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Ich – Halli Galli – Las Vegas ! Oder wie ich dem Glückspiel verfiel – Teil 1

Unter uns befindet sich der Mond. Jedenfalls schaue ich schon seit 2 Stunden aus dem Flugzeug und sehe nur Krater. Braune, Baumlose Wüsten und Steinlandschaft – hier kann jemand leben ? Wir fliegen über einen kleinen See und entdecken in der Ferne Lichter. Eine Stadt! Der Kapitän kündigt an, das wir gleich landen werden.

LAS VEGAS !

Las Vegas
Las Vegas

So viel hatte ich vorher gelesen. Ja das Essen ist hier billig und die Frauen willig (brauch ich ja nicht). Was in Las Vegas passiert bleibt auch dort und weitere „Weisheiten“. Ich war einfach ziemlich neugierig. Und das erste was ich im Landeanflug sah, war eine Pyramide. Und eine Freiheitstatue. Und das fast unmittelbar nebeneinander… War ich hier ausversehen in einem Freizeitpark gelandet ?

Auf jeden Fall war ich platt ! 13 Stunden Flug von Düsseldorf und ich wollte einfach nur ins Bett. Wir hatten uns ein Zimmer im Stratosphere Casino Hotel & Tower organisiert und mit einem Update tatsächlich ein ganz nettes Räumchen mit Blick auf – nun ja – den Hinterhof und das wirkliche Las Vegas bekommen. Das sieht nämlich recht flach und auch irgendwie trist aus. Um Wasser zu sparen, sind dort die meisten Grünanlagen verdorrt, und auch die Häuser wirken eher dezent im Hintergrund und manchmal ziemlich verwahrlost.

Aber Hey !! Ich war auf dem Strip! Oder zumindest am einen Ende desselben ! Und ich wollte – trotz meiner Müdigkeit – spielen ! Geld gewinnen und futtern bis zum Abwinken! Auf dem Weg zum Zimmer hab ich die vielen blinkenden Automaten in der Lobby gesehen und mich juckte es richtig in den Fingern… 5 Dollar… nicht mehr ! Und ein paar Fotos schießen von den Automaten. Kaum zückte ich meinen Apperat, kam ein muskelbepackter Wachdienst angelaufen – NO PHOTOS PLEASE! – Ach nee… Wusste ich nicht. Da war es wieder – Was in Las Vegas passiert, bleibt in Las Vegas.

Las Vegas
Diese verwackelte Bild ist das einzige was ich in einem Casino schießen konnte.

Ich versuchte mein Glück an einem der 1000 „Einarmigen Banditen“. 12 Mal gespiel – 1 Dollar weg… Nix. Mmh. Nächste Maschine. 3 Mal gespielt, 1 Dollar weg.. Wieder Nix. Irgendwie ist das heute nichts. Ich entdecke einen Dale Earnhardt Jr. Automaten. Dale ist Rennfahrer in der Nascar – vielleicht bringt mir der Motorsport ja Glück ?? Ich schmeiße meinen dritten Dollar in die Maschine und drück auf Start (ja das mit dem Ziehen gibbet nicht mehr). Die ersten beiden Spiele verliere ich. Ich bin frustiert. Will schon abbrechen… Aber dann! Beim dritten Spiel habe ich eine richtige Zeile. Mein Einsatz wird verzwanzigfacht! Ich beschließe, mein Glück nicht weiter auf die Probe zu stellen. Als Ausgabe bekam ich einen Check, den ich dann einlösen konnte. Ich glaub die Dame hielt mich mit dem 16 Dollar Auszahlbeitrag für etwas bekloppt :D

Stratosphere Hotel Las Vegas

Zur Feier des Tages gings dann für uns noch den Stratosphere Tower hinauf. Das ist im Preis bei der Übernachtung inklusive. Auf unserem Flachbildschirm im Zimmer kann man auch all den Wahnsinnigen zuschauen, die sich von dort oben in die Tiefe stürzen. Jedenfalls gab es von dort oben einen megagenialen Ausblick auf die Lichter der Stadt. Und der Strip schläft nie…

Stratosphere Hotel Las Vegas

Wir jedenfalls waren ziemlich platt und quälten uns irgendwann gegen halb 11 morgens aus dem Bett. Frühstück im solch einem riesen Hotel heißt in Las Vegas meisst großes Buffett. Für das man dann schnell mal 19 Dollar berappt, sich aber bis tief in den Nachmittag kugelrund futtern kann. Auf dem Weg dahin fällt mir eine ältere Dame auf. War die nicht schon gestern nacht hier ? Und hatte die da nicht die gleiche Kleidung an ? Ich will es gar nicht wissen !! Das Frühstück war okay und wir bereit, die Stadt zu erobern.

Stratosphere Hotel Las Vegas

Unser erster Weg führte in die Garage. Wir machen uns auf zur Rennstrecke – dem Las Vegas Motor Speedway Direkt neben einem Flugstützpunkt der Army liegt die Rennstrecke in der prallen Sonne und recht weit außerhalb der Stadt. Hier bietet sich ein völlig anderes Bild als auf dem Strip. Trocke Steppe und im Hintergrund Berge. Und die knallende Sonne, die uns erbarmungslos einheizt. Wir haben Februar…. (einen ausführlichen On Tour Bericht über das Rennwochenende findet ihr bei Racing14.de)

Und mir kribbelte es schon wieder in den Fingern… Ich denke mir so: Ob wir heute noch mal „Glücksspielen?“ Ob ich abends noch einmal den Weg an den Automaten gewagt habe und was ich sonst noch in Las Vegas erlebt habe, erfahrt ihr in Teil 2 meines Las Vegas Abenteuers

 

Über den Autoren

Janett

Hallo, ich bin die Gründerin des Blogs Teilzeitreisender.de
Schon immer war ich ein sehr großer Fan von Kurzreisen. Ich liebe kreative und verrückte Reisen, stehe auch auf Motorsport und Roadtrips. Als Experte in "Günstig in den Urlaub" kann ich sicherlich auch Tipps für eure nächste Reise geben!

7 Kommentare

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  • Ich war schon oft in Las Vegas und habe noch nie gespielt. Ich finde die Leute, die ihr gesamtes Erspartes in einer Nacht verzocken (ja, früh morgens sieht man die selben Personen wie am Abend zuvor) eher traurig. In einem dunklen Raum sitzen, ohne Licht, ohne Uhr und noch dazu bei schlechter Luft (Kasinos sind einfach etwas stickig) – da kann ich mir Besseres vorstellen.

    Las Vegas hat so viel zu bieten. Skurrile Hotels (Paris, New York-New York), opulente Hotels (Bellagio), tolle Fahrgeschäfte (New York-New York, Stratosphere Tower), einen eigenen Rummel (Circus Circus), tolle Ausstellungen wie Körperwelten (Luxus) oder den Secret Garden und Dolphin Habbit (Mirage) sowie tolle Shows und Musicals. Shoppen kann man übrigens in der City und in den zwei angrenzenden Outlets (nur wenige Meilen nördlich und südlich der Metropole) auch ziemlich gut. Das absolute Highlight ist allerdings die riesige allabendliche Freilichtparty auf der Fremont Street (Las Vegas Downtown). Wer brauch da schon Glücksspiel?!

  • Hallo Janett,

    Dein Artikel liest sich Klasse und ich finde es sehr interessant, Las Vegas einmal aus diesem Blickwinkel sehen zu dürfen.

    Hast Du eigentlich die Trickserei in den Casinos bemerkt von der oft geredet wird?
    (Keine Uhren, Keine Fenster jedoch viel Sauerstoff) Damit man möglicht lange dort bleibt.

    VG, Dirk

    • Hallo Dirk, stimmt die Casinos sind dunkel und Uhren gibts dort auch nicht. Und es riecht gut. Wenn man bedenkt das dort geraucht und getrunken wird, dann wird schon viel unternommen, um die Gäste zu halten. Aber als Trickserei würd ich das nicht bezeichnen. Jedem, der nach Las Vegas fährt müsste klar sein, das es hier ja ums Spielen geht. Und die Art wie es angeboten wird, find ich so unangenehm nicht.

  • Hey, ich hoffe du verirrst dich im Casion auch mal an die Black-Jack und Roulette-Tische.

    Automaten-Spiel ist eine Sache, aber gegenüber des Dealers am Black-Jack-Tisch zu sitzen, zusammen mit einer Hand voll weiterer Spieler, die alle völlig unterschiedliche Persönlichkeiten sind – Das macht für mich den Reiz am Casino aus. Vom Proleten in Jogginghosen (der mit 500ern um sich wirft) über Familienväter (die Haus und Hof verzocken) bis zur russischen Millionenerbin (der sowieso alles egal ist) kann alles dabei sein. Und im Gegensatz zu den Automaten ist man am Tisch eine Art kleine geschlossene Gruppe. Man kennt sich nicht und gehört nicht zusammen, sitzt aber trotzdem zusammen im selben Boot.

    Bisher habe ich es noch nicht nach Vegas geschafft, aber das steht auf meiner Reise-Wunschliste ganz weit oben!

    Ich wünsch dir ganz viel Spaß und vielleicht ist ja mal ein Jackpot dabei! Aber Vorsicht: Glücksspiel kann süchtig machen!

    VG, Ellen

    • Hallo Ellen,

      Kommt noch. Wir haben unser Glück tatsächlich am Roulette Tisch versucht, es war aber nicht ganz so „romantisch“ wie du es beschreibst. Dazu aber mehr im kommenden Bericht… Mir kribbelts auf jeden Fall, in Deutschland auch noch mal ins Kasino zu gehen. Mal schauen… – Aber mehr als 5 Euro geb ich nicht aus !!

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