Erfahrungsberichte von Land und Wasser in Venedig

Venedig ist noch immer meine Lieblingsstadt

Und nachdem ich dort im April meinen Heiratsantrag bekommen habe, ist dieses Gefühl unschlagbar. Ich wüsste nicht, wie eine andere Stadt, das noch toppen will.

Wer gut zu Fuß ist, erreicht in Venedig viele Orte, Gebäude, Ausstellungen und Museen auch ohne die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel. Ab und an braucht man sie dann aber doch. Und es gibt sie auch auf dieser wunderschönen Insel.

Es beginnt schon damit, dass Venedig per Bahn, Bus oder neuerdings auch mit der Straßenbahn vom Festland aus erreichbar ist.

Auf oder eher um die Insel selbst kann man sich sehr gut mit den verschiedenen Wasserbussen fortbewegen. Wenn man denn einige Dinge zu den beiden großen Gesellschaften Alilaguna und ACTV beachtet.

Generell gilt:

Tickets immer vor Fahrtantritt erwerben! Nicht immer ist das auf den Schiffen möglich und unter Umständen muss man an Land bleiben. Nicht so toll. Am Bahnhof kann man Fahrkarten vorab kaufen. Dies ist empfehlenswert, da hier in den Reisebüros etwas deutsch gesprochen wird und man sich vorab noch beraten lassen kann. An einigen Haltestellen in der Stadt stehen Ticketautomaten. Die Erklärungen sind mindestens in englisch, oft auch in deutsch angegeben. Aber es kann auch passieren, dass man an einer Haltestelle landet, an der kein Automat steht und dann muss man erst einen suchen.

Vorab überlegen, für wie lange ein Ticket benötigt wird. Denn: um so länger, um so preiswerter wird dies im Verhältnis. Bei der ACTV kostet ein 1-Tages-Ticket für Stadtgebiet Venedig, Inseln, Festland zum Beispiel 20,00 EUR, für 7 Tage zahlt man aber nur 60,00 EUR.

Bei meinem ersten Besuch habe ich blauäugig ein 2-Stunden-Ticket gekauft. Damit kam ich aber nicht sehr weit. Ja: ich konnte an jeder beliebigen Haltestelle aus- und zusteigen. Aber nachdem ich das 2 x gemacht und mir Einiges angeschaut habe, waren die 2 Stunden auch schon vorbei und ich brauchte ein neues Ticket. Und abends zog ich noch einmal spontan los – und benötigte wieder Tickets. An diesem Tag habe ich wesentlich mehr ausgegeben, als ein 24-Stunden-Ticket gekostet hätte.

Und dann ist da noch die Frage, wo man lang fahren möchte. Die ACTV fährt viele Haltestellen in Venedig an. Und die Linien der Alilaguna sind vergleichbar mit unseren X-Bussen. Heißt: nicht alle Haltestellen werden bedient und eher größere Strecken zurückgelegt. Wenn Venedig zu Fuß erkundet und auf den Besuch der umliegenden Inseln verzichtet wird, ist diese Linie die schnellere Variante und unterm Strich preiswerter.

Vorab informieren im Internet. Auf den Seiten der beiden Flotten gibt es die entsprechenden Pläne mit vielen bunten Linien. So kann vorab schon eine Vorauswahl getroffen werden, für welche Linie die Entscheidung vor Ort fallen wird.

Praktischer Tipp!

Seiten der Alilaguna – Preise  und Karte der Linien der Alilaguna

Seiten der ACTV – Preise, viele Informationen zu Venedig und Umgebung

Karte der Linien der ACTV

Seiten der ENIT – Italienische Zentrale für Tourismus – viele Informationen zu Venedig und Umgebung

Vom Flughafen nach Venedig

Bei beiden Anbietern kann man Tickets inkl. Flughaftentransfer erwerben und somit die Linien ab dem Flughafen Marco Polo nutzen. Auch hier: genau darauf achten, wo das Ziel liegt, damit nicht doppelt bezahlt werden muss.

Fazit

Einen wirklichen Favoriten habe ich bei keinem der beiden Anbieter. Wer eher unterwegs viel ein- und aussteigen will, dem sei ACTV empfohlen und wer lieber schnell von A nach B kommen möchte, dem sei Alilaguna ans Herz gelegt.

Oder Ihr nehmt Euch ein Privat-Wassertaxi vor Ort. Was die aber im Einzelnen kosten, weiß ich nicht.

Sollte Jemand von Euch andere Erfahrungen gesammelt haben – immer her damit! Wir waren schließlich nicht das letzte Mal dort.

Offenlegung: Uns wurden Transportpässe für die Reise in Venedig zur Verfügung gestellt.

Kerstin & René
Kerstin & René

Unsere Berlinkorrespondentin ist häufig in der Hauptstadt und deren Umgebung unterwegs und findet zusammen mit ihrer Familie so manchen tollen Geheimtipp. Ob Kulinarik, Kreativität, Museen oder Bücher, lernt durch ihre Berichte das "Zentrum der Macht" neu kennen....

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