Nordrhein Westfalen

Heimatliebe-Tipps für Dormagen

Mittlerweile wohne ich knapp 13 Jahre in Dormagen.

Zugegeben – Liebe auf den ersten Blick war es nicht. Gewerbegebiete, Industrie und zwei Autobahnen – wie soll das denn schön sein ? Doch ich habe meinen Platz gefunden – noch dazu einen richtig schönen ! Ich wohne im Ortsteil Stürzelberg – nur knapp 200 Meter vom Rhein und einem großen Naturschutzgebiet entfernt. Hinter zwei Häuserreihen wachsen Spargel und Erdbeeren und in meinem Ort gibt es einen Milchbauern, bei dem man sich frische Milch kaufen kann. Ich komme nach Hause und habe: RUHE! Und lustigerweise ist es nicht die Industrie oder die Autobahnen, die akustisch stören – sondern eher mal die Dorfjugend, die nach dem Schützenfest hier leicht angetrunken die Straße hinuntertorkelt.

Nicht nur für mich, sondern für alle Gäste hat Dormagen so einiges zu bieten. Soll ich euch mitnehmen auf eine Reise durch meine Heimat?

Der Grind. Mein Stück Natur vor der Haustür

Schon mal was vom „Grind“ gehört? Nein, das ist nicht die Figur aus dem Weihnachtsmärchen. Der Grind ist ein Naturschutzgebiet zwischen den beiden Ortsteilen Stürzelberg und Zons.

Ein Spaziergang durch Zons

Zons Spaziergang

Zons ist schön. Nicht überall, aber zumindest die Altstadt ist ein waren Kleinod und eine Mini-Zeitreise nur drei Kilometer vor meiner Haustür. Am besten kommt man hierher mit dem Rad (von Düsseldorf Urdenbach fährt eine Fähre) oder mit dem Bus (Haltestelle: Klosterstraße). Während in den Sommermonaten hier richtig viel los ist, eignen sich die frühen Morgenstunden und die Wintermonate ideal für einen entspannten Spaziergang durch Zons. Hier sollte man auch nicht Schnurstracks durchlaufen, sondern wirklich in verschiedene Gässchen hineinlaufen. So entdeckt man zum Beispiel die große Windmühle, die man mit einem 50 Cent Stück zum Drehen bewegen kann, kommt ihr mittelalterliche Höfe und kann entlang der alten Stadtmauer die eine oder andere Besonderheit entdecken. Am Wochenende haben hier auch einige Dekoläden auf, ich muss mich da immer in Acht nehmen, die haben so viele tolle Sachen!

Wenn ihr hier ein wenig mehr Zeit einplant, dann solltet ihr auch eine Waffel im Cafe am Ende der Schlosstraße probieren. Selbst im Winter kann man hier draußen sitzen und warm eingemummelt bei einem Kaffee und einer Waffel die „Geschichte“ einatmen.

Entspannen und Shoppen im Kloster Knechtsteden

klos

Eigentlich sollte man ja in einem Kloster zur Ruhe kommen. In Knechtsteden funktioniert das sogar bei mir. Kaum betrete ich das Gelände durch das Eingangstor (eines meiner liebsten Fotomotive in Dormagen), kann ich abschalten. Genau kann ich das Gefühl nicht beschreiben – und doch fühl ich mich hier leichter, entspannter als an so vielen anderen Orten. Das Klostergelände bietet nicht nur einem Kloster, einer Kirche, einem Friedhof und einer Schule Platz – ganz nebenbei gibt es hier auch noch einige Eventräumlichkeiten, in denen regelmäßig auch Theatervorführungen stattfinden. Ich finde den Klosterladen sehr interessant, der auch am Sonntag geöffnet ist. Hier bekommt man neben einigen christlichen Produkten auch Apfelsaft aus ökologischen Anbau, frische rote Beete und selbst gebackenes Brot. Auch Marmeladen, Öle und Essige aus eigener Herstellung sind hier zu finden. Wer Spaß am trödeln hat – auf dem Gelände findet sich ebenso ein Trödelladen sowie eine Kleiderbörse. Auch für Kunstliebhaber wird regelmäßig eine Ausstellung geboten – ich finde ja eher die Workshops interessant – mal schauen, vielleicht probiere ich mich hier auch mal im Laufe des Jahres aus….

klosterhof

Je nach Zeit mache ich auch immer noch einen Abstecher zum Klostergarten. Dort ist je nach Jahreszeit verschiedenes zu finden – ich geh hierher gerne, weil es für mich einer der ruhigsten Orte im Kloster ist.

Wer nach einem Klosterbesuch noch essen gehen will, sollte im Klosterhof Knechtsteden einkehren. Dort gibts nicht nur ein typisches Klosterbier, sondern recht gute Küche in recht urigem Charm. Im Sommer gibts hier eine große Terrasse, die auch immer sehr gut besucht ist.

Naherholung im Tannenbusch

Fährt man von der Autobahn A57 nach Dormagen ab, kann man entweder in Richtung Innenstadt oder nach Delhoven. Wählt man diesen Weg, kommt knapp einen Kilometer später eine Abfahrt zum „Tannenbusch“. Das ist nicht nur ein toller Wildtierpark, sondern ein idealer Wald für Jogger, Walker und andere Aktive. An einigen Stellen gibt es sogenannte Trimm-Dich-Installationen – die ich jedoch noch nicht ausprobiert habe.

Tierpark Tannenbusch

Für mich viel interessanter ist der Wildtierpark. Hier haben Pferde, Rehe, Schwäne, Esel, Kühe, Ziegen, Wildschweine, Schildkröten, Schnucken und viele andere ein Zuhause gefunden, was nicht nur für Kinder toll anzusehen ist. Der Eintritt ist frei, der Park freut sich jedoch über freiwillige Spenden – außerdem könnt ihr an Automaten auch Futter für die Tiere kaufen und direkt verfüttern.

Ein paar mehr Infos über den Tierpark könnt ihr hier erfahren – ich habe im letzten Jahr schon einmal ausführlich darüber berichtet.

Was ihr noch zu Dormagen wissen solltet!

Dormagen ist übrigens mit öffentlichen Verkehrsmitteln sehr gut zu erreichen. Von Köln ist man in 17 Minuten in Dormagen (RE7), von Düsseldorf in knapp 30 Minuten (S11).. Wer lieber mit dem Auto unterwegs ist – kommt über die A46 und A57 sehr gut in die Stadt am Rhein. Wenn ihr mal vor Ort seit, sagt Bescheid – vielleicht trinken wir mal einen netten Kaffee oder essen ein leckeres Eis….

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Janett

Hallo, ich bin Janett, die Gründerin des Blogs Teilzeitreisender.de
Schon immer war ich ein sehr großer Fan von Kurzreisen. Neben einer Teilzeitstelle an der Uni Düsseldorf pflege und hege ich deshalb dieses Projekt - und habe dafür schon das eine oder andere Abenteuer erlebt. Mehr über mich erfahrt ihr unter der Rubrik "Persönliches"