Rheinland Pfalz

Warum Mainz als Sommer(lichter)-Ziel unbedingt auf deiner Städtereisenliste stehen sollte

Willkommen in der rheinland-pfälzischen Metropole !

Oh, weh… da mussten die Mainzer erst die „Mainzer Sommerlichter“ ins Leben rufen, damit wir uns endlich mal aufmachten, um die rheinlandpfälzische Hauptstadt für uns zu entdecken.

Zugegeben: Das Rhein-Main-Gebiet ist einfach so vielfältig, dass man gar nicht weiß, welche Stadt und Sehenswürdigkeit man zuerst erkunden soll und wir denken, wir haben schon einige Ziele auf unserer „to-see-Liste“ abhaken können, dennnoch ist es schändlich, dass wir Mainz bisher vernachlässigt haben (liegt es an der Landesgrenze Hessen – Rheinland-Pfalz  ;-) ? ). Aber die verlockende Aussicht auf ein fulminates Feuerwerk am Ufer des Rheins bei „WWW“ (Weck, Worscht un Woi), Kultur und guter Stimmung hat den Ausschlag gegeben, die Mainzer Nachbarn endlich mal zu besuchen.

Mainz – Markt

Mainzer Sommerlichter

Frankfurter aufgepasst: Die Mainzer Sommerlichter haben das Zeug, dem MUF (Museumsuferfest) Konkurrenz zu machen! Da haben die Mainzer in 2016 wirklich ein tolles Fest aus der Taufe gehoben und es glücklicherweise in 2017 den ersten Geburtstag feiern lassen. An einem lauen Sommerwochenende im Juli verwandeln sich beide Ufer des Rheins in eine Fest-Futter-Festival-Fun-Flaniermeile. Da hierbei auch Mainz-Kastel einbezogen ist, lassen die Rheinland-Pfälzer in 2017 auch die Hessen mitfeiern – ;-).

Wir hatten reichlich Gelegenheit, an den vielen Buden zu schlemmen und – selbstverständlich für eine Weinregion – leckere Winzerweine zu kosten. Neben Bummeln und Leute gucken, haben wir uns die Zeit bis zum Feuerwerk mit einer Fahrt auf dem Riesenrad sowie bei den beiden Showbühnen mit kostenlosen Konzerten vertrieben. Das Highlight war schließlich am Samstag gegen 23 Uhr das große Feuerwerk mit Lasershow und musikalischer Begleitung. Fluss und Feuerwerk sind seit jeher eine reizvolle Kombination (man denke an den „Klassiker“ Rhein in Flammen) und auch die Mainzer haben mit dem schönen Stadtpanorama im Hintergrund tolle Rahmenbedingungen für ein eindrucksvolles Farbenspektakel am Sommerabendhimmel. Wir waren sehr beeindruckt und die vielen „Ahhhs“ und „Ohhhs“ um uns herum lassen vermuten, dass es nicht nur uns sehr gefallen hat. Eine schöne Aussicht auf das Feuerwerk hat man von einem der Schiffe, die zu diesem Anlass bei Mainz fahren bzw. anlegen.

Was macht man in Mainz außer Feiern?

Dass die Mainzer feiern können, haben wir nun geklärt, außerdem ist es ja fast überflüssig zu erwähnen, dass Mainz – neben Köln und Düsseldorf – zu den großen Fastnachtshochburgen in Deutschland zählt. Da nun aber nicht ganzjährig Fastnacht und Sommerlichter stattfinden, haben wir uns auch nach den ganzjährigen Sehenswürdigkeiten in Mainz umgesehen und uns auf einem geführten Rundgang die Stadt zeigen lassen.

Quirliger Ausgangspunkt, um die Stadt zu erkunden, ist der Markt. Dort kann man sich an der Heunensäule eins – zwei – fix einen Überblick zur Mainzer Stadtgeschichte verschaffen. Rund um die 6,4 m hohe Säule befindet sich ein Bronzesockel, der vier Symbole (Kopfbedeckungen) der bewegten Historie der Stadt zeigt: Die Mitra – als Symbol für den Bischofssitz. Die Jakobinermütze mit Narrenkappe – als Symbol für die französiche Besatzung. Die Kaiserkrone – als Symbol der Kaiser des heiligen, römischen Reiches. Der Gladiatorenhelm – als Symbol für die römischen Wurzeln der Stadt.

Wenn man schon einmal am Markt ist, sollte man das markanteste Wahrzeichen der Stadt – den Dom – besuchen, der während seiner Bauzeit die drittgrößte Kirche der Christenheit war. Wer Zeit und Lust auf die Besichtigung einer weiteren Kirche hat, sollte sich die beeindruckenden Chagall-Fenster in St. Stephan anschauen, wirklich eine Besonderheit!

Mainz Klassiker…

Auch wenn wir es genossen haben, uns an einem Samstag einfach durch die Stadt treiben zu lassen (hmm, insbesonder der Wochenmarkt hat es uns angetan!), so gibt es doch einige „Klassiker“ an denen man in Mainz nicht vorbei kommt:

  • Gutenberg: Das was für uns heute das Internet, hat Gutenberg seinerzeit mit dem Buchdruck erwirkt – eine flächendeckende Verbreitung von Informationen, die den Grundstein für standesunabhängige Bildung gelegt hat. Original Gutenberg-Bibeln und die Anfänge des Buchdrucks können im Gutenberg-Museum besichtigt werden.
  • Das römische Mainz: Auch den Römern hat es in Mainz schon gefallen, daher finden sich auch noch viele Reste der römischen Siedler, die sie bei ihrem Abzug nicht mitgenommen haben. Gezeigt und erklärt bekommt man diese in den verschiedenen, historischen Museen (Museum Castellum, Römisch-Germanisches Zentralmuseum mit Museum für Antike Schifffahrt).
  • Mainz und die Fastnacht: Um die Fastnacht ganzjährig erlebbar zu machen, gönnen sich die Mainzer ein Fastnachtsmuseum das uns sehr gut gefallen hat! Viele original Ausstellungsstücke, Fernsehausschnitte aus vergangen Zeiten, Fotos und eine „Bütt“ in der man sich als Besucher/in mal mit einer Rede versuchen kann (der Tusch kommt auf Knopfdruck).
  • Wein: Der edle Rebensaft ist in Mainz allgegenwärtig. An den Weinständen in der Stadt wechselt das Angebot wöchentlich, damit alle Winzer der Region eine Gelegenheit haben, ihre Produkte anzubieten.
  • Mainzelmännchen (ZDF): Die Heimat der Helden meiner Kindheit (ich sag nur: guudn Aaabnd) kann man nach Anmeldung auf dem Lerchenberg besuchen.

Fazit für uns: Schluss mit der Ingnoranz – wir müssen bald wieder nach Mainz, es gibt noch viel zu entdecken, unser erster Besuch war definitiv zu kurz!

Infobox Mainz

AnreiseÜbernachtungsempfehlungWeitere Inspirationen?
  • Regional gehört Mainz zur großen RMV-Familie und ist aus der unmittelbaren Umgebung gut mit der S-Bahn erreichbar. Von Frankfurt am Main aus beträgt die Fahrzeit mit der S-Bahn ca. 40-45 Minuten.
  • Natürlich verfügt Mainz als Landeshauptstadt auch über einen gestandenen Hauptbahnhof mit Fernverbindungsanschluss der Deutschen Bahn.
  • Wer lieber einfliegt, kann dies über den die Flughäfen Frankfurt oder Frankfurt-Hahn tun.
  • Autofahrer finden Mainz an den Autobahnen 60, 63 und 66.

Wir haben im Hyatt Regency Mainz übernachtet. Hier unbedingt ein Zimmer mit „Mehrblick“ (Blick auf den Rhein) buchen. Außerdem kann man hier bei entsprechendem Wetter wundervoll auf der Außenterrasse mit Blick auf den Fluß frühstücken.

Janett war auch schon in Mainz

Bei einem Besuch in Mainz, können wir die mainzcardplus auf jeden Fall empfehlen. Mit den angebotenen Vergünstigungen bietet sie ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und hat sich schnell armotisiert.

Für süße Schleckermäuler empfehlen wir unbedingt das Dom Café zu Mainz, lecker Mittag gegessen haben wir in zentraler Lage bei Wilma Wunder.

Im Sommer ist Eis was feines! Wir haben uns sagen lassen, dass es bei N´Eis im bustäblichen Sinne ausgezeichnetes Eis geben soll – leider kein Geheimtipp… als wir welches versuchen wollten war die Warteschlange so lang, dass wir – um unseren Zug zu bekommen – leider unverrichteter Dinge weitergehen mussten.

Offenlegung: Wir danken dem Team von mainzplus CITYMARKETING für die Einladung nach Mainz mit einer Schifffahrt auf dem Rhein zum Feuerwerk der Mainzer Sommerlichter, einem geführten Stadtrundgang, einer mainzcardplus sowie einer Übernachtung im Hyatt Regency Mainz.


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