Unsere Hausboottour in der Bourgogne – die ersten Schritte.

Brienon-sur-Armançon – Eine Reise beginnt

Wir übernehmen nachmittags das Hausboot, das eine Yacht ist und „Pouilly“  heißt, in Brienon-sur-Armançon in der Bourgogne. Schon dieses kleine Örtchen lässt uns die Hektik der Tage zuvor und die Anstrengung der Anreise vergessen. Verträumt fließt der Canal de Bourgogne durch Brienon-sur-Armançon.

Uns wird kurz das Boot und die Handhabung erklärt und schon gehts los!

Der Vercharterer Nicols ist schnell zu finden. Im Büro spricht man ein bisschen englisch. Für die Übergabe und die Probefahrt reichts. Wir richten uns ein. Eine mittelgroße und eine große Koje an Bord werden für eine Woche unser Zuhause sein. Wie könnte es bei den Franzosen anders sein – die Küche ist sehr gut ausgestattet. Selbst Kühlschrank, Eisschrank und Backofen fehlen nicht. Nach dem Großeinkauf im Supermarkt direkt gegenüber genießen wir den stillen Abend auf unserer Bug-Terrasse. Was wird uns wohl in dieser Woche erwarten?

Noch vor dem Start – Flussromantik mit Nebel.

Ein Sonntag morgen in Frankreich

Es geht los – und das ohne Bootsführerschein, denn den benötigt man auf diesen stillen Wasserwegen Frankreichs nicht. Schon nach 20 Minuten erreichen wir die erste Schleuse. Die Einfahrt ist eng. Ob das ohne Schrammen klappt? Wir stellen schnell fest, dass das Boot an allen Seiten sehr gut durch Fender gepolstert ist, so dass Macken am Boot fast unmöglich sind.

Hilfreiche Hinweise

Als erstes müssen die Bug- und die Heckleine um einen Poller gelegt werden. Schafft man es nicht allein, hilft der Schleusenwärter. Als zweites gilt es, sich die oberste Schleusenregel zu vergegenwärtigen: Niemals (!!) die Leinen am Boot festmachen. Sie müssen immer locker in der Hand geführt werden, um den Höhenunterschied auszugleichen. Wir überwinden eine Höhe von gut 2 m.

Wir erreichen Migennes, ein kleines Städtchen, das durch den Bau des Canal de Bourgogne im 18./19.Jahrhundert an Bedeutung gewann. Hier überrascht uns die nächste wichtige Regel auf den Kanälen: Vor 9 Uhr, zwischen 12 und 13 Uhr und nach 19 Uhr läuft gar nichts in den Schleusen. Also: Eine Stunde Pause, ein Kissen und ein Buch geschnappt und ab aufs Sonnendeck. Das Leben kann so entspannt sein!

Nach der nächsten Schleuse, bei der wir sogar 2,80 m überwinden mussten, mündet der Canal de Bourgogne in die Yonne, der wir bergauf (obwohl die Strömung kaum zu merken ist) Richtung Auxerre folgen.

Wir hatten einige Schleusen zu durchfahren, bevor sich vor uns der Blick auf die Altstadt Auxerres mit seinen zwei auf Hügeln gebauten Kathedralen öffnet. Wenn man Glück hat, kann man direkt unterhalb der Altstadt fest machen und sich zum Essen und/oder ein Glas Wein (Die Rebsorte Auxerrois  ist hier zuhause) in den Ort begeben und über die Frage debattieren:

Wo werden wir morgen nächtigen?

Eine Übersicht über alle wichtigen Infos und den Verlauf der ganzen Boots-Reise findet ihr hier

 

Beate
Beate

Beate lebt das Reisen auf ganz besondere Art. Wandern, Radfahren, Camping - Die Natur ruft! Als Veganer(in) ist sie immer auf der Suche nach tollen Restaurants und als Globetrotterin der alten Schule schon viel um die Welt gereist.

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