg durch die Betonkuppel in die kühlen Gänge bekommt man Gänsehaut. Originale Dokumente und Fotos machen die lückenlose Überwachung durch die berüchtigte Geheimpolizei (Sigurimi) und das Leid der Menschen greifbar. Detailreich recherchierte und illustrierte Einzelschicksale gehen unter die Haut; man spürt den Schrecken der Diktatur fast körperlich.

Für den Besuch sollte man etwa eine Stunde einplanen – und gute Nerven für diese düstere Geschichte des Landes mitbringen. Heute werden viele Bunker im Land übrigens als Kunstobjekte, Unterkünfte oder Kioske genutzt, was ihnen nachträglich doch noch etwas Gutes verleiht.

Ein paar hilfreiche Tipps für Albanien gibt Barbara hier.

Der Tipp ist von:
Seit fast 20 Jahren berichtet Barbara auf ihren Blogs über Reisen und kulinarische Entdeckungen. In ihrem Reiseblog nimmt sie ihre Leser mit auf Fernreisen ebenso wie auf kleine Ausflüge in ihrer fränkischen Heimat. Ihre Berichte verbinden persönliche Erlebnisse, kulturelle Hintergründe und praktische Eindrücke und machen Lust, neue Orte mit offenen Augen zu entdecken. https://barbaras-reisen.blogspot.com/

Bundesbankbunker in Cochem

Der Bundesbankbunker in Cochem an der Mosel erzählt eine hollywoodreife Geschichte: Während des Kalten Krieges blieb die Anlage mehr als 20 Jahre lang mitten in einem Wohngebiet streng geheim. Die oberirdischen Tarnhäuser dienten offiziell als Schulungsheim der Deutschen Bundesbank. Unter ihnen lag jedoch ein rund 30 Meter tiefer Atomschutzbunker. Sein eigentlicher Zweck wurde jedoch als großes Geheimnis bewahrt: Dort lagerten 15 Milliarden D-Mark in Form einer eigens gedruckten Notstandswährung.

Bunker in Europa entdecken

Diese Ersatzwährung sollte zum Einsatz kommen, falls eingeschleustes Falschgeld eine schwere Währungskrise ausgelöst hätte. Heute könnt ihr den Bunker im Rahmen einer Führung besichtigen. Zu sehen sind unter anderem Tresorräume mit Mustern der Ersatzwährung sowie Küchen-, Schlaf- und Arbeitsräume. Dank eigener Trinkwasserversorgung, Luftfilteranlagen und Notstromtechnik hätten Mitarbeiter dort bis zu 14 Tage lang abgeschottet von der Außenwelt überleben können.

Jennis weitere Tipps für Cochem findet ihr hier.

Der Tipp ist von:
Jenni berichtet auf ihrem Reiseblog strandfamilie.de über weltweite Roadtrips und Zugreisen. Die meisten Reiseziele wurden während der Familienweltreise besucht, mittlerweile ist sie oft ohne die mittlerweile jugendlichen Kinder in Deutschland mit dem Van unterwegs.

Der Flakturm in Wien

Der Flakturm im Esterházypark wurde während des Zweiten Weltkriegs errichtet und diente nicht nur der Flugabwehr, sondern auch als Schutzbunker für die Zivilbevölkerung. Bei Luftangriffen suchten hier Tausende Menschen Zuflucht, darunter Frauen, Kinder, ältere Menschen, Schwangere und Kriegsversehrte. In den unteren Stockwerken gab es Sanitätsräume und eigene Bereiche für besonders schutzbedürftige Personen. Die massiven Betonmauern boten deutlich mehr Sicherheit als viele gewöhnliche Hauskeller.

Bunker in Europa entdecken

Heute wird der Flakturm völlig anders genutzt: Er beherbergt das Haus des Meeres mit Aquarien, Terrarien und zahlreichen Tierarten. Im ehemaligen Kommandoraum erinnert außerdem die Ausstellung „Erinnern im Innern“ an die ursprüngliche Funktion des Bauwerks und an die Menschen, die hier Schutz suchten.

Der Tipp ist von:
Ich bin Gudrun, schreibe auf reisebloggerin.at über besondere Orte und erzähle in meinem Podcast „Wien auf den zweiten Blick“ die Geschichten hinter bekannten und weniger bekannten Plätzen der Stadt.

Das Kellerlabyrinth in Pilsen – auch Bunker

Unter der Altstadt Pilsens verbirgt sich eine geheimnisvolle zweite Welt. Ab dem 13. Jahrhundert grub man ein Kellerlabyrinth in den Untergrund – zum Lagern von Lebensmitteln und Bier, als Wasserreservoir und in Kriegszeiten auch als Zufluchtsort für die Bevölkerung. Das Untergrundsystem wuchs nach und nach über mehrere Jahrhunderte, bis es stolze 20 Kilometer umfasste und an manchen Stellen über drei Ebenen in die Tiefe reichte. 

Bunker in Europa entdecken
Bunker in Europa entdecken

Heute ist Pilsens Unterwelt eine Attraktion für Besucher. Ein etwa einstündiger Rundgang führt durch einen kleinen Teil der weit verzweigten Tunnellandschaft. Vor allem bist du in der zweiten Etage unterwegs, denn die oberen Kellergewölbe werden teilweise noch immer von Privatleuten oder Restaurants als Keller genutzt, während tiefere Bereiche aus Sicherheitsgründen verschlossen sind. Es geht im Gänsemarsch durch enge, niedrige Gänge, und Schutzhelme verhindern Kopfbeulen. Zu sehen gibt es einige der 300 Brunnen, die die Wasserversorgung der Stadt sicherten. Dazu Vorratskammern, Vitrinen mit archäologischen Fundstücken – Keramik, Werkzeuge, Glasgefäße – und das rekonstruierte Wasserrad des Wasserwerks aus dem 16. Jahrhundert. Und weil du bis zu 12 Meter unter der Erde unterwegs bist, wo das ganze Jahr über 10 bis 12 Grad herrschen, ist der Besuch an heißen Sommertagen eine herrliche „Coolcation”

Elkes Ausflugsempfehlungen für Pilsen findet ihr hier.

Der Tipp ist von:
Elke schreibt auf ihrem Reiseblog Kekse & Koffer über Bayern und die Welt – für alle, die gern langsam, mit allen Sinnen und einer großen Portion Neugier auf Kultur und Natur unterwegs sind.

Grand Blockhaus in Batz-sur-Mer

Schon beim ersten Blick auf diesen grauen Riesen wusste ich: Das hier ist kein entspannter Küstenbummel. Der salzige Atlantikwind der Côte Sauvage peitschte mir ins Gesicht, während vor mir in Batz-sur-Mer ein monströser Betonkoloss aus den Klippen wuchs.

Bunker gibt es an dieser Küste viele. Aber dieses Exemplar auf der Halbinsel Guérande spielt in einer anderen Liga. Im Zweiten Weltkrieg tarnten die Besatzer diesen riesigen Schießleitstand am Atlantikwall täuschend echt als harmloses Sommerhotel. Komplett mit aufgemalten Fenstern und einem falschen Dach.

Bunker in Europa entdecken

Sobald Du die meterdicken Stahltüren durchschreitest, verschluckt eine schwere, fast greifbare Stille das rohe Tosen der Brandung. Der kühle Hauch von feuchtem Stein und historischem Eisen kriecht Dir direkt unter die Haut.

Du stehst mitten im strategischen Herz der „Tasche von Saint-Nazaire“. Dieser massiv befestigte Kessel hielt so lange stand, dass er erst im Mai 1945, als der Rest Europas längst aufatmete, befreit wurde. 

Heute ist die Anlage eines der größten Bunkermuseen Europas. Du findest hier keine überladenen Waffensammlungen. Stattdessen spürst Du das raue, klaustrophobische Leben in diesem Beton-U-Boot an Land.

Lust auf noch mehr Atlantik-Flair? Dann schau Dir unbedingt den Beitrag über den Frankreich-Roadtrip an der Atlantikküste an. Darin zeigt Nicolo Dir nicht nur, wo Du diesen Bunker findest, sondern nimmt Dich mit zu vielen weiteren Highlights der Region.

Der Tipp ist von:
Nicolo ist ein echter Abenteurer und sein Reiseblog lädt Dich auf eine virtuelle Reise um die Welt ein: auch an die rauen und geschichtsträchtigen Orte. Seine Beiträge sind gespickt mit packenden Anekdoten und beeindruckenden Fotos, die Dich neugierig auf mehr machen. Wer gerne reist oder einfach nur Inspiration für die nächste Tour sucht, sollte unbedingt Nicolos Reiseblog besuchen.

Stumme Zeitzeugen an dänischen Sandstränden

Wer an Dänemarks Küsten unterwegs ist, stößt fast unausweichlich auf die imposanten Betonkolosse des Atlantikwalls. Einst als düstere Verteidigungslinie erbaut, versinken viele dieser historischen Bunker heute langsam im Sand oder trotzen als verwitterte Ruinen der rauhen Nordseebrandung.

Hinter den grauen Fassaden verbergen sich jedoch fesselnde Geschichten, beeindruckende Lost Places und moderne Ausstellungen wie das spektakuläre Tirpitz-Museum in Blåvand. Von frei zugänglichen Festungswerken direkt am Meer bis hin zu faszinierenden Einblicken in die Vergangenheit bieten Dänemarks Bunker eine einzigartige Mischung aus rauer Natur und lebendiger Geschichte.

Bunker in Europa entdecken

Zwischen den düsteren Verschlägen des Bunkermuseums Hanstholm im Norden und den freigelegten Betonriesen rund um Søndervig wird dieses Zusammenspiel von Küstenschutz, Verfall und Historie hautnah spürbar. Wer sich auf diese Erkundungen einlässt, erlebt den dänischen Küstenstreifen aus einer ganz neuen, ergreifenden Perspektive.

Mehr Infos zu den Bunkern in Dänemark.

Der Tipp ist von:
Kathleen schreibt auf Ihrem Blog immer-auf-reisen.de über große und kleine Entdeckungen in Deutschland und unseren europäischen Nachbarländern.

Cold War Tunnel Gjirokastra

In vielen Teilen Albaniens ist die kommunistische Vergangenheit auch heute noch sichtbar. Ein besonderer Ort befindet sich dabei in der historischen Stadt Gjirokastra. Unter der Altstadt versteckt sich der Cold War Tunnel, eine rund 800 Meter lange Bunkeranlage aus der Zeit Enver Hoxhas.

Der Tunnel wurde Anfang der 1970er-Jahre gebaut und sollte im Ernstfall Teile der politischen Führung schützen. Heute kannst du durch kahle Betonflure, ehemalige Büros und technische Räume laufen. Besonders spannend fand ich den Generatorraum, die Luftfilteranlage und einige Erklärungen unseres Guides.

Bunker in Europa entdecken

Wenn du in Gjirokastra unterwegs bist und dich für Albaniens jüngere Geschichte interessierst, lohnt sich der kurze Besuch.

Mehr zu Führung, Anmeldung und Eintritt findest du im Guide zum Cold War Tunnel in Gjirokastra auf dem Reiseblog von Explorertom.

Der Tipp ist von:
Tom schreibt auf seinem Reiseblog Explorertom.com von seinen Abenteuern und gibt Reisetipps zu seinen Reisezielen.

Pointe du Hoc an den Landungsstränden der Normandie

Pointe du Hoc liegt auf einer Steilküste zwischen Utah Beach und dem eigentlichen Omaha Beach, den Landungsstränden der Normandie in Frankreich. Am D-Day, dem 6. Juni 1944, erklommen US-Ranger die rund 30 Meter hohen Klippen, um eine deutsche Artilleriestellung einzunehmen. Die sechs 155-Millimeter-Geschütze waren zuvor ins Hinterland verlegt worden, was die Angreifer jedoch nicht wussten. Niemand hatte mit einem Angriff über die Klippen gerechnet.

Bunker in Europa entdecken

Heute gehören die erhaltenen Bunker, Geschützstellungen und das Ranger Monument zu den wichtigsten Erinnerungsorten entlang der normannischen Küste. Auf dem frei zugänglichen Gelände lassen sich außerdem die Spuren der massiven Bombardierungen erkennen. Das Besucherzentrum informiert über den Angriff, die Kämpfe und die hohen Verluste der Ranger.

In meinem Beitrag über die D-Day-Landungsstrände in der Normandie findest Du weitere geschichtliche Hintergründe sowie praktische Informationen zu Pointe du Hoc und anderen Erinnerungsorten.

Der Tipp ist von:
Romy Mlinzk schreibt auf snoopsmaus.de über individuelle Reisen, Kultur, Kulinarik und besondere Orte in Europa und darüber hinaus.

Energiebunker Wilhelmsburg: vom Flakbunker zum Öko-Kraftwerk

Der Energiebunker Wilhelmsburg ist ein ehemaliger Flakbunker aus dem Zweiten Weltkrieg. Wilhelmsburg ist dabei ein Stadtteil von Hamburg südlich der Elbe. Er befindet sich auf Europas größter Flussinsel zwischen Norder- und Süderelbe.


Der gewaltige Betonbau wurde 1943 errichtet und nach Kriegsende im Inneren gesprengt. Jahrzehntelang verrottete er als Ruine mitten im Viertel vor sich hin. Im Rahmen der Internationalen Bauausstellung wurde er schließlich umgebaut und 2013 als Energiezentrale wiedereröffnet.

Bunker in Europa entdecken
Ausblick vom Energiebunker

Und seine Leistung ist beachtlich: Heute versorgt er Teile Wilhelmsburgs mit erneuerbarer Wärme (3000 Haushalte!) und Strom (1000 Haushalte). Er ist zugleich Mahnmal, Ausflugsziel und Aussichtspunkt.

Besonders lohnt sich der Weg nach oben: In rund 30 m Höhe führt eine Terrasse einmal um den Energiebunker herum und bietet dir einen reizvollen 360-Grad-Blick über Hamburg und den Hafen abseits der üblichen Tourist:innenpfade. Anschließend kannst du im Café vju einkehren und bei Kaffee und Kuchen den weiten Blick genießen. Besuchen kannst du den Energiebunker Wilhelmsburg am Wochenende. Dann werden auch öffentlich Führung durch das Kraftwerk im Inneren angeboten.

Mehr Tipps für den schönsten Blick über Hamburg findest du in meinem Artikel „Ein perfekter Tag in: Hamburg“.

Der Tipp ist von:
Ich bin Claudia vom Reiseblog Weltreize und schreibe über individuelle Reisen, besondere Orte und Geheimtipps.

Schloss Fürstenstein und das geheimnisvolle Projekt Riese in Polen

Das Schloss Fürstenstein (Zamek Książ) in Niederschlesien beeindruckt zunächst mit seinen prunkvollen Räumen und seiner Lage über dem bewaldeten Tal. Doch unter dem Schloss verbirgt sich eine deutlich düsterere Geschichte. Während des Zweiten Weltkriegs wurde Fürstenstein Teil des geheimnisvollen „Projekt Riese“, eines riesigen unterirdischen Bauvorhabens der Nationalsozialisten im Eulengebirge.

Projekt Riese - Schloss Fürstenstein

Unterhalb des Schlosses entstanden Tunnel und Räume, für deren Bau unter anderem Zwangsarbeiter eingesetzt wurden. Wofür die Anlage genau vorgesehen war, ist bis heute nicht vollständig geklärt. Vermutet werden unter anderem militärische Zwecke oder ein mögliches Führerhauptquartier.

Bunker in Europa entdecken

Bei meinem Besuch fand ich gerade diesen Kontrast besonders beeindruckend: Oben läufst du durch die prachtvollen Räume des Schlosses, während sich darunter ein weitgehend verborgenes Tunnelsystem befindet. Teile der unterirdischen Anlage kannst du heute besichtigen.

Wenn du mehr über die Geschichte, die unterirdischen Gänge und meinen Besuch erfahren möchtest, findest du in meinem Beitrag zum Schloss Fürstenstein weitere Eindrücke und praktische Tipps.

Der Tipp ist von:
Ich bin Mandy und schreibe auf Mandys Abenteuerwelt über meine Reisen, persönliche Erlebnisse und praktische Reisetipps.

Die Bunker von Kreuzlingen – Geschichte erleben

Direkt südlich von Konstanz, auf der Schweizer Seite des Bodensees liegt der Festungsgürtel Kreuzlingen. Wenige Schritte hinter meinem Haus, verteilt über die Landschaft und mitten im Wald, stösst man hier bei einem Spaziergang auf zahlreiche Bunker. Der Festungsgürtel wurde ab 1935 geplant und ab 1937 gebaut und erstreckt sich über 11,5 Kilometer von Triboltingen über die bewaldeten Höhen des Seerückens bis nach Bottighofen.

Bunker in Europa entdecken

Ursprünglich umfasste er mehr als 80 Bunker. Manche sehen auch heute noch für Laien wie ein ganz normales Wohnhaus aus und geben erst auf den zweiten Blick ihre wahre Funktion preis. Andere zeigen die typische Bunkerform. So ist der Zweite Weltkrieg hier bis heute sichtbar und überraschend nah. Der Verein Festungsgürtel bietet regelmässig spannende Führungen und Bunkerwanderungen mit vielen Informationen zur Geschichte an.

Der Tipp ist von:
Ich bin Ellen Gromann- Goldberg. Auf meinem Reiseblog PATOTRA teile ich meine persönlichen Entdeckungen und Geschichten aus der Schweiz und der ganzen Welt – und manchmal liegt das Spannende eben direkt vor der eigenen Haustür.

Ein Bunker in Bordeaux?

Ein Bunker mitten in Bordeaux?! Wer an die berühmte Stadt am Atlantik denkt, kommt eher auf guten Rotwein, weltbekannte Weingüter und die ebenfalls berühmte, größte Sanddüne Europas im nahe gelegenen Arcachon. Doch es ist wahr: Nur etwas außerhalb des Stadtzentrums könnt Ihr die erst vor wenigen Jahren eröffnete Cité du Vin und den auch im Hafenviertel von Bordeaux gelegenen Bunker besichtigen.

Bunker in Europa entdecken

Ein Relikt aus dem Zweiten Weltkrieges, dem die Stadt mit der Dauerausstellung Les Bassins des Lumières im wahrsten Sinne des Wortes einen neuen Anstrich verpasst hat. Hier treffen faszinierende Lichtspiele und brisante geschichtliche Informationen auf die interessante Fragestellung: Wie lässt sich ein U-Boot-Bunker geschickt als modernes Kulturzentrum interpretieren? Nach unserem Besuch finden wir: Bordeaux hat darauf eine wahrlich gute Antwort gefunden. Prädikat: Sehenswert!

Mehr Eindrücke und Ausflugsziele aus Bordeaux findet ihr hier.

Der Tipp ist von:
Elena spricht seit 20 Jahren fließend Französisch und ist als frankophile Reisebloggerin immer gerne in Frankreich unterwegs. In der entsprechenden Kategorie am Reiseblog mischen sich zu Kultur und Kulinarik seit wenigen Jahren auch Tipps für Familien.

Der Regierungsbunker im Ahrtal

Mitten im idyllischen Ahrtal verbirgt sich ein geheimnisvolles Stück deutscher Geschichte: der ehemalige Regierungsbunker der Bundesrepublik. Zwischen 1960 und 1972 entstand in zwei früheren Eisenbahntunneln eine 17,3 Kilometer lange unterirdische Anlage. Im Falle eines Atomangriffs sollten dort rund 3.000 Menschen Schutz finden und die Regierung ihre Arbeit 30 Tage lang fortsetzen können.

Bunker in Europa entdecken

Mit Schlafräumen, Büros, Kommandozentrale, Krankenstation, Feuerwehr, Fernsehstudio und Friseursalon glich der Bunker einer autarken Stadt. Heute sind davon noch 203 Meter erhalten. Während einer rund 90-minütigen Führung wird spürbar, wie gegenwärtig die Angst vor einem Atomkrieg damals war. Besonders beklemmend: Für die Zeit nach den vorgesehenen 30 Tagen gab es keinen Plan.

Der Besuch ist eine eindringliche Zeitreise in den Kalten Krieg und für geschichtsinteressierte Ahrtal-Besucher unbedingt empfehlenswert.

Der Tipp ist von:
Ich bin Martina und berichte auf meinem Blog HundeReisenMehr über rund um das Thema Reisen, Ausflüge und besondere Erlebnisse mit Hund.
Janett

Hallo, ich bin Janett, die Gründerin des Blogs Teilzeitreisender.de
Schon immer war ich ein sehr großer Fan von Kurzreisen. Neben einer Teilzeitstelle an der Uniklinik Düsseldorf pflege und hege ich deshalb dieses Projekt - und habe dafür schon das eine oder andere Abenteuer erlebt.

Mehr über mich erfahrt ihr unter der Rubrik Persönliches

Alle Blogposts des Autors

Schreib uns einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert