Europa

Sehenswerte Museen in Europa

Museen müssen interaktiv sein.

Ich muss Dinge anfassen können. Erleben und ausprobieren dürfen. Und wenn das schon nicht geht, muss es zumindest irgendwie „fassbar“ sein. Gerade das ist ein Grund, warum meine Mutter schon in jungen Jahren immer ein Auge mehr auf mich werfen musste, warum der Spruch „Janeeeetttt, da nicht !!“ einer der häufigsten in Museen gehörten Sätze war, und warum normale „nur mal gucken Museen“ eigentlich langweilig für mich sind.  Auf meinen Reisen durch Europa habe ich einige besondere Museen entdeckt und will euch diese natürlich nicht vorenthalten!

Ecomare – Meeresmuseum auf Texel

Das Ecomare ist eine Art Mix zwischen Zoo und Museum, in dem ihr nicht nur viel über das Pflanzen und Tierwelt auf der holländischen Insel Texel erfahren, sondern auch einen Blick auf die Seehundrettung der Insel werfen könnt.

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Ständig leben an die 20 Seehunde hier, alle anderen Tiere werden nach dem Aufpäppeln wieder in die Freiheit entlassen.

Besonders toll fand ich auch den Raum über Wale, in dem viele interessante Aspekte des Lebens der Meeressäuger dargestellt wurden. Und es gab auch Tasten, auf denen ich herum drücken und Geräusche erzeugen konnte. Ich hab selten zuvor eine so interaktive Ausstellung über Meeresbewohner gesehen. Auch wenn mich natürlich die süßen Heuler und der kleine Wal im Aquarium ein wenig mehr emotional angesprochen haben.

Kurz zusammengefasst

Verkehrshaus in Luzern

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Eine Zugfahrt die ist lustig, eine Zugfahrt die ist schön… Seit ihr schon mal mit einer Eisenbahn über ein Museumsgelände gefahren ? In Luzern ist das zumindest in Klein mit einer Mitfahreisenbahn möglich. Was kleinen Kindern Spaß macht, ist auch für große Kinder geeignet und so gönnte ich mir auch eine Tour übers Gelände. Für mich als Bahnfan gibts auch noch zahlreiche ausgestellten Bahnexponate, besonders beeindruckt war ich von den Schneefräsen, die man in Deutschland so wohl nicht vor Zügen sehen kann.

Das Museum hat allerhand aktive Angebote, so gibt es die Möglichkeiten eine Ausstellung im Flugzeug besuchen, ich konnte einiges über Physik lernen (angefangen von Schwerkraft über Gewicht und Optik) und neben wirklich coolen Ausstellungsstücken gibts auch einiges zum „Mitmachen“. Wem das Verkehrshaus so zu wenig ist, der kann sich im gleichen Haus auch noch was zum Thema Schokolade in der Chocolate Adventure lernen oder ins Planetarium gehen. Ein idealer Ort, um einen „Schlechtwettertag“ in Luzern zu verbringen.

Kurz zusammengefasst
  • Mitmachfaktor: Hoch
  • Lernfaktor: Hoch
  • Spaßfaktor: Hoch
  • Preis: 32 CHF
  • Zeit: ca. 4 Stunden
  • Infos zum Verkehrshaus in Luzern

Nationalmuseum von Litauen in Vilnius

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Litauen ist nicht wirklich alt – hab ich immer gedacht. Und in Vilnius gelernt, das ich mich ziemlich geirrt habe. Denn Litauen war im 14ten Jahrhundert ziemlich groß. Von der baltischen See mit zum Schwarzen Meer. Klar, das hätte ich mir auch im Internet erlesen können, aber das im neuen Nationalmuseum von Litauen zu erfahren, ist viel interessanter. Wenngleich das Museum schon ein wenig besonders ist. Bis vor wenigen Jahren stand am Platz des Museums eine Ruine, und steht man heute davor, hat man das Gefühl, es handelt sich um ein altes Schloss.

Ich würde jedem Empfehlen, an einer Führung teilzunehmen. Viele Informationen würde man beim einfachen „durchgehen“ gar nicht so bekommen – und auch in den oberen Etagen wär ich wohl ohne „Schauen sie sich mal die kunstvoll gefertigten Fließen an“ bei einigen Stellen schnurstracks vorbei gegangen. Die Fließen, die wirklich beeindruckend aussehen, wurden in Vilnius gefertigt. Im Museum selbst ist nur wenig „interaktives“ zu finden, was ich persönlich ein wenig schade finde…

Wer anschließend noch Zeit hat, der kann noch in die Kathedrale von Vilnius gehen. Der Glockenturm steht übrigens neben der Kirche, was ich so noch nirgends auf der Welt gesehen habe.

Kurz zusammengefasst

Wikingerschiffmuseum in Roskilde

Wikingermuseum Roskilde

Eigentlich ist das Wikingerschiffmuseum in Roskilde nicht wirklich ein Schlechtwettertip. Ein Teil des Museums ist zwar in einer trockenen Halle, der wirkliche coole Bereich befindet sich jedoch Open-Air. Das Museum ist genau nach meinem Geschmack. Hier kann man nicht nur sehen, wie Wikinger gelebt und gearbeitet haben, man kann auch wie Wikinger segeln, wie Wikinger essen (ein Wikingerbrot kann ich euch nur empfehlen) und vor allem für Kinder interessant, das eigene Wikingerschild basteln. Ist natürlich für die Mädels blöd, aber für die (also auch für mich) gab es Korbflechtkurse. Leider hatte ich nicht so viel Zeit, aber so viel Interaktivität hab ich selten erlebt.

Wer will, kann auch einem Bootsbauer oder einem Schmied bei der Arbeit zuschauen oder sich wie ein Wikinger verkleiden. Und wer Exponate und Informationen braucht, wird durch einen tollen Film und die ausgestellten Wikingerboote auch auf seine Kosten kommen. Die Kurse und das Segeln kostet extra und sollte bei Interesse schon an der Kasse erwähnt werden. Besonders cool hier – der Eintritt für Kinder ist frei! Wenn ich mal Kinder habe, werde ich hier sicher wieder her kommen – denn dieses Museum macht wirklich viel Spaß !

Kurz zusammengefasst
  • Mitmachfaktor: Sehr Hoch
  • Lernfaktor: Hoch
  • Spaßfaktor: Hoch
  • Preis: 130 DKK (je nach Saison varrierend)
  • Zeit: ca. 6 Stunden
  • Infos zum Wikingerschiffmuseum in Roskilde

Roman Bath in Bath

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Irgendwann – vor langer langer Zeit – waren die Römer in England unterwegs. Und dann entdeckten sie Bath, eine Stadt im Süden des Landes, die schöne warme Wasser-Quellen hat. Die Römer haben damals schon an Wellness gedacht und ein Bad errichtet. Das kann man sich heute noch anschauen! Das Museum drumherum ist ziemlich begehrt, ich habe knapp 20 Minuten auf Einlass gewartet, aber es kann auch schon mal länger dauern.

Dies ist wohl auch der Grund, warum das Museum im Sommer 50 Pence teurer ist. Auch wenn das Roman Bath nicht wirklich interaktiv ist, lohnt sich der Besuch im Museum dennoch. Es gibt unglaublich viel zu sehen, die Zeitreise mit der Infobox ist sehr informativ und gibt einen super Einblick in das Leben der Römer, viele Fakten zu den heißen Quellen von Bath und einen wirklich coolen Platz zum verweilen. Direkt am römischen Pool kann man sich setzen und ein wenig im Schein des grünlichen Heilwassers entspannen. Ein wenig verwundert war ich schon, als ich auf der anderen Seite vom Pool neben ein paar Chinesen auch einen „Römer“ entdeckte. Sind Zeitreisen doch möglich ??

Kurz zusammengefasst
  • Mitmachfaktor: Mittel
  • Lernfaktor: Hoch
  • Spaßfaktor: Mittel
  • Preis: £16.50
  • Zeit: ca. 2 Stunden
  • Infos zum Roman Bath

Fabryka Emalia Oskara Schindlera in Krakau

Fast jeder, der in den 90ern wie ich jugendlich war, hat den Film „Schindlers Liste“ gesehen. Ein Film, der aufrüttelt, der bewusst macht, was im zweiten Weltkrieg für Greueltaten an Juden verübt wurden. Das beste Museum zu diesem Thema habe ich in Krakau entdeckt. Die Fabryka Emalia Oskara Schindlera habe ich eigentlich besucht weil ich mehr zu Oskar Schindler erfahren wollte. Was ich jedoch entdeckt habe war ein Museum, welches mir näher gegangen ist als jedes andere zuvor und danach besuchte Museum. Nur so viel – am Ende hatte ich Tränen in den Augen.

Schindlers Fabrik Krakau (10)

Das Museum zeigt den Wandel in einer Art Zeitreise so real – so emotional – das man sich dem Thema nicht entziehen kann. Selbst beim „einfach nur durchlaufen“ wird mehr als bewusst, was passiert ist. Das Thema Oskar Schindler wird übrigens nur in einem Raum behandelt.

Schindlers Fabrik Krakau (25)

Die Anreise zum Museum ist etwas umständlich, es fährt zwar ein Bus dorthin, aber die Anreise lohnt sich. Unbedingt vorbeischauen!

Kurz zusammengefasst
  • Mitmachfaktor: Mittel
  • Lernfaktor: Sehr Hoch
  • Spaßfaktor: Gering In diesem Fall nicht von Relevanz
  • Preis: 24 PLN
  • Zeit: ca. 3 Stunden
  • Infos zur Fabrik von Oskar Schindler

Comicmuseum in Brüssel

Ich muss ehrlich zugeben, das ich bisher recht wenig über gemalte Comics wusste. Ich liebte in meiner Kindheit nur die zahlreichen Hefte, die beim Arzt oder bei Freunden herum lagen.

Comic Museum Brüssel

Die Abenteuer von Tim und Struppi oder Asterix und Obelix hab ich immer gerne angeschaut und doch war diese Zeit fast vergessen. Bis ich in Brüssel das Comicmuseum entdeckt habe. Das ist zwar eine Ausstellung und daher weniger interaktiv (mal abgesehen von den Selfies mit bekannten Figuren ;)) aber dafür sehr interessant.

Ihr erfahrt hier alles über Comics. Geschichte, Entstehung, Druck und bekannte Zeichner und bekommt auch einen Einblick in Comics aus anderen Ländern (wie z.b. Manga). Ich war sehr begeistert von der Architektur des Jugendstilhauses und muss ehrlich zugeben, das ich vorher nicht gewusst habe wie viele Comicfiguren eigentlich in Belgien geboren wurden.

Kurz zusammengefasst
  • Mitmachfaktor: Mittel
  • Lernfaktor: Hoch
  • Spaßfaktor: Mittel
  • Preis: 10 Euro
  • Zeit: ca. 2 Stunden
  • Infos zum Comicmuseum in Brüssel

Müritzeum in Waren an der Müritz

Wie sieht ein Adler, wie fühlt sich ein Mammutbaum an und was ist eigentlich die Seenplatte ? Ich komm mir fast vor wie in der Sendung mit der Maus, als im Müritzeum diese Fragen von ganz allein kommen.

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Ich will mich ja erwachsen benehmen, aber irgendwie wurde ich genau hier wohl doch wieder ein bissl zum Kind. Da ist dieser Raum, wo man die Brunftschreie der Hirsche hört und dann dieses Aquarium, wo die Fische nur im Kreis schwimmen.

Von der ganzen Information, die es zum Anfassen und Erleben gibt, mal abgesehen. Ich hätte hier gerne mehr Zeit verbracht, das Museum bietet neues und interessantes über Natur und die Region, die Seen und die einheimischen Tiere und ist vor allem mit Guide eine echt gute Alternative für Schlechtwettertage in Mecklenburg Vorpommern.

Kurz zusammengefasst
  • Mitmachfaktor: Hoch
  • Lernfaktor: Hoch
  • Spaßfaktor: Hoch
  • Preis: 12 Euro
  • Zeit: ca. 3 Stunden
  • Infos zum Müritzeum

Museen in Deutschland

Natürlich haben wir uns nicht nur in Europa umgeschaut – auch in Deutschland gibt es zahlreiche spannende Museen.

Offenlegung: Zum Besuch der meisten der hier aufgeführten Museen wurden wir durch die jeweiligen Tourismuszentralen eingeladen.

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Über den Blogger

Janett

Hallo, ich bin Janett, die Gründerin des Blogs Teilzeitreisender.de
Schon immer war ich ein sehr großer Fan von Kurzreisen. Neben einer Teilzeitstelle an der Uni Düsseldorf pflege und hege ich deshalb dieses Projekt - und habe dafür schon das eine oder andere Abenteuer erlebt. Mehr über mich erfahrt ihr unter der Rubrik "Persönliches"