Ein Nachmittag im Wuppertaler Zoo

Ich bin schon viel in der Welt herum gekommen, und hab auch schon die eine oder andere beeindruckende Flora und Fauna gesehen, doch was Tiere angeht, so lassen sich die wenigsten in der freien Wildbahn blicken. Einzig einen Wal, Delfine und zahlreiche Vögel konnte ich auf meinen Streifzügen durch Amerika entdecken.

Welchen Zoo sollte man in NRW besuchen?

Doch wohin jetzt wenn man mal Lust hat, andere Tiere als die eigenen zu sehen ? Bei uns in Dormagen gibt es einen kleinen Wildtierpark mit einheimischen tierischen Gesellen. Für Bär und Fisch muss ich jedoch etwas weiter reisen. Nachdem mir der Kölner Zoo aufgrund seinem beengten Platzangebot nicht so gefallen hatte, war Anlass genug, in die Welt hinauszuschwärmen und einen weiteren NRW-Zoo zu besuchen.

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An der Bahnstation „Zoo/Stadion“

Wie der Zufall so will, kam Wuppertal in die engere Auswahl. Allein die Tatsache – das ich einiges über die neugeborenen Tiere gelesen hatte und die Möglichkeit, mit der Schwebebahn dorthin zu fahren, ließ die Entscheidung für Wuppertal fallen.

Von der Station „Zoo/Stadion“ läuft man ca. 500 Meter den Berg hinauf – nicht leicht ohne Kondition, aber durchaus zu schaffen.

Der erste Eindruck.

 Zoos haben (vor allem in der heutigen Zeit) schnell einen schlechten Ruf. Zu wenig Platz, zu wenig artgerechte Haltung der Tiere, zu viel Show. Was mir in Wuppertal gleich positiv auffällt, der Zoo ähnelt einer einzigen riesigem Grünanlage. Am Berg gelegen schlängeln sich zahlreiche Wege entlang der Tiergehege. Es gibt zwischendurch zahlreiche Bänke für die „Alten“, Spielmöglichkeiten für die „Jungen“ und sehenswertes für das Mittelalter.
Was mich sehr überrascht hat, waren die zahlreichen Holzaufbauten und Hängebrücken, die „Tiere beobachten“ noch mal zu einem ganz anderem Erlebnis machen ohne jedoch in den Alltag der Tiere einzugreifen. Vor allem beim Bärengehege fiel mir die große Scheibe (mit Hinweisen – Nicht klopfen) und der Ausguck auf.
Durch die Größe des Zoos wirkt dieser auch nicht wirklich überlaufen, natürlich gibt es Gehege, die begehrter sind und wo man lange schauen muss, bis man die Tiere beobachten und ein gutes Foto schießen kann.

Ein Rundgang

Wir haben gut 3 Stunden im Zoo Wuppertal verbracht und leider auch nicht alles geschafft. Für den Zoo sollte man sich gut einen halben Tag Zeit nehmen, um sich auch ein wenig über die Tiere informieren zu können. Grundsätzlich gilt – Fotografieren ist erlaubt, aber ohne Blitz und vor allem nur für den privaten Gebrauch.
Sehr beeindruckt haben mich die Eisbären (mit ihrem Nachwuchs), die normalen Bären, die seelenruhig da lagen und in der Mittagssonne schliefen, die Affen, die immer in Bewegung waren und uns das eine oder andere Mal zum Lachen brachten, die Elefanten, die – wohl vor lauter Frühlingsgefühlen – außer Rand und Band waren.
Was ich sehr spannend fand – im Wuppertaler Zoo gibt es auch klassische Haus und Hoftiere, wie Meerschweinchen und Esel, die plötzlich inmitten dieser Exoten zu finden waren.
Wer zum Abschluss seines Besuches noch ein Souvenir mitnehmen will, sollte auch den Shop am Ausgang besuchen. Dort gibt es nette Andenken, Poster, Postkarten und vieles mehr.

Welchen Zoo könnt ihr denn noch empfehlen ??

Wichtige HinweiseAnreiseÜbernachtungsempfehlungWeitere Inspirationen?
  • Der Eintritt in den Wuppertaler Zoo kostet für Erwachsene 14,50 Euro, mit dem Aboticket des VRR spart ihr 2 Euro
  • Der Zoo ist ganzjährig geöffnet und von 08:30 bis 18:00 Uhr (im Sommer bei guten Wetter eine halbe Stunde länger)
  • Bilder aus dem Zoo solltet ihr zum einen nie mit Blitz machen, weil die Tiere davon erblinden könnten, auch dürft ihr Zoobilder nur für private Zwecke nutzen. Ich selbst habe eine Anfrage auf Freigabe gestellt
  • In 2016 wurde ein Elefantenkalb mit dem Name „Tuffi“ geboren – eine
  • Online ist der Zoo unter zoo-wuppertal.de zu finden. Dort findet ihr alle News sowie wichtige Hinweise und Verhaltensregeln.
  • Zoos in Deutschland werfen immer wieder Disskussionen über Artgerechte Tierhaltung auf. Ich hatte in vielen Teilen des Zoos jedoch den Eindruck, das es den Tieren gut geht. Vor allem für Kinder ist der Spaziergang durch den Park ein Erlebnis.

Am stilvollsten ist eine Anreise mit der Wuppertaler Schwebebahn, die auch an alle größeren Bahnhöfe der Stadt angebunden ist. Natürlich gibt es auch Parkplätze.

Wir haben im IBIS Wuppertal City übernachtet. Die Zimmer sind recht klein und einfach, aber sauber und leise. Desweitere liegt das Hotel sehr zentral und ist auch bei Bahnanreise gut zu erreichen.

Hinweis: Dieser Bericht wurde erstmals auf blo-g.info 2012 veröffentlicht.

Janett
Janett

Hallo, ich bin Janett, die Gründerin des Blogs Teilzeitreisender.de
Schon immer war ich ein sehr großer Fan von Kurzreisen. Neben einer Teilzeitstelle an der Uni Düsseldorf pflege und hege ich deshalb dieses Projekt - und habe dafür schon das eine oder andere Abenteuer erlebt.

Mehr über mich erfahrt ihr unter der Rubrik Persönliches

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