Fort Lauderdale – 24 Stunden im Venedig Floridas

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Küstenregion Greater Fort Lauderdale? Als Florida – Stopp lohnenswert?

Als wir vor ein paar Jahren unseren ersten Florida – Roadtrip planten hatten wir viel zu bedenken. Wir wollten vor allem oft das Meer sehen, Nationalparks und Disney Land entdecken und natürlich Halt in einem der bekannten Malls von Florida machen und unsere Ersparnisse auf den Kopf hauen. Viele Freunde waren sich einig – ein Stop in der Küstenregion Greater Fort Lauderdale ist nicht nur für Shopping – Fans ein „Must Do!“

Von Titusville nach Fort Lauderdale

Nach unserem Trip zum Kennedy Space Center und Merrit Island bot sich ein Tag im „Venedig Floridas“ durchaus an. Wir waren überrascht. Knapp 4 Stunden Fahrt zeigte uns das Navigationsgerät an. Eines kann ich euch sagen – die ziehen sich auf der Interstate 95 gewaltig! Umso entspannter – so haben wir nach unserer Reise erfahren – ist eine Anreise aus Richtung Miami. Dafür brauch ich noch nicht mal ein Auto, Fort Lauderdale verfügt über einen Bahnhof und wird tagtäglich vom Amtrak von New York nach Miami angefahren.

Unser Hotel in Fort Lauderdale

Ein Hotel in Fort Lauderdale? Das war gar nicht so einfach zu finden. Im Oktober sind vor Ort recht viele „Snowbirds“ (Saisonale Florida-Bewohner) und einige Europäer zu finden. Und doch hatten wir Glück. Im Best Western Oceanside Inn hatten wir zwar nur indirekt Meerblick, der Weg bis zum Strip und den anderen Sehenswürdigkeiten der Stadt war jedoch kurz und das Zimmer recht groß und gemütlich. Und das noch zu einem Schnapperpreis!

Eine Date mit Forrest Gump

Am ersten Abend hatten wir nicht mehr viel Lust auf großartige Restaurantsuche. Am nahegelegenen Strip haben wir uns in das nur wenige Meter entfernte „Bubba Gump“ niedergelassen und uns dort mit Shrimps, Cola und lecker Nachtisch mit Erdbeeren und Kuchen die Mägen vollgehauen. Damals glaubte ich noch, das es das „Bubba Gump“ nur in Florida gibt – dementsprechend habe ich mich mit sämtlichen Souvenirs eingedeckt. Tja – ein Jahr später in Atlanta dann das Erwachen….

Ein Spaziergang am Strand von Fort Lauderdale

Die erste Schönheit von Fort Lauderdale entdeckte ich nur wenige Meter hinter unserem Hotel. Der Strand. Ein Traum. Kilometerweiter Sandstrand – trotz megacoolen Wetter im Oktober nur übersichtlich viele Badegäste – so fühlt sich Beachlive an! Am Strip haben wir uns an diesem Abend in einer der zahlreichen Bars einen Cocktail genehmigt – ich hoffe ihr verzeiht mir das ich nicht mehr weiss, wie diese Bar hieß. Die Musik, der Strand – hier wär ich am liebsten gar nicht mehr weggefahren.

Den Sonnenaufgang verschlafen!

Ein wenig ärgere ich mich am nächsten Morgen. Eigentlich wollte ich den Sonnenaufgang am Strand zwischen Palmen und Rettungshäuschen fotografieren. Und dann? Verschlafe ich prompt!

Erst der Straßenlärm und die Reinigungskraft mit ihrem Staubsauger weckt uns gegen 9 Uhr – schnell noch ein Frühstück und dann geht es schon zu einer Tour durch Fort Lauderdales Wasserkanäle.

Mit dem Wasser-Taxi durch die Wasserstraßen von Fort Lauderdale

Knapp 500 Kilometer Wasserwege hat Fort Lauderdale zu bieten. Anbieter für Touren auf dem Wasser gibt es genug. Schaufelraddampfer, Klassische Ausflugsschiffe oder sogar Gondeln werden für eine Tour durch das Wasserstraßen-Netz angeboten.

Wir entschieden uns damals für das flexibelste Fortbewegungsmittel – die Wassertaxis. Dies können ähnlich wie Hop On Hop Off Busse den ganzen Tag zu einem Festpreis (siehe Infobox) genutzt werden und bietet innerhalb des Stadtzentrums mehre Stops. Und ja – irgendwie ist es auch recht touristisch, denn unterwegs wurde uns allerhand über die Stadtgeschichte, die Villen, die Yachten und auch zahlreiche amerikanische Prominente erzählt, die hier ihre Sommerresidenz haben. Und ganz unauffällig sind wir in den gelben Tourbooten natürlich auch nicht. :D

Die Villen und Yachten von Fort Lauderdale

Wer in Fort Lauderdale wohnen will, muss ein paar Dollar mitbringen. Das war zumindest mein erster Eindruck bei der Fahrt auf dem Wasser. Die Villen und Yachten am Millionaire’s Row zeigen schlichtweg, wie viel Geld hier vergraben wird. Vor fast jeder Villa steht auch eine Yacht, die für sich genommen sicherlich schon mehrere Millionen wert ist.

Einige Häuser und Yachten kann man mieten – bei Preisen jenseits von 50.000 Dollar pro Woche kann ich jedoch nicht mithalten. Auch wenn es bei einer Yacht Kapitain, Koch und Butler mit dazu gibt. Ich sinniere noch darüber, das ich mich vielleicht als Butler auf einem solchen Schiff oder in einer Villa bewerben kann, als wir schon am ältesten Haus von Fort Lauderdale vorbeifahren.

Das alte und das neue Fort Lauderdale

Kurz vor unserem ersten Stop fahren wir am Stranahan House vorbei. Das Haus wurde 1901 am Tarpon River erbaut und ist das älteste Gebäude von Fort Lauderdale. Später erfahre ich dann, das schon viel früher hier am atlantischen Ozean zahlreiche Menschen siedelten und obwohl das heutige Fort Lauderdale nicht älter als 120 Jahre ist lohnt sich ein Besuch im Museum, welches sich im ältesten Haus der Stadt befindet.

Wir haben erst einmal genug vom Wassertaxi und spüren das erste mal seit gut 1 1/2 Stunden wieder festen Boden unter den Füßen. Mittlerweile ist es Mittagszeit und wir verspüren ein wenig Hunger. Schnell stellen wir fest – Der Las Olas Boulevard ist nur zwei Blocks von unserer Anlegestelle entfernt. Dort – so erzählt unser Guide – gibt es ein riesiges Angebot an Cafes, Restaurants und Shops.

Die Flaniermeile von Fort Lauderdale – der Las Olas Boulevard

Ein wenig erinnert mich die knapp 1 1/2 Kilometer lange Einkaufsstraße an die Kö. In der Mitte befinden sich schattenspendende Bäume und Links und rechts reiht sich ein Laden an den nächsten.  Schande auf mein Haupt – damals habe ich mir einen Eiskaffee bei Starbucks gekauft – mittlerweile gibt es hier so coole Läden wie Ann’s Florist and Coffee Bar, wo ihr inmitten von frischen Blumen entspannt euren Kaffee genießen könnt.

Chaplin62 [CC BY-SA 3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], from Wikimedia Commons
Auf unserem Bummel die Straße hinauf Richtung Strand entdecke ich einige Schuhläden und das eine oder andere Luxusgut. Auch wenn ich damals nicht zugriffen habe – allein ein Blick in die Schaufenster lohnt sich. Was ich sehr cool finde – es gibt hier nicht die klassischen Markengeschäfte sondern zahlreiche kleine Boutiquen und besondere Shops. Damals – Ende 20 hab ich das noch nicht so wirklich zu schätzen gewusst. Ich glaube heute würde ich für einen Bummel auf der Straße sehr viel länger brauchen ;)

Abenteuer außerhalb des Stadtzentrums

In der Stadt wurde es am Nachmittag rund um den Beach und den Las Oleas Boulevard immer voller. Wir waren neugierig. Was gibt es denn abseits des Stadtzentrums zu entdecken? Wir fuhren gut 20 Minuten entlang der Strandpromenade (Florida A1A) entlang. Immer wieder stoppten wir und fanden ein komplett anderes Meer vor. Der Atlantik – wild und stürmisch.

Unweit von Fort Lauderdale gibt es auch schon Ausläufer der Everglades. Egal wie gern ihr Luxus und Shopping habt – nehmt euch bei einem Besuch in Florida unbedingt auch ein wenig Zeit für die Natur.

Auch ein wenig Abenteuer haben wir uns in Fort Lauderdale gegönnt. Wusstet ihr das zahlreiche Schwimmer der USA hier den Startschuss für ihre Karriere gelegt haben? Nein – wir waren nicht schwimmen – obwohl das durchaus möglich gewesen wäre. Wir waren mit einem Kart unterwegs. Ein wenig außerhalb gibt es hier eine Kartbahn (leider Indoor). Auch wenn wir an diesem Abend die einzigen Europäer waren – wir hatten viel Spaß!

Abschied nehmen von Fort Lauderdale

Gegessen haben wir Abends – total platt von gefühlt 20 Stunden Sonne, Meeresluft und vielen Eindrücken an der Strandpromenade im Lulu’s Bait Shack. Wer Taccos und Salate mag sollte hier vorbei kommen. Klar – es handelt sich um eine Beachbar (mit tollen Cocktails) – aber lecker was es dennoch!

In Fort Lauderdale legen auch viele Kreuzfahrtschiffe an oder starten hier.

Am nächsten Morgen hieß es Abschied nehmen. Unser Weg führte uns weiter auf die Keys. Tschüss Fort Lauderdale – bis bald!

Wichtiges kurz zusammengefasst!

Wichtige HinweiseAnreiseÜbernachtungWeitere Inspirationen
  • Eine Tageskarte für die gelben Wassertaxis kostet 28 Euro, kann online oder vor Ort gekauft werden. Die Anlegestellen sind nicht so einfach zu finden – es handelt sich um unscheinbare Böller mit einem gelben Wassertaxi Logo. Die Bootstouren starten ab 10 Uhr – in jedes der gelben Taxis könnt ihr einsteigen. Es gibt insgesamt drei Routen.
  • Nehmt euch unbedingt ein wenig Zeit um auf Las Oleas zu bummeln. Alle wichtigen Infos zu
  • Gut gegessen haben wir bei Bubba Gump und im Lulu’s Bait Shack
  • Einen Spaziergang oder eine Tour mit dem Auto an der Strandpromenade einplanen. Wer früh aufsteht kann hier auch beeindruckende Sonnenaufgänge erleben. Der Atlantik ist vor allem im Winter etwas stürmisch – beim Baden deshalb eher auf die Hotelpools zurückgreifen.
  • Weitere Tipps über Fort Lauderdale findest du auf den folgenden Seiten:  www.sunny.org , www.visittheusa.de

Fort Lauderdale hat einen Flughafen, der jedoch von Europa aus nicht angeflogen wird. Mit dem Auto könnt ihr jedoch ganz unkompliziert von Miami aus fahren. Ebenso empfehlenswert ist die Anreise mit der Bahn von Miami aus. Diese fährt mehrmals täglich. Parkplätze sind vorhanden – müssen jedoch je nach Hotel bezahlt werden.

Wir haben im Best Western Oceanside Inn übernachtet. Die Zimmer waren recht groß, der Blick unseres Zimmers zum günstigen Preis jedoch zur Straße. Wenn ihr Meerblick haben wollt, zahlt ihr auch mehr. Durchschnittspreis ca. 130 Dollar.

Offenlegung: Die Reise haben wir privat bezahlt, der Artikel folgte im Rahmen einer bezahlten Fort Lauderdale Kampagne.

Janett
Janett

Hallo, ich bin Janett, die Gründerin des Blogs Teilzeitreisender.de
Schon immer war ich ein sehr großer Fan von Kurzreisen. Neben einer Teilzeitstelle an der Uni Düsseldorf pflege und hege ich deshalb dieses Projekt - und habe dafür schon das eine oder andere Abenteuer erlebt.

Mehr über mich erfahrt ihr unter der Rubrik Persönliches

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