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Filmpark Babelsberg – Ein Besuch nach 25 Jahren

Filmpark Babelsberg – hierhin verschlug es uns vor Kurzem. Also mal nicht ans weite Meer, sondern fast um die Ecke vor die Tore Berlins in die Stadt Potsdam. Mein letzter Besuch ist ca. 25 Jahre her und René war noch nie in dem Park. Wurde also Zeit, uns das gute Stück (wieder) einmal anzusehen.

Vielleicht waren unsere Erwartungen zu hoch angesetzt, aber für 22 EUR Eintritt pro Person wollten wir schon einen ganzen Tag bespaßt werden. Dass es dann nur ca. 3 Stunden wurden, war mehr als enttäuschend.

Aber von Anfang an.

Das Personal im Filmpark Babelsberg

Alle sind mega freundlich, zuvorkommend und nett. Ich hoffe doch sehr, dass dies aus vernünftigen Löhnen durch hohe Eintrittsgelder resultiert.

Begrüßt wurden wir – wie so oft in solchen Einrichtungen – von einem Maskottchen. Flimmy: flauschig und in ausgeprägtem Orange fällt es dem Besucher besonders durch seinen großen Grinsemund sofort ins Auge.

Maskottchen Flimmy
Maskottchen Flimmy

Angenehm fand ich, dass es uns als Erwachsene ebenso mit Faxen begrüßte, wie die anreisenden Kids. Das macht gleich ein paar Jahre jünger und Lust auf den Besuch.

Auch auf unserem späteren Rundgang begegneten uns auskunftsfreudige und liebe Mitarbeiter – hier eindeutig ein ganz großes: „Super! Weiter so!“.

Die Besucher

Da nicht mehr auf Schulferien angewiesen, erlaubten wir uns den Luxus, den Filmpark Babelsberg in einer ferienfreien Woche zu besuchen. Doch auch an diesem Tag waren einige Schulklassen unterwegs. Das verlief sich im Park aber recht gut und uns ist aufgefallen, dass die meisten Besucher eher unserer Altergruppe (40+) entsprachen.

In den Ferien und/oder am Wochenende sieht das Ganze sicher ganz anders aus. „Parkplatz 1“ war an unserem Besuchstag knapp ein Drittel besetzt und wir haben Hinweisschilder auf mindestens 3 weitere Parkplätze gesehen. Wenn die alle voll sind: dann gute Nacht.

Filmpark Babelsberg - grosse Strasse
Filmpark Babelsberg – grosse Strasse

Die Kassen waren – trotz der „wenigen“ Besucher – sehr gut besetzt und so waren die Tickets sehr schnell gekauft und es gab keinerlei Schlangen zum Anstehen. Der junge Mann am Eingang erklärte uns auch gleich noch ausführlich, wann wo welche Show zu sehen ist und wünschte uns viel Spaß. Keine Hektik, kein Stress. Sehr, sehr angenehm.

Die Attraktionen

Gleich hinter dem Eingang eroberten wir das 4-D-Kino. Coole Sache und sehr empfehlenswert!

Ein klein wenig mussten wir uns anstellen und warten, aber die knapp 30 Minuten(im Innern) waren in unseren Augen nicht so schlimm. Schade fand ich, dass es in dem hinteren Wartebereich nicht allzu viel zu sehen gab. Dadurch wird die Zeit extra lang. Im Inneren der Halle ist zwar ein bisschen Kulisse etc. aufgebaut. Aber durch fehlende Kleinigkeiten hat man sich daran nach wenigen Minuten satt gesehen. Weiter vorne dann wurde ein Film abgespielt, das lenkt besser ab und lässt die Wartezeit gut vergehen.

Filmpark Babelsberg - 4-D-Kino
Filmpark Babelsberg – 4-D-Kino

Was in dem Kino selbst abgeht, will ich lieber nicht erzählen. Schließlich soll die Vorfreude sich nicht in Luft auflösen. Nur so viel: ich hab geschrien und mein Mann hat sich kaputt gelacht. Aber es hat mega Spaß gemacht. Und wem es richtig gut gefällt, der kann sich ja auch immer wieder anstellen und mitmachen.

Die Attraktionen im Filmpark Babelsberg sind im Preis inbegriffen und immer wieder nutzbar.

Ins Auge fallen als Nächstes große Statuen die am Straßenrand der Mittelallee aufgebaut sind. Diese sind aus den unterschiedlichsten Filmen der Ufa, DEFA und Studio Babelsberg, die fast Jeder kennt. Ob Münchhausen auf seiner Kanonenkugel,  Frau Mahlzahn aus Jim Knopf, die Tigerente oder das Felsenbeißer Baby aus der unendlichen Geschichte. Sie alle begleiten den Besucher in Übergröße und es macht Spaß, schon von Weitem zu raten, wer der Nächste ist.

Frau Mahlzahn
Frau Mahlzahn

Fahrgeschäfte findet man recht wenig. Wer also einen typischen Freizeitpark mit großer Achterbahn und rasanten Touren erwartet ist hier definit falsch. Dafür kann man das Hexenhaus der bösen Hexe aus Hänsel und Gretel finden und eine Fahrt im U-Boot mitmachen.

Der Filmpark Babelsberg ist eher ausgelegt auf Filmgeschichte und versucht diese dem Besucher näher zu bringen: das Sandmännchen hat eine eigene Ausstellung erhalten, ebenso wie verschiedenste Requisiten. Diese Ausstellungen sind sehenswert und werden auch immer wieder erweitert. Doch leider konnte ich kaum etwas entdecken, dass ich nicht schon von meinem ersten Besuch kannte.

Excalibur
Excalibur

Ein paar Shows werden auch angeboten. Aber leider anscheinend nicht immer. So blieb uns an diesem „normalen“ Wochentag leider nur eine, die in einer Westernstadt spielte und in der es lt. Ankündigung hauptsächlich um die tierischen Darsteller ging. Nun ja – wir waren enttäuscht. Die Show hatte einige witzige Szenen, aber die Darbietungen der Tiere war begrenzt und nicht wirklich die Hauptstory. Schade.

Filmkulisse von GZSZ – die kann der Besucher hier auf einem abgeteilten Stück bei einer Extratour wohl auch noch bestaunen. Dies haben wir uns aber nicht angeschaut, da keiner von uns diese Serie schaut und unser Interesse daher gegen Null tendiert.

Speis und Trank und menschliche Bedürfnisse

Hier nun wieder etwas Positives: für das leibliche Wohl ist im Filmpark Babelsberg durchweg gut gesorgt. Und dabei kann der Besucher aus allen Preiskategorien wählen. Von Curry mit Pommes bis zu einem Essen in gehobenem Restaurant. Die Auswahl ist reichlich und jederzeit mit kurzen Wegen erreichbar.

Genau wie die Sanitäranlagen. Nicht immer auf den ersten Blick erkennbar, fallen doch immer wieder Hinweisschilder auf, die die entsprechende Richtung zu WC und Co ausweisen. Nicht immer eine Selbstverständlichkeit, hier aber wirklich ausreichend vorhanden und gut über den Park verteilt.

Werden wir den Filmpark Babelsberg noch einmal besuchen?

Vielleicht in 25 Jahren. Oder falls vorher eine Menge Geld investiert und der Park ein wenig auf Vordermann gebracht wird. Das ist uns nämlich recht negativ aufgefallen: die Restauration des Parks scheint nicht im Vordergrund zu stehen. Bänke, an denen die Farbe abblättert. Hauswände an denen durchaus die Malerei erneuert werden kann etc.. Schade drum.

Aus meiner Sicht hat sich in den letzten Jahren auch nicht wirklich etwas geändert. Was ich gesehen habe, kannte ich schon. Vielleicht hatten wir da auch Pech, dass die größte Stunt-Show an diesem Tag nicht aufgeführt wurde – die Ankündigungen dazu sind schon sehenswert.

Wer den Park nicht kennt und Kids dabei hat, oder sich besonders für Filmgeschichte interessiert, kann hier schon einen Tag verbringen und sagt vielleicht zum Ende auch, dass es sich für den Eintrittspreis gelohnt hat. Wir fanden das leider nicht.

Ein letztes Wort: bitte verkauft im Souvenirshop kurz vor dem Ausgang Andenken aus dem Park und nicht nur Berlin-Gedönst. Wenn ich mir ein Souvenir aus Berlin mitnehmen möchte, fahre ich dorthin und nicht nach Potsdam.

Infos und PreiseWissenswertes

Alle Infos zum Filmpark Babelsberg findet Ihr unter folgendem Link: /https://www.filmpark-babelsberg.de/

Öffnungszeiten:
10:00 – mind. 17:00 Uhr

Eintrittspreise:
Kinder bis 4 Jahre + Geburtstagskinder kostenfrei
Erwachsene 22,00 EUR
Kinder 4 – 16 Jahre 15,00 EUR
andere Ermäßigungen sind auf den Seiten vom Filmpark Babelsberg zu finden

Beim Kauf einer Berlin WelcomeCard erhaltet Ihr derzeit 25 % Rabatt auf den Eintrittspreis. Wissenswertes dazu hat Janett zusammengefasst unter: https://teilzeitreisender.de/die-berlin-welcomecard-im-teilzeitreisender-test/

  • Der Filmpark Babelsberg empfiehlt 5 – 6 Stunden einzuplanen
  • Fotografiert werden darf
  • Hunde an der Leine erlaubt
  • Auf dem Gelände sind genügend WCs vorhanden

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