Mit den Malerblicken die Sehenswürdigkeiten im Südharz entdecken

Mit den Malerblicken die Sehenswürdigkeiten im Südharz entdecken

Dieser Beitrag enthält Werbung für den Südharz und die Malerblicke

Schon mal was von den Malerblicken gehört? Ich habe auf der Suche nach Sehenswürdigkeiten im Südharz diese etwas andere Art die Region zu entdecken erlebt. In diesem Artikel möchte ich euch nicht nur zwei wirklich spannende Malerblicke vorstellen, sondern auch einige spannende Reiseziele, die selbst ich als ehemaliger Südharzer bisher noch nicht kannte.

Mit den Malerblicken die Sehenswürdigkeiten im Südharz entdecken
Von der Malerblicke Idee wurde ich zu diesem Bild inspiriert: Der Sangerhäuser Marktplatz.

Das besondere? In Sangerhausen bin ich selbst geboren und nach 42 Jahren habe ich diese Stadt das erste Mal als Tourist entdeckt. Diese Reise ist für mich persönlich nicht nur eine Reise in den Südharz – sondern auch „ankommen“. Aber kommt doch mit auf meine Entdeckungsreise durch den Südharz!

Was sind die Malerblicke?

Wer durch den Harz fährt wird feststellen – es gibt viele schöne Orte. Ob Steinformationen, Fachwerkhäuser, Natur oder besondere Orte – die mitteldeutsche Region ist voller „Malerblicke“. Die schönen Ecken der Region werden nicht erst seit der Erfindung des Fotoapparates festgehalten – in den vergangenen Jahrhunderten haben sich sehr viele Landschaftsmaler der Romantik des Harzes gewidmet. Warum nicht Kunst und Kultur verbinden? So entwickelte sich die Idee dieses kulturelle Erbe über moderne digitale Formate interessierten Gästen näher zu bringen.

Mit den Malerblicken die Sehenswürdigkeiten im Südharz entdecken
Der Malerblick 33 in Stolberg – weiter unten verrate ich euch wie es heute aussieht.

Dafür wurden 39 Kunstwerke der vergangenen Jahrhunderte mit Motiven aus dem gesamten Harz ausgewählt. Die Kunsthistorikerin Dr. Iris Berndt unterstützte das Projekt mit umfangreichen Informationen zu den Kunstwerken und Hintergründen der Entstehungszeiten.  Schon vor meiner Reise habe ich mir deshalb zwei für mich passende Malerblicke auf der Seite harzinfo.de/malerblicke herausgesucht. Vor Ort hab ich diese Informationen auch über die Harz-App abgerufen. Das coole? Mit der App könnt ihr euch zu den Malerblicken navigieren lassen und bekommt jede Menge Zusatzinfos.

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Multimedia-Guide Malerblicke © HTV

Übrigens – auf der Malerblicke-Homepage findet ihr nicht nur ausführliche Informationen zu den 39 Hauptmotiven, es werden euch auch noch andere spannende Künstlerblicke aus dem jeweiligen Ort präsentiert. Wer unterwegs keine Lust zum Lesen hat – die Geschichten der einzelnen Orte gibt es auch als Audio/Multimedia-guide zum Anhören!

Welche Sehenswürdigkeiten im Südharz kann ich empfehlen?

Ich finde ja, dass die Region zwischen Nordhausen, Sangerhausen und Eisleben immer noch ein wirklicher Geheimtipp für Harzurlauber ist.

Queste Südharz
Die Queste in der Karstlandschaft Südharz

Und ja, es gibt einige wirklich spannende Sehenswürdigkeiten im Südharz. Hier die von mir besuchten und empfehlenswerten Ausflugsziele:

  • Ein Besuch in der Fachwerkstadt Stolberg
  • Ein Abstecher zum Kyffhäuserdenkmal (mit der Burg Kyffhausen)
  • Ein Aufstieg aufs Josephskreuz
  • Die Geschichte des Bergbaus im Röhrigschacht Erlebniszentrum Wettelrode erleben
  • Eine Wanderung durch die Karstlandschaft Südharz nach Questenburg
  • Eine Auszeit in der Solestadt Bad Frankenhausen
  • Auf den Spuren der Rosen nach Sangerhausen pilgern
  • Nordhausen, die Stadt des Korns entdecken
  • Mit der Dampflokbahn durch den Harz fahren
  • Schloss Heringen und die Geschichte des ältesten Dorf Thüringens entdecken

Auf einige dieser spannenden Ziele gehe ich in diesem Artikel natürlich auch ein!

Fachwerkromantik in Stolberg

Gut versteckt in einem Tal ist Stolberg im Harz für mich der Inbegriff von Fachwerkromantik. Die Stadt hat sich in ihrer Straßenführung in den letzten 500 Jahren nahezu nicht verändert – viele der 380 Fachwerkhäuser im Ortskern stammen noch aus dem späten Mittelalter.

Stolberg im Harz - Fachwerk

Ich habe hier ein wenig Zeit verbracht und verrate euch, was ihr in Stolberg im Harz so alles erleben könnt!

Wanderung zur Lutherbuche

Wer hinauf zur Lutherbuche will, der sollte gut zu Fuß sein. Die 190 Treppenstufen der Himmelsleiter sind schon recht anspruchsvoll – vor allem bei den warmen Temperaturen des Sommers 2022. Dennoch lohnt sich jede Stufe und jeder Schritt. Schon auf dem Weg zur Lutherbuche erwarten euch tolle Ausblicke, die auch der perfekte Grund für eine kurze Pause sind. Ich empfehle euch einen „Aufstieg“ in den Nachmittags- oder Abendstunden, dann lauft ihr hier im Schatten und die Stadt ist wunderschön angeleuchtet.

Stolberg auf Weg zur Lutherbuche
Das ist ein Blick auf dem Weg zur Lutherbuche

Angekommen bei der Lutherbuche könnt ihr euch auf einer der Bänke niederlassen. Selbst Luther, so wird behauptet, hatte bei seinem Besuch im April 1525 einen ähnlichen Blick von hier oben.  Auch ein gewisser Richard Thierbach hat hier im Jahre 1930 ein paar Stunden verbracht und ein Bild gemalt – heute ist dieses der Malerblick Nummer 33 (auf dem folgenden Foto könnt ihr gerne vergleichen). Ob wir hier oben 10 Minuten oder eine halbe Stunde verbracht haben? Ich weiß es nicht! Aber ich würde es immer wieder tun.

Wir sind übrigens nicht den gleichen Weg wieder zurückgegangen, sondern haben den „Zick Zack Weg“ (ja, der heißt wirklich so) hinunter nach Stolberg genommen. Der Weg führt uns so auch am Klingelbrunnen vorbei und ermöglicht uns auch einen Spaziergang durch Stolberg.

Gut zu wissen!
  • Wer die Stempel der Harzer Wandernadel sammelt – hier gibt es die Stempelstelle 216
  • Der Zugang zur Lutherbuche ist jederzeit möglich, ihr könnt am alten Bahnhof starten.
  • Eine Infotafel informiert darüber, dass hier einst Luther stand.
  • Die Lutherbuche ist noch nicht seit 500 Jahren hier oben. Ich schätze das die heutige Lutherbuche etwa 50 – 60 Jahre alt ist. Ob hier zu Luthers Zeiten ein ähnlicher Baum gestanden hat? Bestimmt!

Spaziergang durch Stolberg

Der Besuch bei der Lutherbuche lässt sich sehr gut mit einem Spaziergang durch Stolberg im Harz kombinieren. Ach halt – er gehört ja eigentlich unbedingt dazu! Im Stadtkern gibt es kaum ein Haus, welches nicht auch Fachwerk ist. Zwischendrin gibt es nette Restaurants und Cafés – und nicht nur die sollten euch dazu verleiten, doch den ganzen Tag in Stolberg zu verbringen.

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Wer hier zu Besuch ist, sollte mindestens 4 der folgenden Dinge tun!

  1. Eine Stolberger Lerche probieren!
  2. Das Stolberger Schloss besuchen (Eintritt ist frei)
  3. In der Münze etwas zur Geschichte des Ortes erfahren!
  4. Bei Friwi Zwieback und andere Leckereien kaufen
  5. Die schönen Fachwerkhäuser im Ortskern fotografieren
  6. Die St. Martini-Kirche bestaunen, in der einst Luther gepredigt hat
  7. In der Thyragrotte relaxen
  8. Zum Josephskreuz wandern.
  9. Die Himmelsleiter zur Lutherbuche erklimmen.

Ihr merkt schon – das war nicht mein erster Besuch in Stolberg im Harz. Ich kann euch verraten – es wird auch nicht mein letzter sein. Und insgeheim hoffe ich ja auch, dass Stolberg noch lange ein Geheimtipp im Harz bleibt.

Wanderung zum Josephskreuz

Wer gut zu Fuß ist, startet zum Josephskreuz direkt von Stolberg aus. Gemeinsam mit Monique habe ich an diesen warmen Sommertagen jedoch die entspannte Tour genutzt – die euch nach gerade einmal 2 Kilometern Wanderung zum Josephskreuz auf dem Großen Auerberg bringt.

 

Auf dem Weg dahin haben wir nicht nur einen Blick auf den Brocken erhaschen können, sondern wir konnten uns an zahlreichen alten deutschen Liedern ausprobieren. Warum einige der älteren Herrschaften meine Interpretation von Hoch auf dem gelben Wagen komisch fanden? Keine Ahnung. Am Gipfel des großen Auerberges steht das wohl größte Gipfelkreuz der Welt – das Josephskreuz.

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Wir jedoch mussten uns nach dem anstrengenden Weg nach oben erst einmal im Bergstübl stärken – natürlich stilecht mit Soljanka und Radler! Es dauerte nicht lange und ich fühlte mich fit für den Aufstieg. Knapp 200 Stufen gehen nach oben. Die ersten 150 waren für mich durchaus noch entspannt – die Wendeltreppe durch das kunstvolle Kreuz war jedoch höhentechnisch schon eine Herausforderung!

Der Aufstieg lohnt sich definitiv – von hier oben könnt ihr den Brocken sehen, den Kyffhäuser entdecken, auf die goldene Aue und den Oberharz schauen und entdecken wie grün der Harz doch ist. Belohnt für den Aufstieg haben wir uns übrigens mit einem Stempel für die Harzer Wandernadel und der Abkürzung über den „steilen“ Weg hinunter zum Parkplatz.

Gut zu wissen!
  • Der Aufstieg auf das Josephskreuz kostet 4,50 Euro und ist von 10 – 17 Uhr möglich.
  • Hier befindet sich die Stempelstelle 215 der Harzer Wandernadel.
  • Bei starkem Regen, Gewitter, Sturm oder Nebel bleibt das Josephskreuz aus Sicherheitsgründen geschlossen.
  • Wer kann sollte am Josephskreuz die Walpurgisnacht feiern.

Anreise nach Stolberg

Zwar hat Stolberg einen Bahnhof, der wird jedoch schon seit Jahren nicht mehr von Zügen angefahren. Es gibt jedoch den Bus VGS 450, der in Sangerhausen startet und via Berga Bahnhof (Anbindung an Kassel, Nordhausen und Leinefelde) unter der Woche stündlich und am Wochenende alle zwei Stunden nach Stolberg bringt. Vor ein paar Jahren bin ich mit dem Taxi von Nordhausen gefahren, das hat ca. 50 Euro gekostet. Ich empfehle die Anreise mit dem Auto – während eures Aufenthaltes könnt ihr selbiges jedoch stehen lassen.

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Übernachtungsempfehlung für Stolberg

Ich habe eine Nacht im Romantik-Hotel Freiwerk übernachtet – welches sich auf der Thyrahöhe oberhalb des Ortes befindet. Das Hotel verfügt über 30 modern eingerichtete Zimmer, ich hatte ein Freiblick Zimmer. Das Hotel verfügt über einen kleinen Wellnessbereich, ein empfehlenswertes Restaurant und kostenlose Parkplätze (auch Aufladung für Elektroautos ist möglich).

Die Nacht im Hotel gibt es ab 120 Euro inkl. Frühstück.

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Restaurantempfehlung für Stolberg

Das ihr euch eine Lerche genehmigen solltet habe ich ja schon erwähnt – die gibts im Stadtzentrum im Hotel zum Kanzler und im Gasthaus Kupfer. Bei Friwi gibts lecker süße Sachen, die ihr im Outlet vor Ort kaufen und probieren könnt.

Meine Restaurantempfehlung für einen besonderen Abend ist jedoch das 2020 im Hotel Freiwerk. Das Überraschungsmenü (3 Gänge) kostet 49 Euro und war jeden Cent wert! Richtig gute Küche und tolles Personal!

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Bergbau im Südharz: Kanu fahren im Röhrigschacht Wettelrode

Nach meinem Erlebnis im ErlebnisZentrum Bergbau Röhrigschacht Wettelrode habe ich mir fest vorgenommen: Das Thema Bergbau im Südharz muss ich mir definitiv noch mal genauer anschauen. Der Röhrigschacht ist ein ehemaliges Kupferschiefer-Bergwerk welches seit einigen Jahren als Museum „befahren“ werden kann. Eine klassische Museumstour (unter und über Tage) beinhaltet eine Fahrt mit dem Aufzug auf 200 Meter Tiefe und eine Tour mit der Grubenbahn auf eine Tiefe von 283 Meter.  Schon diese Tour ist wirklich spannend, so habe ich einiges rund um den Bergbau in der Region Mansfeld-Südharz gelernt und gesehen wie beschwerlich die Förderung von Kupferschiefer noch vor 120 Jahren war.

Mein Highlight war jedoch eine Kanufahrt zu einem sogenannte „Rückenabbau“ in einer Gebirgsverwerfung. Kanufahren in knapp 300 Metern Tiefe ist schon eine spannende Erfahrung und beinahe magisch. Das Wasser hier unten war überraschenderweise recht salzig – da ich auch einige Tropfen von oben abbekommen habe, hatte meine Jacke anschließend eine Salzkruste. Das Grüne Gewölbe, welches auch Teil der Altbergbau Spezial-Tour ist, habe ich leider nicht mehr sehen können – werde es mir aber definitiv noch bei einer der nächsten Besuche im Röhrigschacht anschauen.

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Wer sich nicht in die Tiefe traut – auch über Tage gibt es einiges zu entdecken. So befindet sich hinter den Förderturm eine kleine Halde, an dessen Spitze man einen tollen Blick auf die Spitzkegelhalde Hohe Linde hat. Auf dem Weg dorthin können zahlreiche Gerätschaften aus dem Bergbau bestaunt werden. Auch das Museum im Hauptgebäude solltet ihr nicht verpassen – hier macht ihr sogar Bekanntschaft mit Luthers Vater! Spannend ist vor allem der Einblick in Geologie und Geschichte des Bergbaus im Mannsfelder Land.

Wer jetzt noch Lust auf eine Wanderung hat – rund um den Röhrigschacht gibt es einen Bergbaulehrpfad mit knapp 7 Kilometern Länge und 300 Höhenmetern.

Und noch einen Tipp habe ich: Die Hohe Linde kann 1-2 Mal im Jahr auch bestiegen werden. Der Aufstieg findet 2022 am 28.August statt. Mehr Infos dazu findet ihr unter roehrigschacht.de

Gut zu wissen!
  • Der Besuch im Erlebniszentrum ist Mittwoch bis Sonntag von 10 – 16 Uhr möglich.
  • Das Bergbaumuseum über Tage kann in dieser Zeit jederzeit besucht werden. Eintritt 3,50 €
  • Die Einfahrten in den Schacht für eine klassische Führung finden 4 Mal täglich statt. Die Tour dauert 75 Minuten. Die Berkwerksführung kostet 16 €
  • Die Bergbau Spezial Führung findet nur an bestimmten Terminen statt und dauert 5 Stunden (inkl. Verpflegung). Sie kostet 85 Euro.
  • Kinder dürfen den Röhrigschacht erst ab 5 Jahren besuchen.
  • Alle weiteren Informationen findet ihr unter roehrigschacht.de

Ein Besuch in der Rosenstadt Sangerhausen

Mit Sangerhausen verbindet mich recht viel – hier bin ich 1980 geboren (klingt auch fast nach Mittelalter, oder?). Die Stadt liegt im Südharz an der Goldenen Aue und hat einige wirklich schöne Ausflugsziele zu bieten. Natürlich findet ihr auch hier einen Malerblick, wenngleich ich diesen doch lange suchen musste!

Das Europa Rosarium Sangerhausen

Ich bin in der Rosenstadt Sangerhausen geboren – mit Rosen hatte ich jedoch bisher noch nicht so viel am Hut. Auch in 42 Jahren habe ich es nie geschafft ins Europa Rosarium zu gehen – auch wenn sich hier die größte Rosensammlung der Welt befindet. Die etwa 80.000 Rosensträucher blühen natürlich nicht gleichzeitig und doch sind in der Saison von April bis Oktober zahlreiche verschiedene Rosenarten zu bestaunen.

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Die umfangreichste Blüte erlebt ihr hier vor Ort im Juni – doch auch außerhalb dieser Zeit lässt sich spannendes erleben. Ich war vor allem von den verschiedenen Kunstwerken auf dem Gelände überrascht, habe über den großen Baumbestand auf der 13 Hektar großen Fläche gestaunt und wusste nicht, das hier sogar Zeitreisen in die Welt der Rosen möglich sind.

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Auf meinem Rundgang habe ich nicht nur besondere Rosensorten entdeckt, sondern auch Hagebutten – die Früchte der Rosen. Und soll ich euch was sagen? In einige von denen war ich dann doch sofort verliebt. Wer sagt denn das Hagebutten denn immer klassisch rot oder orange sein müssen? Was ich ebenfalls spannend fand? Von November bis März ist auf dem Gelände vom Europa Rosarium ein öffentlicher Park, in dem Einheimische und Gäste flanieren können.

Gut zu wissen!
  • Die Eintrittspreise im Rosarium variieren je nach Saison – eine Übersicht findet ihr hier.
  • In den Sommermonaten könnt ihr täglich ab 09:30 Uhr – 17:00 Uhr, im Juli und August auch bis 19 Uhr vorbeischauen
  • Für Rosenkenner werden Workshops für Schnitt und Pflege der Rosen angeboten.
  • Vor Ort solltet ihr unbedingt das Roseneis probieren!

Der Sangerhäuser Malerblick

Ein paar Tipps habe ich auf der Malerblicke Seite vom Harzer Tourismusverband (Nr. 39) schon erhalten. Beim Rosarium soll sich der Blick befinden – bei den alten Teichen. Und ja – ich habe mit viel Hilfe nun eine ungefähre Vorstellung wo sich der Künstler befunden hat – beim „Vergleichsmotiv“ schießen habe ich jedoch kläglich versagt.

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Das Motiv aus dem Jahre 1836 von Adrian Ludwig Richter aus Sangerhausen kann ich leider so direkt nicht nach fotografieren, auf dem Weg in den Feierabend habe ich dafür aber ein sehr schönes Motiv oberhalb der Stadt machen können.

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Was meint ihr – eignet sich das nicht vielleicht auch als Ersatz – Malerblick?

Das Spengler Museum Sangerhausen

Als Kind war ich häufiger im Spengler Museum und war natürlich gespannt – wie ich es als Erwachsener denn nun so wahrnehmen würde. Der „Das Mammut ist ja viel kleiner als damals“ – Effekt ist wohl einer der häufigsten Erlebnisse von Wiederholungs-Tätern im Spengler Museum. Und doch ist der Urelefant auch heute noch gefühlt riesig – habe ich es ja nicht über 1,61 herausgeschafft.

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Was ich diesmal jedoch bewusster wahrgenommen habe sind die vielen spannenden Informationen rund um die Zeit, in der im Südharz Mammuts, Nashörner und Wilde Bären lebten. Auch die gut aufbereitete Zeitreise in der zweiten Etage, die ich verkehrt herum gelaufen bin, hat mir einige Aha-Momente beschert. Berührt hat mich die Reportage von mehreren Schülern mit Zeitzeugen des zweiten Weltkrieges.

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Am Ausgang habe ich dann noch eine alte Karte mit Motiven aus Sangerhausen entdeckt. Wenn das mal nicht zu den Malerblicken passt. Mein Exemplar bekommt daheim einen Ehrenplatz, wer auch ein besonderes Sangerhausen-Poster haben will – für 1 € ist es im Spenglermuseum zu erstehen. Das Spenglerhaus hätte ich gerne auch noch gesehen – das ist leider nur am Sonntag geöffnet!

Gut zu wissen!
  • Der Eintritt ins Spengler Museum kostet 3 Euro
  • Die Öffnungszeiten sind Dienstag bis Sonntag, jeweils von 13.00 – 17.00 Uhr
  • Mehr Infos zu Dauerausstellungen und Führungen findet ihr hier.

Foto-Spots in Sangerhausen

In Sangerhausen gibt es einige nette Ecken, die ich euch noch einmal ausführlich in einem eigenen Sangerhausen-Artikel vorstellen werde. An dieser Stelle möchte ich euch jedoch drei recht fotogene Motive vorstellen. Sehenswert ist der Marktplatz und auch die etwas versteckte alte Stadtmauer bietet sich an vielen Ecken als Motiv an. Die Stadt bietet Kontraste – auf der einen Seite gibt es viele schöne Gebäude, aber zwischendrin holt sich auch die Natur alte Gebäude zurück. Ich finde, beides hat seinen Charme!

Ein besonderes Bild bietet sich übrigens auch in der Einkaufsstraße, dort habt ihr einen tollen Blick auf die Halde Hohe Linde. Ich kenne keine andere Stadt die so einen speziellen Ausblick hat!

Anreise nach Sangerhausen

Sangerhausen ist ideal mit dem Zug erreichen. Hier kommen regelmäßig Nahverkehrszüge aus Erfurt, Kassel Wilhelmshöhe und Magdeburg an. Auch mit dem Auto lässt sich die Stadt im Südharz gut erreichen, die A38 bietet gleich mehrere Abfahrten nach Sangerhausen. Wer sich die Stadt anschauen möchte kann am Rosarium oder am Bahnhof parken. Je nach Uhrzeit kann dies auch kostenpflichtig sein. Die Wege in Sangerhausen sind kurz – es gibt jedoch auch Busanbindungen in der ganzen Stadt.

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Übernachtungsempfehlung für Sangerhausen

Ich habe im Hotel Pension Am Rosarium übernachtet. Die Pension befindet sich in einem Wohngebiet circa 100 Meter oberhalb des Rosariums. Die Zimmer sind herrlich ruhig, ich konnte von meinem Zimmer aufs Feld und auf grasende Pferde schauen. Wer kann sollte unbedingt das Frühstück hier genießen – das ist klein aber fein und von der Inhaberin der Pension bekommt ihr ganz viel Tipps für Ausflugsziele in der Region. Der Preis fürs Zimmer inklusive Frühstück liegt zwischen 90 – 110 Euro.

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Restaurantempfehlung für Sangerhausen

An dieser Stelle habe ich für euch nicht nur eine Restaurantempfehlung – in Sangerhausen könnt ihr gleich an zwei Stellen besonderes Eis genießen. Im Rosarium gibt es Roseneis und in der Stadt gibt es schwarzes Eis bei Eis Verfürth.

Mein Restauranttipp ist das HarzRockCafe – welches Donnerstagabend im Sommer auch BBQ anbietet. Wer mal was Anderes erleben will und Rockmusik liebt wird sich hier garantiert wohlfühlen. Ach ja – lecker und bezahlbar isses auch! (Reservierung ist ein Muss!)

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Nordhausen & Heringen entdecken

Kennt ihr schon Nordhausen – die Stadt des Korns? Ich habe dort ein paar Jahre studiert und habe mir im letzten Jahr die Zeit genommen mit die Stadt gut 20 Jahre danach noch mal anzuschauen. Auch rund um Nordhausen gibt es viele schöne Wanderwege – in Nordhausen selbst und in der Umgebung gibt es jedoch auch sehr viel zu entdecken. Was mir zum Beispiel vollkommen neu war: In Bielen wurde vor ein paar Jahren das älteste Dorf Thüringens gefunden!

Auf den Spuren der Jungsteinzeit zum Schloss Heringen

Unweit von Nordhausen befindet sich der kleine Ort Heringen. Warum ich dort immer vorbeigefahren bin? Keine Ahnung! Ein Besuch hier lohnt sich nicht nur für Liebhaber von Renaissance-Schlössern. Das Schloss wurde vor einigen Jahren restauriert und beherbergt seitdem nicht nur ein paar spannende Dauerausstellungen, einen tollen Ballsaal (im dem auch geheiratet werden kann), sondern auch eine Pension im Schloss und Scheunen für kreatives Arbeiten mit Jung und Alt.

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Überrascht hat mich der Besuch der Dauerausstellung rund ums „Älteste Dorf Thüringens“. Für selbige habe ich ein Tablet in die Hand gedrückt bekommen, mit dem ich interaktiv die einzelnen Stationen anschauen konnte. So hab ich etwas über die Grand Dame der goldenen Aue gelernt – und über das Leben im Südharz in der Jungsteinzeit.

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Im Renaissance-Saal habe ich mich dann an alter Schrift probiert und habe viel über die Geschichte des Schlosses gelernt und in den oberen Etage wurde auf Leben im Schloss und in Heringen eingegangen. Hier lässt sich nicht nur bei schlechtem Wetter gut und gerne ein Nachmittag verbringen!

Gut zu wissen!
  • Der Eintritt ins Schloss Heringen kostet 4,50 €
  • Das Schloss öffnet Dienstag bis Sonntag von 10 – 16 Uhr (Wochentags bis 17 Uhr)
  • Das Tablet für die Ausstellung zur Steinzeit kann sich an der Kasse ausgeliehen werden
  • Alle Infos zu den Ausstellungen und Programmen findet ihr hier.
  • In der Pension im Schloss Heringen stehen 5 Zimmer zur Verfügung – die Nacht kostet 60 Euro im Doppelzimmer

Nordhausen, den Korn und die Harzer Schmalspurbahn entdecken.

Wer hier regelmäßig liest kenn meinen Artikel über die Sehenswürdigkeiten in Nordhausen und Umgebung – daher gibt es hier nur ein paar kurze Tipps.

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Echte Nordhäuser Traditionsbrennerei

Wenn ihr in Nordhausen seid, dann solltet ihr unbedingt in der Echten Nordhäuser Traditionsbrennerei vorbeischauen, die zahlreichen Treppen der Stadt erklimmen, dem Roland am Rathaus hallo sagen und von Nordhausen Nord mit der Dampflokbahn zur Endstation Nordhausen Hauptbahnhof fahren (ja, so bekloppt bin ich!).

Abstecher zum Kyffhäuser

Auch über den Kyffhäuser will ich noch ein Wort verlieren, wenngleich er nur bedingt zum Südharz gehört – das Gebirge ist nämlich ein anderes! Dennoch lohnt sich ein Besuch dort, von oben habt ihr einen tollen Blick auf die goldene Aue und Ausläufer des Südharzes.

Kyffhäuserdenkmal
Das Kyffhäuserdenkmal

Auch der Harzer Malerblick Nr. 38  ist hier versteckt, ich kann euch verraten, dass dieser sich sehr gut auf einer Wanderung zum Kyffhäuser erleben lässt.  Wer möchte kann den Besuch der Unterburg auch mit einer weiteren Zeitreise zur Oberburg und dem Kyffhäuserdenkmal verbinden.

Ihr habt Lust auf noch mehr Malerblicke im Südharz?

  • Miriam und Johannes haben den Südharz mit Kindern entdeckt.
  • Mit der HarzCard könnt ihr viele Sehenswürdigkeiten im Harz günstig entdecken.

Offenlegung: Ich ware drei Tage auf den Spuren der Malerblicke im Südharz auf Einladung des Harzer Tourismusverbandes unterwegs.

Janett

Hallo, ich bin Janett, die Gründerin des Blogs Teilzeitreisender.de
Schon immer war ich ein sehr großer Fan von Kurzreisen. Neben einer Teilzeitstelle an der Uni Düsseldorf pflege und hege ich deshalb dieses Projekt - und habe dafür schon das eine oder andere Abenteuer erlebt.

Mehr über mich erfahrt ihr unter der Rubrik Persönliches

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