Großbritannien

Londons Dächer und Aussichten – Sehenswürdigkeiten mit Ausblick

Nach fünf Tagen London sitzen wir gerade im Zug zurück nach Hause. 120 Stunden lang habe ich diesmal London und seine Sehenswürdigkeiten entdeckt, war im Musical, hab vorm Buckingham Palace auf Einlass zur Tea-Time gewartet und bin natürlich auch mit einem Doppelstock-Bus durch London gecruised. Erlebt habe ich noch viel mehr. Das eine oder andere wird euch sicherlich interessieren, ein Thema jedoch hat unsere gesamte Reise beeinflusst.

London von Oben

Um sich London von oben anzuschauen gibt es viele Optionen. Für einige braucht ihr nichts weiter als ein normales Bahnticket oder etwas Zeit, bei manchen Ausblicken müsst ihr über euren eigenen Schatten springen (vor allem wenn ihr wie ich unter etwas Höhenangst leidet) und bei einigen solltet ihr je nach Saison und Wochentag besser früh vor Ort sein.

London von Oben
London von oben

Unsere Tipps haben wir hier mal aufgeschrieben. Für den nächsten Trip schauen wir nach weiteren – wenn ihr also noch eine Empfehlung habt – gerne her damit!

Der Blick von den Hügeln im Greenwich Park

An einem schönen Tag lohnt sich definitiv ein Ausflug nach Greenwich. Wir haben die Fähre vom Tower aus Richtung Greenwich genutzt – die mit der Oyster Card ganz einfach und unkompliziert als öffentliches Verkehrsmittel nutzbar ist. Innerhalb von 16 Minuten waren wir in Greenwich – durch den Ort dauert es am Wochenende etwas länger, da gefühlt halb London hier unterwegs ist.

Wir haben nach einem kurzen Zwischenstopp im Café den Weg direkt zum Observatorium eingeschlagen. Nicht nur weil hier der Null-Meridian zu finden ist – sondern auch weil zahlreiche Bilder von einem spektakulären Blick auf die Canary Warf und die Stadt versprachen.

Auch weil das Museum für einen kurzen Blick auf den Null-Meridian 15 Pfund Eintritt verlangte, entschieden wir uns für das Alternativprogramm. An einem Büdchen organisierten wir uns einen Tee und setzten uns zu zahlreichen anderen Sonnenanbetern auf die Wiese.

Gut zu wissen

Kosten: Anreise mit Fähre, Bus oder Bahn.

Ausblick/Höhe: 105 Meter

Wetter: Nur bei gutem (trockenen) Wetter empfohlen.

Sonstiges: Auch ein Besuch im Observatorium ist möglich. Dieser kostet Eintritt 13,50 Pfund online oder 15 Pfund vor Ort.

Hoch über der Themse – eine Fahrt mit der Seilbahn

Einen etwas anderen Blick auf London haben wir bei unserer Fahrt mit der Emirates Air-Line erlebt. Die Seilbahn über die Themse wurde während der olympischen Spiele 2012 eingeweiht und dient seitdem als eine etwas andere Touristenattraktion rund um einen aufstrebenden Stadtteil von London.  In eine Kabine passen ca. 6 – 8 Personen, ein kleiner Videofilm spielt während der Überfahrt etwas über die Geschichte dieser Londoner Region ab.

Der Blick Stadtauswärts lohnt sich von der 70 Meter hohen Seilbahn. Von hier aus haben wir die Schleusen auf der Themse gesehen, die London vor Hochwasser schützen sollen. Für mich war die Höhe der Seilbahn beeindruckend. So hoch oben über der Themse schweben erlebe ich auch nicht alle Tage.

Gut zu wissen

Kosten: 4,50 Pfund, mit der Oyster Card zahlbar.

Ausblick/Höhe: 70 Meter – Blick auf die Thames Barrier und auf die O2 Arena sowie zahlreiche neue Gebäude rund um die Arena.

Wetter: Bei jedem Wetter spannend – sehr cool kombinierbar mit den Londoner Fähren!

311 Treppen im Monument erklimmen

Ich habe es ja eigentlich nicht so mit Treppen. Eine besondere Herrausforderung stellen für mich vor allem Treppen mit einem „Guck“ nach unten dar. Als mir mein Freund sagte, das es für die „Besteigung“ des Monuments eine Urkunde geben würde, habe ich jedoch meine Angst überwunden und bin in Windeseile nach oben geklettert. Atemlos stand ich dann auf einer sehr engen Plattform. Der Ausblick ist nicht gerade besonders, dafür aber die Erkenntnis, die 311 Stufen selbst hinaufgelaufen zu sein.

Und ja – ich hab mir natürlich nach dem Treppenlauf auch meine Urkunde abgeholt. Die ist sogar recht schick und ein schönes Souvenir aus London. Aber auch so ist das Monument eine spannende Sehenswürdigkeit von London. Sie erinnert an das große Feuer von 1666, bei dem große Teile von London abgebrannt sind.

Gut zu wissen

Kosten: 4,50 Pfund (Rund 5 Euro)

Ausblick/Höhe: 61 Meter (311 Stufen) – Ausblick auf einen Teil des Stadtzentrums von London

Wetter: Nur bei gutem (trockenen) Wetter empfohlen.

Hinweise: Wir empfehlen recht früh vorbeizukommen. Auch unter der Woche!

Auf dem höchsten Haus Londons den Sonnenuntergang bestaunen

The Shard ist das höchste Haus London. Und dabei auch noch das auffälligste. Der Architekt Renzo Piano hat hier einen wahrlich besonderen Wolkenkratzer hingebaut. Dieser – genauer gesagt die Aussichtsplattform von der 68 bis zur 72ten Etage – kann besichtigt werden.

Da wir in unserem London Pass den Eintritt inkludiert hatten, haben wir uns diese Sehenswürdigkeit nicht entgehen lassen. Nach Kontrolle und obligatorischem Foto (Nach eurer Rückkehr auf den Boden der Tatsachen will man euch ein Buch mit Fotos andrehen) ging es mit dem Fahrstuhl in Windeseile auf 232 Meter. Der Shart ist oben „offen“, so das es hier angenehm frisch ist, aber dank Glas überall geschützt.  Auch hier haben wir wieder den Sonnenuntergang abgewartet – dementsprechend war es auf dem Shard auch Anfang Oktober noch recht voll.

Der Blick von hier oben jedoch ist der Hammer. Ich hatte den Eindruck, selbst über dem Horizont zu stehen (ja ich hab mich gesetzt) und wenn es einen Ort gibt, an dem ihr ganz London überblicken wollt – dann dieser. Ganz günstig ist das Verknügen nicht – lohnt sich meiner Meinung jedoch eher als eine Fahrt mit dem Riesenrad. Achso… ihr solltet hier unbedingt mal aufs Klo gehen! ;)

Gut zu wissen

Kosten: 25 Pfund (je nachdem wie früh oder spät ihr bucht kann es günstiger oder teurer werden)

Ausblick/Höhe: 232 Meter (Aussichtsplattform). Blick über ganz London

Wetter: Bei klarer Sicht empfohlen. Der Shard liegt bei Regen oft in den Wolken.

Mit dem London Eye eine ganz andere Perspektive entdecken

Das London Eye ist in aller Munde. „Wenn du in London bist – fahr unbedingt mit dem Riesenrad!“. Klar, dass wir uns das auf unserer Reise nach London nicht entgehen lassen wollten. Schließlich zählt das Riesenrad zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten von London.  Wir suchten uns einen Abend aus – auch um ggf. einen Sonnenuntergang von hier aus beobachten zu können. Leider war der Himmel Wolkenverhangen – so das aus Sonnenuntergangs-Romantik nichts wurde – dafür jedoch war der Ausblick von hier oben durchaus nett.

Im Nachhinein muss ich jedoch sagen, dass ich mir unter der Runde mit dem Riesenrad mehr versprochen habe. Die Kabinen waren immer mit gut 20 – 30 Personen gefüllt, in der Mitte gibt es eine Bank und rund herum einen Ausblick auf Themse und den aktuell verhüllten Big Ben. Die Umdrehung hat ca. 15 – 20 Minuten gedauert, ausreichend Zeit also um Fotos zu machen und sich das riesige Rad aus allen Blickwinkeln anzuschauen.

Gut zu wissen

Kosten: Eine Runde mit dem London Eye kostet 22,45 Pfund (rund 25 Euro). Wenn ihr auch Madame Tussauds sehen wollt, gibt es Kombitickets.

Ausblick/Höhe: 135 Meter – Blick Richtung Westminster Abbey und Big Ben

Wetter: Nur bei gutem (trockenen) Wetter empfohlen.

Im Tate Modern Kunst von oben erleben

Das Tate Modern ist DAS! Kunstmuseum in London. Gegen eine freiwillige Spende ist es möglich durch zahlreiche Ausstellungen moderner und klassischer Kunst zu spazieren, selbst Teil eines Kunstwerkes zu sein oder einfach nur die entspannte Atmosphäre zu genießen. Vor allem wenn das Wetter etwas unbeständiger wird, bietet sich der Besuch hier an.

Im 2016 erreichteten „New Tate Modern“ gibt es übrigens Aufzüge die euch zu einem wirklich beeindruckenden Ausblick fahren. In der zehnten Etage des modernen Gebäudes gibt es einen Balkon, von dem ihr einen unverglasten und nahezu unverbauten Blick auf Themse, St. Pauls Cathedral und auch den Shard habt.

Gut zu wissen

Kosten: Keine

Ausblick/Höhe: Von dem Balkon auf der obersten Etage habt ihr einen tollen Blick über die Themse mit Millenium Bridge und zur St Paul’s Kathedral. Ebenfalls Sehenswert ist auch der Blick Richtung Shard.

Wetter: Bei jedem Wetter empfohlen.

Hinweis: Die Aufzüge sind recht langsam – plant für die Auffahrt etwas Zeit ein oder geht die Treppen 10 Stockwerke hoch.

Frühstück im Sky Garden

Ein botanischer Garten in einem Hochhaus? Wo gibts denn so was? In London. Den Sky Garden habe ich vor ein paar Monaten per Zufall auf der Suche nach grünen Oasen in London gefunden. Als Sehenswürdigkeit sicherlich noch nicht zu bekannt – als Aussichtspunkt vielleicht auch nicht – für mich ist er aber ein wirkliches Highlight unserer „Aussichten in London“. Der Eintritt ist frei – es wird empfohlen sich vorab ein Ticket online zu bestellen.

Unter der Woche in der Nebensaison haben wir jedoch unser Glück auch ohne Vorbestellung versucht und konnten nach kurzem „Schlangestehen“ auch im „Pint“ nach oben. Es gibt dort Restaurants und Cafe´s und inmitten der Palmen, Bäumen und Sträucher haben auch wir unser Frühstück genossen.

Der Sky Garden kann kostenlos besucht werden, dementsprechend war schon recht viel los. Der Ausblick von hier aus ist ebenfalls sehenswert – viele andere Aussichtsplattformen befinden sich ja auf der anderen Seite der Themse. Wir haben es uns gemütlich gemacht und die Zeit hier oben genossen – und sind nicht das letzte mal hier gewesen

Gut zu wissen

Kosten: Keine (Eintrittsticket für den Sky Garden muss jedoch vorbestellt werden)

Ausblick/Höhe: 160 Meter. Blick auf die Themse und zahlreiche Sehenswürdigkeiten von London

Wetter: Bei jedem Wetter empfohlen.

Über bekannte Brücken schweben

Nun ja, der Ausblick von der wohl bekanntesten Brücke Londons ist leider begrenzt. Zumindest in die Ferne konnten wir von hier aus nicht schauen. In den beiden Gebäuden auf der Brücke sind alle „Ausblicke“ zu – auf der Brücke selbst konnten wir auch nur in eine Richtung (in unserem Fall Stadtauswärts) schauen. Dafür jedoch gibt es auf der Tower Bridge einen ganz besonderen Ausblick nach unten. Über einen ca. 5 Meter langen Glasboden schwebten wir für kurze Zeit über der Themse.

Sehr spannend ist auch das drumherum. Die Ausstellung, der Maschinenraum und der Aufwand, mit der die Brücke nach oben gezogen wird. Und ja – auch wenn man die Ausstellung nicht besucht, ein Bild von der Tower Bridge ist ein Must Do in jedem London Urlaub.

 

Gut zu wissen

Kosten: 9,80 Pfund (rund 10,50 Euro).

Ausblick/Höhe: Fußgängerbrücke 43 Meter. Ein Blick nach unten in die Themse.

Wetter: Nur bei gutem (trockenen) Wetter empfohlen.

1 Kommentar

Hier kannst du einen Kommentar abgeben

Über den Blogger

Janett

Hallo, ich bin Janett, die Gründerin des Blogs Teilzeitreisender.de
Schon immer war ich ein sehr großer Fan von Kurzreisen. Neben einer Teilzeitstelle an der Uni Düsseldorf pflege und hege ich deshalb dieses Projekt - und habe dafür schon das eine oder andere Abenteuer erlebt. Mehr über mich erfahrt ihr unter der Rubrik "Persönliches"