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Berlin: Nicht nur kulinarische Ausflugstipps für die deutsche Hauptstadt

Berlin. Hauptstadt. Megacity.

Turbulent und beeindruckend.

Die Stadt erinnert mich häufig an einen amerikanischen Supermarkt. Es gibt so viele tolle Produkte zur Auswahl, vor lauter Ideen kommt man irgendwie zu nix. Ständig kommen neue coole Ausflugsziele und coole Restaurants dazu – so das jeder Berlinbesuch aufs neue spannend ist.

Berlin anders (8)Gerade dort, wo früher die Deutsch-Deutsche Grenze entlang führte – ist in den letzten Jahren unglaublich viel zusammengewachsen und wirklich schöne Sehenswürdigkeiten und Ausflugstipps entstanden.

Vom Niemandsland zum Panoramapunkt

Dass man vom Fernsehturm auf dem Alexanderplatz einen grandiosen Ausblick über die Hauptstadt hat, weiß inzwischen wohl jeder. Dass dieser Ausblick aus einer anderen Blickrichtung ebenso beeindruckend ist, war selbst mir als erfahrenen Berlinreisenden neu.

Am Potsdamer Platz befindet sich in der 24. Etage des Kollhoff Towers eine Aussichtsplattform samt Ausstellung zu Berlins bewegter Geschichte. In nur 20 Sekunden befördert der schnellste Aufzug Europas die Besucher  nonstop in luftige Höhen.

„Von nahezu keinem anderen Aussichtspunkt Berlins kann man die baulichen und historischen Highlights der deutschen Hauptstadt so gut erkennen wie von dieser Aussichtsplattform in Berlin.“, verspricht die Homepage. Und hält Wort. Direkt zu unseren Füßen  liegen der Leipziger Platz, das Sony Center und die Berliner Philharmonie.

Etwas entfernt sehen wir das Brandenburger Tor, den Tiergarten und am Horizont den berühmten Alex. Trotz des trüben Wetters ist die Aussicht magisch und dank der Freiluftausstellung mit unzähligen Fotos aus 40 Jahren  Mauergeschichte spürt man, am welch einem bedeutenden Ort man sich gerade aufhält. Einst öde Todeszone ist diese Ort nun voller Leben und positiver Energie – absolut einen Besuch wert.

Spaziergang an den Resten der Mauer

Die folgende Empfehlung ist sicherlich kein Geheimtipp, vor allem wenn man die Menschentrauben sieht, die hier bei schönem Wetter entlang spazieren. Und doch ist die gut 1,6 Kilometer lange „East Side Gallery“ eine Ausflug, der bewusst an eine Zeit erinnert, als hier „entlangschlendern“ auf der Ostseite nicht möglich war. Die „Westseite“ ist von zahlreichen Bildern bekannt – die seit vielen Jahren auf dem Open-Air-Kunstwerk prangern.

Berlin anders (13)

Unbedingt anschauen solltet ihr euch aber auch die weniger bekannte „Ostseite“ – auf der nicht nur weniger Menschen unterwegs sind, sondern richtig coole und weitaus weniger „verschandelte Grafittis zu sehen sind. Ein unverbauter Blick auf die Spree ist inklusive.

Einen kulinarischen Tipp etwas abseits der East Side Gallery habe ich übrigens auch noch. Wer über die Oberbaum-Brücke (die für sich selbst ebenfalls ein besonderes Kunstwerk ist) hinüber nach Kreuzberg läuft, wird dort an der ersten größeren Kreuzung auf „Tante Emma“ treffen. Der Laden ist nicht nur kultig, sondern bietet auch ein richtig gutes Frühstück und lecker Kuchen an. Ihr könnt sowohl im Laden als auch davor sitzen. Und wenn ihr Abends vorbeischaut – es gibt auch Cocktails zu bezahlbaren Preisen.

Treffpunkt Berlin – Urige Oase der Ruhe mitten im Touristen-Trubel

Ihr möchtet noch mehr kulinarische Tipps? Da haben wir was für den „Mittagstisch“ für euch…

Köstliche traditionelle Berliner Küche in uriger Atmosphäre fanden wir einen Katzensprung vom S-Bahnhof Friedrichstraße entfernt. In der Mittelstraße 55 gibt es Schnitzel, Currywurst, Soljanka, Königsberger Klopse und zum Nachtisch Schokopudding – ganz so, wie Mutti es auch kochen würde.

Dazu eine herzliche Bedienung und jede Menge einheimische und „importierte“ Biersorten, wie es sich für ein richtige Kneipe gehört. Perfekt für eine kleine ruhige Auszeit. Am liebsten wären wir dort geblieben…

Selbsgebrautes aus Berlin gefällig?

Etwas Abseits des Zentrums, in der Nähe vom Schloss Charlottenburg – befindet sich das Brauhaus Lemke. Berlins älteste Gasthausbrauerei  könnt ihr zwar auch etwas zentraler am Hackeschen Markt erleben, ich finde das Ambiente in Charlottenburg aber irgendwie sehr sympatisch. Das Gasthaus ist urig und für Bierliebhaber wird hier wirklich was geboten. Wer sich nicht für eines der Biere entscheiden kann, sollte sich am besten gleich durch alle probieren. Aus Bier-Somelier-Gläsern könnt ihr euch durch 6 Craft-Biere der Lemke-Brauerei probieren. Bei uns ist das „India Pal Ale“ sehr gut angekommen.

Wer jetzt kein Bier mag, bekommt vor Ort auch andere Getränke und auch einen Blick auf die Speisekarte solltet ihr werfen. Sowohl die Vorspeisen (wir hatten einen gemischten Käseteller – lecker) als auch die Hauptspeisen (ich kann die Berliner Currywurst empfehlen) sind wirklich empfehlenswert.

Da hier immer etwas mehr los ist, empfehlen wir euch, zu reservieren. Das geht auch online.

Wichtige HinweiseMehr Berlin?AnreiseWeitere Inspirationen?
  • Wenn ihr in Berlin unterwegs seit, kauft euch am besten ein Tagesticket. An den meisten Straßenbahn und S-Bahn Haltestellen gibt es Automaten. Das Ticket kostet 7,60 für alle drei Tarifstufen und bietet euch bis 3 Uhr des Folgetages freie Fahrt mit allen öffentlichen Verkehrsmitteln. Für Kinder bis 14 gibts ermäßigte Preise
  • Alle Sehenswürdigkeiten sind sehr gut mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen und grundsätzlich auch Barrierefrei.
  • Es sei gesagt, das einige der Ausflugsziele in der Hochsaison gut besucht sind, daher empfiehlt es sich vor allem bei den Restaurants eine Vorreservierung vorzunehmen.
  • Der Eintritt zum Panoramapunkt kostet 6,50 Euro, für vier Euro mehr könnt ihr auch einen VIP-Aufzug nutzen. Besonders empfehlenswert ist das ganze auch für Familien, es gibt ein Familienticket für 2 Erwachsene und bis zu 4 Kinder. Vergesst nicht, euch auch die Ausstellung anzuschauen!
Berlins Nahverkehr ist sehr gut ausgebaut, daher würde ich immer eine Anreise mit Bahn, Fernbus oder Flieger empfehlen. Ein Tipp – die Anreise mit der Bahn nach Berlin Gesundbrunnnen ist gerade aus dem Rheinland oft billiger und nur unwesentlich langsamer.  

Offenlegung: Wir haben die Karten für den Panoramapunkt zur Verfügung gestellt bekommen.

Über den Autoren

Monique & Sven

Monique und Sven zog es früh von Thüringen aus hinaus in die Welt. Nach einer kurzen Begegnung der beiden im Jahr 2000 trennten sich ihr Wege. Sven ging zum Studium nach Stuttgart und Monique einige Jahre später nach Mittelfranken. Während sie an ihrem Reiseroman „Orlando“ schrieb, entdeckte er auf zahlreichen Reisen die Welt. Vor gut einem Jahr führte das Schicksal die beiden wieder zusammen und seit kurzem sind Monique und Sven unser Team in Süddeutschland – immer zur Stelle, wenn es um Kulinarik und Genuss oder sportliche Themen geht. Sven ist eine der Sportskanonen unter den Teilzeitreisenden und für alles zu haben, was mit Mountainbiken, Klettern und Triathlon zu tun hat.

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