Sachsen

Wo sind die 3 Haselnüsse? Ein besonderer Besuch in Schloss Moritzburg

Janett hat es vor geraumer Zeit schon gesucht, aber leider nicht gefunden: das Aschenbrödel und seine 3 Haselnüsse. Und so kam es sehr passend, dass auch wir uns eines Tages auf die Suche machten – schließlich ist unsere Tochter ein großer Aschenbrödel-Fan. Und von der Eule, deren Name ich immer vergesse.

Die besondere Ausstellung

Im Schloß Moritzburg bei Dresden wurden ja einige der Szenen aus dem berühmten Märchenfilm, in seiner bekannten 1973 deutsch-tschechischen Verfilmung, gedreht. Und im Winter gibt es dazu eine ganz besondere Ausstellung, die für alle Aschenbrödel-Fans ein Muss sein soll. Also – nichts wie auf und den Spuren im Schnee gefolgt.

Naja, nicht ganz. Denn bei unserem Besuch lag genauso wenig Schnee wie zu den Dreharbeiten vor 45 Jahren. Da das Märchen aber im Winter spielt wurde der Wald um das Schloß und natürlich auch das Schloß selbst mit tonnenweise künstlichem Schnee winterlich gestaltet. Für unseren Besuch hat das keiner gemacht. Aber zumindest die Sonne hatte ein Erbarmen und erhellte das Schloß und die Umgebung in wundervollem Winterwetter.

Und Einsamkeit. Das machte den Ausflug ganz besonders romantisch. Denn wir hatten uns für einen ferienfreien Wochentag für unseren Besuch ausgesucht und im restlichen Bundesland war auch das Wetter eher bescheiden. Und so ergab es sich, dass wir das Schloß, seine wundervolle Umgebung und die Ausstellung fast für uns alleine hatten.

Ja: in der Ausstellung finden sich einzigartige Requisiten und sehr viele Hintergrundinformationen zu dem Film. Wem der Film allerdings nicht zusagt oder wer ihn womöglich nicht kennt: für den ist die Ausstellung nicht geeignet. Er könnte nicht die vielen „Ahs“ und „Ohs“ nicht nachvollziehen, die durch die Räume schweben. Denn genau das passiert mit Filmfans jeglichen Alters beim Betrachten. Da wird gestaunt, flüsternd auf die verschiedenen Objekte aufmerksam gemacht und immer wieder an unterschiedliche Szenen aus dem Film erinnert.

Wir begaben uns durch unsere ganz eigene Reise durch die Geschichte vom Aschenbrödel und ihren drei Haselnüssen. Und hatten ganz zum Schluß sogar eigene erarbeitet.

Ein schönes Erlebnis, dass für Kinder und Erwachsene gleichermaßen empfehlenswert ist!

Und er noch etwas Zeit zum spazieren gehen mitbringt, kann vielleicht ja nicht nur den Schuh vom Aschenbrödel finden, sondern auch einen flüchtigen Blick auf die Ballgesellschaft durch das zugefrorene Fenster erhaschen. Genau an der gleichen Stelle wie das Mädel vor so vielen Jahren…

Das Schloss Moritzburg

Das Schloss selbst ist schon ein Besuch wert: stolz anzusehen liegt es im See und präsentiert sich in seiner vollen Pracht. An jeder Ecke konnten wir erahnen, wie das Leben damals gewesen sein muss. Sehr beeindruckend!

Wer will, hat sogar die Möglichkeit vor Ort in einem der kleinen Häuschen am Ufer zu übernachten. Nur zu gerne hätte ich dort mal hineingeschaut, aber diese Gelegenheit ergab sich leider nicht. Nachts alleine auf dem Gelände mit dem riesigen Schloss: das hat schon einen gewissen Reiz und lässt die Phantasie erblühen.

Die AusstellungAnreise
  • 18. November 2017 bis 25. Februar 2018
  • Di – So: 10:00 – 17:00 Uhr, letzter Einlass 16:00 Uhr
  • In dieser Zeit wird ausschließlich die Winterausstellung »Drei Haselnüsse für Aschenbrödel« gezeigt
  • Zusätzlich werden jeden Sonntag, 13:00 Uhr Sonderführungen »Vom Keller bis zum Dach« angeboten.
  • Barockausstellung und Federzimmer sind wieder ab Frühjahr 2018 geöffnet

Preise

  • Erwachsene: 8,00 EUR
    Ermäßigungsberechtigte: 6,50 EUR
    Kinder (6-16 Jahre) & Schulklasse: 1,00 EUR
    Kinder bis 5 Jahre erhalten eine Freikarte (max. 2 Freikarten pro Erwachsener).
  • Vorverkauf online möglich: etwas teurer, dafür Einlass zu vorbestimmter Wunschzeit möglich

Allgemeines

  • Fotografieren erlaubt und erwünscht
  • Ausstellung ist auch mit Rollstuhl zugänglich
  • ca. 1 bis 1,5 Stunden Zeit für die Besichtigung einplanen
  • alle sonstigen Infos findet Ihr auf den Seiten vom Schloss Moritzburg

Anreise mit der Bahn

  • Zug bis Dresden-Neustadt | weiter mit Bus 326 Richtung Radeburg

Anreise mit dem Auto

  • A4 – Abfahrt Dresden-Wilder Mann (Ausschilderung folgen)
  • A13 – Abfahrt Radeburg (Ausschilderung folgen)

Anschrift:
Schloss Moritzburg
01468 Moritzburg

Über den Autoren

Kerstin

Unsere Berlinkorrespondentin ist häufig in der Hauptstadt und deren Umgebung unterwegs und findet zusammen mit ihrer Familie so manchen tollen Geheimtipp. Ob Kulinarik, Kreativität, Museen oder Bücher, lernt durch ihre Berichte das "Zentrum der Macht" neu kennen....

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