Urlaub in den USA – was ihr wissen solltet!

Die Vereinigten Staaten von Amerika – eher bekannt als USA sind mit 50 Staaten, einem Bundesdistrict und zahlreichen Territorien das drittgrößte Land der Welt. Ich habe vor allem im Osten des Landes einige schöne Orte besucht. An dieser Stelle findet ihr jedoch nicht nur Sehenswürdigkeiten – ich beantworte euch hier noch ein paar wichtige Fragen für eure nächste Reise.

Urlaub in den USA - was ihr wissen solltet!

Brauche ich für eine Reise in die USA ein Visum?

Für einen klassischen Urlaub in der USA (unter 90 Tagen) braucht ihr als Reisegast aus Deutschland grundsätzlich kein Visum. Es gibt jedoch zwei Punkte die erfüllt sein müssen. Zum einen muss euer Reisepass (noch mindestens 6 Monate) gültig sein und ihr müsst euch mit dem ESTA Formular für die Einreise registrieren. Übrigens solltet ihr beachten, das die Einreise mit einem klassischen deutschen Ausweis nicht möglich ist. Das Vorhandensein eines Internationalen biometrischen Reisepasses ist zwingend notwendig (Vorläufige und Kinderpässe sind nicht möglich). Einen Pro-Tipp von mir: Schaut bitte rechtzeitig nach der Gültigkeit des Reisepasses. Ein Last Minute Reisepass kann ziemlich teuer werden.

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Kommen wir zum zweiten wichtigen Punkt: Das sogenannte ESTA. Die Kürzel stehen für Electronic System for Travel Authorization. ESTA gilt nur für Länder die mit den USA via Visa Waiver Program verbunden sind. Darunter fallen Personen mit einem Deutschen, Österreichischen und Schweizer Reisepass. Die Beantragung von ESTA solltest du immer persönlich vornehmen – mittlerweile gibt es auch ein deutsches Formular. Für ESTA brauchst du auf jeden Fall deine erste Adresse in den USA (Hotel, ggf. auch  oder Privatperson). Achte bitte darauf, das du ESTA nur über die offizielle Seite des U.S. Department for Homeland Security anforderst. Es gibt leider in diesem Bereich ziemlich viele Anbieter die für überteuertes Geld diesen Service ebenfalls anbieten. Zum Richtwert: Die ESTA kostet 14 US-Dollar und ist zwei Jahre gültig.

Übrigens: Hast du vor in den USA zu Arbeiten (Ausnahme: Konferenz, kurze Dienstreise), bist zum Austausch oder als Au Pair dort – brauchst du ein Visum. Ebenso, wenn du mit dem eigenen Schiff oder Flieger einreist. In solchen Sonderfällen solltet ihr euch vorab bei der US Botschaft erkundigen. Sollte dir vorab schon einmal die Einreise verweigert worden sein – empfiehlt sich ebenfalls eine Rücksprache mit der Botschaft.

Zoll, Einfuhr und Ausfuhr-Bestimmungen für die USA

Sicherlich wird sich der eine oder andere von euch jetzt Fragen, was er mit dem Zoll zu tun hat? Nun es gibt einige wichtige Regelen, die ihr auch als Tourist bei Reisen in die USA beachten solltet. Da wäre zum einen das Zollformular 6059 B, welches euch noch im Flieger ausgehändigt wird und was ihr bei der Einreise ausgefüllt abgeben müsst. In den meisten Fällen tragt ihr wahrscheinlich „No“ ein – sollte eine Antwort „Ja“ sein, erwartet euch sicherlich ein Zollbeamter.

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Ein paar wichtige Regeln sind zu beachten. Zum einen sollten keine frische Lebensmittel oder Samen in die USA eingeführt werden. Die Einfuhr von Tieren bedarf umständlicher Antragsverfahren und Kontrollen – besser also das Haustier daheim lassen.  Sehr viele hilfreiche Informationen findet ihr in diesem „Einreisebestimmungen für die USA“ – Beitrag. Übrigens – die USA leerkaufen ist leider nicht drin – die finanzielle Grenze für die steuerfreie Ausfuhr liegt bei 430 Euro. Habt ihr was teureres gekauft – müsst ihr Steuern zahlen.

Wie bezahle ich in den USA?

Die USA hat als Währung US – Dollar, der Umtauschwert war in den letzten Jahren in etwa gleichwertig dem Euro – für einen Euro bekommst du also in etwa einen Dollar. Ich habe bisher alles Geld mit meiner Kreditkarte direkt in den USA abgehoben.

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In den USA wird vielerorts mit Kreditkarte gezahlt – solltest du also noch keine Kreditkarte haben, lohnt sich spätestens für eine Reise in die Vereinigten Staaten die Anschaffung einer Karte. Ein Tipp gibts von mir noch dazu: Bucht euch vorab Geld auf die Kreditkarte – so erweitert ihr euren Kontenrahmen.

Welche Sprache wir in den USA gesprochen?

Fast jeder US-Amerikaner ist der englischen Sprache mächtig. Es gibt jedoch Einschränkungen. Vor allem in Städten wie Miami und nahe der mexikanischen Küste kann es auch durchaus sein, das ihr in spanisch angesprochen werdet. Für eine Reise in die USA empfehlen sich definitiv ein paar Grundkenntnisse der Sprache – vor allem wenn ihr individuell unterwegs sein wollt.

Was sind die beliebtesten Reiseziele in den USA?

Die USA ist ein sehr beliebtes Reiseziel für deutsche. Auch wenn bei den über 2 Millionen Ankünften aus Deutschland im Jahr 2018 wohl der eine oder andere Geschäftsreisende war, Urlaub in den USA ist beliebt. Die beliebtesten Städterreiseziele für Deutsche sind New York, Las Vegas, Miami, Orlando, San Francisco und Chicago. Beliebt sind auch New Orleans und Seattle, für Dienstreisen wird oft Washington gewählt.

Auch abseits der großen Metropolen gibt es viel zu entdecken. Nationalparks, Scenic Roads und Geheimtipps. Oder wie wäre es gleich mit einem ganzen Bundesstaat? Florida & Neuengland sind vor allem im Herbst und Winter sehr beliebt!

Die Vereinigten Staaten sind auch das perfekte Land für einen ausgedehnten Roadtrip. Ein paar Routenvorschläge für die USA findet ihr hier.

Brauche ich für die USA einen Strom-Adapter?

Ihr plant eine Reise in die USA? Dann besorgt euch so schnell es geht einen US-Reise-Adapter* (Amazon). Am besten gleich zwei. Denn obwohl ihr in modernen Hotels vielleicht Glück habt und dort einen USB-Anschluss zum aufladen des Mobiltelefon findet – auf dem Ländle findet ihr das nirgends. Im schlimmsten Fall nicht mal im Auto. Ich habe auch ein paar wenige Hotels erlebt (die viele internationale Gäste empfangen) die euch Strom Adapter leihen können – auch Supermärkte (in Florida) bieten Adapter an. Besser ist jedoch, ihr denkt vorher dran!

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Online gehen & telefonieren in den USA

Als ich das erste Mal nach Florida geflogen bin (2008) war Internet mit meinem Mobiltelefon richtig teuer. Für einmal täglich Emails checken bin ich damals für knapp 2 Wochen etwas über 100 Euro losgeworden. Tja – ich war schon damals ein Internetsüchtiger Mensch ;). Was ich in den USA jedoch positiv hervorheben muss – Free Wifi ist an zahlreichen Orten (Hotels, Supermärkte, öffentliche Einrichtungen, Flughäfen und selbst auf großen Plätzen in Städten) verfügbar.

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Mittlerweile ist jedoch auch das Onlinegehen mit dem eigenen Mobiltelefon durchaus bezahlbar geworden. Wenn Ihr ein Dualsim-Handy habt, empfehle ich euch Anbieter wie Tourisim, wenn ihr das Internet eh nur für Whats App und Co nutzen wollt, reicht vielleicht auch das Roaming-Angebot eures Providers. Bei Vodafone zahle ich zum Beispiel 15,99 Euro für eine Woche und kann meinen „deutschen Tarif“ in den USA nutzen. Ohne Einschränkungen. Bevor ihr euch entscheidet prüft die Netzabdeckung in der Region in der ihr unterwegs seid. Es kann durchaus sein das manche Provider nicht überall einen Netz-Partner haben.

Eine Postkarte schicken aus den USA?

Ich habe aus fast jedem meiner Amerika-Urlaube eine Postkarte an meine Großeltern geschickt. Das war vor allem bei eng geknüpftem Programm wie in Chicago gar nicht so einfach. Die Briefmarken bekommt ihr in U.S. Postal Services (USPS) und mit etwas Glück auch in größeren Touristenshops. Eine „Stamp“ für eine Postkarte (egal ob nach Deutschland, Australien oder nach Kanada) kostet 1,15 US-Dollar.

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Die Postkarten kosten oft einen Dollar. Ganz wichtig! Schreibt in Druckbuchstaben das Land (GERMANY) unter die Adresse. Die Postkarten dauern zwischen 4 Tagen und 3 Wochen (so meine Erfahrungen)

Urlaubsinspiration/Geheimtipps für die USA

Natürlich sind die großen Sehenswürdigkeiten in den USA auch empfehlenswert. Und doch – es gibt so manch einen Ort, der nicht sofort mit den USA und schon gar nicht mit einem Urlaub dorthin in Verbindung gebracht wird. Atlanta zum Beispiel. Oder Chattanooga – welches in Tennesee liegt.

Im Land von Hollywood solltet ihr euch vielleicht auch das Thema Filmtourismus in den USA zu gemüte ziehen. Ich bin ein großer Fan von Zeitreisen (wie mein Blog ja auch schon ein wenig verrät). Und ich darf euch verraten – auch da gibt es in den USA zahlreiche Orte, die eine Zeitreise bieten. Schon mal was von St. Augustine gehört? Oder Savannah? Auch in Springfield (nein – nicht das mit Homer, Maggie und Bart) gibt es viel Geschichte zu entdecken. Immer noch begeistert bin ich auch von Rockford unweit von Chicago.

Ein paar Höflichkeitsregeln für die USA

Wer das erste mal in die Vereinigten Staaten fährt wird schnell merken wie höflich die US-Amerikaner sind. Ja, natürlich könnte man dies als oberflächliche Höflichkeit sehen – ich finde sie aber wirklich angenehm und empfehle jedem Reisenden sich dem auch anzupassen. Das fängt schon an mit dem „Hello, how are you.“. Der Mensch gegenüber möchte nicht eure Lebensgeschichte hören, sondern nur höflich sein. Ein „Fine, thanks“ ist eigentlich am entspanntesten.

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New York

Natürlich könnt ihr auch nett zurückfragen. In den USA habe ich auch schon häufiger festgestellt, das sich 1000 Mal entschuldigt wird, sollte ich mal angerempelt werden. Umgekehrt empfiehlt es sich ähnliches zu tun. Ach und ganz wichtig: Gebt Trinkgeld wenn ihr beim Essen unterwegs seid. Die meisten Gehälter im Dienstleistungssektor sind unterirdisch und es gehört sich einfach bei guter Bedienung auch Trinkgeld (TIP) zu geben. Ungefähr 15 – 20 % solltet ihr ansetzen. Eine spannende Übersicht über Benimmregeln in den USA findet ihr hier.

USA – perfekt für einen Roadtrip

Die USA ist das ultimative Roadtrip – Land. Ich habe schon Stunden auf amerikanischen Straßen verbracht und kann euch hier verraten – es ist mega entspannt (außerhalb der Big Citys) Auto zu fahren. Selbst wenn ihr euch mal verfahrt – es wird schnell und unkompliziert geholfen. Achtet nur drauf, das ihr euch an die Verkehrsregeln haltet – zu schnell fahren kann in den USA nicht nur sehr teuer werden sondern es kann euch sogar in den Knast bringen.

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Die meisten Fahrzeuge haben Automatik – so das ihr euch nur noch ums Gasgeben und Bremsen kümmern müsst. Da ihr etwas länger Strecken überwinden müsst, empfehle ich größere Autos – der Komfort ist da doch etwas besser. Ihr tankt hier keine Liter, sondern Gallonen. Je nach Bundesland bewegt sich der Preis aktuell zwischen 2,50 US-Dollar und 3,70 US-Dollar.

Kommen wir aber zu unseren Roadtripempfehlungen. Wir haben zahlreiche Tourvorschläge für den Westen und den Osten der Vereinigten Staaten. Die Route 66 zwischen Springfield und Chicago bin ich sogar schon mehrmals gefahren! Roadtrip-Insider sind auf jeden Fall der Highway 98 in Florida (Panhandle) und eine Tour mit dem Auto durch die Smoky Mountains. Wenn ihr Tiefenentspannen wollt – UTAH bietet auch viel für „Straßenfans“.

Unterwegs mit öffentlichen Verkehrsmitteln in den USA

Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten könnt ihr euch jedoch auch ohne Führerschein fortbewegen. Die sogenannten Greyhound Busse verbinden fast alle großen Städte der USA miteinander – ich habe sie auf der Strecke New Orleans und Pensecola ausprobiert und war vom Preis-Leistungsverhältnis positiv überrascht.

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Bei den Amerikanern selbst sind die Busse leider etwas verpönt – angeblich „zu gefährlich“. Den Eindruck hatte ich nicht – ich hab mich die ganze Zeit sicher gefühlt. Auch gibt es in den USA vor allem in Ballungsgebieten gute Bahnverbindungen via Amtrak.

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Ich bin einmal quer durch Florida (8 Stunden) mit einem Amtrak Zug gefahren und habe mir eine der schönsten Strecken von Vancouver nach Seattle angeschaut. Wusstet ihr das es direkt entlang der Route 66 eine Bahnverbindung gibt? Bezahlbar und entspannt –  mein Eindruck der beiden Bahntouren.

Naturerlebnisse in den USA

Ich gebe gerne zu – ich liebe die Natur in den USA. Ob es der Grand Canyon in seiner Gewaltigkeit ist, die Alligatoren, die ich in den Everglades in Florida bestaunen konnte oder die Wale, die mir bei meiner ersten Wale-Watching-Tour in Maine die Sprache verschlagen haben.

Auf diesen Blogs findest du Tipps für die USA

Auch andere Blogs haben viel zu den USA geschrieben. Besonders viel berichten die folgenden Blogs zu den Vereinigten Staaten – Grund genug sie euch zu empfehlen.

Janett
Janett

Hallo, ich bin Janett, die Gründerin des Blogs Teilzeitreisender.de
Schon immer war ich ein sehr großer Fan von Kurzreisen. Neben einer Teilzeitstelle an der Uni Düsseldorf pflege und hege ich deshalb dieses Projekt - und habe dafür schon das eine oder andere Abenteuer erlebt.

Mehr über mich erfahrt ihr unter der Rubrik Persönliches

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