Easy Lodges: Eine etwas andere Art um in Berlin zu übernachten.

Dies ist ein Gastartikel von Jana Heinzelmann von A Tasty Hike

Wir haben übernachtet. In Berlin! Dort war ich nämlich in einem „Scube“. Was das ist wollt ihr wissen? Das lässt sich ganz leicht erklären. Beim Scubing schlaft ihr in einem von 30 3×3 Meter großen Holzwürfel in dem sich lediglich Betten, einer kleiner Tisch, eine Lampe sowie ein Heizlüfter befinden. Fürs Gepäck bleibt dabei natürlich auch noch ein bisschen Platz übrig. Scubes gibt es mit 1-4 Betten, je nachdem ob ihr alleine, zu zweit oder mit der ganzen Familie dort übernachten möchtet. Für alle Diejenigen, die sich immer noch nicht vorstellen können, wie ein Scube aussieht, hier mal ein Bild…

Davon gibt es natürlich nicht nur einen, sondern eine ganze Gruppe die dort auf einem Gelände direkt neben dem alten Tempelhofer Flughafen bereit stehen:

Das Scubing war für mich eine völlig neue Erfahrung und lässt sich vielleicht mit einer Mischung aus Camping, Hotelübernachtung und Hostelaufenthalt beschreiben. Mitbringen muss man wie in einem Hotel eigentlich nichts. Bettwäsche wird gestellt und Handtücher können ausgeliehen werden. Toiletten und Duschen stehen, wie auf einem Campingplatz im Hauptgebäude zur Verfügung und außerdem gibt es dort in der oberen Etage eine Küche und einen Aufenthaltsraum was mich stark an meine Hostelübernachtungen in Australien erinnert hat. Nur mit dem Unterschied, dass es hier morgens ein Frühstücksbuffet gibt:

 

Die Wasch- und Toilettenräume sind alle sehr sauber und gut beheizt. Außerdem sind sie echt  lustig gestaltet:

Da es sich aber um Gemeinschaftsduschen handelt, empfehle ich das Mitbringen von Badelatschen. Auch ein Fön sollte mitgebracht werden falls dieser benötigt wird.

An den Abenden werden im Außenbereich oft gesellige Abende abgehalten, bei denen man die Chance hat auch andere Scuber kennenzulernen. Ein großer Platz mit Feuerstelle, Bierbänken und Tischen steht hierzu direkt neben einer kleinen Bar bereit. Wer hier nicht alleine sein möchte, muss es auch nicht

 

Bei Nacht sehen die Scubes übrigens, auf Grund der großen Fenster, einer Lichtleiste sowie unterschiedlich farbiger Vorhänge echt spannend aus:

 

Da wir unseren Berlin-Besuch auf Anfang November geplant hatten war es natürlich auch dementsprechend kalt. Die Scubes sind nicht beheizt und so kann es darin nachts auch schon mal richtig kalt werden. Es empfiehlt sich also, vor allem in den kälteren Jahreszeiten, dicke Sachen zum Schlafen mitzunehmen. Man kann zwar den bereitstehenden Heizstrahler einschalten, aber bei all dem Holz hatten wir doch etwas Bedenken, ob unser Scube nicht am Ende mitten in der Nacht in Flammen aufgehen würde während wir gemütlich schlummern. Das wollten wir nicht riskieren und somit hieß es „warm einpacken“!

Ich habe mich aber für euch vor Ort erkundigt und in den kommenden Wochen sollten einige Scubes winterfest gemacht werden, so dass sie auch im Winter eine angenehme Innentemperatur haben sollten.

 

Nachdem ich jetzt nun schon so oft in Berlin war, war dies doch noch mal eine ganz neue Erfahrung für mich. Auf Grund der Lage merkt man gar nicht, dass man sich in einer Großstadt befindet. Trotzdem ist man aber, dank der nahe gelegenen U-Bahn- und Bushaltestelle, in kürzester Zeit bei allen wichtigen Sehenswürdigkeiten der Stadt. Außerdem stehen am Straßenrand ausreichend Parkplätze zur Verfügung falls ihr lieber mit dem Auto anreisen möchtet.

Mein Fazit: Kostengünstige und gar nicht unkomfortable Alternative zu teuren Hotels. Wer keine Lust auf laute Hostels hat, kann sich hier wunderbar zurückziehen, die Ruhe genießen und ist trotzdem nicht allein. Momentan ist es in der kalten Jahreszeit etwas ungemütlich, aber wenn die Scubes winterfest gemacht wurden kann ich mir einen Aufenthalt auch im Winter sehr gut vorstellen.

Die Scubes kosten je nach Belegung zwischen 49 und 74 Euro. Frühstück kostet 5 Euro pro Tag und Nase zusätzlich! Mehr Infos bekomt ihr unter https://www.booking.com/hotel/de/scube-park-columbia-berlin.de.html

Hier müsst ihr hin: Columbiadamm 160, 10965 Berlin

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Gastblogger Teilzeitreisender

Eine Vielzahl von ausgesuchten Gastautoren hat für Teilzeitreisender.de geschrieben. Wer geschrieben habt erfahrt ihr in den jeweiligen Artikeln. Danke vor allen an Bianka, Ewa, Jana, Elena und Ulrike!

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