Home » Reisethemen » Deutschland » Schleswig - Holstein » Ein Nachmittag im Hansa-Park. Von Schattenwesen, Achterbahnen und Mee(h)r
Schleswig - Holstein

Ein Nachmittag im Hansa-Park. Von Schattenwesen, Achterbahnen und Mee(h)r

Pläne sind dazu da, um sie wieder über den Haufen zu werfen. Als die Kinder zu Ostern Karten für den Hansa Park geschenkt bekommen haben, da war gleich klar: Wir fahren im Herbst, wenn Nebensaison ist und die Urlaubsgäste nicht mehr da sind. Ein Blick auf der Veranstaltungsübersicht des Parks und sofort war klar: Wir fahren hin, wenn der „Herbstzauber am Meer“ stattfindet.

Doch wie so immer kommt dann doch alles anders. Durch die Kur mussten wir dann sofort fahren, zur Zeit der Schattenwesen. Ich muss zugeben, ich bin von Haus aus Angsthase und alles was mit Halloween zu tun hat, ist daher nicht so meines. Ich mag es Kürbisse zu schnitzen oder Halloween Sachen zu backen.

Aber in eine Geisterbahn? Niemals!

Obwohl alle anderen wohl einen Wahnsinns-Spaß hätten, mich leiden zu sehen – wie bei unserem Besuch im Hamburg Dungeon, wo ich vor dem Gericht als Hexe angeklagt und verurteilt wurde und vor lauter Angst kaum ein Wort der Verteidigung raus gebracht habe.

Der große Platz direkt hinter dem Eingang ist umrahmt von Gebäuden, die an die Blütezeit der Hanse erinnern.  Inmitten sind wunderschöne Blumendekorationen mit Kürbissen. Das ist die Art von Halloween, wie sie mir gefällt: schön bunt und ungruselig. Unser erstes Ziel führt uns einmal quer durch den Park, denn wir wollen unbedingt die neue Bahn fahren:

„Der Fluch des Kärnan“

Auf den Tafeln am Eingang haben wir bereits gelesen, dass die Wartezeit mit über einer Stunde veranschlagt wird, aber das war uns egal. Und zu unserer Überraschung kam sie uns am Ende auch gar nicht so lange vor. Dann war es soweit und ich muss jetzt einfach mal spoilern, für alle, die die Bahn noch vor sich haben, denn diese Bahn ist einfach der HAMMER.

Zuerst geht es im 90° Winkel nach oben, dann rückwärts zurück, wieder hoch, über eine kleine Erhebung und dann im 90° Winkel vorwärts nach unten, die vielen Schrauben und Loopings draußen sind dann nicht mehr so wild, man wird zwar mal aus dem Sitz gedrückt, und hier und da birgt die Bahn auch noch kleine Überraschungen, aber wer die ersten Sekunden heil überstanden hat, der schafft auch den Rest der Fahrt.

Die Kärnan nimmt einen großen Teil des Parks ein, dafür dauert die Fahrt dann auch entsprechend lange. Genial, einfach nur genial.

Familienfreundlicher Hansapark

Nachdem wir noch eine Runde im Rio Grande gedreht und eine Show angesehen haben, beginnt unser Magen langsam zu knurren. Positiv aufgefallen ist uns, dass die Preise für Essen und Getränke im Park sehr familienfreundlich sind. Also durchaus machbar, hier eine Kleinigkeit zu essen oder zwischendurch eine Nascherei zu kaufen, ohne danach ein schlechtes Gewissen wegen der Haushaltskasse haben zu müssen. Und wo wir schon dabei sind: Auch die Fotos, die in manchen Attraktionen geschossen werden, kann man zu moderaten Preisen erwerben. Das erste Foto kostet 5,- €, jedes weitere, das man an dem Tag kauft, dann nur noch 3,- €. Dafür reicht es aus, einfach den Kassenbon vorzuzeigen.

Ich mag ja in Freizeitparks auch gerne das Drumherum, das Ambiente und was nebenbei geboten wird. Ich bin diejenige, für die die Bepflanzung gemacht wurde, oder kleine Details an den Bahnen aufgebaut wurden. Damit kann man mich wirklich kriegen, und das ist für mich fast genauso wichtig, wie das Adrenalin in den Bahnen.

Leider haben wir es an diesem Tag nur in zwei Shows geschafft:

  • „Alter Jahrmarkt“ an der Freilichtbühne
  • Internationale Varieté Show

Beide haben uns gut gefallen. Leider haben wir dadurch von der Parade nur noch den letzten Rest gesehen. Doch immerhin nicht ganz verpasst.

Eigentlich bräuchte ich am Eingang einen festen Zeitplan in die Hand gedrückt, wie ich am Besten alles kombiniere, um ja nichts zu verpassen!

Mein Gruselmoment

Ich weiß gar nicht wie es so schnell dunkel werden konnte, aber im Nullkommanichts beginnt es plötzlich zu dämmern und der Achterbahnen bieten eine tolle Kulisse vor der untergehenden Sonne. Und dann wird es doch noch gruselig für mich.  Glücklicherweise aber nur kulinarisch.

Das warme Schlammgesöff kann ich jetzt richtig gut gebrauchen, denn mir ist wirklich kalt. Dazu gibt es Grabkuchen mit Würmern für Finja und Torfklumpen mit Wurzelraspel für uns andere. Finja hat darauf bestanden, dass ich von den Augen-Donuts Fotos mache.

Wer nicht so sehr Angsthase ist wie ich, kann sich in einem Maisfeld oder im Gruselhaus erschrecken lassen. Das ist aber wirklich nichts für Feiglinge, daher auch erst ab 16 Jahren erlaubt. Mir reichte der Blick von oben auf das Maisfeld aus sicherer Entfernung. Nein, wirklich nicht!

Glücklicherweise hat der Park an diesem Sonntag länger geöffnet, so dass wir noch genug Gelegenheit haben, möglichst viel auszuprobieren. Alle Bahnen haben wir aber dann doch nicht geschafft. Macht aber nichts, dann kommen wir in der nächsten Saison eben wieder. Eine Fahrt auf der Kärnan-Bahn steht dann natürlich wieder ganz oben auf der Liste.

Wer an den nächsten Wochenenden noch nichts vorhat, kann sich noch bis Anfang November den „Herbstzauber am Meer“ ansehen, wo es dann auch passend dazu eine tolle Lichterparade gibt. Oder ihr nutzt die Herbstferien für einen letzten Besuch in dieser Saison?

Tipp: Schon jetzt die Jahreskarten für 2018 kaufen, denn die sind gerade besonders günstig.

Wichtige HinweiseAnreiseWeitere Inspirationen
  • Der Hansapark hat regelmäßige Park-Events. Die „Zeit der Schattenwesen findet erst 2018 im September wieder statt“
  • In der Zeit ist der Park bis 21 Uhr geöfffnet, es gibt günstigere Preise ab 15 Uhr.
  • Öffnungszeiten, Hinweise und Eintrittspreise findet ihr auf der Aktionsseite des Hansaparks
  • Abseits von Spezialevents kostet der Eintritt 37 Euro für Erwachsene und für Kinder bis 14 Jahre 29 Euro.

 

Es empfiehlt sich eine Anreise mit Auto, der HANSA-Park wird jedoch auch vom Nahverkehr und vom Flixbus angefahren.

Adresse:

HANSA-PARK
Am Fahrenkrog 1
23730 Sierksdorf

 

 

Über den Autoren

Yvonne

Yvonne und ihre Familie sind ständig auf der Suche nach besonderen Sehenswürdigkeiten für jung und alt.

1 Kommentar

Hier kannst du einen Kommentar abgeben