Ein Wandertagebuch: Erlebnisse im Antronatal – unentdecktes Wanderland

Schon einmal vom Antronatal gehört ? Ich wandere zwar seit ein paar Monaten recht gerne, die dreitägige Wanderung zusammen mit Inka und Achim stellte für mich jedoch eine besondere Herausforderung dar.

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In meinem Wandertagebuch gebe ich euch einen kurzen Einblick in die Erlebnisse unserer Wanderung quer durch das Antronatal, vorbei an Bergdörfern, in denen die Zeit stehen geblieben scheint, hinauf auf Berge mit so großartigen Aussichten, das man einfach nicht mehr weggehen mag…

Ach was erzähl ich… Lest doch selbst.

Tag 1

Domodossola im Ossolatal ist Startpunkt unserer Reise in ein noch recht unbekanntes Wanderland im Norden von Italien, nahe der Schweizer Grenze. Von der italienischen Kleinstadt geht es zunächst auf den Heiligen Berg Calvario – der „Sacro Monte“ ist der Passion und des Todes Christi gewidmet – und seit 2003 Weltkulturerbe. Sehenswert sind die 15 Kapellen, die die Epsioden des Kreuzweges darstellen.

Bild 2bild 1Vom heiligen Berg geht es in das alte Bergdorf Anzuno – ca. 500 Meter über N.N – Hier spürt man bereits eine angenehm entspannte Atmosphäre – der Einheimische Natale stellt uns eine alte Weinpresse von 1721 vor, die zwar nicht mehr im Einsatz, aber noch voll funktionstüchtig ist. Das Dorf mit den alten Steinhäusern ist auf jeden Fall ein Must-See für jeden Wanderer oder Touristen.

bild 4Auch Speisen kann man hier sehr gut, oberhalb des Dorfes liegt direkt die Osteria La Tensa.

Der Weg zum nächsten Ziel führt direkt über die alten Handelswege – ein wunderschön zu gehender Weg – unterwegs kann man auch noch eine alte Mühle begutachten.

Das Ziel heisst Tappia, der nächste malerische Ort, der etwas höher liegt als Anzuno. Eine wunderschöne Kirche am Ortseingang ist der erste Eindruck, den man bekommt. Das Wasser aus den zahlreichen Brunnen ist die willkommene Erfrischung für jeden Wanderer und ideal zum Auffüllen der Wasserreserven.

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Am 21. Juli findet übrigens in Tappia ein großes Dorffest statt, das regional sehr viele Besucher anlockt. Und wer zu dieser Zeit in der Gegend ist, sollte dort sicher mal vorbeischauen. 12 € zahlt man für das Fest –  Essen und Trinken ist inklusive. Das Fest bietet eine ideale Möglichkeit, einen Einblick in die nostalgischen Häuser zu bekommen. Das eingenommene Geld wird für zahlreiche notwendige Baumaßnahmen genommen, um den Ort in Stand zu halten.

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Nächster Stopp ist Montescheno. Hier kann man eine alte Getreidemühle besichtigen, die nicht mehr genutzt wird, aber auch noch voll funktionstüchtig ist. Vom Ort aus hat man einen wunderschönen Blick auf den Monte Rosa .

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Letztes Ziel dieses Tages ist Viganella. Etwas außerhalb des Ortes gelegen befindet sich die Feriendorf-Anlage “Agriturismo Alberobello“ . Lounge Bar, Swimming Pool und einen Campingplatz findet man hier, eher ein Ziel für Entspannungsurlaub in den Bergen, den Wanderer wird es sicher weiter durch die interessanten Ortschaften ziehen.

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Viganella selbst hat bereits Berühmtheit erlangt. Der Ort liegt so eingekeilt zwischen zwei Bergen, dass er zwischen November und Februar so gut wie keine Sonne abbekam. Was hat sich der Bürgermeister also einfallen lassen: er trieb Sponsoren auf und auf einem der Berge wurde ein großer Spiegel bestehend aus 14 Einzelspiegeln aufgebaut.

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Erstmals im Dezember 2006 wurde die Sonne auf den Dorfplatz reflektiert – und siehe das, es wurde Licht!

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In Viganella befindet sich aber auch eine ganz besondere Unterkunftsmöglichkeit – das Casa Vanni   – ein wunderschönes altertümliches Gebäude. Die Zimmer haben noch die originalen Türen aus dem 17ten Jahrhundert , alte Gemäuer kombiniert mit moderner Ausstattung und was das wichtigste ist, ich habe selten so gut geschlafen. Nicht verpassen sollte man die Küche und den Wein des Hauses, richtig gut!

Casa Vanni in ViganellaSomit endete ein erster erlebnisreicher Tag im Antronatal.

Was wir drei noch so auf unserer Wandertour erlebt haben, könnt ihr schon bald in Teil 2 meines Wandertagebuches nachlesen. Dort gibts auch Infos und Links zu den anderen Bloggern und Destinationen.

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Disclaimer: Wir wurden von der Regione Piemonte zu einer Bloggerreise zum Projekt Vetta eingeladen. Vielen Dank hierfür. Die Ansichten bleiben die eigenen…

Jens & Sonja
Jens & Sonja

Von Düsseldorf aus die Welt bereisen… Zwar sind Jens und Sonja mehrmals im Jahr in Sachen Motorsport unterwegs, doch es bleibt noch Zeit für einige Kurztrips. Die beiden werden euch hauptsächlich zu den Themen Wandern und Auszeit mit einigen Insidertipps versorgen.

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