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Lohnt sich die Hamburg CARD?

Ich liebe Hamburg! Das viele Wasser, die Fischbrötchen (die nirgends auf der Welt besser schmecken als hier), die Elbphilharmonie und den Michel – all dies sind Orte, die ich nicht mehr missen mag. Hamburg war eine der ersten Städte in denen ich eine „Touristenkarte“ genutzt habe. Die Hamburg CARD ist eine Instanz. Seit meiner ersten Reise 2000 hat sich viel getan – wir haben für euch die Hamburg CARD getestet und stellen sie euch heute vor!

Was kostet die Hamburg CARD?

Es gibt Einzel wie auch Gruppenkarten:

  • Die Hamburg CARD für eine Person kostet pro Tag 10,50 €, für 2 Tage 19,90 €, für 3 Tage 25,90 €, für 4 Tage 34,50 € und für 5 Tage 41,90 € (Stand: Februar 2018)
    • Es dürfen bis zu drei Kinder bis 14 Jahren die Einzel Hamburg CARD mitbenutzen.
  • Die Hamburg CARD Gruppe kostet für 5 Personen beliebigen Alters pro Tag 18,50 €, für 2 Tage 32,90 €, für 3 Tage 44,90 €, für 4 Tage 59,50 € und für 5 Tage 74,50 € (Stand: Februar 2018)
  • Es gibt noch eine Hamburg CARD + Region (die hier jedoch nicht getestet wird)
  • Weiterhin gibt es eine Hamburg CARD light ohne öffentlichen Nahverkehr, diese kostet für 1 Tag 3,90 € – 5 Tage 9,90 €
  • Alle Informationen zum Preis und den Bedingungen findet ihr auf der Homepage von Hamburg Tourismus
Gut zu wissen!

Worin unterscheiden sich Hamburg CARD und Hamburg CARD light?

In der klassischen Hamburg Card ist ein Ticket für den öffentlichen Nahverkehr, also Busse, Bahnen und Hafenfähren inkludiert. Wenn ihr jedoch viel zu Fuß macht oder mit dem Rad unterwegs seid, dann solltet ihr euch den Kauf der Hamburg Card light überlegen – für nur 3,90 Euro bekommt ihr die gleichen Rabatte wie bei der großen Hamburg Card.

Wo kann ich die Hamburg CARD in Hamburg kaufen?

Was sollte ich über die Hamburg CARD noch wissen?

  • Die Hamburg CARD gilt von 0:00 – 0:60 Uhr des Folgetages. Es lohnt sich also – schon früh am Tag mit der Hamburg Card etwas zu erleben.
  • Die Karte ist nur gültig wenn sie datiert ist.
  • Es gibt jeden Monat einen Partner bei dem ihr extra sparen könnt. Dieser ist in der Hamburg App zu finden.
  • Alle wichtigen Fragen (FAQ) werden hier beantwortet.

Die Hamburg CARD als Online oder Handy-Ticket!

Seit ein paar Jahren gibt es die Hamburg Card auch als Online oder Handy Ticket. Dieses ist personalisiert und kann schon vor der Reise für die jeweiligen Tage bestellt werden. Ihr bekommt einen QR – Code oder eine PDF zum Ausdrucken nach Bestellvorgang zugeschickt . Die könnt ihr dann in Bussen und Bahnen sowie in Museen vorzeigen.

Es gibt eine App von Hamburg Tourismus welche zwar hilfreich bei der Suche nach Partnern der Hamburg CARD ist – in diese lässt sich die Karte jedoch nicht einlesen.

Kann ich mit der Hamburg CARD öffentliche Verkehrsmittel nutzen?

Mit der Hamburg CARD könnt ihr mit Bussen,  Bahnen und Hafenfähren die Stadt entdecken. Die Standardkarte gilt in den Tarifbereichen A und B.

bahn hamburg

Vor allem mit den Personenfähren könnt ihr kostengünstig eine Hafenrundfahrt mit besonderen Stops etwas abseits vom Stadtzentrum machen. Nutzt die Öffentliche Verkehrsmittel für eine Entdeckungsreise durch Hamburg. Fahrt nach Altona, nehmt die Fähre zum Elbstrand oder genießt einfach die Fahrt durchs Stadtzentrum oder entdeckt die neue U-Bahn-Linie in die Hafen City. Sehr spacig!

Bei welchen Sehenswürdigkeiten könnt ihr mit der Hamburg Card sparen?

Gleich vorab eine wichtige Information. Die Rabatte der Hamburg CARD, die je nach Sehenswürdigkeit bis zu 50 % ausmachen können – werden nur vor Ort auf die normalen Eintrittspreise gewährt. Im Umkehrschluss bedeutet es jedoch auch das ihr euch für die Tickets normal anstellen müsst.

Eine Hafenrundfahrt mit flotten Sprüchen

Auf Hamburg einstimmen? Das geht am besten bei einer Hafenrundfahrt. Ich habe diese schon häufiger gemacht – immer hatte ich einen mehr oder weniger kranteligen (aber netten) Hamburger als „Moderator“ – der Lach- und Sachgeschichten gespickt mit ein bissl Hamburgtalk zum besten gegeben hat.

Egal ob Mistwetter oder Sonnenschein und eigentlich auch unabhängig vom Anbieter – die Touren bieten immer Sehenswertes. Übrigens – oben im Bild seht ihr den Baustatus der Elbphilharmonie 2008. Wusste gar nicht da sich die damals fotografiert habe. Für die Touren müsst ihr circa 1 1/2 Stunden einplanen – Tickets bekommt ihr an den St. Pauli Landungsbrücken.

Ein Nachmittag im Miniaturwunderland

Gerade wenn es (hamburgtypisch) mal wieder regnet lohnt sich der Gang in eines der zahlreichen Museen. Das Miniaturwunderland ist eigentlich gar kein Museum. Es ist eine Modellbahnausstellung. Nur ein wenig größer, spektakulärer und vielfältiger. Hier gibt es Tag und Nacht, Berge und Meer, Fußballspiele und Sonnenanbeter, kleine Geschichten und große Dramen und alles in einem alten Haus der Speicherstadt.

Das Miniaturwunderland hat viele Fans. Kein Wunder also, das ihr für den Eintritt auch mal anstehen müsst. Ich finde es lohnt sich!

Ein Besuch im Rathaus

Zugegeben. Ich war bisher nur einmal kurz vor „Toresschluss“ im Rathaus. Leider war die letzte Führung schon vorbei und so habe ich bisher die heiligen Hallen von Hamburg nicht entdecken können. Und doch – dieser besondere Ort Hamburger Zeitgeschichte steht immer noch ganz weit oben auf meiner „Diese Tour will ich unbedingt mal machen“ – Liste.

In heutiger Zeit hätte der Bau rund 80 Millionen gekostet – im 19ten Jahrhundert wurde 10 Jahre an diesem wunderschönen Haus gebaut. Die verschiedenen Säle und das Interieur sind ziemlich sehenswert. Mit der Hamburg CARD gibts auch hier einen Rabatt.

Ein Abend auf dem Nachtmichel

Der „Michel“ ist neben der Elphi und dem Rathaus wohl das Wahrzeichen für Hamburg schlechthin. Die Kirche, die früher den Seemännern gezeigt hat: Hey wir sind gleich daheim! Eine Lutherfigur steht in ihrem Schatten – und die Kirche an sich ist wirklich sehenswert – aber ein ganz besonderes Ereignis ist auch ein Sonnenuntergang auf dem Turm der St. Michaelis Kirche.

Von hier oben hatte ich einen tollen Blick auf die Elbe und auf das neue und alte Hamburg. Unter der Woche ist es hier auch wenig überlaufen, so das man sich mit dem „Gratisgetränk“ aus dem Automaten an die Gitter setzen kann und seinen Gedanken freien Lauf lassen kann. Wer im Anschluss noch Lust hat sollte auf dem Rückweg nicht den Fahrstuhl sondern die Treppen nutzen. Es gibt viel zu entdecken!

Schlemmend durchs Chocoversum

Du bist eine kleine Naschkatze und liebst Schokolade? Dann ist vielleicht ein Besuch im Chocoversum die richtige Wahl für dich. Der Eintritt mag mit 17 Euro (mit Hamburg Card gibts 3,40 Euro Rabatt) zwar nicht günstig erscheinen – im Preis enthalten ist jedoch eine 90 Minütige Führung mit allerlei Leckereien und im Anschluss eine selbst kreirte Schokolade.

Vor allem an nicht so schönen Tagen und im Winter ist diese Option auch perfekt mit Kindern – und für daheim gibts im Anschluss ein sehr persönliches Mitbringsel.

Ab ins Musical oder zum Kabarett!

Zugegeben – in Hamburg habe ich bisher erst ein Musical gesehen. „Phantom der Oper“ – 2000 war das. Damals gab es vielmehr die klassischen Aufführungen – mittlerweile sind vor allem in Hamburg aber auch noch zahlreiche Stücke mehr im Programm. Ob Aladdin, ob König der Löwen, ob Mary Poppins oder ganz neu das Tina Turner Musical – wer in Hamburg nicht zumindest einmal ein Stück gesehen hat – vergisst ein großes Stück Hamburger Kultur.

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Auch Abseits der Musicals wird viel geboten. Besondern sehenswert sind zahlreich Kabarettstücke, die auf dem Kiez aufgeführt werden.

Eine Stadtführung durch Hamburg

Hamburg hat viele tolle Ecken und ist eigentlich viel zu groß für einen simplen Wochenendtrip. Wer ein wenig tiefer in die Geschichte der Stadt eintauchen will – wer den Kiez nicht alleine entdecken will, für den lohnt sich eine Stadführung. Davon gibt es viele! Von Nachtwächtertouren bis Touren zur Streetart, von der Hafencity, der Speicherstadt oder ganz klassisch Altona. Es gibt kulinarische Touren und Touren für Entdecker.

Je nach Tour gibts auch verschiedene Rabatte. Eine gute Übersicht dazu findet ihr bei Hamburger Stadtführungen.

Auf einem Oldtimer-Schiff spazieren gehen!

Vor einigen Jahren waren wir mit der Hamburg CARD unterwegs und haben dadurch auch herausgefunden das der Eintritt auf der  RICKMER RICKMERS ebenfalls reduziert wird. Gesagt getan – kurze Zeit später waren wir auf dem durchaus sehenswerten Schiff auf dem mittlerweile auch zahlreiche Events wie Escape Room und Kletterpark angeboten werden.

Der Spaziergang an Bord jedoch – der weitesgehend ohne Aufsicht erfolgt – ist auch ohne diese Specials durchaus empfehlenswert. Hier entdeckt ihr viel aus dem Alltag der Seemänner vor gut 120 Jahren. Spannend auch auf einem Segelschiff zu stehen – hier ist einiges anders! Nicht nur mit Kindern eine absolute Empfehlung!

Wieviel spare ich bei Partnern der Hamburg CARD?

Um euch die Einspar-Effekte ein wenig deutlicher zu machen habe ich euch hier alle Sehenswürdigkeiten aufgeführt, die ich mit der Hamburg CARD besucht oder oben empfohlen habe. Eine ausführliche Liste aller Rabatte findet ihr in diesem ausführlichen Hamburg CARD Flyer.

Sehenswürdigkeit Normalpreis Rabattpreis
Preis für die Hamburg Card (1 Tag) 0,00 € 10,50 €
Nachtmichel 10,50 € 9,50 €
Miniatur Wunderland 15 € 14 €
Hafen-Rundfahrt mit der Barkasse (Schiff) 20 € 16 €
Museumsschiff Rickmer Rickmerks 5 € 4,20 €
Rathausbesichtigung 5 € 4 €
Chocoversum 17,00 € 13,60 €
Gewürzmuseum 5 € 4 €
Musical (Bsp. König der Löwen, PK 4) 69,90 62,91
Stadtführungen 14,00 € 11,40 €
Ticket Nahverkehr (pro Tag) 7,80 0,00 €
Summe: 169,20 € 150,11 €

Auch wenn die Rabatte mit durchschnittlich 10 – 15 % etwas kleiner ausfallen so lässt sich doch im Verlauf einiges sparen. Da es auch beim Kauf von Souvenirs (z.b. in der Stadtinformation am Bahnhof) 10 % gibt und auch Restaurants Rabatte anbieten bekommt ihr auch bei Wenignutzung den Preis für die Hamburg CARD wieder raus.

Lohnt sich die Hamburg CARD?

Unser Ergebnis:

Auf einer Skala von 1 – 6 (Schulnoten) gebe ich der Hamburg CARD eine 2-. Mit dem Pass könnt ihr fast alle Sehenswürdigkeiten in Hamburg mit einem Rabatt nutzen und in ganz Hamburg mit öffentliche Verkehrsmittel fahren. Da die Rabatte jedoch durchaus auch für Studenten und Rentner ohne Touristenkarte angeboten werden sollte man vorab schon prüfen ob sich der Kauf lohnt. Vor allem dann, wenn öffentliche Verkehrsmittel an diesem Tag nicht genutzt werden. Ein Tipp den ich für jede Stadt gebe – Sehenswerte Orte solltet ihr in den frühen Morgenstunden besuchen.

Offenlegung: Die Fotos der Hamburg Card stammen von Monique. Unsere letzte Hamburg Card wurde uns von Hamburg Tourismus überlassen.

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