Mecklenburg - Vorpommern

Unsere romantischen Auszeiten in Warnemünde

Es zieht uns immer wieder nach Warnemünde. Aber auch zu schön dieses Fleckchen Erde. Wasser, Wind und immer das Gefühl willkommen zu sein. Und natürlich fotografieren wir viel und möchten Euch unsere Eindrücke nicht vorenthalten.

Mein erstes Mal

Mein Mann kommt aus Rostock und so lag es nahe, dort einmal ein paar Tage Zeit zu verbringen und mir von ihm die Gegend zeigen zu lassen. Allerdings war nicht so schlau, uns dafür den Himmelfahrt-Feiertag auszusuchen…

Warnemünde Mole

Viele Touristen bin ich aus Berlin ja gewöhnt, an diesem Tag störten sie mich jedoch ungemein. So wirklich genießen konnte ich den Weg zum Wasser nicht – war es doch fast unmöglich, sich durch die Menschenmassen zu quetschen. Mussten denn wirklich alle an Himmelfahrt die freie Zeit an dem Ort genießen, an dem ich auch war? Doch zumindest vom Strand aus habe ich das Wasser an diesem Tag gesehen und wir haben im Anschluß ein süßes kleines Lokal in einer Nebenstraße aufgesucht. Hier habe ich zum ersten Mal Welsfilet und das Rostocker Bier probiert – war beides lecker und passt prima zusammen.

Der Spaziergang am nächsten Tag wurde dann aber länger. Vorbei an riesigen Schiffen, Sandskulpturen und Fischkuttern, die ihre Waren anboten, bis wir endlich an der Spitze angekommen waren und wir die Ostseeluft genießen konnten. Faszinierend, wie das Meersalz in der Luft und danach auf dem ganzen Körper hängt. Für mich ist das noch ein unterstützendes Freiheitsgefühl. Eigentlich wollte ich von dort ja nicht wieder weg. Viel zu einfach ist, am Meer die Seele baumeln zu lassen, den Gedanken Auslauf zu geben, das Leben und den Augenblick zu genießen. Aber nützt ja nix. Irgendwann mussten wir wieder zurück. Aber wir wollten auf jeden Fall wiederkommen!

Warnemünde wir

Auf dem Rückweg entdeckten wir doch glatt ein paar Mutige, die bereits ihre Körper grazil in der Ostsee bewegten. Das wäre ja für mich nun nichts gewesen. Einfach zu kalt und zu nass. Mir genügt der Blick in die Ferne und das Beobachten des Wassers. Aber Jedem das Seine.

Das ist nun auch schon wieder 2 Jahre her… wie die Zeit doch vergeht…

Warnemünde im Spätsommer

Im September 2016 zog es uns dann gleich noch einmal an die Küste. In der Hoffnung, dass diesmal nicht ganz so viele Menschen die gleiche Idee haben würden. Und wir hatten so richtig Glück!

Mit dem Fernbus ist man ja relativ schnell von Berlin in diese besonders reizvolle Ecke an der Ostsee gefahren. Schönes Wetter hatten wir extra noch bestellt und so konnten wir eine Schiffsrundfahrt voll und ganz genießen. Und auch schon gleich Pläne schmieden, was unternehmen wollen, wenn wir das nächste Mal dort sein werden.

Abends trafen wir uns mit lieben Freunden zum abhängen, quasseln und gemeinsam das schöne Spätsommerwetter genießen. Nun ja – vielleicht hätten wir andere Dinge weniger genießen sollen, damit wir am nächsten Tag nicht ganz so lange Erholungsschlaf brauchen :D.

Schön war es auf jeden Fall und so recht nach Hause trieb es uns nicht. Dabei wollten wir doch aber nur eine Nacht bleiben um nicht doch noch in Hektik in den letzten verbleibenden Tagen unseres Urlaubes zu verfallen. Hin- und hergerissen wußten wir nicht so recht, was tun.
Der Verstand sagt: „Fahr heim!“, aber der Bauch meint: „Bleib noch und genieße den Augenblick!“

Und so kam es, dass wir uns – bereits auf dem Weg zum Bus – dazu entschlossen, noch eine besondere Nacht dran zu hängen. Die Busfahrkarten ließen wir verfallen und suchten uns dafür ein Hotelzimmer mit Terrasse und Meerblick. Klar: unser Geldbeutel wollte Einspruch erheben und uns in´s Gewissen reden – aber wir blieben standhaft.

Warnemünde Lieblingsfoto

Nach einem letzten ausgiebigen Spaziergang durch Warnemünde und entlang des Strandes konnten wir eng aneinandergekuschelt auf der Terrasse sitzend die untergehende Sonne beobachten. Das war so Hammer! Es gibt Augenblicke im Leben, in denen braucht man keine Worte – selbst ich nicht. Dieser Abend bescherte uns mehrere davon.

Auf der Strandpromenade erfüllte ein Straßenmusikant bis 22 Uhr noch Gesangswünsche der Spaziergänger und versüßte uns damit auch musikalisch noch den Abend. Getanzt haben wir nicht, aber es war doch ein leichtes Wippen zu verspüren. Und dann gab es nur noch die Stille, das Meer und uns…

Voller Euphorie und frischer Eindrücke reisten wir am nächsten Vormittag dann Richtung Heimat und freuten uns nun mittlerweile auch darauf.

Immer wieder

Seit unseren ersten Besuch waren wir noch einige Male „oben“ und genossen jeden Aufenthalt ganz besonders.

Anreise und TippsEssen und ÜbernachtungWeitere Inspirationen
  • Anreise per Fernbus? Kein Problem. Ab Berlin ist man schon in 2 Stunden in Warnemünde.
  • Anreise per Auto? Auch nicht schlimm: immer Richtung Rostock und dann der Beschilderung folgen. Aber Achtung (!) die Maut-Strecke muss nicht genutzt werden

Parken in Warnemünde

    • Wer mit dem Auto bis nach Warnemünde fährt, sollte zusätzliche Zeit zum Suchen eines Parkplatzes einplanen und eine Menge Kleingeld in der Tasche haben. Ohne Parkuhr findet sich hier nichts.
    • Empfehlenswert: in Rostock zu parken und mit der S-Bahn nach Warnemünde fahren

Rundfahrten

    • Ab ca. 10:00 Uhr laufen diverse Schiffe und Boote auf ganz unterschiedlichen Routen aus. Empfehlung: beim abendlichen Spaziergang am Vorabend bereits die Angebote anschauen und sich entscheiden. Sonst könnte es durchaus passieren, dass man die Abfahrt verpasst.
    • Preise haben wir gesehen: ab 10 EUR/Person
    • Reservierungen sind in der Regel nicht notwendig

Richtig gut Fisch essen

Unser absoluter Favorit in Warnemünde ist die „Fischerklause„. Immer frischer Fisch und eine nette, authentische Location.

Gemütlich übernachten

Wir haben einen sehr angenehmen Aufenthalt in der „Pension Alabama“ erfahren. Gemütlich eingerichtet und super bequemes Bett.

  • Im IGA Park Rostock kann man für einen einzigen Euro den ganzen Tag in einer wundervollen Umgebung verbringen. Nicht nur der wunderschöne Park lädt zum Verweilen ein. Auch das Schiffbau- und Schifffahrtsmuseum war mehr als interessant. Und hätten wir nur noch ein paar Stunden mehr Zeit gehabt, hätten wir uns noch einen schönen Platz am Strand ausgesucht.

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Über den Blogger

Kerstin

Unsere Berlinkorrespondentin ist häufig in der Hauptstadt und deren Umgebung unterwegs und findet zusammen mit ihrer Familie so manchen tollen Geheimtipp. Ob Kulinarik, Kreativität, Museen oder Bücher, lernt durch ihre Berichte das "Zentrum der Macht" neu kennen....