Kurz-Roadtrip durch Süd-Schweden – von Ålshult nach Tosteberga

Der Morgen begann tiefenentspannt. Herrlich geschlafen gings in die gute Stube unseres B&Bs und ein Frühstück fast für uns ganz alleine startete den Tag. Einen kurzen Blick zu den Häschen vom dazugehörigen Bauernhof gönnten wir uns noch, dann ging unsere Reise schon wieder weiter.

Toftahult Bed & Breakfast
Toftahult Bed & Breakfast

Janett hatte eine wahnwitzige Idee.

„Ich will auf nen Autofriedhof“.

Wie jetzt? Autos beim Rosten zuschauen? Ich fuhr zwar gerne welche, aber das war jetzt doch nicht so meines. Wir gaben die Koordinaten (eine Adresse gibt es nicht) ins Navi ein und landeten auf einem einsamen Waldweg. Ich hörte die „Unterbodenpflege“ und hoffte, das ich und mein Auto das gut überstehen würde. Es stellte sich heraus, das der Weg falsch war.

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Also umdrehen und der Straße noch ein wenig folgen, und tatsächlich, da stand ein Schild „Autofriedhof“ Nun, was soll man über Kyrkö Mosse sagen… Es wird sicherlich nicht jedermanns „Lieblings-Ausflugsziel“ sein, aber während ich das ganze eher ein wenig seltsam fand, konnte Janett mit ihrer Begeisterung nicht hinterm Zaun halten. Auf dem Rückweg von Schweden nach Deutschland hat sie sogar über den schwedischen Autofriedhof gebloggt.

Bilkyrkogården in Kyrkö Mosse

Auf den Spuren des Glashandwerks

Da wir den Tipp bekommen hatten, dass die Gegend rund um Emmaboda in früheren Zeiten berühmt war für sein Glashandwerk, beschlossen wir, die Glass Factory in Boda zu besuchen. Was wir fanden war dann mehr ein Glas-Museum mit kunstvollen Stücken aus alten Zeiten und abstrakten Werken uns unbekannter Künstler.

Recht faszinierend war, zwei Glasbläsern dann noch bei der Arbeit zuzusehen, wir hätten uns da aber gerne mal „selbst ausprobiert“. Die im Shop angebotenen Stücke überstiegen auch unser Budget – wenngleich schon interessante Sachen dabei waren. Zum ersten mal auf unserer Reise waren wir doch ein wenig enttäuscht und beschlossen nun etwas für unseren Blutzuckerspiegel zu tun.

Schweden Roadtrip

 

Der beste Kuchen von Süd-Schweden

Wir fuhren weiter auf der 28 in Richtung Süden und Karlskrona. Orte sind direkt an der Strecke Fehlanzeige, also bogen wir spontan von der Hauptstraße ab und fuhren ins nahegelegene Vissefjärda. Und dort erzielten wir den nächsten Volltreffer. Die kleine Konditorei mit Café direkt an der Hauptstraße war wieder einmal ein Musterbeispiel für schwedische Einrichtung. Liebevoll bis ins kleinste Detail und wie aus dem Katalog entsprungen und dazu traditionelle schwedische Leckereien wie Dammsugare.

Wer der Sprache mächtig ist wird sich fragen, warum eine Konditorei „Staubsauger“ verkauft. IKEA-Fans werden genau wissen, wovon ich rede: die unwiderstehlichen, von grünem Marzipan umhüllten Punschrollen, die schon bei ersten probieren süchtig machen. Natürlich gab es auch phantastische Torten und für Erdnussliebhaber wie Janett eine Eigeninterpretation von Snickers.

Ein kurzer Abstecher nach Sölvesburg

Wieder war es bereits Nachmittag & wir brauchten natürlich auch heute wieder ein Bett für die Nacht. Während ich uns weiter Richtung Karskrona & Sölvesborg chauffierte, vollbrachte Janett bei der Zimmersuche erneut ein kleines Wunder. Sie fand das kleine Hotel von Leena in Tosteberga. Auch sie hatte glücklicherweise noch etwas für uns frei und lieferte den Tipp für das Abendessen direkt mit.

Sölvesborg

So kehrten wir bei Salvatores Trattoria in Sölvesborg ein und genossen ein leckeres italienisches Mahl mit Pesto-Nudeln und Schweinesteak. Janett fand ein neues Lieblingsgetränk: Cidre mit Erbeergeschmack – Lecker! Und das Essen war es auch. Sölvesburg selbst scheint übrigens so gänzlich unbekannt bei ausländischen Touristen zu sein. Im Restaurant hatten wir sowohl mit Deutsch als auch mit Englisch doch ein paar Verständigungsprobleme :D

Ein Traum von einer Unterkunft!

Mit letzter Kraft und doch recht Müde schafften wir dann auch noch die letzten 15 km des Tages bis zu Leena und ihrem „Bodelsons by the Sea“ in Tosteberga. Auch wenn ich hier Gefahr laufe das Wort inflationär zu verwenden, aber es war einfach wieder entzückend. Das Holzhaus mit direktem Blick auf die Ostsee verfügte über 3 Zimmer plus eine liebevoll ausgestattete Hütte im Garten.

Dazu gab es einen Whirlpool und die persönliche Betreuung von Inhaberin Leena. Nachdem wir erzählt hatten, dass wir am nächsten Tag über die Küstenstraße zurück nach Trelleborg fahren wollten, bestand sie darauf uns einige Tipps mit auf den Weg zu geben. Wir ließen den Abend bei einem Cidre ausklingen und genossen von unserem Zimmer aus den herrlichen Blick auf die weitläufigen Wiesen und das Meer im Hintergrund.

Wichtige HinweiseAnreiseÜbernachtungsempfehlungWeitere Inspirationen
  • Weitere Berichte zu unserem Roadtrip könnt ihr hier nachlesen.
  • Wir haben die Unterkünfte über Google gefunden. Anfang Mai haben zahlreiche B&Bs noch geschlossen, es lohnt sich jedoch immer mal wieder nachzufragen.
  • Der Autofriedhof ist vor allem für Fotografen interessant und ist immer gut besucht. Es stehen jedoch nicht so viele Parkplätze bereit.

Die Region ist am besten mit dem Auto zu erkunden. Eine ideale Möglichkeit ist die Fähre von Rostock nach Trelleborg, es gibt jedoch auch andere Optionen um nach Schweden zu kommen.

 

Wir können unsere beiden wirklich wunderschönen Unterkünfte nur empfehlen. Freundliche Inhaber, tolles Frühstück und vor allem eine wirklich gute Nachtruhe in liebevoll eingerichteten B&Bs. Wir haben Anfang Mai ca. 100 – 120 Euro pro Nacht bezahlt – in der Hauptsaison sind die Preise sicherlich etwas höher.

Übernachtung 1: Toftahult Bed & Breakfast

Übernachtung 2: Bodelsons by the Sea 

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Monique
Monique

Monique zog es früh von Thüringen aus hinaus in die Welt. Als Kulinarik-Expertin im Team von Teilzeitreisender.de präsentiert sie uns besondere Highlights rund um die Welt!

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