Berlin

Escape Berlin – Sherlock Holmes ist weg

Live Escape Games sind derzeit ganz groß im Kommen und natürlich wollten auch wir diese neue Spielart ausprobieren.

Bei Escape Berlin fiel uns die Vorabauswahl nicht leicht: Wollten wir uns gruseln? Oder lieber im Schnapsladen haltlos betrinken? Oder auf den Spuren von Sherlock Holmes wandeln? Der letzte Raum wäre wahrscheinlich nur etwas für unsere Tochter gewesen, daher ließen wir ihn gleich außen vor: eine Story um aktuelle Sitcoms.

Sherlock Holmes ist verschwunden!

Dieses Rätsel sollte es werden!

Professor Moriarty – der bekannte Erzrivale von Sherlock ist wieder in London aufgetaucht. Und gleichzeitig ist der große Detektiv verschwunden. Und wir sind (natürlich) die Special Agents, die sein Verschwinden aufklären sollen. Dafür bekommen wir vor Ort eine Stunde Zeit zur Verfügung gestellt.

Wir betreten also zu fünft die Wohnung von Mr. Holmes und beginnen mit der Suche.

Wie aber nun erzählen?

Schließlich sollen und wollen wir nichts verraten, was die Rätsel enthüllen könnte.

Aber zumindest so ein bisschen:

Die Wohnung umfasst mehrere Zimmer, die wir aber erst nach und nach erkunden können. Zuerst gilt es, das Wohnzimmer genau zu untersuchen. Dabei ist es durchaus wichtig, auf Details zu achten. Da werden Sofakissen verrutscht, Bücher gewälzt und Schränke näher angeschaut. Besser ist das auch. Schließlich findet sich hier ein Rätsel, das hilft, in die nächsten Zimmer zu gelangen.

Wenn nur das Wetter in London nicht ganz so schlecht wäre! Der Regen prasselt, Blitz und Donner lassen uns immer wieder vor Schreck zusammenzucken. Und dann immer die Frag: „Was finden wir hinter der nächsten Tür?“, „Lebt Sherlock noch?“ und „An welch mysteriösen Fall hat er zu seinem Verschwinden gearbeitet?“.

Escape Berlin und das Game

Ich selbst war das erste Mal in so einem Game-Room und entsprechend neugierig.

Escape Berlin findet man im Ostteil der Stadt, leider etwas versteckt. Aber da entsprechende Hinweise bereits auf der Webseite zu finden sind, fand ich das nicht weiter schlimm. Nach einer kurzen Begrüßung, Ablegen unserer überschüssigen Klamotten und Taschen (in abschließbaren Fächern natürlich), warteten wir nur kurz, bis unser Spielleiter uns abholte und zu dem angesprochenen Wohnzimmer führte. Und uns dort auch sofort alleine und unseren Ängsten überließ. Ängste ist vielleicht nicht ganz das richtige Wort. Es war halt unheimlich: schummriges Licht, wir wußten nicht, was uns erwartet und was wir eigentlich tun sollten. Doch – eigentlich schon: er hat uns vorab gesagt, dass wir alles anfassen und untersuchen dürfen/müssen und ein bisschen mitdenken vielleicht.

Im Zimmer ist ein Monitor installiert, auf dem ggfs. Hinweise gegeben werden und im späteren Verlauf die noch verbleibende Zeit zu erkennen ist. Einmal erhielten wir einen Hinweis, weil wir uns zu Anfang echt zu blöd angestellt haben. Und später dann nochmal, um das Game zu lösen. Einen Hinweis bekommt man aber nur, wenn sich alle Spieler im Kreis drehen und die Arme hoch halten – ich glaube, das ist die Lieblingsstelle des Spielleiters. Selbstverständlich haben wir uns nur für Euch zum Klops gemacht, um auch zu testen, ob es dann einen Hinweis gibt. Natürlich hätten wir das letzte Rätsel auch so gelöst… Und trotzdem die 32 Sekunden über gehabt… Natürlich…

Mit freundlicher Genehmigung von Escape-Berlin.de (Foto)

Fazit

Es war ein lustiger, abwechslungsreicher Abend. Und: sicher nicht unser letzter Game-Room dieser Art, den wir besuchen. Die Räume waren detailgetreu und die Rätsel zu lösen – wenn auch teilweise etwas kniffelig. Aber vielleicht war es auch einfach zu spät für uns an diesem langen Arbeitstag? Wir haben aber alles gelöst und waren stolz auf uns – und dieses Gefühl haben wir mit heim genommen. Also alles richtig gemacht!

Ja – jetzt kommt ein „aber“…

Aber: uns hat ein wenig „Story“ gefehlt. Wir würden empfehlen, die Spieler mehr an dem zu lösenden Fall, den Sherlock gerade bearbeitet, teilhaben zu lassen. Sein Verschwinden dreht sich augenscheinlich um diesen Fall. Und auch das Lösen des Games hat immer wieder mit dem Fall zu tun. Nur leider haben wir die Geschichte darum nicht erfahren. Das fanden wir alle schade. Ein kurzer Trailer, kleine Zettel mit Storyinhalten, zwischendurch halt so kleine Häppchen. Oder im Anschluß. Keine Ahnung – uns hat hier „irgendwas“ gefehlt.

Wie gesagt: ich kenne bisher keine anderen Game-Rooms, kann mir diesen zum Einstieg aber sehr gut vorstellen. Wir waren an diesem Abend zu fünft am rätseln und haben teilweise ein ganz schönes Gewusel geschafft. Ein bisschen mehr Koordination könnte durchaus helfen. Aber wer will die schon, wenn er sich amüsieren will?

Selbstgemachte Fotos kann ich heute leider nicht liefern: im Game durften wir keine machen und das erhaltene Abschiedsbild möchten nicht alle im Netz sehen.

Live Escape GameAnreise

Was ist ein Live Escape Game?

  • 60 Minuten Zeit
  • ein Raum
  • Du und Deine Freunde versuchen diesem einen Raum zu entkommen, in dem alle vorhandenen Rätsel gelöst werden
  • Du sucht Escape-Räume auch in Deiner Stadt? Dann schau doch mal unter: http://www.escape-game.org/

Preise

  • Preise sind hier von Room, Anzahl der Spielenden und Wochentag oder Wochenende abhängig
  • Sherlock Holmes kostet an einem Freitag Abend für fünf Spieler zum Beispiel: 109,00 EUR
  • direkt buchbar unter: https://www.escape-berlin.de/de/

Anreise mit der Bahn

  • S-Bahn-Station Landsberger Allee und dann ca. 10 Minuten Fußweg

Anschrift:
Escape Berlin
Storkower Str. 140
10407 Berlin

Offenlegung: Wir wurden zu diesem Event von Escape Berlin eingeladen.

3 Kommentare

  • Wäre Berlin doch nicht so weit weg :D Aber ich behalte den Escape Room mal für meine nächste Berlinreise im Hinterkopf. Ich war gestern in Köln im Drei Fragezeichen Escape Room, den ich auch sehr empfehlen kann :) Sherlock Holmes würde mich aber auch interessieren.

    In deinem Fazit, dass etwas die Story gefehlt kann ich mich anschließen. Bzw. habe ich da bei den 60 Minuten Zeitdruck selber nicht mehr so drauf geachtet.

    • Jaaaaa – und wäre Köln doch nur nicht so weit weg ;)
      Das es den Raum für die drei Fragezeichen gibt, habe ich auch schon gesehen – der wäre was für meinen Bruder. Der ist absoluter Fan. Aber halt… die Entfernung…

      Hm… stimmt… vielleicht ist mehr Story vorhanden und man bemerkt sie nur einfach nicht… da könntest Du natürlich recht haben.

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Kerstin

Unsere Berlinkorrespondentin ist häufig in der Hauptstadt und deren Umgebung unterwegs und findet zusammen mit ihrer Familie so manchen tollen Geheimtipp. Ob Kulinarik, Kreativität, Museen oder Bücher, lernt durch ihre Berichte das "Zentrum der Macht" neu kennen....