Schleswig - Holstein

Phaenomenta Flensburg: Wie ich Nachts ins Museum geraten bin.

Nachts im Museum, ehrlich gesagt, habe ich als Kind immer von so etwas geträumt. Wenn es dunkel ist, solche Orte erkunden zu dürfen. Ich war fest davon überzeugt, dass dann eine gewisse Magie von diesen Orten ausgeht. Schließlich wurde uns das schon durch mehrere Filme suggeriert – und mal ehrlich – wer träumt nicht von so einem Abenteuer. Es kam die Nacht der Dunkelheit in der Flensburger Phänomenta.

Zwar war es nicht ganz wie in Film „Nachts im Museum“, also lebendig wurde da nichts (wie das in einem Naturkundemuseum ausgesehen hätte, kann ich an dieser Stelle natürlich nicht beurteilen), spannend war es dennoch allemal. Es galt Geheimnisse zu entdecken, und den verborgenen Spuren zu folgen. Begleitet uns in das dunkle Museum. Hat jeder eine Taschenlampe? Fühlt ihr euch bereit? Ihr habt ja keine Ahnung!

Fassade Phaenomenta: Alle Rechte am Bild liegen bei Phänomenta e.V.

Nachts im Museum

Pünktlich um 20:00 Uhr am Freitag Abend betreten wir die Phänomenta in Flensburg. Es brennt kein Licht, dennoch ist es so hell, dass sich die Augen schnell an die Umgebung gewöhnen. Zumindest in der Eingangshalle ist dies noch der Fall. Ich bin überrascht, wie bunt gemischt die Gäste an diesem Abend sind. Finja ist die Jüngste, mit ihren 10 Jahren darf sie auch nur ausnahmsweise dabei sein. Eigentlich sind Kinder ab 12 Jahren in Begleitung ihrer Eltern eingeladen, ab 15 Jahren dürfen sie auch alleine teilnehmen.

Gebildet werden Teams mit 2-4 Personen, dabei gibt es Familien, Jugendliche, Studenten und auch Erwachsenen-Gruppen. Jedes Team bekommt eine Taschenlampe und einen Fragebogen mit 15 Aufgaben, die im düsteren Museum gelöst werden müssen (denn nicht überall ist es so „hell“ wie in der schummrigen Eingangshalle).

Schwarzlicht, Ehrgeiz und ein verdienter … Platz!

Schnell merken wir, dass eine Taschenlampe für vier Personen nicht wirklich viel ist, zumal es sich dabei um eine Schwarzlichtlampe handelt, die nicht sehr viel ausleuchtet. Dafür ist sie eine um so wertvollere Hilfe beim Auffinden von Hinweisen, die uns zu den richtigen Orten im Museum führen, um die Aufgaben zu lösen. Auf der anderen Seite muss es aber auch genau so sein: Dunkel.

Denn so kommt diese spannende Atmosphäre schließlich erst zu Stande. Jedes gelöste Rätsel stachelt unseren Ehrgeiz noch mehr an, auch die anderen Rätsel möglichst schnell zu entschlüsseln und am Ende vielleicht sogar als erstes Team wieder am Start zurück zu sein. Doch bis dahin gilt es weiter, das Museum zu erkunden und auf der Suche nach Hinweisen, durchcampen wir Etage um Etage in den einzelnen Gebäudeteilen.

Im Licht leicht zu finden – aber wenn es dunkel ist? Das Kaleidoskop im Phaenomenta. Alle Bild-Rechte liegen bei Phänomenta e.V.

Mehr als 3500 m² Ausstellungsfläche wird von uns unter die Lupe genommen. Als besonders hilfreich haben sich die Kennzeichnungen am Eingang eines jeden Raumes erwiesen, die zumindest schon mal einen Tipp gegeben haben, welche Rätselnummer sich dort versteckt hat, suchen und kombinieren muss man bei insgesamt 170 Exponaten dann aber doch selbst. Einige Aufgaben sind sehr tricky und das ein ums andere Mal laufen wir ganz schön auf der falschen Fährte. Wir hatten jede Menge Spaß bei der Rallye, was für eine tolle Aktion als Familien-Team! Am Ende fehlten uns Sekunden zum Sieg, doch dafür is der zweite Platz unser!!

Ich bin ja nun nicht mehr im Kindesalter – aber auch ich hatte richtig viel Spaß an diesem Abenteuer! Nur für kleinere Kinder ist die Rallye nicht zu empfehlen. Zum einen haben es die Aufgaben teilweise in sich und zum Anderen könnte die Dunkelheit doch abschreckend und beängstigend wirken.

Wichtige HinweiseAnreiseWeitere Inspirationen
  • Übernachtung im Museum? Für Kids zwischen 7 und 12 Jahren gibt es das nächtliche Museum stattdessen im Rahmen einer Übernachtung zu erleben. Wann es wieder soweit ist, wird auf der Homepage der Phänomenta bekannt gegeben. Finja war 2015 dabei, als sich alles um das Weltall drehte und war sehr begeistert.
  • Von Februar bis 9.April öffnet das Café Lichtlos seine Türen für Besucher, die selbst erfahren möchten, wie es sich anfühlt, auf den wohl wichtigstens unserer Sinne verzichten zu müssen. Einfache Dinge, wie trinken ohne zu kleckern, Kuchen essen oder sich einfach nur räumlich zu orientieren werden zu einer wahren Meisterprobe. Mehr Infos gibts hier
  • Science Slam: Wissenschaft kann auch Spaß machen, wie der Science Slam unter Beweis stellen will. Ein sehr kurzweiliger, spannender und auch lustiger Abend wartet auf die Besucher. Auch diese Termine werden auf der Homepage bekannt gegeben.

Montag (Juni – September)    10 :00- 18:00 Uhr
Dienstag – Freitag                        10:00 – 18:00 Uhr
Samstag                                             12:00 – 18:00 Uhr
Sonn- u. Feiertag                          12:00 – 18:00 Uhr
Montag (Oktober – Mai)           geschlossen
24.-26.12., 31.12., 1.1.               geschlossen

Die Rätselralley im Museum kostet 7,00 € pro Person.

Die regulären Eintrittspreise in die Ausstellung der
Phänomenta außerhalb von Veranstaltungen betragen:

Erwachsene:                                                                        11,00 €
Kinder (3-6 Jahre):                                                             3,00 €
Kinder ab 6 Jahre, sowie Ermäßigung:                          8,00 €
Familienkarte (2 Erw. und 2 Kinder bis 16J.):             30,00 €

Phänomenta e.V.
Norderstr. 157-163, Nordertor
24939 Flensburg
0461 / 144490

Der Bus Linie 1 fährt direkt vom Bahnhof zur Phänomenta. Das Nordertor als Flensburger Wahrzeichen befindet sich direkt neben dem Museum

 

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Yvonne

Yvonne und ihre Familie - besser bekannt unter "Familienspaß im Bonbonglas" sind ständig auf der Suche nach besonderen Sehenswürdigkeiten. Den Norden haben sie schon erobert...