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Berlin

Ein Mädels-Kurz-Wochenende in Berlin

Wie das Leben so will – treffen ich jedes Jahr im März in der Berliner Hauptstadt auf Monique und Elena. Die ITB ruft und spuckt uns alle am Freitag nur mit einem Wunsch aus. Erholung. Und weil wir uns nach zwei anstrengenden Messetagen gerne etwas Gutes tun und ich euch das nicht vorenthalten will, gibt es jetzt ein paar coole Tipps für ein nettes Mädelswochenende in Berlin.

Wenn aus zwei plötzlich drei werden.

Doch blicken wir zurück. Es ist Donnerstag und ich sitze mit Elena im Bus zur Kanada-Abendveranstaltung. Gerade eben haben wir erfahren, dass ihr Flug gecancelt wurde. Streik. Nicht gut. In so einer Situation lässt man Freunde nicht hängen. Mehrere Telefonate später steht fest – Elli kann am Samstagmorgen fahren. Und noch ein paar Minuten später steht fest – Mein Hotel für die Nacht bettet unsere Couch für Elena auf.

Was wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht wussten: Am nächsten Abend erwartete uns nicht nur ein Zimmer, sondern eine ganze Wohnung. Das ganze zentral (nur 15 Gehminuten vom Bahnhof und 5 Minuten vom Friedrichstadtpalast entfernt) und mit allem ausgestattet, was wir auch an den Messetagen hätten gebrauchen können.

Nach 2 Tagen zu dritt in einem kleinen Zimmer in einer WG in Berlin fühlte ich mich hier wie König in Frankreich – und wir drei sind versucht, auf der Couch einen Fernsehabend einzulegen.

Unser Ausflug ins Berliner Nachtleben

Nichts da – zu einem Mädelswochenende gehört es auch, sich schick anzuziehen und die Nacht zum Tag zu machen. Die „After-ITB-Party von Schau ins Land Reisen“ gehörte für mich in diesem Jahr sicherlich zu einem der Highlights – was nicht nur an zwei überdimensionalen Maskottchen lag, die alles dafür taten, uns an diesem Abend zu bespaßen.

Wir haben getanzt, getalkt und haben richtig viel Spaß gehabt. Die Party verließ ich ohne Stimme, was wohl an dem Konzert lag, bei dem wir jedes zweite Lied lauthals mitsangen. Und uns dabei wie kichernde Teenies vorkamen :D

Nur mit den „Ausgehzeiten“ haben wir nicht so ganz an unsere Jugend herangereicht. Um kurz nach zwölf waren wir artig zurück. Langweilig, was?

Ein Faulenzmorgen mitten in Berlin

Mitten in Berlin so ruhig zu schlafen hatte ich nicht erwartet. So kam es, dass ich am nächsten Morgen auch den Abschied von Elli verpennt hab, die halb sieben schon „on Tour“ gehen musste. Entspannt aufzustehen, zu duschen und auch noch Zeit für ein bissl Farbe auf den Zehennägeln zu haben, das kommt bei mir äußerst selten vor.

Und während Monique noch schläft bin ich schon am „Tag“ planen. Doch dann kommt was kommen musste, mein Magen knurrt. Um Frühstück müssen wir uns heut nicht kümmern, obwohl wir eine große Küche unser Eigen nennen. Und ganz ehrlich?

Wer im ApartHotel Residenz Berlin nicht frühstücken geht, der hat echt was verpasst. Hier gibt es nicht nur das „Standardfrühstück“, sondern Rührei wie von Mama. Und das ist wirklich richtig lecker. Und Eier mit Kaviar (die habe ich als Kind beim Buffet immer weggenascht) und lecker Kuchen und und und. Die Frühstücksdame würde ich mir am liebsten mit nach Hause nehmen.

Shopping statt Sightseeing

Eigentlich hatte ich heute einen „Sightseeing Trip“ vor. Die Welcome Card ausprobieren und ein paar Sachen entdecken, die ich die letzten Jahre noch nicht gesehen habe. Und doch kam irgendwie alles anders. „Du brauchst dringend mal wieder einen Shopping-Day“ hörte ich Monique sagen. Ich und Einkaufen – nun ja – das ist keine Leidenschaft.

Aber was muss das muss und wir landet eine Stunde später in der Berlin Mall. Die ist zwar voller Standard-Markengeschäfte, aber dennoch nah am Potsdamer Platz. Für uns war der ganz gut zu erreichen und für unseren Zweck ausreichend. Gut 3 Stunden waren wir unterwegs und ich später 350 Euro ärmer. Aber ich darf verraten, dass ich mir lauter schicke Sachen geholt habe.

Einmal Sushi bitte!

Gegessen haben wir ganz günstig. Bei Aki Running Sushi gibt es Sushi a 1 Euro je Teller oder All you can eat für 15 Euro.

Mit meinen verbleibenden 7 Euro Bargeld bin ich hier ganz gut weggekommen, es war recht lecker und ich war danach super satt.

Von oben herab!

Ein wenig Sightseeing muss noch sein – und so überrede ich Monique zu einem Mini-Ausflug. Unweit der Berlin Mall gibt es seit einigen Jahren den „Panorama Punkt“.

Mit dem schnellsten Aufzug Europas wird man in 20 Sekunden auf 100 Meter Höhe gebracht. Von dort oben hat man zwar nicht so einen allumfassenden Ausblick wie vom Fernsehturm – dafür jedoch kann man von hier aus die schöneren Bilder machen.

Nur ein Gitter trennt uns hier von der Tiefe. Über zwei Etagen kann man jedoch nicht nur auf Berlin schauen, sondern lernt in einer Freilichtausstellung noch jede Menge über die Stadtgeschichte. Für den Kaffee jedoch sind wir gleich noch am Boden verabredet – und so heißt es bei tollem Wetter Abschied nehmen vom beeindruckenden Ausblick auf Berlin.

Schlangestehen fürs Kaffeetrinken?

Welcher Platz ist perfekt zum Klönen (Quatschen) mit gutem Kuchen und leckeren Getränken? Richtig – ein Café.

Und davon gibt es rund um den Potsdamer Platz einige. Doof nur, dass genau dieser Platz und all die Restaurants und Cafés Drumherum sehr belebt an einem Samstagnachmittag sind, so dass wir erst beim vierten Anlauf einen Platz für Kaffee, Kuchen und uns drei hatten.

Wie es sich für ein Mädelsurlaub gehört – bekamen wir am Nachmittag Verstärkung. Kerstin – die auch für Teilzeitreisender schreibt – hatte sich zu uns gesellt, um die allerneusten Neuigkeiten in Sachen ITB zu erfahren. Nachdem wir neben ITB auch Reisepläne und allen möglichen anderen Klön besprochen hatten, schaute ich etwas überrascht zur Uhr. 16:00 Uhr. So spät schon? Unser Zug fuhr um 17:30 – Zeit sich langsam Richtung Bahnhof zu bewegen.

Keine Grenze, aber ein Mahnmal

Während die Mädels stracks zur Haltestelle liefen – blieb ich plötzlich stehen. Von hinten rannten beinahe zwei Chinesinnen in mich, weil ich wohl sehr abrupt auf dem Weg einen Stopp eingelegt hatte. Unter meinen Füßen eine schmale metallene Leiste.

Sie symbolisiert die Mauer, die an just diesem Ort Berlin Ost und West teilte. Und auch, wenn die Teilung seit 28 Jahren Geschichte ist, für mich sind diese kleinen Mahnmale recht wichtig. Ich bin geboren in der DDR und auch wenn nicht alles schlecht war, jetzt bin ich froh, ein freier Mensch zu sein. Solche Momente – diese kleinen Mahnmale des Alltags – bringen mir diesen Umstand wieder ins Gedächtnis.

Im Sauseschritt zum Bahnhof

Ein wenig Geizig waren wir ja schon, denn unsere Koffer warteten währenddessen im Hotel auf uns. Zu Fuß ging es für uns zum Bahnhof, der nur knapp 1,5 Kilometer entfernt liegt. Bergauf. Und so kam es wie es kommen musste – Monique und Kerstin schwungvoll vorneweg – ich mit meinem Köfferchen ächzend hinterher.

Schuldenuhr in Berlin, unterwegs entdeckt

Zugegeben, dass eine oder andere Foto musste ich unterwegs ja auch noch schießen. Gerade im Licht des Sonnenunterganges sehen die Straßen von Berlin ziemlich beeindruckend aus. Und die Spree und überhaupt.

Wann sehen wir uns wieder? Berlin?

Wichtige HinweiseAnreiseÜbernachtungWeitere Inspirationen
  • Berlin ist die ideale Stadt für ein Mädelswochenende. Nicht nur zum „Ausgehen“, sondern auch zum Shoppen habt ihr zahlreiche Möglichkeiten, auch gibt es viele tolle Cafés zum Klönen.
  • Wir waren in der Mall of Berlin mitten im touristischen Zentrum einkaufen. In Berlin gibt es vor allen in den einzelnen Stadtteilen noch tolle Shoppingmöglichkeiten, die wir aber aufgrund der fehlenden Zeit nicht aufgesucht haben. Die Mall am Leipziger Platz hat jeden Tag von 10 – 21 Uhr geöffnet. Frühs ist dort am Samstag am wenigsten los, im Laufe des Tages füllen sich die Gänge.
  • Der Panorama Punkt ist von der Mall nur knapp 5 Gehminuten entfernt und verfügt sogar über eine Etage, die Barrierefrei erreichbar ist. Der Eintritt ist für Kinder bis 6 Jahre frei, ansonsten kostet er 7,50 und reduziert (z.B. mit Welcome Card) 6,00 Euro. Oben gibt es auch ein Café, welches wir jedoch nicht besucht haben.

Berlin hat ein gut ausgebautes Nahverkehrsnetz, weshalb ich immer wieder eine Anreise mit dem Zug empfehlen würde.

Das ApartHotel Residenz am deutschen Theater liegt recht ruhig in einer Seitenstraße unweit des Friedrichstadt-Palast und nur etwas mehr einen Kilometer vom Bahnhof entfernt. Das Hotel verfügt über zahlreiche Apartments, die für Größe und Komfort ein sehr gutes Preis Leistungsverhältnis haben. Sie eignen sich aufgrund der Ausstattung ideal für Familien, Selbstversorger, Geschäftsreisen und Mädelsgruppen. Das Frühstück ist im Zimmerpreis inklusive. Das solltet ihr euch nicht entgehen lassen!

In der Wohnung habt ihr eine Grundausstattung (von Büchern bis zu Geschirr und eine Waage im Bad ist alles vorhanden), Hygieneartikel könnt ihr an der Rezeption anfragen. Unsere Wohnung war in einem Seitenhaus und nicht barrierefrei erreichbar. Es war sehr ruhig, das wir gut schlafen konnten. In der näheren Umgebung gibt es zahlreiche Restaurants.

Übrigens – Direktbucher sind bei diesem Hotel im Vorteil! Unsere Ferienwohnung ist ab 102 Euro pro Nacht buchbar (je nach Saison und Tag teurer). Dies gilt für Einzelbelegung. Jede weitere Person kostet einen Zuschlag von 22 Euro. Eine Tiefgarage ist vor Ort und kostet 12,50 Euro die Nacht. Ab 6 Nächten gibt es Rabatte für Langzeitmieten, die im Hotel angefragt werden können.

Offenlegung: Wir wurden vom ApartHotel Residenz Am Deutschen Theater für eine Nacht zu einer Berlin Auszeit eingeladen. Auch den Panorama Punkt durften wir auf Einladung besuchen.

Über den Autoren

Janett

Hallo, ich bin die Gründerin des Blogs Teilzeitreisender.de
Schon immer war ich ein sehr großer Fan von Kurzreisen. Ich liebe kreative und verrückte Reisen, stehe auch auf Motorsport und Roadtrips. Als Experte in "Günstig in den Urlaub" kann ich sicherlich auch Tipps für eure nächste Reise geben!

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