Budapest erleben - Ein Kurztrip voller Kultur und Entdeckungen

Budapest erleben – Ein Kurztrip voller Kultur und Entdeckungen

Was muss ich in Budapest unbedingt sehen, wenn ich nur knapp 2 1/2 Tage Zeit habe?

Das war die Frage, die sich mir stellte, als ich meinen Städtetrip nach Budapest geplant habe. Soll ich mir nur die Top5 Attraktionen ansehen? Wird das zeitlich passen oder bin ich dann doch zu gestresst? Schaffe ich auch mehr als das? Muss ich wirklich überall rein?

Budapest erleben - Ein Kurztrip voller Kultur und Entdeckungen

Wahrscheinlich standet ihr auch schon mal vor dieser Herausforderung eine richtige Entscheidung zu treffen. In diesem Artikel zeige ich euch meine Highlights von Budapest für eine 72 Stunden-Kurztrip, mit der Möglichkeit zu verkürzen oder zu verlängern.

Budapest – am besten zu Fuß

Fischerbastei, Donau, Gulasch … das sind meine ersten Assoziationen zu Budapest und es gibt doch noch sehr viel mehr zu entdecken.

Mein erster Tipp an euch, um viel zu sehen: Erkundet die Stadt zu Fuß! Ihr kommt viel rum und bekommt ein Gefühl für die Stadt und die Leute. Es gibt einige Walking Tours durch Budapest, welche ihr vorab online buchen könnt. Und solltet ihr nicht gut zu Fuß sein, bietet sich auch eine Stadtrundfahrt im Bus an. Das spart euch Zeit und die Top X Attraktionen werden definitiv angefahren. Doch dabei bleibt das Entdecken etwas auf der Strecke. Ihr könnt Budapest auch gut mit dem Öffentlichen Nahverkehr (BKK) erkunden. Kauft dazu einfach in der BudapestGO App ein Ticket für 24 oder 72h, aber auch Einzelfahrten sind möglich. Ihr könnt die Tickets auch am Automaten erwerben und die Preise sind erschwinglich. Bezahlt wird per EC-Karte.

Mein Übernachtungstipp für Budapest

Nachdem ihr euch nun entschieden habt, wie ihr erkunden wollt, kann es auch schon los gehen. Und sofort stellt sich die nächste Frage: Wo fang ich denn am besten an? Und meine Antwort: Startet von eurer Unterkunft. Ich habe im Meininger Hotel übernachtet, direkt an der Donau und neben der Great Market Hall (Große Markthalle) liegt und habe meine Tour von dort begonnen.

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Mein Zimmer im Meininger Hotel
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Blick von der Donau zum Hotel
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Ausblick von meiner Terrasse
Gut zu wissen!
Infos zum Hotel Meininger Hotel

Lage: Direkt neben der Großen Markthalle (Nagy Vásárcsarnok) und in der Nähe der Donau, sodass Sehenswürdigkeiten wie die Freiheitsbrücke, die Fußgängerzone Váci utca und das Gellért-Bad fußläufig erreichbar sind.

Ausstattung: Das Hotel verfügt über moderne und minimalistische Zimmer, die sowohl für Alleinreisende als auch für Gruppen oder Familien ausgelegt sind. Zur Ausstattung gehören Gemeinschaftsküchen, eine Lounge, eine Bar und ein Spielbereich.

Zimmer: Es gibt sowohl klassische Hotelzimmer als auch Schlafsäle für preisbewusste Reisende. Die Zimmer sind mit Klimaanlage, WLAN und eigenen Bädern ausgestattet. Mein Zimmer hatte direkten Zugang zu einer Terasse, die einen schönen Überblick über die Stadt bot.

Verkehrsanbindung: Mit seiner Nähe zur Metrostation Fővám tér (ca. 3 Minuten) und anderen öffentlichen Verkehrsmitteln ist das Hotel gut angebunden, ideal für Stadterkundungen. Falls ihr vom Flughafen aus anreist, könnt ihr den dortigen Airport Shuttel Bus in die Stadt nehmen. Das dauert ca. Minuten. Steigt Kálvin tér M aus und von dort sind es nicht mal 10 Minuten zu Fuß zum Hotel.

Parken: Das Hotel hat keine Tiefgarage und durch Be-und Entladungen der Großen Markthalle sind die Straßen voll. Es gibt in der Nähe wohl Parkplätze. Fragt dazu am besten im Hotel selbst oder kommt direkt ohne Auto.

Haustiere: Sind im Hotel erlaubt. Es empfiehlt sich vor ab anzufragen und die zusätzlich anfallenden Kosten zu kläre.

Die Donau – allgegenwärtig in Budapest

Budapest wird durch die Donau getrennt in die Viertel: Buda und Pes(ch)t, denn das „S“ wird wie ein „sch“ ausgesprochen. Wollt ihr euch merken, wo ihr gerade seid, geht das ziemlich einfach, denn der platte Teil ist Pest und der bergige Bereich Buda. Und schon wisst ihr wo ihr seid. Easy, oder?

Ich habe mich zuerst auf zur Donau gemacht und bin die Promenade entlang spaziert. Man hat einen wundervollen Blick auf die Donau und erkennt schon von weiten die Sehenswürdigkeiten vom Burgenviertel. Dort könnt ihr vom Hafen aus eine Rundfahrt machen. Für mich war das leider nicht möglich, denn nur einige Tage vorher gab es eine Flut in Budapest, die über meinem Aufenthalt leider anhielt und eine Bootstour nicht ermöglichte.

Noch ein kurzer Hinweis am Rande. Ich fand es vorteilhaft, Buda und Pest an getrennten Tagen zu besichtigen. Seid ihr aber mit dem Bus unterwegs, werdet ihr das Gemeinsam erledigen.

Die Kettenbrücke als Symbol der Vereinigung

Entlang der Promenade gibt einige imposante Brücken. Die bekannteste ist die Kettenbrücke.

Die Kettenbrücke (ungarisch: Széchenyi lánchíd) ist eines der bekanntesten Wahrzeichen Budapests und die erste dauerhafte Brücke, die die Stadtteile Buda und Pest über die Donau miteinander verband. Die Brücke ist etwa 375 Meter lang und beeindruckt durch ihre massiven Kettenkonstruktionen und großen steinernen Torbögen an beiden Enden. Die Kettenbrücke ist nicht nur eine verkehrstechnische Verbindung, sondern steht auch symbolisch für die Vereinigung von Buda und Pest sowie für die Modernisierung Ungarns im 19. Jahrhundert. Während des Zweiten Weltkriegs, im Jahr 1945, wurde die Kettenbrücke von der sich zurückziehenden deutschen Armee zerstört und 1949 wieder aufgebaut.

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Kettenbrücke

Heute ist sie eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten in Budapest, besonders beleuchtet in der Nacht bietet sie einen atemberaubenden Anblick.

Von der Kettenbrücke aus, könnt ihr schon das Parlament sehen, aber dazu später mehr.

Nahe der Brücke gibt es das Budapest Eye (ungarisch: Budapest Óriáskereke), angelehnt an das London Eye. Die Fahrt dauert circa 8 Minuten .

Und wie man richtig vermutet handelt es sich um ein Riesenrad, welches einen weiteren Aussichtspunkt über die Stadt bietet. Es ist täglich von 10 Uhr bis Mitternacht geöffnet.

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Budapest Eye
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Freiheitsbrücke

Es lohnt sich auch die anderen Brücken eines Blickes zu würdigen. Mir persönlich hat die Freiheitsbrücke (ungarisch: Szabadság híd) ebenfalls sehr gefallen.

Stephans Dom / Stephans Basilika

Nicht weit von der Kettenbrücke befindet sich der Stephans Dom oder auch Stephans Basilika genannt.

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Stephans Dom

Der Stephansdom (ungarisch: Szent István-bazilika) in Budapest ist eine der bedeutendsten Kirchen Ungarns und eine der größten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Die Basilika wurde über einen Zeitraum von mehr als 50 Jahren gebaut, von 1851 bis 1905. Die Basilika ist im neoklassizistischen Stil erbaut, mit einer beeindruckenden Kuppel, die 96 Meter hoch ist. Dies macht sie zu einem der höchsten Gebäude in Budapest (zusammen mit dem Parlamentsgebäude). Die Basilika ist nach dem heiligen Stephan I., dem ersten christlichen König Ungarns, benannt. Er spielte eine zentrale Rolle bei der Christianisierung Ungarns. In der Kirche wird das „Heilige Rechte“ (Szent Jobb), die mumifizierte rechte Hand von König Stephan I., als eine der wichtigsten nationalen Reliquien Ungarns aufbewahrt. Aber keine Angst, ihr werdet sie nicht sehen.

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Stephans Dom – Innen

Wollt ihr die Kirche besichtigen, so müsst ihr etwas versteckt zum Ticketshop auf der anderen Seite der Straße gehen. Folgt den Schildern, die euch den Weg weisen. Oder kauft die Karte online. Achtet aber darauf, was enthalten ist. Denn die wundervolle Aussicht von der Terrasse ist es leider nicht direkt.

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Stephans Dom – Aussicht Terasse

Wollt ihr noch mehr Kirchen sehen, schaut euch doch einfach die größte Synagoge Europas an.

Die Synagoge in der Dohánystraße (ungarisch: Dohány utcai Zsinagóga), auch als Große Synagoge bekannt, ist die größte Synagoge Europas und eine der größten weltweit. Sie befindet sich im ehemaligen jüdischen Viertel von Budapest und ist sowohl religiös als auch historisch von großer Bedeutung. Kurze Zusatzinfo von mir, die größte Synagoge der Welt befindet sich in New York City.

Heldenplatz vs. Ricky Martin

Was der Heldenplatz mit Ricky Martin zu tun hat? Eigentlich nichts und doch so viel. Denn obwohl der Heldenplatz eines der wichtigsten Wahrzeichen Budapest ist, war er bei meinem Besuch leider gesperrt und jetzt erahnt ihr bestimmt wessen Schuld das war. Denn davor stand eine riesige Bühne für das Ricky Martin Konzert.

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Versteckter Heldenplatz

Der Heldenplatz (ungarisch: Hősök tere) ist einer der bekanntesten und bedeutendsten Plätze in Budapest. Er ist ein historisches und kulturelles Symbol Ungarns und liegt am Ende der Prachtstraße Andrássy út, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Der Heldenplatz wurde zum 1000-jährigen Bestehen Ungarns im Jahr 1896 errichtet. Er ist Teil des Millennium-Denkmals, das an die Landnahme der Magyaren im Jahr 896 erinnert, als die Ungarn das Karpatenbecken besiedelten.

Falls ihr wie ich, eher behindert werdet den Heldenplatz zu besuchen, gibt es eine sehr schöne Alternative. Wenige Minuten Fußläufig befindet sich die Burg Vajdahunyad. Die Burg Vajdahunyad (ungarisch: Vajdahunyad vára) ist ein malerisches Schloss im Stadtwäldchen (Városliget) von Budapest. Ursprünglich als temporäre Ausstellung zum ungarischen Millennium 1896 errichtet (aus Holz und Pappmaché), wurde das Gebäude später in Stein neu erbaut und ist heute eine der beeindruckendsten Sehenswürdigkeiten der Stadt.

Die Burg ist ein beliebter Ort für verschiedene kulturelle und soziale Veranstaltungen. Insbesondere im Sommer finden hier Freilichtkonzerte, und im Winter verwandelt sich der See vor der Burg in eine Schlittschuhbahn, eine der größten in Europa. Sie ist ein beliebtes Ziel für Touristen und ein malerischer Ort für Fotoshootings. Die Lage im Stadtwäldchen, nahe dem Széchenyi-Heilbad und dem Heldenplatz, macht sie zu einem zentralen Teil jeder Besichtigungstour durch Budapest. Klarer Daumen hoch!

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Stadtwäldchen Váosliget
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Burg Vajdahunyad

Das ungarische Parlament

Das ungarische Parlamentsgebäude (ungarisch: Országház) ist eines der imposantesten Bauwerke Budapests und eines der größten Parlamentsgebäude der Welt. Es liegt am Ufer der Donau und gilt als Wahrzeichen Ungarns.

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Ungarische Parlamentsgebäude

Das Parlamentsgebäude war Schauplatz wichtiger historischer Ereignisse, darunter die Verabschiedung der ungarischen Verfassung und politische Wendepunkte in der Geschichte des Landes. Es ist ein Symbol für die lange Geschichte der ungarischen Unabhängigkeit und Identität. Es werden geführte Touren in verschiedenen Sprachen per Audio Guide angeboten, bei denen Besucher die beeindruckende Architektur sowie die Heilige Krone besichtigen können. Die Tour wird begleitet durch das Militär und Angestellte des Parlaments. Es gibt bestimmte Einlasskriterien, wie Metalldetektoren, Ausweispflicht, Taschenkontrollen (denkt an den EU-Bürger Rabatt) und ein zeitlich begrenztes Einlassfenster. Das Gebäude erstreckt sich über eine Länge von 268 Metern und ist bis zu 123 Meter breit. Es verfügt über 691 Räume, 29 Treppenhäuser und 10 Innenhöfe. Dem Gegenüber ist der deutsche Reichstag etwas mikrig, denn dieser hat gerade mal eine Länge von 137 Metern. Falls ihr eine Toilette sucht, befindet sich außerhalb des Parlamentsgebäude eine kostenfreie. Innerhalb müsst ihr zahlen.

Besonders in den Abendstunden, wenn das Gebäude beleuchtet wird, bietet das Parlamentsgebäude einen spektakulären Anblick, der die majestätische Fassade und die Kuppel in goldenem Licht erstrahlen lässt.

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Innenraum – Parlament
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Krönungsinsignien
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Sitzungssaal – Parlament
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Aufenthaltsbereich für Gäste

Rechnet damit ein großzügiges Zeitfenster einzurechnen. Gerade wenn ihr den Besuch mit bei eurer Stadtführung bucht!

Gut zu wissen!
Wer eine Tour durchs Parlament machen möchte, sollte spätestens 5 Tage vor Antritt der Reise nach Budapest die Tickets dafür gebucht haben. Übrigens: Als EU Bürger bekommt ihr einen günstigeren Preis. Vergesst also nicht euer Ausweisdokument.

Die grüne Insel der Auszeit – Margaret Island

Die Margareteninsel, auch bekannt als Margaret Island (ungarisch: Margit-sziget), ist eine malerische Insel inmitten der Donau in Budapest, Ungarn. Sie ist ein beliebtes Erholungsgebiet, das für seine üppigen Grünflächen, historischen Monumente und Wellness-Einrichtungen bekannt ist. Sie ist größtenteils ein Park und bietet weitläufige Grünflächen, Blumengärten und schattige Spazierwege, die ideal für Spaziergänge, Radfahren oder Picknicks sind. Die Insel beherbergt Thermalquellen, und die Palatinus-Therme, ein Freibad mit Thermalwasser, ist eine der Hauptattraktionen. Sie ist bei Einheimischen und Touristen beliebt für Entspannung und Wellness.

Wechseln wir doch einfach mal die Donauseite und schauen uns die Sehenswürdigkeiten von Buda an.

Seilbahn zum Burgberg

Ein ganz besonderes Erlebnis den Burgberg zu erklimmen ist es mit einer Seilbahn (Budavári Felső Sikló) zu tun. Die Fahrt dauert pro Strecke nur 1 1/2 Minuten für eine Strecke von 96 Metern und 56 Metern Höhenunterschied.

Ihr benötigt dafür ein extra Ticket, welches ihr online oder direkt am Schalter erwerben könnt und es beinhaltet die Fahrt nach Oben und auch wieder Runter.

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Standseilbahn

Royal Palace, Buda Castle oder Budaer Schloss?

Das war eine Sache die mich zu erst etwas verwirrt hat. Was ist der Unterschied? Es gibt keinen, denn alle Namen beschreiben das gleiche Gebäude!

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Buda Castle mit Nationalgalerie

Das Budaer Schloss (ungarisch: Budavári Palota) ist eines der bedeutendsten historischen und architektonischen Wahrzeichen in Budapest und gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe der „Budaer Burgviertel“. Es befindet sich auf dem Burgberg (Várhegy) und bietet einen spektakulären Blick auf die Donau und die Stadt. Das Budaer Schloss zeigt verschiedene architektonische Stile, darunter Renaissance, Barock und Klassizismus.

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Aussicht Buda Castle

Die Ungarische Nationalgalerie im Schloss beherbergt eine umfangreiche Sammlung ungarischer Kunst vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Das Budapester Stadtmuseum (Budapest History Museum, Historische Museum) im Schloss bietet Einblicke in die Geschichte Budapests und der Schlossgarten ist ein schöner Ort zum Spazierengehen und bietet einen herrlichen Blick auf die Umgebung.

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Schlossgarten – Buda Castle
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Buda Castle – Innenhof mit Széchényi-Nationalbibliothek

Das Schloss ist leicht zu erreichen, entweder zu Fuß, mit der oben erwähnten Standseilbahn oder mit dem Bus. Die Aussichtsplattform bietet eine der besten Aussichten auf die Donau, die Kettenbrücke und das Parlament. Im hinterenbereich etwas versteckt gelangt ihr zu einem Burghof wo sich die Széchényi-Nationalbibliothek (ungarisch: Széchényi Könyvtár) befindet. Sie ist die nationale Bibliothek Ungarns und eine der größten und bedeutendsten Bibliotheken des Landes. Benannt wurde sie nach dem ungarischen Staatsmann und Literaturwissenschaftler István Széchényi und kann mit Ausweis besichtigt werden.

Fischerbastei – Tag oder Nacht?

Die Fischerbastei (ungarisch: Halászbástya) befindet sich im Burgviertel auf der Budaer Seite der Stadt. Sie bietet nicht nur eine beeindruckende architektonische Gestaltung, sondern auch einen atemberaubenden Blick auf die Donau und die Pest-Seite von Budapest. Die Fischerbastei wurde zwischen 1895 und 1902 im neugotischen und neoromanischen Stil erbaut und ist Teil der Festungsanlagen von Buda.

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Aussicht Fischerbastei bei Tag

Von der Fischerbastei aus hat man einen der besten Ausblicke auf die Donau, die Kettenbrücke und das ungarische Parlament. Der Zugang zur Bastei ist in der Regel kostenfrei, es können jedoch Gebühren für den Zugang zu bestimmten Bereichen und Aussichtspunkten anfallen. Meiner persönlichen Meinung nach lohnt sich dies nicht, da es genug Bereiche eine Ebene darunter oder etwas abseits gibt, die den gleichen tollen Ausblick kostenfrei ermöglichen. Außerdem ist im Sommer ab 21:00 Uhr kein Eintritt mehr zu zahlen und der Ausblick kann Nachts umsonst genossen werden! Bitte beachtet, dass die Zeit im Winter eine andere ist. Auch die Fischerbastei ist Teil des UNESCO-Weltkulturerbes „Budapest, einschließlich der Budaer Burg“.

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Aussicht Fischerbastei bei Nacht

St. Matthias Kirche und Turm

In unmittelbarer Nähe befindet sich die beeindruckende Matthiaskirche, die ebenfalls einen Besuch wert ist und eine wichtige Rolle in der Geschichte Ungarns spielt.

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Aussicht von der Fischerbastei auf die St. Matthias Kirche

Die Matthiaskirche (ungarisch: Mátyás-templom), auch bekannt als die Kirche Unserer Lieben Frau (ungarisch: Nagyboldogasszony-templom), ist eine der bekanntesten und bedeutendsten Kirchen Ungarns. Die Matthiaskirche diente als Krönungsort für ungarische Könige. Darunter auch am 8. Juni 1867 Kaiser Franz Joseph und Kaiserin Elisabeth (Franzl und Sissi). Diese wurden in der Matthiaskirche zu Ofen (ab 1873 Budapest) als König und Königin von Ungarn gekrönt.

Die Matthias Kirche ist für Besucher geöffnet, wobei es bestimmte Zeiten für den Gottesdienst gibt. Für den Besuch müsst ihr ein Ticket an der Kasse erwerben. Es gibt zwei Kassenhäuser. Das linke ist für die Bastei und das rechte für den Besuch der Kirche und des Towers.

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St. Matthias Kirche bei Nacht

Der Turm der Matthiaskirche (ungarisch: Mátyás-templom tornya) ist ein markantes Merkmal dieses bedeutenden historischen Gebäudes. Der Turm ist etwa 80 Meter hoch und gehört zu den höchsten Kirchen Türmen in Budapest. Besonders auffällig ist das bunte Ziegeldach, das mit seinen geometrischen Mustern und Farben zum charakteristischen Erscheinungsbild der Kirche beiträgt. Es ist ein typisches Element der ungarischen Architektur und hebt sich von der umgebenden Bauweise ab.

Ihr könnt den Turm ebenfalls erklimmen und die Stadt von noch weiter aus oben betrachten. Achtet dabei wieder auf die Zeitfenster die ihr bekommt.

Zitadelle

Wollt ihr einen schönen Spaziergang machen? Dann macht euch auf zur Zitadelle. Die Zitadelle (ungarisch: Citadella) in Budapest ist eine historische Festungsanlage, die auf dem Gellértberg (Gellért-hegy) im Stadtteil Buda liegt. Die Zitadelle bietet nicht nur eine reiche Geschichte, sondern auch einen der besten Ausblicke auf die Stadt. Die Zitadelle ist zu Fuß, mit dem Auto oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Ein steiler Weg führt hinauf zum Gellértberg.

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Ausblick über Budapest während des Aufstiegs zur Zitadelle

Leider hatte ich auch hier eher weniger Glück mit der Betrachtung der Festungsanlage, dennoch fand ich den Weg dorthin schon wunderschön mit immer wieder schönen Aussichtspunkten zum Verweilen.

Große Markthalle – Shopping und Essen

Wenn ihr einkaufen wollt, lohnt sich ein Besuch in der Großen Markthalle. Auf zwei Etagen könnt ihr kulinarisch, aber auch Mitbringsel und andere Waren begutachten und erwerben.

Ihr habt Hunger? Dann hier bitte schnell weiterscrollen!

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Große Markthalle von Innen
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Langos
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Hähnchen Waffel

Was kann ich sonst entdecken?

1.) Das Haus des Terrors (ungarisch: Terror Háza) in Budapest ist ein Museum, das die Schrecken der faschistischen und kommunistischen Diktaturen in Ungarn im 20. Jahrhundert dokumentiert. Es befindet sich im ehemaligen Hauptquartier der ungarischen Geheimpolizei und bietet eine eindringliche Ausstellung von Fotos, Filmen und persönlichen Geschichten, die die Verfolgung und das Leiden der Opfer veranschaulichen.

2.) Die Ungarische Staatsoper (ungarisch: Magyar Állami Operaház) in Budapest ist ein beeindruckendes Beispiel für neoklassizistische Architektur und gehört zu den bedeutendsten Opernhäusern Europas. Sie wurde 1884 eröffnet und bietet ein vielfältiges Programm, das klassische und zeitgenössische Opern sowie Ballettaufführungen umfasst, und zieht jährlich zahlreiche Besucher aus der ganzen Welt an.

3.) Ungarn ist berühmt für seine Thermalbäder, die auf die zahlreichen Thermalquellen des Landes zurückzuführen sind und eine lange Tradition der Wellness und Gesundheitspflege haben. Die bekanntesten Thermalbäder, wie die Széchenyi-Therme in Budapest und die Gellért-Therme, bieten nicht nur entspannende Bäder, sondern auch verschiedene Behandlungen und Wellness-Angebote in einer einzigartigen historischen Umgebung.

4.) Ruinenbars (ungarisch: romkocsmák) sind ein einzigartiges Phänomen in Budapest, die in verlassenen, oft heruntergekommenen Gebäuden im Stadtzentrum eingerichtet wurden und eine kreative Atmosphäre bieten. Diese Bars sind bekannt für ihre unkonventionelle Einrichtung mit Vintage-Möbeln, Kunstwerken und einer lebendigen Mischung aus Einheimischen und Touristen, die eine entspannte und gesellige Atmosphäre genießen.

Muss ich in Ungarn Geld tauschen?

Ganz klares Nein. Denn im Gegensatz zu Deutschland gibt es seit Anfang 2024 ein Gesetz, dass es möglich sein muss mit Karte zu zahlen. Selbst auf Ständen beim Wein Festival war es ohne Probleme möglich mit Karte zuzahlen.

Wo buche ich für Budapest Führungen oder Stadtrundfahrt?

Diese kann man ganz bequem online hier oder hier buchen. Es gibt verschiedene Anbieter und ein Vergleich lohnt sich.

Offenlegung: Meininger Hotels hat uns bei unserer Reise mit einem Zimmer unterstützt.

Jacky

Jacky ist unsere Ruhrgebietsexpertin. Geboren mitten im Pott kennt sie so einige Geschichten aus Bochum, Essen, Duisburg und Dortmund. Wenn sie mal nicht im Ruhrgebiet unterwegs ist liebt sie das Meer.

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