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Norwegen

Das Norwegen Tagebuch – Teil I – Bodø

Eingepackt in einen Thermoanzug, Rettungsweste und Gummistiefel – so startet mein Norwegen-Abenteuer im August. Ich befinde mich in der Stadt Bodø in Nordnorwegen, Hauptstadt der Provinz Nordland. Genauer gesagt befinde ich mich im Hafen, wo grade auch ein Schiff der Hurtigruten Halt macht.

Hurtigruten

Vor 5 Stunden erst ging die Reise vom heimischen Düsseldorf aus in Richtung Norwegen los. Mit Zwischenstopp in Oslo, von wo aus ich nach 1 ½ Stunden Flugzeit mein erstes Ziel erreichte.

Panorama2

Da der Flughafen nicht weit entfernt vom Stadtzentrum und vom Hafen ist (auch fußläufig zügig zu erreichen), dauerte es nur ein paar Minuten und ich befand mich am Anleger von „Stella Polaris“. Dort wurde ich, wie oben beschrieben,  gut verpackt, und los geht es mit dem schnellen Schlauchboot Richtung Saltstraumen. Noch nichts von gehört? Ich vor meinem Besuch hier auch nicht.

Bootsfahrt

Es handelt sich um den stärksten Gezeitenstrom der Welt. Gelegen zwischen dem Saltenfjord und Skierstadtfjord stürzen hier 400 Millionen Kubikmeter Wasser mit einer Geschwindigkeit von bis zu 40km/h durch eine 150 Meter breite und drei Kilometer lange Meerenge. Ein Blick auf die mächtigen Strudel bleibt mir aber verwehrt, die Natur hat ihre eigenen Gesetze und wartet halt nicht immer auf den Touristen….

Gesteine Bootsfahrt

Ansatzweise ist nach einer kurzen Verweildauer am Saltstraumen der starke Strom aber erkennbar. Aber auch so ist eine Ausfahrt interessant und unterhaltsam. Gut festhalten sollte man sich schon, wenn Gas gegeben wird, peitscht man ganz gut über einige Wellen. An sich hatte ich hier mit mehreren Schwierigkeiten gerechnet – umso erstaunter war ich, das ohne nennen wir es „Befindlichkeitsstörungen meines Magens“ zu erleben.

Saltstraumen

Auf der Fahrt durch den Fjord gibt es aber auch die ein oder andere Ruhephase – damit man auch die Natur genießen kann. Interessante Gebilde aus Gesteinsschichten oder hin und wieder ein Blick auf einen majestätisch wirkenden Seeadler – so komme ich dann auch langsam wirklich an in Nordnorwegen….

Im folgenden Video könnt ihr einen kurzen Eindruck von der Geschwindigkeit und dem Erlebnis auf den Booten bekommen.

Wieder an Land ist es an der Zeit, einmal auf die Stadt selber zu schauen. Während des zweiten Weltkrieges wurde Bodø fast vollständig zerstört, so findet man wenige alte oder historische Gebäude.Dafür entschädigt die 50.000 Einwohner-Stadt mit viel Natur. Wenn die Sonne abends auf die Bootsstege am Hafen scheint…. Traumhaft.

Hafen1

Auch gute Aussichten sind in Bodø keine Mangelware. Mich verschlägt es abends auf den Røvikfjellet. Von hier aus hat man einen wunderbaren Panoramablick. Als Fan von tollen Aussichten sollte man auch den „Keiservarden“ nicht verpassen, benannt nach Kaiser Wilhelm II, der hier 1889 einen Besuch abstattete. Wie ihr auf den Bildern sehen könnt, gibt es aber noch unzählig andere Plätze, die zum Verweilen einladen.

Panorama1

Wer lieber shoppen will (die Geldbörse sollte schon was voller sein – Norwegen ist nicht unbedingt günstig) findet in der der City ein modernes Einkaufszentrum.

weiterer Ausblick

Da ich mich mal an eine lokale Spezialität wagen will, probiere ich in einem kleinen netten Cafe namens Farmors Stue  den sogenannten „Møsbrømlefse“ eine Art Crepes gefüllt mit flüssigen braunen Käse (süßlich) und Sour Cream. Gesund ? Eher nicht, dafür aber süß und mächtig –  ich muss nach der Hälfte schon die Segel streichen.

Hafen2

Auf der Informationsbroschüre über Bodø finde ich den Hinweis „einer der 20 Must See Places der Welt“ – National Geographic Traveler. Mit solchen Listen kann ich ja eigentlich gar nichts anfangen, beschließe aber letztendlich, diesen Ort auf meine Top 10 Must-See Again-Liste mit aufzunehmen.

Ankunft Airport

Mein Tag in der Stadt endet viel zu schnell und es gibt noch einiges mehr zu sehen – was ich leider verpasse. Von den vorgelagerten Inseln bis hin zum Luftfahrtmuseum lädt noch einiges mehr zum Verweilen ein.

Doch für Tag 2 geht es weiter auf die Lofoten – nicht mit dem Schiff, sondern mit der norwegischen Fluglinie Widerøe – der Flug soll keine halbe Stunde dauern – ich bin gespannt…

PS: Bodø wird übrigens wie „Bude“ ausgesprochen – instinktiv dachte ich immer an „Bodö“ – gut, dass es die hiesige Touristeninformation gibt ;)

Mehr Infos über die Ausflugsziele in Bodø findet ihr unter www.visitbodo.com (Englisch) und unter Visit Norway (Deutsch). Bezüglich der Preise und Abfahrtszeiten für eine Bootsfahrt zu den Saltstraumen wendet euch bitte direkt an Stella Polaris (Link oben).

Über das Explore Norway Ticket könnt ihr in meinem Vorab-Bericht lesen.

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Disclaimer: Wir werden von Widerøe eingeladen, das Explore Norway Ticket auszuprobieren. Unterstützt werden wir hierbei auch von  VisitNorway  und Northern Norway sowie Visitbodo.com. Vielen Dank hierfür. Die Meinungen und die Erfahrungen bleiben die eigenen.

Über den Autoren

Jens

Noch bevor er richtig laufen konnte, war seine Begeisterung für Motorsport zu spüren. Nachdem ihm der deutsche Motorsport zu eintönig wurde, ging es auf in die große weite Welt, erst nach Belgien und Holland, aber auch in die USA, von wo er neben spannenden Rennreportagen auch einiges über das Drumherum berichten kann. Unser Quotenmann wird euch mit tollen Berichten über die Motorsportstrecken der Welt und den einen oder anderen Insider auf dem laufenden halten...

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