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Berlin

Die Currywurst kommt aus Berlin – und wir haben den Beweis gefunden!

Die Currywurst kommt aus Berlin! Bisher hatte ich es immer gehofft, aber die Stimmen, dass an der Novelle „Die Entdeckung der Currywurst“ von Uwe Timms doch etwas Wahres dran sein und die Currywurst somit aus Hamburg kommt, verstummen irgendwie nicht. Doch nun habe ich den Beweis gesehen! Im Berliner Currywurstmuseum hängt nämlich die Patenturkunde der Berlinerin Herta Heuwer. Sie hat – na gut, nach eigenen Angaben – im September 1949 das erste Mal gebratene Brühwurst mit einer ganz speziellen Sauce an ihrem Imbissstand angeboten. Und da die Gäste diese sehr lobten, hat die gute Frau diese einige Jahre später mit der Wort-/Bildmarke „Chillup“ patentieren lassen.

Currywurstmuseum-Eingang

Doch in der Erlebnis­ausstellung dreht es sich nicht nur um die Erfinderin der Currywurst, sondern auch um viele andere interessante Details:

    Welche Zutaten sind in der Currywurstsoße? Welche verschiedenen Kräuter gibt es und wie riechen sie? Wie sieht so eine Currywurstbude von innen aus? Und wann gab es eigentlich die Ersten? Wie war das so nach dem Krieg, als überall Mangel herrschte? Warum Pappschalen und keine aus Porzellan? Was sagen Berliner und Besucher über die Currywurst?

Antworten auf diese und viele andere Fragen findet der Besucher teils schon auf den ersten Blick. Oft ist jedoch interaktive Aktion gefragt. Denn erst, wenn man hier mal dreht oder da mal drückt, kommt man an die gesuchten Informationen. Und das macht hier auch erst einen Besuch lohnenswert. An jeder Ecke gibt es etwas anderes interessantes zu entdecken und zu erfahren.

Natürlich ließ ich es mir nicht nehmen, die Currywurstbude zu betreten und mich einen Moment selbst als Wurstverkäuferin zu versuchen.

Wie das Currywurstmuseum auf seiner eigenen Seite sagt:

Eine Ausstellung zum Anfassen, Ausprobieren und Mitmachen: von der virtuellen Zubereitung von Currywürsten, über eine Gewürzkammer mit Riechorgeln, einem Wurstsofa zum Entspannen, Ketchupflaschen-Hörstationen mit kultigen Currywurstsongs bis zur originalgetreuen Imbissbude.

Wer während dem Besuch des Museums nun auf den Geschmack gekommen ist, kann im Anschluß direkt in der hauseigenen Currywurstbude eine kostenlose Probe gegen Vorlage der Eintrittskarte abholen. Diese wird als Currywurst in the cup“ in einem knalligen Becher serviert. Selbstverständlich kommt aber erst die obligatorische Frage: „Mit oder ohne?“ Was damit gemeint ist? Ein aufmerksamer Besucher kann diese Frage ohne langes Nachdenken beantworten. Und auch für den größeren Hunger kann man hier zum Beispiel „Curry mit Pommes rotweiß“ erwerben.

Mit einem Eintrittspreis zwischen 7,00 und 11,00 EUR liegt das Museum im oberen Drittel in Berlin. Am Museumsmontag können Besucher das Museum jedoch zu einem ermäßigten Eintritt besuchen und profitieren so von einem Nachlass von 20% auf den Eintrittspreis. Egal ob Erwachsene, Schüler, Studenten.

Hilfreiche Tipps für einen Besuch des Currywurstmuseums:

  • Für den Besuch sollte man mindestens 1 bis 1,5 Stunden Zeit einplanen.
  • Täglich von 10:00 – 18:00 Uhr – Letzer Einlass 1 Stunde vor Schließung.
  • am Montag den ermäßigten Einlass nutzen
  • die Ausstellung ist ebenerdig und damit barrierefrei zu erreichen
  • das Museum befindet sich ca. 100 m vom Checkpoint Charlie entfernt und ist somit wunderbar mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen
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Offenlegung: Ich wurde 2015 für einen Rundgang durch das Museum eingeladen. Vielen Dank dafür. Meine Meinung bleibt die eigene.

Über den Autoren

Kerstin

Unsere Berlinkorrespondentin ist häufig in der Hauptstadt unterwegs und findet zusammen mit ihrer Familie so manchen tollen Geheimtipp. Ob Kulinarik, Kreativität, Museen oder Bücher, lernt durch ihre Berichte das "Zentrum der Macht" neu kennen....

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