Die Sache mit dem Jetlag und wie ich versucht habe ihn auszutricksen

Ich bin ja gerne mal in den USA und Kanada. Aber diese verdammte Fliegerei ist für mich echt die Hölle. Nicht weil ich es nicht grundsätzlich toll finde, im Flieger über zerklüftete Landschaften und den Atlantik zu fliegen, oder einen Blick auf Grönland zu werfen. Es ist eher diese Zeitzonen-Geschichte.

Dieser Biorhythmus-Killer bringt mich dazu, mich zwei – drei Tage wie ein Zombie zu fühlen. Das ist vor allem dann doof, wenn ich am nächsten Tag arbeiten muss. Und da mein Urlaub in den letzten Jahren immer knapp ist, kann das häufiger mal passieren.

Natürlich habe ich einiges versucht, um den Jetlag ein Schnippchen zu schlagen. Ob und was überhaupt funktioniert hat und was ich gerne noch ausprobieren würde – davon erzähle ich euch in diesem Bericht, den ich übrigens völlig übermüdet nach einem Vancouver-Rückflug und 35 Stunden wach sein schreibe.

Versuch Nr. 1: Schon im Flieger bei Abflug die Zeit umstellen.

Ganz ehrlich? Es ist zwar ganz nett, wenn man schon an der Westküste weiß, wie spät es in Deutschland ist, aber einen wirklichen Effekt auf meine „Zeitumstellung“ hat es nicht.

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Air Canada on Tour

Versuch Nr. 2: Viel Trinken.

Ich habe auf meinen vergangenen Reisen Richtung USA immer zu wenig getrunken. Eine Sache, die ich bei der aktuellen Kanada-Tour geändert habe. Tatsächlich ist es so, dass ich länger durchhalte und auch die sonst nach knapp 24 Stunden auftauchende Müdigkeitsübelkeit ist weniger schlimm als auf meinen bisherigen Flügen.

Versuch Nr. 3: Eine Schlafmaske & Kopfhörer für die Flugreise

Ich habe die Schlafmaske und auch ein paar Kopfhörer mitgenommen und wollte so meine Umgebung ausschalten. Die Schlafmaske hat gute Dienste geleistet, die Kopfhörer jedoch nicht. Es waren zu viele Umgebungsgeräusche (das Flugzeug, Husten) und Bewegungen der Nachbarn spürbar (Economy-Class). Ich hab zwar kein Licht gesehen, aber dafür alles andere um mich herum umso bewusster wahrgenommen.

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Versuch Nr. 4: Eine Traumreise anhören.

In fast jeder Mediathek der meisten Kanada/USA – Airlines gibt es eine „Traumreise“, die man sich kostenfrei anhören kann. Falls ihr nicht mit Lufthansa fliegt und diese eher in Deutsch hören wollt, so könnt ihr euch diese von div. Portalen oder bei Amazon auf euer Mobiltelefon herunterladen. Ich habe auf dieser Reise eine Traumreise aus der Lufthansa Mediathek angehört und bin tatsächlich etwas weggedöst. Ich kann mir vorstellen, dass so eine Entspannungsmusik in Economy Plus oder Business-Class hervorragend funktioniert – Insgesamt habe ich mir jedoch etwas mehr davon versprochen.

In einer Condor Kabine

Versuch Nr. 5: Einen ruhigen Platz im Flieger suchen.

Ich sitz ja gerne am Fenster, weil man sich dort auch anlehnen kann. Dies funktioniert mit den kleinen Kissen der meisten Airlines jedoch nur minder gut. Ich muss jedoch auch zugeben, dass ich zu geizig für diese Nackenkissen bin, die ich dann beim nächsten Flug eh wieder daheim vergesse. Meist leg ich mich auf einen Berg meiner ganzen Jacken – wobei es ja eher Sitzen und an die Wand anlehnen ist. Der Platz am Fenster ist vor allem in der Economy-Class nichts für Menschen mit Platzangst. Der Platz ist zwar in 3-4-3 Kombi der ruhigste Platz – wirklich entspannt habe ich mich jedoch auch dort bisher nicht wirklich. Das nächste Mal muss es Economy Plus oder auch mal Business werden.

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Wichtig ist allerdings auch, wie warm es an diesem Platz ist. Bei meinen Flügen nach Island und New York hatte ich zwar einen gemütlichen Platz (in der ersten Reihe), dafür wurde mir bei zwei von vier Flügen nicht warm. Hier kann es helfen, ein paar warme Socke und eine Decke einzupacken, denn Schlafen ist nicht wirklich möglich, wenn man friert.

Versuch Nr. 6: Tagesrhythmus erzwingen

Ich sitze hier gerade und schaue den letzten deutschen Sonnenstrahlen zu, wie sie am Horizont verschwinden. Müde bin ich ohne Ende, schließlich sind viele Stunden seit meinem letzten Schlaf vergangen. So lange wie möglich durchhalten ist jedoch sehr wichtig. Ich habe mich auch hier an die Empfehlungen gehalten, vor allem was „Frische Luft“, Frischmacher (Dusche, kaltes Wasser ins Gesicht, Trinken) und das Essen zu deutschen Uhrzeiten angeht. Ein – zwei Tiefs galt es zu überwinden, ich gehe jedoch davon aus, dass es nach ein/zwei Tagen wieder gut ist. Versuch Nr. 2 solltet ihr unbedingt hier beherzigen – sonst wird das nix.

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Wie sind eure Erfahrungen beim Fliegen? Habt ihr noch andere Tipps ausprobiert?

Janett
Janett

Hallo, ich bin Janett, die Gründerin des Blogs Teilzeitreisender.de
Schon immer war ich ein sehr großer Fan von Kurzreisen. Neben einer Teilzeitstelle an der Uni Düsseldorf pflege und hege ich deshalb dieses Projekt - und habe dafür schon das eine oder andere Abenteuer erlebt.

Mehr über mich erfahrt ihr unter der Rubrik Persönliches

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