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Großbritannien

Mein London der Ruhe – 3 Tipps abseits des Trubels

Schon verrückt – da fahre ich in die trubeligste Stadt Europas und suche Orte der Ruhe. Das ist in London – vor allem in der Vorweihnachtszeit – gar nicht so einfach. Nirgends ist man weniger allein als im Zentrum von London. Ob die 500 Treppen in einer U-Bahn-Station, ob am Picadally Circus oder am Buckingham Palace – ich hatte um mich herum immer an die 500 Gleichgesinnten, die eben diesen Weg auch suchten.

Massen am Piccadilly Circus
Massen am Piccadilly Circus

Es ist nicht so, das mir der Trubel was ausmacht und doch brauche ich in so Großstädten Orte und Momente, um einfach mal  stehenbleiben zu können, um durchzuatmen. Auch in London habe ich drei bemerkenswerte Orte gefunden, die mir an einem turbulenten Samstag die Luft zum Durchatmen gegeben haben.

1. Die London Bridge

Auf meinem Weg vom Borough Market (der für alle Slow Food Fans ein unbedingtes Muss sein sollte) Richtung „Monument“ ging ich bewusst zu Fuß über besagtes Bauwerk. Zum einen, weil ich natürlich einen Blick auf die Tower Bridge werfen wollte (die von hier aus sehr gut zu sehen und zu fotografieren ist), zum anderen, weil das englische Wetter es an diesem Tag mit viel Sonnenschein sehr gut mit mir meint. Die London Bridge ist keine spektakuläre Brücke, ganz im Gegensatz zur Tower oder Millenium Bridge, die beide von Touristen belagert werden. Umso entspannter (und das trotz der 6 spurigen Straße in der Mitte) ist ein Spaziergang über eben dieses Bauwerk.

2. St Bartholomew the Great – Kirche

Auf der Suche nach Filmkulissen in London entdeckte ich dieses wunderschöne Gebäude gut versteckt in einer Seitenstrasse, hinter einem Fachwerkhaus. St. Bartholomew the Great ist die älteste Kirche von London und ein echter Geheimtipp für Ruhesuchende. Der Eintritt kostet 4 Pfund und ich war an diesem Nachmittag im Dezember der einzige Gast. Eine ganze Kirche für mich – und dann auch noch so eine besondere (hier wurden knapp 14 Filme gedreht, hier kann man nachmittags auch gerne eine entspannte Tea-Time genießen (ich war leider ein paar Minuten zu spät) und hier gibt es natürlich auch Gottesdienste). Eine dreiviertel Stunde meiner doch so knappen Zeit verbrachte ich hier und konnte nicht genug bekommen von der Architektur und der geschichtlichen Aura der Kirche.

3. Die St. Pancras Station (Bahnhof)

Ihr haltet mich jetzt sicherlich für ein wenig durchgedreht, wenn ich euch sage, das dieser Bahnhof ein Ort der Ruhe in London ist. Und doch war ich dort frühmorgens um kurz nach 9 Uhr fast allein. Sowohl auf dem Vorplatz, als auch in dem wunderschönen Gebäude als auch direkt auf dem Bahnhof selbst spüre ich „Ruhe“. Die St. Pancras ist der „Internationale Bahnhof“, an dem sicherlich mehrmals am Tag richtig hoscha ist. Zwischendurch – wenn kein Zug kommt, herrscht hier entspannte Ruhe. Vielleicht auch deshalb, weil die meisten Touristen eher die hundert Meter entfernte Kings-Cross-Station besuchen (dort befindet sich die Platform 9 -3/4 aus den Harry-Potter-Filmen). Wunderschön in der Bahnhofshalle ist auch die Bronzefigur eines liebenden Paares…

Offenlegung: Ich wurde auf die Reise nach London von Stenaline eingeladen. Alle Eintritte vor Ort wurden selbst finanziert.

Über den Autoren

Janett

Hallo, ich bin die Gründerin des Blogs Teilzeitreisender.de
Schon immer war ich ein sehr großer Fan von Kurzreisen. Ich liebe kreative und verrückte Reisen, stehe auch auf Motorsport und Roadtrips. Als Experte in "Günstig in den Urlaub" kann ich sicherlich auch Tipps für eure nächste Reise geben!

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