Litauen

7 Gründe, warum ihr Litauen besuchen müsst!

Litauen und ich. Das ist eine Happyfizierte Liebe. Ihr kennt doch dieses Lied „Happy“ was im letzten Jahr über alle Kanäle schwirrte? Die Stadt Klaipeda hat hier natürlich mitgemacht. Geboren war mein Liebe zu Klaipeda. Obwohl ich nichts anderes als dieses Video gesehen hab. Als ich dann im Sommer endlich vor Ort war – war es nicht (nur) Klaipeda, was mich davon überzeugte.

Litauen – Immer wieder.

Eigentlich ist dieser Bericht längs überfällig. Sieben Gründe – warum ihr Litauen besuchen müsst. Und das nicht nur, weil sie laut Lonely Planet zu einer der Top – Urlaubsorte 2015 zählt.

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Warum ihr unbedingt nach Litauen reisen müsst…

Grund 1: Vilnius hat eine magische Fliese

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Die Stadt Vilnius ist die knuffigste Hauptstadt, die ich bisher auf der Welt erlebt habe. Alles wirkt so „kleinstädtisch“, alles wirkt so leicht erreichbar. Es gibt natürlich die klassischen Sehenswürdigkeiten – wie z.b. das Nationalmuseum und die Kathedrale von Vilnius. Und es gibt so besondere Geschichten. Wie die der „Stebuklas“ – Fließe (Stebuklas steht für Wunder) auf dem Vorplatz der Kathedrale.

Wenn ihr euch auf diese stellt und drei mal im Uhrzeigersinn (mit geschlossenen Augen) dreht, könnt ihr euch etwas wünschen. Diese Fließe ist nicht nur für Wunder zuständig, sondern markiert auch das Ende der Vilnius-Tallinn-Menschenkette, welche 1989 den Beginn der Abspaltung Litauens von der Sowjetunion markierte.

Grund 2: Die Ostsee ist in Litauen eine wahre Schatztruhe

Wer Bernsteinschmuck mag, der sollte sich unbedingt im Winter an die Ostsee begeben. In der Region zwischen Klaipeda und Palanga gibt es viele Strandabschnitte, die in den Monaten ab November zahlreiche kleine Bern-Steine anschwemmen.

Wer sich mit dem Fischen dieser Steine noch nicht auskennt, sollte sich auf jeden Fall meinen Bericht über das Bernsteinfischen mit wichtigen Informationen anschauen. Für alle, die weniger Lust darauf haben, sich im November an der Küste alle Gliedmaßen zu erfrieren, es gibt in der Region natürlich auch zahlreiche gute Händler. Aber auch hier hilft – Bernstein immer auf Echtheit checken.

Grund 3: In Litauen schmeckt das Essen gut

Die baltische Küche ist speziell. Klar, einige Dinge erinnern auch an typisch russische Speisen und dennoch – wer hier im Land ist, sollte es sich kulinarisch mal richtig gut gehen lassen. Wer gerade in Vilnius ist, sollte einen Zwischenstopp im „Senamiescio Krautuve“ einplanen – Ein kleiner Laden mit zahlreichen einheimischen Produkten.

Hier könnt ihr euch ein Juoda ruginė duona (ein typisch litauisches Schwarzbrot) kaufen oder einen typischen Baumkuchen. Auch einheimische Biersorten sind hier zu finden.

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Wenn ihr dir litauische Nationalspeise probieren wollt: Sie nennt sich „Zepelinas“. Es handelt sich dabei um eine Art Kloßteig mit Hackfleisch gefüllt. Ich fand sie richtig gut, mein Favorit ist jedoch die geeiste Rote-Bete-Suppe. An der Küste bekommt ihr auch ziemlich leckeren Fisch, dessen Name mir jetzt jedoch entfallen ist….

Ich merke schon gerade, ich schweife ab. Ich bin mir sicher, das ich darüber ausführlich im Thememonat „Kulinarik“ berichten werde.

Grund 4: Litauen ist ein Mekka für Segelsportler

Litauen hat 99 km Küste – sagt zumindest die Statistik. Das klingt auf den ersten Blick nicht wirklich viel. Was viele dabei vergessen, ist die Kurische Nehrung. Ähnlich wie das IJsselmeer in Holland wird durch die Kurische Nehrung das Kurische Haff von der Ostsee getrennt. Es entsteht quasi ein Binnenmeer, was die Kurische Nehrung zu einer schmalen Halbinsel macht, die sich von Klaipeda bis zur Litauisch-Russischen Grenze in Sarkuva erstreckt.

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Im Kurischen Haff ist jede Menge Platz für zahlreiche Wasseraktivitäten. Es gibt einige Fähren, die ihr nutzen könnt, es gibt Segelangebote. Gezeiten sind hier kein Problem, dafür ist das Wetter hier ein spannender Faktor – von Sturm bis Windstille kann das Wetter schnell mal umschlagen. Für Badeausflüge eignet sich das Kurische Haff nur bedingt, seid ihr auf der Kurischen Nehrung unterwegs, ist das allerdings kein Problem – die Ostsee ist immer nur ein paar Kilometer weit weg. Ihr solltet jedoch nicht kältescheu sein, denn auch in der warmen Jahreszeit wird das Wasser hier selten wärmer als 17/18 Grad.

Hafen

Grund 5: In Litauen gibt es Elche und auch sonst viel Flora und Fauna

Ich bin vier Tage durch Südschweden gefahren, in der Hoffnung, irgendwo einem Elch zu begegnen. Aber nix. Niente. Nada. In der Kurischen Nehrung dann jedoch passierte das Wunder. In den Wäldern dort gastieren zahlreiche Elche, und zwar so nah an der Straße, dass man sie beiweilen beim vorbeifahren sehen kann. Dies ist uns passiert.

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Leider waren wir so schnell vorbei, das es für ein Foto nicht gereicht hat, aber das ist doch ein Grund, noch mal hinzufahren, oder ? Auf der Tour von Vilnius nach Klaipeda ist mir dann auch aufgefallen – Litauen ist sehr viel Feld und Wald und Natur. Zu schade, das ich davon nur so wenig mitbekommen habe. Dafür haben wir aber an einer Vogelwarte halt gemacht, dort werden Vögel gefangen, gezählt und nach einer Registrierung frei gelassen.

Einen dieser Wildvögel hab ich sogar in der Hand gehalten. Leider mochte er mich nicht besonders. Ein Schnabelhieb und schwups, war er mir auch schon entflohen. Die Ventes Ragas ist eine ornithologische Station, die ganz nebenbei auch noch über einen coolen und frei begehbaren Leuchtturm verfügt und an einer Landzunge des Memel-Deltas liegt.

Grund 6: Litauen ist mystisch

Was bei uns in Deutschland die Gebrüder Grimm, das sind in Litauen die Sagen. Die bekannteste geht über Jurate und Kastytis, eine unglückliche Liebesgeschichte, die ich jetzt jedoch nicht in aller Ausführlichkeit erläutern will. Für alle, die in die Welt der Sagen und Geschichten eintauchen wollen, hab ich auf der Kurischen Nehrung noch einen Tipp.

Der Raganų Kalnas (deutsch Hexenberg) ist ein Waldgebiet in Juodkrante, in dem ihr euch in die Welt der Sagen entführen lassen könnt. Lohnenswert ist für den Rundgang ein kleines Infobüchlein, was ihr am Eingang des Berges käuflich erwerben könnt.

Grund 7: Litauen kann verrückt sein

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Ich habe mir geschworen, nie in leicht angetüttelten Zustand irgendwas verrücktes zu machen. Leider – hab ich mich in Litauen nicht ganz an meinen Schwur gehalten. Ich landete, wie sich das auf einer Partymeile so gehört, in einem Ball. Ja ihr habt richtig gehört. IN einem Ball.

Palanga gilt als das Mallorca des Ostens und hat neben einem tollen Strand eine ca. 2 Kilometer lange „Partymeile“ zu bieten, die im Sommer bis tief in die Nacht Discos, Restaurants und das eine oder andere „Kirmesspiel“ anbietet. Unser Hotel, welches nur ca. 100 Meter entfernt von der Partymeile war, ließ sich davon nichts anmerken. Nur ein Blick aus dem Fenster zeigte, das hier in Palanga doch alles ein wenig anders ist. Das Palanga aber nicht nur Party ist – darüber werde ich sicherlich noch mal später was berichten…

Auch in der Hauptstadt, in Vilnius, gibt es eine mehr oder weniger verrückte und besondere Sehenswürdigkeit. Užupis. Ein Staat, der sich aus einer Laune heraus gegründet hat, der wirklich eines der coolsten Grundgesetze der Welt hat und der jedes Jahr am 01.04 seinen Gründungstag feiert. – den jeder Litauenbesucher aber wirklich mal gesehen haben muss.

Lust bekommen auf einen Litauen-Urlaub ?

Wichtige HinweiseAnreiseÜbernachtungsempfehlungWeitere Inspirationen?
  • Zwischen der Hauptstadt und dem Wasser bietet sich viel „Wald und Land“ für Wanderungen, Roadtrips und die Sichtung der einen oder anderen Wildtiere. Wölfe, Luchse, Elche, Biber – hier sind sie durchaus noch zu finden.
  • Berge gibt es in Litauen nicht, der höchste Anstieg liegt bei knapp 300 Metern, dafür jedoch Naturschutzgebiete und vor allem im Herbst ideale Voraussetzung für Pilzwanderungen.
  • Das Wasser der Ostsee ist mit 19 – 20 Grad selbst im Sommer recht frisch. Daher ist ein Bad nur für Hartgesottene zu empfehlen.
  • Ihr könnt euch hier vor allem an der kurischen Nehrung an einigen Stellen auch gut auf Deutsch unterhalten.
  • Nach Klaipeda könnt ihr auch mit der DFDS Fähre von Kiel (Eine Tour dauert knapp 21 Stunden)

Vilnius und Palanga haben Flughäfen, wobei Vilnius auch direkt von Frankfurt aus angeflogen wird, während man nach Palanga in Riga umsteigen muss. Es gibt auch eine Bahnverbindung in die Hauptstadt Vilnius (via Warschau).  Im Land selbst empfiehlt sich ein Mietwagen, es gibt zwar auch Züge und Busse, diese fahren jedoch recht unregelmäßig.

 

Vilnius: Hotel Artis (Zentral gelegen mit ruhigen und großen Zimmern)

Klaipeda: Hotel Amberton (Gut erreichbar, etwas größeres Hotel mit kleineren Bädern aber tollem Ausblick)

Palanga: Hotel Amberton (Sehr schönes Hotel mit großen Zimmern, teilweise mit Küche und zentral gelegen)

 

Offenlegung: Im Rahmen einer Pressereise im Sommer 2014 war ich in Litauen unterwegs.

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Janett

Hallo, ich bin Janett, die Gründerin des Blogs Teilzeitreisender.de
Schon immer war ich ein sehr großer Fan von Kurzreisen. Neben einer Teilzeitstelle an der Uni Düsseldorf pflege und hege ich deshalb dieses Projekt - und habe dafür schon das eine oder andere Abenteuer erlebt. Mehr über mich erfahrt ihr unter der Rubrik "Persönliches"