Ein Sonntag in Montmartre. Paris mal anders entdecken.

3 Tage Paris!

Wenig für diese Stadt und doch haben wir sehr viel gesehen. Die bekannten Sehenswürdigkeiten entlang der Seine, den Friedhof, auf dem Edith Piaf nun liegt und einige nette Highlights mehr. Wir hatten zwei Tage auf eigene Faust die französische Hauptstadt erkundet und uns fehlt ein Highlight der Stadt:

MONTMARTRE.

Das Viertel der Künstler und Kreativen, das Viertel mit den Windmühlen und Moulin Rouge, das Viertel mit der Sacre Coeur, all das kannten wir am letzten Tag noch nicht. Gut das es Denise von help-tourists-in-paris.com gab, mit der ich mich schon zur ITB im März auf eine Greeters Tour verabredet hatte. Greeter….. der Schrecken aller offiziellen Reiseführer. Ein Greeter ist ein einheimischer (oder lang zugezogener), der dir seine Stadt zeigt. Auf seine ganz eigene Weise dir die besonderen Orte verrät und dich an dem Leben in der Großstadt teilhaben lässt. Als ein Teil des ganzen.

Moulin Rouge bei Tag

Ein bekanntes Tanzcafé – Moulin Rouge

Unsere Tour begann vorm Moulin Rouge, eine Bar, die sicherlich weltweit bekannt ist, aber in die man für eine Show nicht mehr „einfach so“ gehen kann.  Vorbestellen heisst die Devise und das „Vergnügen“ kostet auch nicht gerade wenig Geld.

Denise führte uns einen Weg hinauf zu den Windmühlen. Entlang des Cafes der „Fabelhaften Amelie“, vorbei an niedlichen kleinen Läden und charmanten Restaurants. Mir offenbarte sich ein ganz anderes Paris, als ich die Tage zuvor erlebt hatte. Eines, was mir aufgrund seiner individuellen und doch gar nicht so touristischen Art sehr gut gefiel.

Versteckte Geheimnisse von Montmartre

Entlang der Windmühlen, die leider nicht mehr offiziell in Betrieb sind, und eher als Restaurant dienen, ging der Weg hinauf zum Sacre Coeur. Wir schauten uns den einzigen Weinberg von Paris an, dessen Wein man wohl jedes Jahr recht teuer auf Auktionen erstehen kann. Wir genossen einen tollen Ausblick auf Paris aus einer ganz anderen Perspektive und sahen einen Kunst- Popo, der aus einer Wand herausragte. Denise zeigte uns die versteckte Seite von Montmartre. Kunst, Kreatives und Kulinarisches – auf das wir ansonsten wohl kaum selbst gekommen wären.

Je näher wir der Kathedrale kamen, desto touristischer wurde es leider auch. Alle 2 Meter wurde man von irgendeinem Pseudokünstler angesprochen, der für angeblich wenig Geld ein Bild malen will. Ich erfuhr von Denise, das all diese Künstler ohne offizielle Genehmigung ihr Handwerk verrichten.  Es ist wenig prickelnd, wenn man ein Bild malen lässt und mitten im Pinselstrich ein Maler wegläuft, weil die Polizei kommt. Auch die zahlreichen Souvenirshops fielen mir auf.  Aber auch klar, sieht man doch die zahlreichen Touristen, die diesen Weg nutzen.

Wir ließen alles links liegen und befanden uns kurze Zeit später  direkt vor der  Sacré-Cœur. Keine 40 Minuten waren wir bis hierhin  gelaufen. Wir sahen hinauf zur Kathedrale und hinab – Richtung Paris.

Ein toller Blick offenbarte sind, auf die Stadt und auf die gefühlten 1000 Treppen, die übervoll mit Menschen waren. Als ich meine 1000 Fotos dann auch endlich – inmitten dieser Menschenmassen – gemacht hatte, suchten wir uns ein schattiges Plätzchen, natürlich mit Blick auf Paris. Ein paar ITB-Erinnerungen wurden ausgetauscht und über Klout-Score und Co. philosophiert…

Künstlermarkt Paris

Anschließend führte uns Denise über den echten Künstlermarkt. Die Künstler hier werden jedes Jahr von der Stadt ausgewählt. Alles ist hoch-offiziell und ihr könnt euch sicher sein, das ein Bild, welches ihr dort kauft, auch ein Original ist. Der Platz heißt „Place du Tertre“ und ist von der Sacré-Cœur nur ein paar Meter entfernt. Denise erstaunte mich – kannte sie so ziemlich jeden Künstler per „Du“ und zeigte uns ein paar besonders beeindruckende Kunstwerke.

Streetart Paris

Überhaupt ist Montmartre ein Ort mit viel Kreativität. An jeder Ecke entdeckt man „Streetart“ und Kunstwerke aller Art. Ein weiteres befindet sich im Place des Abesses (Park).

Liebesfliese in Paris

Dort gibt es die „Le mur des je t’aime“ – Eine Wand aus Fliesen mit „ICH LIEBE DICH“ in über 100 Sprachen der Welt. Ideal für einen entspannten Zwischenstopp, natürlich bei einem lecker Törtchen aus der benachbarten „Coquelicot des Abbesses“ Bäckerei (siehe auch meine 5 Paris Highlights)

Lecker Törtchen Paris

Kurz darauf hieß es schon Abschied nehmen. Nach wirklich interessanten Stunden voller Informationen mussten wir unseren Heimweg und Denise ihren Nachhauseweg antreten.

Mehr Über Denise und ihren Blog erfahrt ihr im kommenden Interview…

Janett
Janett

Hallo, ich bin Janett, die Gründerin des Blogs Teilzeitreisender.de
Schon immer war ich ein sehr großer Fan von Kurzreisen. Neben einer Teilzeitstelle an der Uni Düsseldorf pflege und hege ich deshalb dieses Projekt - und habe dafür schon das eine oder andere Abenteuer erlebt.

Mehr über mich erfahrt ihr unter der Rubrik Persönliches

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