18 spannende Freilichtmuseen in Deutschland

18 spannende Freilichtmuseen in Deutschland

Jetzt im Sommer ist die ideale Zeit für einen Freilichtmuseums-Besuch. Ein spannender Einblick in die Geschichte der jeweiligen Region, alte Architektur und Lebensweisen und drumherum oft wunderschön angelegte Grünanlagen. Ich habe zwar schon einige Freilichtmuseen gesehen – da die sich jedoch oft auf NRW und Thüringen beziehen habe ich ein paar befreundete Reiseblogger befragt. Herausgekommen ist eine umfangreiche Sammlung von Freilichtmuseen in Deutschland. Kennt ihr eines was auf unserer Liste noch fehlt? Schreibt es in die Kommentare!

Was sind eigentlich Freilichtmuseen?

Freilichtmuseen, die im Volksmund auch oft Freiluftmuseen oder Museumsdörfer genannt werden, sind Orte an denen du einen Eindruck davon bekommen kannst wie in der jeweiligen Region zu verschiedenen Epochen der Zeit gelebt wurde. Freilichtmuseeen gibt es recht viele in Europa, aber auch in den USA habe ich schon zwei Museen dieser Art besuchen können.

18 spannende Freilichtmuseen in Deutschland

In einigen Fällen handelt es sich um Originalbauten, die auf der Museumsfläche wieder aufgebaut wurden, in einigen Fällen (zum Beispiel bei den Fahlbauten oder auch in den Archeologischen Parks) handelt es sich um Nachbauten nach dem aktuell Kenntnisstand. Durch originalgetreue Einrichtungen und in zahlreichen Fällen auch Protagonisten die zur jeweiligen Zeit passen (Handwerker, Personen in Trachten, alte Tierarten) können sich Besucher so auf eine spannende Zeitreise begeben. Freilichtmuseen bieten auch oft Schnupperkurse in bestimmten Handwerken an. Hier lohnt sich ein Blick auf die jeweiligen Internetseiten.

Ein wichtiger Hinweis noch: Die meisten Freilichtmuseen sind nur von April bis Oktober und ggf. zur Weihnachtszeit geöffnet. Vor einer Reise solltet ihr also unbedingt nachschauen ob euer Museum auf hat.

LWL Freilichtmuseum Hagen

Vor ein paar Jahren entdeckte ich auf einer Seite im Internet Bilder und Impressionen vom LWL Freilichtmuseum Hagen. Das Museum ist eines der bekanntesten Ausflugsziele in Hagen und ich musste bis 2020 warten bis ich endlich einmal dort vorbeischauen konnte. Auch wenn wir 15:30 Uhr reichlich spät erst an einem Sonntag ins Museum gingen – einige Handwerker aufgrund der Pandemie an diesem Tag pause hatten und wir auch nicht in alle Gebäude konnten – der Umweg ins Freilichtmuseum hat sich gelohnt. Das Museum thematisiert die Geschichte vieler Handwerksberufe der letzten 200 Jahre in der Region Westfalen und Lippe und erstreckt sich über rund 2 Kilometer Museumsfläche.

18 spannende Freilichtmuseen in Deutschland

Auf dem Gelände befindet sich übrigens auch das Deutsche Schmiedemuseum. Bei der Arbeit könnt ihr verschiedenen Schmiedewerken zuschauen, in eine Bäckerei hineinlunzen und in verschiedenen Ausstellungen erfahrt ihr auch mehr über Kürschner, Müller, Brauer, Blaufärberei und viele andere Handwerksberufe der letzten 200 Jahre.
Gut zu wissen!
  • Thema: 200 Jahre Handwerks- und Technikgeschichte aus Westfalen und Lippe
  • Adresse: Mäckingerbach, 58091 Hagen
  • Öffnungszeiten & Eintritt: Di – Sa von 9 – 17:30 Uhr, So bis 18 Uhr . Eintritt Erwachsene 8 €
  • Mehr Infos unter lwl-freilichtmuseum-hagen.de

LVR-Archäologischer Park Xanten

Eine Zeitreise in die Epoche der Römer in Deutschland? Das ist am besten im Archäologischen Park Xanten möglich. Ein wenig verwirrt waren wir von den vielen unbebauten Flächen, die jedoch die Größe der damaligen Siedlung Colonia Ulpia Traiana darstellen sollen.  Diese befand sich von 100 bis 275 n. Chr. im Xanten und war eine der wichtigsten römischen Siedlung in Deutschland zu dieser Zeit. Neben Ausgrabungstädten (wie den großen Thermen und der Schiffswerft) gibt es auch zahlreiche Rekonstruktionen – unter anderem die Stadtmauer und das Amphitheater sowie der Hafentempel und ein paar Alltagshäuser der damaligen Zeit.

xanten archäologischer park
Xanten Archäologischer Park
Im Archäologischen Park gibt es häufig spannende Events (vor allem im Amphitheater) und auch Führungen. Die hat uns etwas gefehlt, es ist zwar recht spannend die informativen Tafeln zu lesen und auch das eine oder andere auszuprobieren – ich als “Zeitreisende” hätte mir aber noch ein bissl mehr Zugang zu der Römerepoche gewünscht. Das Gelände ist riesig und bietet auch einen Spielplatz sowie ein spannendes Museum. Wer anschließend Hunger auf ein lecker Stück Kuchen haben will dem empfehle ich einen Abstecher in die Windmühle nebenan. Dort befindet sich ein Kaffee mit einem besonderen Ausblick!
Gut zu wissen!
  • Thema: Archeologisches Freiluftmuseum zur römischen Siedlung Colonia Ulpia Traiana
  • Adresse: Am Rheintor, 46509 Xanten
  • Öffnungszeiten & Eintritt: Täglich von 10 – 18 Uhr. Eintritt Erwachsene 9 Euro
  • Mehr Infos unter apx.lvr.de

Vogtsbauernhof Gutach

Der Vogtsbauernhof Gutach ist das einzige mir bekannte Freiluftmuseum mit einer eigenen Bahnanbindung. Er befindet sich im mittleren Schwarzwald und zeigt auf einer großen Fläche das Leben und Arbeiten im Schwarzwald in den letzten Jahrhunderten. Hier erlebt ihr den Schwarzwald wie man ihn sich vorstellt. Alte Holzhäuser (teilweise bis 600 Jahre alt) mit großem Speicher, Menschen in traditionellen Trachten, Landwirtschaft mit Tieren und auch spannende Vorführungen von Handwerkskünsten. Auch die Häuser selbst sind eingerichtet als wenn im nächsten Moment die Bewohner des 18ten Jahrhunderts zurückkommen würden.

18 spannende Freilichtmuseen in Deutschland

Die wiederaufgebauten Holzhäuser sind schon toll, mein Highlight war jedoch etwas anders als erwartet: In einem der Häuser findet ihr aktuell eine Ausstellung vom Leben in den 80er Jahren. Dort ist eine Wohnung eingerichtet – fast so wie ich sie aus meiner Jugend kenne. Übrigens – auch Schwarzwälder Kirschtorte gibts hier zu essen.
Gut zu wissen!
  • Thema: Das Leben, Wohnen und Arbeiten der Menschen im Schwarzwald in den letzten Jahrhunderten.
  • Adresse: Wählerbrücke 1, 77793 Gutach (Schwarzwaldbahn)
  • Öffnungszeiten & Eintritt: Täglich von 9 – 18 Uhr (Bis 7. November) . Eintritt Erwachsene 10 €
  • Mehr Infos unter vogtsbauernhof.de

Freilichtmuseum Königspfalz Tilleda

Rund um den Kyffhäuser gibt es viel zu entdecken. Da gibt es die Burg Kyffhausen, da gibt es Bad Frankenhausen mit seiner Geschichte rund um Sole oder Bauernkrieg, da gibt es die Babarossahöhle und die Heimkehle und viele hundert Kilometer Wanderstrecke. Kein Wunder also das hier die Könige im Frühmittelalter Rast auf ihren anstrengenden Reisen durch deutsche Land machten. Die einzige in Deutschland vollständig ausgegrabene Königspfalz liegt in Tilleda – nur wenige Kilometer vom Kyffhäuser entfernt. Auf dem Gelände der Kaiserpfalz wurde seit 1983 geforscht und seit 2001 gibt es hier ein spannendes Freilichtmuseum um die Königspfalz all den interessierten Zeitreisen näher zu bringen.

18 spannende Freilichtmuseen in Deutschland
Königspfalz Tilleda
Ein paar wenige Gebäude der Pfalz wurden nachgebaut und können besichtigt werden, auch gibt es einige Ausgrabungstätten und ein paar spannende Informationsschilder. Wenn möglich solltet ihr an einer Führung teilnehmen, so bekommt man einen besseren Eindruck zur Geschichte der Königspfalz. Der Besuch lässt sich super mit einem Ausflug auf den Kyffhäuser kombinieren.
Gut zu wissen!
  • Thema: Mittelalterliche Königspfalz Tilleda, Ausgrabungstädte und Nachbau
  • Adresse: Ernst-Thälmann-Straße 4c, 06537 Kelbra
  • Öffnungszeiten & Eintritt: Täglich von 10 – 18 Uhr. Eintritt Erwachsene 5€
  • Mehr Infos unter pfalz-tilleda.de.

Archäologisches Freilichtmuseum Funkenburg

In Westgreußen ist ein weiteres archäologisches Freilichtmuseum zu finden. Hier wurde eine germanische Wehrsiedlung nachgebaut, die auf dem Gelände des heutigen Freilichtmuseum nachgewiesen wurde und zwischen 200 v. Chr. und 50 n. Chr. auf dem Gelände der Funkenburg stand. Schon in DDR Zeiten wurde hier “gegraben” und Teile davon könnt ihr im Museum bestaunen. Die Nachbauten der Gebäude sind sehr gut gelungen und ich hatte sehr viel Spaß damit über die Wehranlage zu laufen.

18 spannende Freilichtmuseen in Deutschland

Ich war im Museum am Wochenend im Sommer – dann sind hier auch Darsteller in orginalgetreuer Kleidung zu finden. Museum und Nachbauten bieten einen tollen Zeitreise-Einblick in eine doch in Deutschland nicht sehr bekannte Epoche.
Gut zu wissen!
  • Thema:Rekonstruktion einer germanischen Wehrsiedlung zwischen 200 v. Chr. und 50 n. Chr.
  • Adresse: Rohnstedter Str., 99718 Westgreußen
  • Öffnungszeiten & Eintritt: Mittwoch – Sonntag von 12 – 17 Uhr (Ostern – Oktober). Eintritt Erwachsene 4€
  • Mehr Infos unter funkenburg-westgreussen.de

Freilandmuseum Lehde

Um den Spreewald ranken sich viele Mythen. Doch wie war das Leben in der wasserreichen Region vor gut 150 Jahren wirklich? Dem bin ich vor zwei Jahren im Freilandmuseum Lehde auf den Grund gegangen. Das Museum ist umgeben von den im Spreewald so typischen Flüssen. Über eine Brücke geht es ins Museum, es werden auch Kahnfahrten von hier aus angeboten. Sehr erwähnenswert sind auch die Einflüsse der sorbischen/wendischen Bewohnern der Region. Die Gebäude wurden aus verschiedenen Teilen der Spreewaldregion nach Lehde gebracht und dort wieder aufgebaut. Selbst eine Leine mit frisch gewaschener Wäsche gibt es.  18 spannende Freilichtmuseen in Deutschland

Ein Vorsicht sollte an große Menschen gehen – viele der Räume sind recht klein. Dafür könnt ihr euch in gut 2 – 3 Stunden auf eine wirklich spannende Zeitreise in die Spreewaldregion begeben. Und am Ende dann noch Gurken und Meerettich kaufen. In dem wirklich süßen Shop hab ich einiges an Geld gelassen!
Gut zu wissen!
  • Thema: Leben im Spreewald des 19. Jahrhunderts
  • Adresse: An der Giglitza 1a 03222, Lübbenau/Spreewald
  • Öffnungszeiten & Eintritt: Täglich von 10 – 18 Uhr (Sommer). Eintritt Erwachsene 6€
  • Mehr Infos unter Freilandmuseum Lehde

Fränkisches Freilandmuseum in Bad Windsheim

Wer Bad Windsheim besucht, sollte unbedingt das fränkische Freilandmuseum sehen. Das Museum liegt am Ortsrand der Kurstadt und hat gar nichts Museales an sich. Das hat uns besonders gut gefallen. Wir haben nie den Eindruck, dass wir uns in einem Museum befinden. Sobald wir den Eingangsbereich mit seinem Gasthaus hinter uns haben, erinnert es eher an eine ländliche Region mit mehreren Dörfern, wie man sie auch heute noch in Franken findet. Diese sind durch Spazierwege miteinander verbunden.
18 spannende Freilichtmuseen in DeutschlandIn diesen Dörfern hat man originale Bauernhäuser aus Franken wieder aufgebaut, die das Bauernleben in verschiedenen Epochen zeigen. Bei einem Spaziergang durch das Museumsdorf geht man praktisch durch die Jahrhunderte und sieht, wie sich das Leben der Bauern im Laufe der Zeit verändert hat. Besonders gut gefällt uns, dass man in den Bauernhöfen das Gefühl hat, die Häuser seien noch bewohnt. Vor den Gebäuden tummeln sich Gänse. Im Taubenschlag fliegen gurrende Tauben ein und aus. Auf den Streuobstwiesen reifen rote Äpfel heran. Am Bach, der das Gelände durchquert, ist gerade ein Mann dabei, eine kleine Schleuse zu reinigen. In der Weinschänke beobachtet uns ein Hahn, wie wir unser Glas Wein genießen. Er ist so zutraulich, dass er nach kurzer Überlegung sogar auf unseren Tisch fliegt. Weitere Informationen zum Bad Windsheimer Freilandmuseum gibt’s in unserem Blog.
Monika und Petar Fuchs reisen seit vielen Jahren durch die Welt auf der Suche nach Slow Travel und Genuss Erlebnissen. Dabei blicken sie gern hinter die Kulissen ihrer Reiseziele, lernen den Lebensstil der Menschen vor Ort kennen und erfahren mehr über die regionalen Spezialitäten vor Ort. Diese Erlebnisse und Reisetipps stellen Sie seit 2001 in ihrem Blog vor. , travelworldonline.de
Gut zu wissen!
  • Thema: Das Bauernleben in Franken in mehreren Zeitepochen
  • Adresse:  Eisweiherweg 1, 91438 Bad Windsheim
  • Öffnungszeiten & Eintritt: Täglich 9 – 18 Uhr (März bis Oktober),Eintritt Erwachsene: 7 Euro
  • Mehr Infos unter freilandmuseum.de

Freilandmuseum Fladungen

Das Freilandmuseum in Fladungen liegt im Herzen der Rhön und entführt in die Vergangenheit dieser Gegend im 19. bis Anfang des 20. Jahrhunderts. 1990 eröffnet zeugen heute 24 Gebäude, darunter eine Kirche, eine alte Schule und mehrere Nutzgebäude von eben dieser Vergangenheit. Dabei wurden die Gebäude nicht nachgebaut, sondern vor dem Abriss gerettet und Stein für Stein auf dem Museumsgelänge wieder aufgebaut. Dadurch ist dieses Museum absolut identisch.
Freilandmuseum Fladungen
Auch die Inneneinrichtung der Gebäude sind der Epoche und der Gegend entsprechend ausgestattet und ermöglich so dem einen oder anderen sicher eine Reise in die Vergangenheit. Ich bin selbst in der Rhön aufgewachsen und ich konnte einiges entdecken, was mich an meine Großeltern und Urgroßeltern erinnert hat. Zwischen den Häusern gibt es zudem Nutzflächen, die mit alten Obst-, Gemüse- und Getreide-Sorten bepflanzt sind. Und auch typische Nutztiere der Rhön haben hier einen Platz gefunden. In regelmäßigen Abständen wird hier noch auf ursprüngliche Art im alten Backhaus Brot gebacken. Kinder haben die Möglichkeit alte Spiele aus den Zeiten Ihrer Urgroßeltern auszuprobieren und Papa kann derweil alte landwirtschaftliche Geräte bestaunen. So kommt die ganze Familie auf ihre Kosten. Zudem finden regelmäßig Führungen statt, für alle, denen die wirklich ausführlichen Beschreibungen nicht ausreichen.
Kathleen schreibt auf Ihrem Blog Immer auf Reisen über kleine und große Abenteuer, Wanderungen und Entdeckungen. Denn eigentlich kann man immer auf Reisen sein., immer-auf-reisen.de
Gut zu wissen!
  • Thema: Museum für ländliches Bauen, Wohnen und Wirtschaften in Unterfranken
  • Adresse: Bahnhofstraße 19, 97650 Fladungen
  • Öffnungszeiten & Eintritt: Täglich 9 – 18 Uhr (bis Ende September), Eintritt Erwachsene 6 Euro
  • Mehr Infos unter freilandmuseum-fladungen.de

Moormuseum Emsland

Das Moormuseum Emsland in Geeste ist Europas größtes Moormuseum. In zwei riesigen Ausstellungshallen kannst du dich über die Geschichte des Torfmoores informieren. Du erfährst, wie Moore entstanden sind und was für Tiere und Pflanzen dort einen Lebensraum finden. Weiter geht es mit der Besiedlung der Moore im 18. Und 19. Jahrhundert. Der Torfabbau fand zunächst als Handtorfstich statt, ehe Mitte des 19. Jahrhunderts mehr und mehr Maschinen zum Einsatz kamen. In der zweiten Ausstellungshalle stehst du staunend vor dem größten Dampfkipp-Pflug der Welt, der im Emsländer Moor eingesetzt wurde.

Moormuseum Emsland
Holzsteege im Moormuseum Emsland

Er trägt bezeichnenderweise den Namen „Mammut” Nun es hinaus auf das 30 ha große Außengelände. Du findest die typische Landschaft eines denaturierten Hochmoors mit Wasserflächen, Birkenwald und landwirtschaftlichen Bereichen der früheren Moor-Bevölkerung. Auf Bohlenwegen kannst du über das Gelände spazieren. Eine Feldbahntrasse ist ebenfalls vorhanden, so dass du dich mit der historischen Bahn übers Gelände schaukeln lassen kannst. Ein weiteres Highlight des Moormuseums ist der alte Siedlerhof. Hier erfährst du, wie die Menschen in den 1930er Jahren lebten. Es gab eine Küche, die auch als Wohnraum diente. Im Schlafzimmer fand die ganze Familie mehr oder weniger Platz. Der Rest des Hauses diente der landwirtschaftlichen Arbeit. Tenne und Stall nehmen großen Raum ein. Heute züchtet man hier alte Haustierrassen, die vom Aussterben bedroht sind.

Gina und Marcus schreiben auf ihrem Blog 2 on the go über individuelle Reisen und richten sich damit besonders an Menschen im mittleren Lebensalter. Neben dem Bericht über ihre Weltreise gibt es Artikel zu Fernreisen, Kurzreisen, Wandern, Vanlife und viele Tipps rund ums Thema Reisen., 2onthego.de
Gut zu wissen!
  • Thema: Das Moormuseum stellt den Weg dar von der Moorkolonisation bis zur industriellen Abtorfung.
  • Adresse: Geestmoor 6, 49744 Geeste
  • Öffnungszeiten & Eintritt: Di – So von 10 – 18 Uhr (Sommer), 7 Euro (Erwachsene)
  • Mehr Infos unter moormuseum.de

Pfahlbaumuseum von Unteruhldingen am Bodensee

Mit beinahe 100 Jahren ist das Pfahlbaumuseum von Unteruhldingen das älteste archäologische Freiluftmuseum Deutschlands. Ursprünglich auf Initiative von Anwohnern, Lokalpolitikern, Künstlern und Handwerkern ins Leben gerufen, um die im Bodensee gefundenen Überreste von Pfahlbauten interessierten Besuchern visuell erfahrbar zu machen, wurde es sehr schnell europaweit bekannt und erfreut sich bis heute immer größerer Beliebtheit.
Inzwischen verfügt es über zwei Museumsgebäude und 23 Pfahlbauten, sowie verschiedene Außenbereiche, in denen Kinder sich Themen wie Archäologie, Geschichte und Musik spielerisch annähern können. Direkt zu Beginn jeden Besuchs werdet Ihr in einer eindrucksvollen interaktiven Multimedia-Installation auf das Thema eingestimmt. Ihr begleitet zwei Unterwasserarchäologen bei einem Tauchgang zum schlammigen Grund des Bodensees, den Ihr in einem der drei Räume tatsächlich unter Euch spürt, und reist anschließend direkt in die Bronzezeit.18 spannende Freilichtmuseen in DeutschlandWenn sich dann die Tore öffnen und Ihr die Pfahlbau-Rekonstruktionen vor Euch seht, werdet Ihr kaum daran zweifeln, tatsächlich eine Zeitreise zu unternehmen. Der Anblick der Pfahlbauten hat etwas unwirkliches, das gleißende Grau der Holzstege, das vermooste Braun der Häuser, der grün und blau schimmernde Bodensee – die ganze Umgebung scheint einer längst vergangenen Zeit anzugehören.
In den einzelnen Bauten der insgesamt 6 Dörfer gibt es unterschiedliche Ausstellungen, die ebenfalls sehr real das Leben der Jungsteinzeit und der Bronzezeit fühlbar machen. Die lebensecht nachgebildeten Bewohner und Tiere vermitteln Euch einen intensiven Einblick in das Leben in den Pfahlbaudörfern. Ihr könnt Euch in eines der Häuser zwischen die Ausstellungstücke setzen und es wird Euch nicht allzu schwer fallen, Euch den besonderen Lebensalltag der früheren Bewohner vorzustellen. Wenn Ihr genügend Zeit mitbringt, könnt Ihr viel über diese frühe Epoche der Menschheitsgeschichte erfahren. Für Familien mit Kindern bietet es sich an, in die pädagogischen Außenanlagen zu wechseln, wo Eure Kinder Ausgrabungen machen, auf Steinzeitart Löcher in Steine bohren oder Getreide mahlen können. Das ganze Museumsgelände ist barrierefrei angelegt und daher auch Kinderwagen-geeignet. 2011 wurden die unter Wasser hervorragend erhaltenen Pfahlbauten der Umgebung zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt.
Jens lebt seit 2011 mit seiner portugiesischen Partnerin und seinen Töchtern zwischen Berlin und Lissabon. In seinem Blog Portugal mit Kindern sammelt er außergewöhnliche Aktivitäten für neugierige Familien, die auf der Suche nach unvergesslichen Abenteuern in Portugal sind., portugalmitkindern.com
Gut zu wissen!
  • Thema: Rekonstruktion von Pfahlbauten aus der Stein- und Bronzezeit
  • Adresse: Strandpromenade 6, 88690 Uhldingen-Mühlhofen
  • Öffnungszeiten & Eintritt: Täglich von 10 – 18 Uhr. Eintritt Erwachsene 10,-€
  • Mehr Infos unter pfahlbauten.de

Oberschwäbisches Museumsdorf Kürnbach

Ich mag das Oberschwäbische Museumsdorf Kürnbach bei Bad Schussenried. 30 historische Gebäude sind auf dem Gelände verteilt. Das älteste Haus hat eine Holzdecke aus dem Jahr 1499. Das Interieur der Gebäude ist originalgetreu. Bei den jüngeren Häuser denke ich an meine Uroma. Genau so lebte sie bis 1980. Die Tischläufer, der Kachelofen mit Herd, das Geschirr, der Spültisch, der vornehme Schrank, selbst das Knarren der Holzböden erinnert an diese Zeit. Knarren und Poltern kann man in der alten Kegelbahn. Jedes Mal versuche ich mein Glück und schaue der Kugel zu, wie sie in Richtung Kegel eiert. In den historischen Werkstätten arbeiten an bestimmten Tagen verschiedene Handwerker.

Herbstmarkt Kürnbach
Herbstmarkt Kürnbach

So wird Eisen geschmiedet, der Schreiner zeigt wie Tischbeine oder Holzschalen gedrechselt werden. In der Backstube wird die oberschwäbische Spezialität „Dinnete” gebacken. Erlebbar sind auch die Tiere auf dem Gelände. Neugierige Ziegen, gechillte Hühner, träge Esel und hoppelnde Hasen. Die grunzenden Schweine wälzen sich im Schlamm und können es nicht verstehen warum Menschen die Nase rümpfen. Besondere Veranstaltungen gibt es in Kürnbach viele. Die Mini-Dampfeisenbahn lädt zum Mitfahren ein. Beeindruckend ist beim Herbstmarkt die lange Tischreihe, auf der 200 verschiedene Obstsorten präsentiert wurden. Im Frühsommer blühen die vielen Obstbäume im und um das Museumsgelände. Für mich ein Ausflugsziel, das „Oifach megelig” ist. Es heißt frei übersetzt: Ein Ort, der gerne besucht wird.

Inge Veil-Köberle ist Wahloberschwäbin, fotografiert gerne und ist begeistert von der Natur und der Kultur in der Region. Sie gibt gerne ihr Wissen weiter und ermutigt Einheimische und Urlauber diese Region zu erleben., oberschwaben-welt.de
Gut zu wissen!
  • Thema: Schwerpunkt ländliche Arbeitswelt und Wohnkultur in Oberschwaben
  • Adresse: Griesweg 30, 88427 Bad Schussenried
  • Öffnungszeiten & Eintritt: Täglich von 10-18 Uhr (Sommer). Eintritt Erwachsene 6 €
  • Mehr Infos unter museumsdorf-kuernbach.de

LVR-Freilichtmuseum Kommern

Das Museum in Kommern ist mit seinem 110 ha großen Gelände eines der größten Freilichtmuseen in Europa. Man braucht also schon ein wenig Zeit, für einen Überblick über die Baudenkmäler mindestens zwei Stunden. Das Schöne am Museum? Im LVR- Freilichtmuseum Kommern kann man mit allen Sinnen erleben, wie früher im Rheinland gelebt und gearbeitet wurde.

18 spannende Freilichtmuseen in Deutschland

Aktuell gibt es dort 79 historische Gebäude aus der ehemaligen preußischen Rheinprovinz. Bauernhöfe, Wind- und Wassermühlen, Werkstätten, Gemeinschaftsbauten wie Schul- und Backhaus, Tanzsaal und Kapelle stehen beispielhaft für das Bauen, Wohnen und Wirtschaften der Landbevölkerung seit dem Ende des 15. Jahrhunderts. Die Baudenkmale sind eingebettet in eine Museumslandschaft mit Äckern, Bauerngärten und Obstwiesen. Daneben sind auch Menschen vor Ort, die alles erklären und zeigen. Die Baugruppe Marktplatz Rheinland ist noch im Aufbau und widmet sich der Zeit von 1945 bis zum frühen 21. Jahrhundert. Um einen Marktplatz herum werden verschiedene Gebäude stehen: Gaststätte, Friseursalon, Tante-Emma-Laden, Apotheke, Optikerladen, Bäckerei, Metzgerei, Kino, Kirche u.a.m. Das LVR-Freilichtmuseum Kommern ist ganzjährig geöffnet.

Wichtig für Besucher*Innen im Rollstuhl: Das Gelände hat an einigen Stellen Steigungen von bis zu 17 %, es gibt einen Rundwegmit einer Steigung von höchstens 6 %. Eine Seite des Kopfsteinwegs ist mit flach geschnittenem Pflaster verlegt. Mit Begleitperson ist ein Besuch gut machbar.

Zypresseunterwegs.de ist Ulrikes Reiseblog mit einem Schwerpunkt auf barrierefreie Reisen in Europa, Südafrika und der Welt. Sie reist gelegentlich allein, meistens allerdings gemeinsam mit ihrem Mann. Er benutzt einen Rollstuhl, daraus resultiert ein Schwerpunkt des Blogs bei barrierefreien Reisen., Zypresseunterwegs.de
Gut zu wissen!
  • Thema: Zeitreise durch das Leben auf dem Lande im Rheinland (15-19tes Jahrhundert)
  • Adresse: Eickser Strasse, 53894 Mechernich
  • Öffnungszeiten & Eintritt: Täglich von 9 – 19 Uhr. Eintritt Erwachsene 9,50€
  • Mehr Infos unter kommern.lvr.de

Freilichtmuseum Donaumoos

Das Haus im Moos mag nicht das bekannteste Freilichtmuseum in Deutschland sein, dennoch ist es einen Besuch wert. Es liegt außerhalb der oberbayrischen Stadt Neuburg an der Donau, genauer gesagt im Donausmoos. Das ist bekannt für seine Geschichte der Torfstecher und deren Besiedlung des dortigen Moors. Genau dieser Geschichte widmet sich das Haus im Moos. Das Freiluftmuseum besteht aus einer Nachbildung einer typischen Siedlung des Donaumoos mit beidseitiger Bebauung der Straße, begleitet von Birken und Entwässerungsgräben.

18 spannende Freilichtmuseen in Deutschland

Die Museumssiedlung beheimatet 4 Häuser: Das Öxler-Anwesen, den Rosinger Hof, das Hostetter-Anwesen und das Kanalhaus. Jedes davon repräsentiert eine andere Zeit der Donaumoossiedlungen und zeigt, wie die Mösler damals gelebt haben. So zeigt das „Öxler-Anwesen” einen der größeren Bauernhöfe mit Garten, Brunnen und Nebengebäuden im Originalzustand von 1910. Das „Hofstetter-Anwesen” zeigt das Leben von 1923. Das „Kanalhaus” ist von 1860 und heißt so, weil es mit weiteren derartigen Kleinhäusern zwischen Kanal und Straße. Meist haben hier Tagelöhner gewohnt. Der „Rosinger Hof” ist zur Museumsgaststätte ausgebaut und von 1796. Das Haus im Moos lehrt aber nicht nur über die Geschichte des oberbayrischen Donaumooses, sondern auch über Flora und Fauna der Gegend sowie das Wisentprojekt zur Niedermoorentwicklung.

traveling & other stories ist ein Blog über Berlin & Reisen. Dort schreibt die bayrische Wahl-Berlinerin Theresa seit 2017 über ihre Lieblingsspots in Berlin, ihre Reisen und sonstige Abenteuer, die das Leben so mit sich bringt., travelingandotherstories.de
Gut zu wissen!
  • Thema: Nachbau einer typischen Siedlung der Torfstecher im Donaumoos.
  • Adresse: Kleinhohenried 108, 86668 Karlshuld
  • Öffnungszeiten & Eintritt: Di-Fr 8-17, Sa 13-17 und So 11-17 Uhr, Eintritt frei (Spenden werden angenommen)
  • Mehr Infos unter haus-im-moos.de

Freilichtmuseum Molfsee

In einem der größten Freiluftmuseen Norddeutschlands südlich von Kiel, kann man so richtig abtauchen in das bäuerliche Leben Schleswig-Holsteins zu Zeiten der Urgroßeltern. Zwischen freilaufenden Hühnern und entlang einer alten Lindenallee geht es an wunderschönen historischen Gebäuden und Hofanlagen aus Schleswig-Holstein vorbei, die hier auf einem 40 ha großen Areal zusammengetragen wurden.

Molfsee Walfängerhaus
Molfsee Walfängerhaus

Für Kinder sind, neben den an den historischen Hofanlagen gelegenen Tiergehegen mit kräftigen Kaltblutpferden, Schweinen, Rindern, Eseln und Ziegen, auch die alten Traktoren ein Highlight. Außerdem können sie üben, wie man eine „Kuh“ zu melken hat. Zu Fuß oder mit einer kleinen Bimmelbahn erkundet man im Freilichtmuseum Molfsee an einem Tag die Regionen Dithmarschen, Fehmarn, Holstein oder auch Nordfriesland. Jedes einzelne Haus ist mit viel Liebe zu Detail und dem typischen Mobiliar seiner Zeit und Region ausgestattet. Mancherorts scheint die Zeit einfach stehen geblieben zu sein, denn die gerade gewaschene und gemangelte Wäsche flattert immer noch auf der Leine durch den Wind. Mein persönlicher Favorit ist das Haus des ehemaligen Walfängers Lorens Petersen de Hahn, der die imposanten Unterkieferknochen eines Wales vor seinem Haus senkrecht in die Höhe stehend eingrub.

Miriam schreibt auf Ihrem Blog North Star Chronicles über das Reisen in Verbindung mit Kultur und Geschichte. Als Familie mit Kleinkind ist sie nicht nur in der ganzen Welt unterwegs, sondern auch sehr viel in ihrer norddeutschen Heimat. , northstarchronicles.de
Gut zu wissen!
  • Thema: Historische Gebäude und das Leben aus 5 Jahrhunderten nach Regionen in Schleswig Holstein
  • Adresse: Hamburger Landstraße 97, 24113 Molfsee
  • Öffnungszeiten & Eintritt: Di – So 9 – 18 Uhr (Sommer), Der Eintritt für Erwachsende beträgt 10 Euro
  • Mehr Infos unter freilichtmuseum-sh.de

Freilichtmuseum Hessenpark

Geschichte live und im wahrsten Sinne des Wortes zum Anfassen erlebt man nicht sehr häufig. Einer der Orte, der genau dafür gemacht ist, ist der Hessenpark. Eigentlich ist er kein Park, wie der Name vermuten lässt, sondern ein Freilichtmuseum. Hier kann man die Entwicklung von Architektur und Lebensweise der Menschen zwischen dem 17. und dem 20. Jahrhundert ganz genau unter die Lupe nehmen.
18 spannende Freilichtmuseen in Deutschland
So kann man zum Beispiel eine Schule betreten, wie Schüler es im 18. Jahrhundert taten. Oder man kann Brot probieren, dass von einem der Gästeführer des Parks mit alten Methoden und nach alter Tradition gebacken wurde. Sie sind auch gerne bereit, Fragen zu der Zubereitung oder den Zutaten zu beantworten. So erhält man einen fantastischen Einblick in dieses, aber auch andere Handwerke. Der Besuch im Hessenpark wird so zu einer echten Reise durch die Zeit!
Barbaralicious ist ein Reiseblog, der sich an digitale Nomaden und Langzeitreisende richtet. Barbara arbeitet seit drei Jahren ortsunabhängig und online von überall auf der Welt., barbaralicious.com
Gut zu wissen!
  • Thema: Die Geschichte des hessischen Dorflebens der letzten Jahrhunderte
  • Adresse: Laubweg 5, 61267 Neu-Anspach
  • Öffnungszeiten & Eintritt: Täglich von 10 – 18 Uhr, Eintritt Erwachsener 9 Euro. Aktuell ist eine Voranmeldung nötig.
  • Mehr Infos unter hessenpark.de

Freilichtmuseum Glentleiten

Als wären die Sommergäste, die die gute Stube des Bauernhofs gemietet hatten, gerade vor die Tür getreten. Der Tisch im Wohnraum ist liebevoll und originalgetreu eingedeckt und scheint auf die Kaffeegesellschaft zu warten. Bei soviel Authentizität fällt es nicht schwer, in die Lebenswelt der Bewohner einzutauchen. Die Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg wird lebendig, als der Tourismus im Bauernland südlich von München Einzug hielt und die Bauern ihre Stuben für ein willkommenes Zubrot an Sommerfrischler aus der Stadt vermieteten.
18 spannende Freilichtmuseen in Deutschland60 original erhaltene Gebäude machen im Freilichtmuseum Glentleiten den ländlichen Alltag der Menschen Oberbayerns über die Jahrhunderte begreifbar. Mit Liebe zum Detail und handwerklichem Geschicke wurden sie an ihrem Originalstandort abgetragen und auf dem Museumsgelände wieder aufgebaut. Lebendig und anschaulich erzählen sie die Geschichte ihrer früheren Bewohner. Neben Gebäuden gibt es aber auch Gärten, in denen historische Obst- und Gemüsesorten wachsen. Dazu Wälder und Weiden, auf denen alte Nutztierrassen grasen. Und auch die Industriekultur kommt nicht zu kurz. Ausstellungen und Vorführungen alter Handwerkstechniken ergänzen das Ensemble der Bauernhäuser. Was macht eigentlich ein Wagner? Wer weiß, die Seile gedreht werden oder Bier gebraut wird? Genug gesehen? Dann kannst du im Biergarten beim Blick auf die Berge und Seen des Voralpenlands entspannen. Wiederkommen lohnt sich unbedingt: Das Museum ist „work in progress“, laufend kommen neue Häuser dazu.
Elke ist Reisejournalistin, Reisebuchautorin und Studienreiseleiterin aus Leidenschaft. Auf ihrem Reiseblog Kekse & Koffer schreibt sie über Slow Travelling für alle, die Lust auf Kultur und Frischluft haben. Lieblingsthema ist Urlaub in Bayern – ergänzt durch Ausflüge in die große weite Welt., kekseundkoffer.de
Gut zu wissen!
  • Thema: Museum über das ländliche Leben, Wohnen und Wirtschaften vergangener Jahrhunderte in Oberbayern
  • Adresse: An der Glentleiten 4, 82439 Großweil
  • Öffnungszeiten & Eintritt: Di – So von 10 – 17 Uhr (Sommer). Eintritt Erwachsene 9€
  • Mehr Infos unter glentleiten.de

Wikingerdorf Haithabu

In Schleswig-Holstein, in unmittelbarer Nähe zur kleinen Stadt Schleswig befindet sich das Wikingermuseum Haithabu. Im frühen Mittelalter war Haithabu eine der bedeutendsten Siedlungen der Wikinger und ein wichtiger Handelsplatz. Die Siedlung wurde im Jahr 1066 zerstört und geriet in Vergessenheit. Nach der Entdeckung entstand hier ein archäologisches Museum sowie mit der rekonstruierten Siedlung ein Freilichtmuseum. In der Dauerausstellung des Museums wird Anhand von Ausgrabungsfunden, aber auch Rekonstruktionen viel über das Leben der Wikinger in Schleswig-Holstein vermittelt. Man erfährt einiges über die verschiedenen Handelswege des Volkes, die teilweise weit bis ins südliche Europa reichten. Auch ein rekonstruiertes Wikingerschiff kann man dort bestaunen.

Alltag im Wikingermuseum
Alltag im Wikingermuseum

Ein paar Minuten Fußmarsch vom Museum entfernt befindet sich das Freilichtmuseum. In der Siedlung wurden sieben Häuser sowie eine Landungsbrücke rekonstruiert. Hier kann man das Leben der Wikinger live erleben. Auf schmalen Wegen läuft man durch das kleine Dorf und fühlt sich direkt um 1000 Jahre zurückversetzt. Vor und in den Häusern erhält man einen guten Eindruck vom damaligen Leben. Am Wochenende zeigen in den Sommermonaten „echte“ Wikinger den Alltag der damaligen Zeit. Man kann bei Handwerksarbeiten oder der Zubereitung von Speisen zusehen, mitmachen oder auch die Erzeugnisse kaufen. Ein interessanter Ausflug für groß und klein.

Ina wohnt in Düsseldorf und betreibt den Blog Genussbummler. Dort schreibt sie über ihre genussvollen Roadtrips und Städtereisen vielen Ländern, aber auch über ihre Erlebnisse in der Heimat., genussbummler.de
Gut zu wissen!
  • Thema: Rekonstruktion eines Teil des Wikingerdorfes Haithabu
  • Adresse: Am Haddebyer Noor 3, 24866 Busdorf
  • Öffnungszeiten & Eintritt: Täglich 9 – 17 Uhr (Sommer), Eintritt Erwachsener 9 Euro
  • Mehr Infos unter haithabu.de

Markus Wasmeier Freilichtmuseum

Gut geschützt hinter einer kleinen Anhöhe bei Neuhaus am südlichen Ende des Schliersee liegt das Markus Wasmeier Freilichtmuseum. Gleich im Eingangsgebäude mit seinem Museumsladen finden sich die ersten historischen Exponate: Jede Menge Wintersportgeräte aus den letzten Jahrhunderten im kleinen Wintersportmuseum. Kein Wunder, ist der Intitiator dieses Musuems doch deutschlands erfolgreichster Skirennläufer aller Zeiten, ausgezeichnet u.a. mit zwei olympischen Goldmedallien. Doch dieses Musuemsdorf ist der oberbayerischen Heimat des Ausnahmesportlers gewidmet. In zahlreichen gut erhaltenen Gebäuden, welche zum Teil noch aus dem 15. Jahrhundert stammen, zeigt man hier recht anschaulich das Leben von anno dazumal.
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Auch Kleinvieh wie Hühner und Enten, sowie einige Wollschweine werden hier artgerecht gehalten. Zu sehen ist wie die einfachen Leute, Bauern, Senner und Handwerker früher lebten und arbeiteten, oder was so alles im großen Kräutergärten wächst und wofür es verwendet wird. Sogar ein kleines Strommuseum wurde von einem großen Stromversorger aufgebaut. In der liebevoll gestalteten Heilig-Kreuz-Kapelle kann man Malereien von Günther Wasmeier bewundern. Der Vater von Markus Wasmeier ist weit über die Region hinaus als Kirchen- und Lüftlmaler bekannt. Im zentral gelegenen Wirtshaus „Zum Wofen“ gibt es abschließend bayerische Hausmannskost, im Holzofen gebackenes Brot und selbst gebrautes Bier geniessen, während die schnatternden Gänse im Biergarten vorbei wandern.

Der Reiseblogger Daniel Dorfer reiste als ehemaliger DJ auf einem Kreuzfahrtschiff um die halbe Welt und hat auch danach nicht damit aufgehört. Inzwischen ist er als Mitglied in der Vereinigung Deutscher Reisejournalisten gemeinsam mit seiner kleinen Familie unterwegs um authentisch darüber zu berichten, was man als Tourist auf Reisen erlebt.
, fernwehblog.net
Gut zu wissen!
  • Thema: Historische Gebäude und Traditionen aus dem Oberland
  • Adresse: Brunnbichl 5, 83727 Schliersee/Neuhaus
  • Öffnungszeiten & Eintritt: Di – So von 10 – 17 Uhr. Eintritt Erwachsener 8,90 €
  • Mehr Infos unter wasmeier.de
Janett

Hallo, ich bin Janett, die Gründerin des Blogs Teilzeitreisender.de
Schon immer war ich ein sehr großer Fan von Kurzreisen. Neben einer Teilzeitstelle an der Uni Düsseldorf pflege und hege ich deshalb dieses Projekt - und habe dafür schon das eine oder andere Abenteuer erlebt.

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