Berlin

Ein (nicht nur) kulinarischer Tag in Berlin…

Berlin ist nicht nur die Hauptstadt der Republik, sie hat auch eine enorme Vielfalt an tollen Cafes, Restaurants und Kneipen zu bieten.  Damit ihr auf eurer kommenden Berlintour nicht verhungern und verdursten müsst, gibt es von mir ein paar tolle „Insider“. Unbedingt ausprobieren!

Frühstück

Frühstück am Savignyplatz

In der Bleibtreustrasse, einer Seitenstrasse des Kurfürstendamms, werde ich auf ein nettes Cafe aufmerksam: Das Café Bleibtreu. Schade, dass es heute morgen zu kalt für die einladenden Stühle draussen ist (auch mit den bereit gelegten roten Decken).

Als ich in das Cafe trete, empfängt mich nicht nur eine total gemütliche Atmosphäre, sondern auch mehrere lächelnde Gesichter. Diese gehören den freundlichen Bedienungen, von denen eine mich an einen freien Tisch geleitet. Dunkle Holzvertäfelungen harmonieren wundervoll mit dunkelroten Wänden, an denen Portraits verschiedener alter Stars hängen.

Das Angebot läßt sich sehen: da heute Brunch für 12,90 EUR (inkl. Orangen- und Apfelsaft) im Angebot ist, entscheide ich mich dafür und nicht für eins der reichhaltigen, aber preiswerten Frühstücke.

Bereits nach kurzer Zeit wird klar: diese Entscheidung war die Richtige! Der dazu bestellte Milchkaffee für 2,70 EUR ist lecker und rundet das Angebot des Buffets perfekt ab. Da gibt es von Marmelade, Wurst, Ei, Buletten, Fisch, Salaten und warmen Speisen auch allerhand Obst und Gemüse.

Meine Zeitung kann ich ebenso genießen, wie die Gespräche um mich herum: obwohl das Cafe sehr gut besetzt ist, fühle ich mich sehr wohl und überlege, ob ich nicht lieber meinen Samstag hier verbringen möchte.

Gut zu wissen
  • Vor allem am Wochenende gut besucht – vorher reservieren!
  • Das Brunch für 12,90 Euro gibts Freitag bis Sonntags

Kleines Frühstück mit Blick aufs Rote Rathaus

An Tagen, an denen mich nicht der große Frühstücks-hunger plagt, fahre ich bis zur Haltestelle „Hackescher Markt“ (Richtung Ostkreuz).

Nach fünf Minuten Fußweg komme ich von dort vorbei am Berliner Fernsehturm, dem Roten Rathaus und der Marienkirche. Als Ausgangspunkt für eine weitere Erkundungstour also bestens geeignet. Am Liebsten mit einer Tasse Kaffee, einfach nur genießen und das bunte Treiben auf der Straße beobachten.

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Sehr gut geeignet ist dafür Bäcker Wiedemann. An diesem Morgen habe ich Glück und finde einen freien Platz an einem der Tische gegenüber einer wirklich netten Dame. Nachdem ich noch einmal neue Energie tanken konnte, geht meine Reise quer durch die Stadt weiter. Und immer weiter….

Gut zu wissen
  • Die Honigkuchenherzen und die Schweineohren sind wirklich lecker. Auch der Kaffee ist durchaus empfehlenswert!
  • Die Bäckerei hat im gesamten Stadtbereich verteilt Fililalen – einfach auf das Herz achten ;)

Tagsüber

Ein Eis zwischendurch geht immer – Salziges Softeis bei Paul Möhring

Mir wurde vor Kurzem ein ganz besonderer Eisladen in der Nähe des Hackeschen Marktes empfohlen: Softeis, dass mit ganz besonderen Zutaten hergestellt wird und durch raffinierte Kombinationen auffällt und lecker ist. Mein Routenplaner sagt mir, dass der Laden von Paul Möhring wirklich nur 15 Spazierminuten entfernt ist. Also mache ich mich auf den Weg zur Oranienburger Straße und finde das kleine, aber sehr einladende Café.

Und dann habe ich – wie alle Neulinge hier – die Qual der Wahl. Soll es eher ein „Holy Shit“ werden oder „Toasted Gelato Brioche“? Eis in einem warmen Brötchen? Klingt ja fast normal. Beim „Holy Shit“ wird es da schon spezieller: Schokoladeneis, Salzstangen, Szechuan Pfeffer und Schokoladensoße – okayyyyyyyyyyy! Aber ich bin kein Fan von Schokoeis, daher fällt meine Wahl schlussendlich auf eine eigene Auswahl und Zusammenstellung: Vanilleeis, Maracujaschaum und geröstete Fenchelsamen! Eine Empfehlung des Hauses, die ich schon nach dem ersten Löffel nicht bereut habe! Soooo lecker!

Während ich mein Eis genieße, erfahre ich etwas mehr über dieses traditionsbeladene Haus. Eis wurde im Hause Möhring schon vor vielen Jahren hergestellt. So wurde früher mit Schnee (also der, der im Winter manchmal aus den Wolken fällt) das gute Eis des Hauses gekühlt. Hochwertige Zutaten und dann im Familienkreis die Leckerei genießen. Heute ist es zwar nicht mehr der Schnee, der für die Kühlung sorgt, aber das Softeis wird noch immer von Hand hergestellt! Und das schmeckt man auch! Mega cremig, super leckerer Geschmack. Und dann kommt ja vor Allem auch noch die ganz besondere Idee dazu, Salziges mit Süßem zu verbinden. Ich war wirklich skeptisch und mehr als angenehm überrascht.

Die Lage des Cafés ist nahezu ideal: klein und schnuckelig verirrt sich so mancher Tourist hierher. Ein buntes Treiben, das zum Verweilen einlädt. Einfach nur um die Menschen zu beobachten, die das Leben und die Stadt und natürlich das leckere Eis genießen.

Meine Füsse schmerzen nun aber doch, mein Rücken tut weh und meine Geldbörse stöhnt bei jedem neuen Souvenirshop laut auf. Und doch: meine Laune ist super, die Stadt zeigt sich von ihrer schönsten Seite und ich bin am Abend wieder auf der Suche nach einem schönen Platz.

Gut zu wissen
  • Kreative Eissorten und Kaffee – ideal für einen Zwischenstopp!
  • Unter der Woche ist hier schon ab 9 Uhr geöffnet!

Günstig Mittagessen im Umspannwerk Ost

In Friedrichshain gelegen habe ich auch noch einen Tipp für gutes und günstiges Mittagessen für euch. Im Umspannwerk Ost gibt es zwischen 11:30 und 15:00 Uhr ein durchaus gutes und bezahlbares Mittagessen in wirklich cooler Atmosphäre

Kai hat darüber auch ausführlich in seinem Artikel über Berlin berichtet.

Gut zu wissen
  • Günstige und gute Küche um die Mittagszeit
  • Für Abends lohnt es sich zu reservieren, sehr voll

Käffchen in der Nähe vom Tempelhofer Feld?

Auf fast jeder Tour durch Berlin steht irgendwann das Tempelhofer Feld auf der To Do Liste. Den imposanten alten Flughafen zu sehen und auch das Tempelhofer Feld zu erleben ist an schönen Tagen (und nicht nur dann – wie Janett mit der Führung durch den Flughafen beweisst) ein empfehlenswertes Ausflugsziel. Drumherum ist jedoch recht wenig Gastronomie. Wo also hin für den verdienten Kaffee? Wir empfehlen Barcomis – ein wirklich gut besuchtes Cafe zwischen Kreuzberg und dem Tempelhofer Feld. Der Kuchen hier ist wirklich gut – und auch der Kaffee kann sich sehen lassen.

Der Laden ist recht kompakt, daher kann es durchaus sein, dass ihr auf einen Sitzplatz warten müsst. Ich kann euch versprechen – es lohnt sich!!

Gut zu wissen
  • Guter Kaffee und Kuchen
  • Wartezeit möglich, vor allem bei gutem Wetter sehr gut besucht!

Am Abend

Die wohl verrücktesten Burger der Stadt

Bleiben wir doch gleich in Friedrichshain. Unweit des Volksparks empfiehlt mir Janett einen Besuch bei Lily Burger & Steaks. Der Laden sieht von außen erst einmal gar nicht so spektakulär aus – und auch von Innen erwarten euch klassische Tische und Stühle und Kellner mit Karten. Dan jedoch geht es los. Hier gibt es gebratenes Fleisch für ganz mutige Megascharf oder halt mit Donuts. Ja – die süßen mit bunten Streuseln. Und Schokoladensauce. Wer also mal ganz ausgeflippt essen gehen will, sollte hier definitiv halt machen!

Lilys Burger - einer der schrägsten Burger Läden der Stadt

Janett hat in ihrem Artikel über eine wirklich verrrückte Reise nach Berlin etwas ausführlicher darüber berichtet.

Gut zu wissen
  • Neben den verrückten „Burgern“ gibts hier auch klassische Steaks und Burger und auch Salat.
  • Die Preise sind Berliner Durchschnitt.
  • Abends ist der Laden recht gut besucht und es wird auch etwas lauter. Nichts also unbedingt für das erste Date ;)

Braukunst made in Berlin

Ihr wollte es etwas zünftiger? Und seit gerade vielleicht beim Schloss Charlottenburg unterwegs? Dort gibt es nicht nur einen wunderschönen Park hinter dem Schloss, sondern das Brauhaus Lemke quasi gegenüber vom Schloss.

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Dort könnt ihr nicht nur recht gut zünftig essen – sondern auch verschiedene Berliner Biere testen. Janett und Monique waren dort unterwegs und haben sich durch 6 Craft-Biere someliert. Aha ;)

Gut zu wissen

Abends Chillen im Friedrichshain

Wie genau ich hier – an dieser Stelle – gelandet bin, weiß ich gar nicht mehr so genau. Es muß passiert sein, als ich einfach in die nächstbeste Tram gestiegen bin und irgendwo wieder ausstieg. „Wismarplatz“ heißt die Haltestelle der Straßenbahn Linie 21.

Mir fällt sogleich ein mexikanisches Restaurant ins Auge: das „Bariton„. Obwohl davor nicht viel Platz ist, stehen gemütliche Tische draussen. Ich habe auch diesmal Glück, denn es ist noch ein Platz frei. Ich setze mich und werfe einen Blick in die Speisekarte.

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Cocktail und Nachos con Pollo ab  8,90 EUR – klingt genau richtig nach diesem anstrengenden Tag! Lecker! Und eine richtig große Portion. Zufrieden und satt lehne ich mich zurück. Mehr gibt es dazu eigentlich nicht zu sagen.

Da mein Heimweg ein langer sein wird, schaue ich kurz vor dem Abschied noch kurz nach den gewissen Örtlichkeiten. Und bin erstaunt über die Gemütlichkeit im Inneren des Restaurants. Da finden sich Sessel, Sofas und ein offener Holzofen. Die Tische sind teilweise handschriftlich mit Sprüchen und Gedichten verziert, was dem Ganzen einen ganz eigenen Flair gibt.

Gut zu wissen
  • Ideal für den nicht allzu großen Hunger.
  • Im Sommer gemütliche Plätze zum „draußen“ sitzen.

Eine Berliner Currywurst als Start ins Nachtleben?

Ach! Einen habe ich noch. Für all die Nachtschwärmer unter euch hab ich da die passende Stärkung für den leeren Magen. Unweit vom Mauerpark unter der Brücke für die U-Bahn befindet sich der Konnopke-Imbiss. Janett hat dort die Curry-Wurst-Stärkung für den Abend inkl. saurer Gurke schon probiert und findet, das diese durchaus empfehlenswert ist. Ich muss mir das wohl erstmal selbst anschauen.

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Gut zu wissen
  • Die „Wurst“ ist sehr gefragt – Schlange stehen sollte eingeplant werden
  • Es befinden sich an der Schönhauser Allee nur Stehtische – die Currywurst ist also sehr gut geeignet für schnell mal zwischendurch ;)

 

Offenlegung: Wir wurden auf Eis, Currywurst und Burger eingeladen. Von wem? Tja ;)

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Über den Blogger

Kerstin

Unsere Berlinkorrespondentin ist häufig in der Hauptstadt und deren Umgebung unterwegs und findet zusammen mit ihrer Familie so manchen tollen Geheimtipp. Ob Kulinarik, Kreativität, Museen oder Bücher, lernt durch ihre Berichte das "Zentrum der Macht" neu kennen....