Was ich am Herbst liebe. Meine Gedanken zur schönsten Jahreszeit

Erst vor ein paar Minuten habe ich durch meine Artikelentwürfe von diesem Blog gescrollt und war überrascht wie viele Artikel über den Sommer ich wieder nicht fertig geschrieben habe. Jetzt – das ist meine persönliche Meinung – passt so vieles wirklich nicht mehr richtig. Es ist eher die Zeit in der ich persönlich Lust aufs Dekorieren bekomme – mich richtig auf verregnete Tage mit einem guten Buch freue und in dem ich den Herbst genieße. Ich bin eigentlich ein geborenes Frühlingskind. Und doch ist der Herbst meine Lieblingszeit. Warum ich den Herbst liebe? Nun, das hat eigentlich nicht so viel mit dem Reisen zu tun und doch will ich euch daran teilhaben. Hier gibts meine Gedanken dazu.

Ich liebe den Herbst weil er so kunterbunt ist.

Es fängt an mit Sonnenblumen. Für mich ist das die Zeit wenn der Herbst beginnt. Dann kommen die letzten schönen Blumen, anschließend die bunten Blätter und schließlich die Kürbisse in all ihrer Vielfalt. Während draußen alles langsam grauer wird, werden die Schaufenster immer bunter. Geschenke, Deko und Lichter – für mich ist der Herbst ein wahres „Kunterbunt“!

Die Sonnen- Auf- und Untergänge im Herbst sind die schönsten!

Auch wenn der Herbst oft von mehr Schlechtwettertagen geprägt ist, so liebe ich diese Jahreszeit. Denn wenn eines definitiv fest steht – im Herbst ist die Sonne am wärmsten. Nicht in Bezug auf die eigentliche Temperatur, eher vom Licht her. Ich liebe Sonnenuntergänge im Herbst. Selbst solche bei denen die Sonne eigentlich nur das Licht spendet, weil sie hinter Wolken versteckt ihr Dasein in zweiter Reihe fristet.

Ein Herbstbild aus Düsseldorf

Mit der „Lichtwärme“ gehen natürlich auch viele weitere Eindrücke einher. In keiner Zeit ist es schöner ins Baumkino zu gehen. Wenn die Sonne durch die lichter werdenden Bäume scheint und dabei langsam die Blätter zu Boden fallen…. HERRLICH!

Herbst ist Gummistiefelzeit!

Etwas ziemlich schlimmes ist mir erst vor ein paar Tagen passiert. Ich habe meine mir geliebten pinken Gummistiefel angezogen und festgestellt das diese nach vier Jahren hinten aufgerissen sind. Wie ihr euch denken könnt bin ich ziemlich traurig darüber und nun auf der panischen Suchen nach den passenden Gummistiefeln.

Ruht in Frieden, meine geliebten Gummistiefel…

Für mich sind die Regenschauer im Herbst immer auch ein Grund meine Gummistiefel auszupacken und wie ein kleines Kind durch die Pfützen zu hüpfen. Und natürlich auch die herrliche Luft bei Regen zu genießen!

Ich kann im Herbst am besten schlafen!

Während ich im Winter oft kalte Füße bekomme, der Sommer mir für guten Schlaf sehr häufig schlichtweg zu warm ist, kann ich in der Zeit zwischen Ende August und Mitte November einfach richtig gut schlafen.

Die Nächte sind lang genug um wirklich auch in einen tiefen Schlaf einzutauchen, es ist angenehm kühl aber nicht kalt und frühmorgens werde ich auch nicht mehr durch hyperaktive Vögel aufgeweckt (so wie das im Frühling sehr sehr oft der Fall ist)

Die perfekte Zeit um Pilze zu genießen

Ich liebe Pilze. Die die man gut essen kann, aber auch die, die einfach nur im Walde stehen. Auch wenn ich als Kind die allherbstlichen Wandertouren nicht immer gemocht habe, die anschließenden Pilzpfannen waren mein Highlight. Von damals habe ich vor allem das Erlegen von Stinkmorcheln in Erinnerung, die dann im Wald immer diese lustigen Dämpfe von sich gaben.

Vor ein paar Jahren durfte ich an einer geführten Pilzwanderung teilnehmen – für mich ein wirklich tolles Event. Manche Sachen beginnt man ja doch erst zu schätzen wenn man etwas älter ist. Und so ne Wanderung mit der Suche nach Steinpilzen und Co. ist für mich definitiv eine Sache die ich gerne noch mal wiederholen würde.

Herbstzeit? Kuschelzeit!

Kuscheln tut gut! Und während es draußen immer früher dunkel wird, während die Temperaturen bei mir das Bedürfnis nach Wärme erzeugen ist Kuscheln einfach perfekt. Für die Zeiten, in denen ich auch einmal alleine bin habe ich mir vor einigen Jahren eine kuschelig flauschige Decke organisiert. Für den Notfall geht das auch mal.

Im Herbst kann ich auch mal melancholisch sein

Auch wenn ich in meinem Freundeskreis eher für gute Laune bekannt bin – ich kann auch melancholisch. Der Herbst ist bei mir oft die Jahreszeit in der ich zurückdenke. An Abenteuer, an wichtige Menschen die gegangen sind, an Erlebnisse mit Freunden und an Orte, die ich gerne mal wieder besuchen möchte.

Herbstgedanken. Nicht immer frei

Nicht immer bringen mich diese Erinnerungen zum lachen. Und doch gehört dies alles für mich zum Herbst dazu. Und auch wenn ich sonst eher nicht zu den Dauertelefonierern gehöre – der Herbst ist die Jahreszeit in der die Wahrscheinlichkeit für einen Anruf von mir am höchsten ist.

Die perfekte Zeit für Schals, Cordkleider und Strumpfhosen

Ich habe ein ganzes Regal voller Schals. Dicke und Dünne, bunte und unifarbene, kleine und große. Sogar mein altes Pionierhalstuch liegt da noch drin. Immer Sommer nutze ich oft nur die dünnen Halstücher für „auf den Kopf“ und lass die anderen links liegen. Wenn der Herbst kommt, kommen meist noch zwei drei Halstücher dazu. Ich trage sie gerne. Ebenso wie bunte Strumpfhosen. Und mein rotes Cordkleid. Für das ist es im Sommer leider immer zu warm.

Ich liebe mein rotes Cordkleid (nicht nur im Herbst)

Herbst – die Zeit in der ich mich an die Namen der Stürme erinnere

Wusstet ihr das es 2002 mal einen Herbststurm gab, der Janet hieß? Damals wurden einige Dächer abgedeckt und ich durfte mir auf Arbeit anhöhren, das ich letzte Nacht ziemlich stürmisch unterwegs war. Und ja, wenn die Herbststürme die letzte Hitze wegfegen kann ich mich meist auch an die Namen der Stürme erinnern. Könnt ihr euch an Xaver erinnern? 2013 hat er Anfang Dezember gewütet. In 2017 gab es das Sturmtief Sebastian. Warum Stürme bei uns Namen haben? Ankerherz ist dieser Frage mal auf den Grund gegangen.

Der Herbst kann nicht nur schön.

Als Pendler mit öffentlichen Verkehrsmitteln kenn ich natürlich auch die etwas unschönen Seiten des Herbstes. Wenn gefühlt ganz Deutschland mit dem Auto oder der Bahn unterwegs ist kann es natürlich mal vorkommen das ebendiese verspätet oder aufgrund von Wetterkapriolen gar nicht kommen. Just dann stehe ich gerne in irgendwelchen Wartehäuschen oder an Bahnsteigen.

Anstrengend ist ebenfalls, im Dunkeln auf Arbeit zu fahren und auch im Dunkeln erst wieder nach Hause zu kommen. Da lobe ich mir meine Teilzeitstelle – die mir zumindest an zwei Tagen pro Woche das Vergnügen von Tageslicht nach Feierabend beschert. Und ja – auch die Menschen sind oft mehr gestresst – der Urlaubseffekt ist weg und die Sonne oft gleich mit!

Mögt ihr den Herbst?

Ich freu ich auf euren Kommentar.

Janett
Janett

Hallo, ich bin Janett, die Gründerin des Blogs Teilzeitreisender.de
Schon immer war ich ein sehr großer Fan von Kurzreisen. Neben einer Teilzeitstelle an der Uni Düsseldorf pflege und hege ich deshalb dieses Projekt - und habe dafür schon das eine oder andere Abenteuer erlebt.

Mehr über mich erfahrt ihr unter der Rubrik Persönliches

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