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Niederlande

Freizeitkarten: Die I amsterdam City Card im Teilzeitreisender-Test

Wie in anderen großen Städten auch, gibt es in Amsterdam die Möglichkeit mit einer speziellen City Card richtig gut zu sparen. Was, wo und wie viel durfte ich live vor Ort erfahren. Selbstverständlich sollt Ihr davon profitieren und daher nun meine Tipps zur I amsterdam City Card:

Die wichtigsten Infos zur Karte…

PreisWo erhältlich?Transportmittel?Was ist inklusive?Hinweise!Für wen geeignet?

Die I amsterdam City Card kostet für einen Tag (24 Stunden) 57 EUR, für 2 Tage (48 Stunden) 67 EUR und für 3 Tage (72 Stunden) 77 EUR sowie 87 Euro für 4 Tage (96 Stunden). Alle wichtigen Informationen zur Gültigkeit und den einzelnen Bedingungen findet ihr auf I amsterdam City Card.

Gibt es Ermäßigungen (z. B. für Kinder)? Nein. Der Kauf der Karte lohnt sich jedoch bereits für Kinder ab 10 Jahren, da diese oftmals den vollen Eintrittspreis zahlen müssen.

Vorab online (die Karte ist dann an einer bestimmten Stelle in der Stadt abholbereit) oder in einer der vielen Verkaufsstellen.

  • I amsterdam Store, Nordeingang Centraal Station (IJhal)
  • I amsterdam Visitor Centre Centraal Station, Stationsplein 10 (gegenüber Hauptbahnhof)
  • I amsterdam Visitor Centre Amsterdam Schiphol Airport

Ja! Alle öffentlichen Verkehrsmittel des GVB, d. h. Straßenbahnen, U-Bahnen und Busse der Stadt Amsterdam lassen sich kostenlos nutzen.

Bitte beachten! Die Metro/Regiobahnen kann mit dem Ticket nicht genutzt werden. Busse und Straßenbahnen mit GVB Logo dagegen alle.

Es gibt ein günstiges Ticket, welches nur Transportmittel anbietet. Das Amsterdam & Region Travel Ticket kostet aktuell 13,50 Euro. Interessant hier – ihr könnt bis zur Küste nach Zandvoort oder zum Keukenhof fahren. Wenn ihr ein Amsterdam-Ticket habt, könnt ihr für dieses Ticket 3,50 Euro sparen.

Ihr bekommt mit der I amsterdam City Card nicht nur einen Stadtplan, sondern auch: freien Eintritt zu Amsterdams wichtigsten Museen und Attraktionen + 2,50 EUR Ermäßigung Eintritt Rijksmuseum + Gratis Grachtenrundfahrt + Ermäßigung zu Attraktionen, Restaurants oder Fahrradverleihalle Vorteile hier auf einen Blick. Auch außerhalb von Amsterdam könnt ihr einige Sehenswürdigkeiten entdecken.

  • Das Ticket wird bei der ersten Nutzung aktiviert. Im Nahverkehr müsst ihr es wie in Amsterdam üblich wie eine OV-Chipkarte nutzen und euch Ein- und wieder Auschecken.
  • In der Innenstadt braucht ihr keinen Nahverkehr, alles ist Fußläufig erreichbar.

Wer sich mehrere Tage in Amsterdam aufhält und die öffentlichen Verkehrsmittel nutzt, sollte sich die Card auf jeden Fall zulegen. Vor allem jedoch lohnt sich die Karte für Museumsgänger, denn schon bei der Nutzung von 3 – 4 Museen habt ihr den Preis für die Karte wieder drin. Wir empfehlen die Nutzung bei einem Amsterdam Urlaub von mindestens 3 Tagen.

 

Die Teilzeitreisender – Ausflugsempfehlungen….

Top 1: Was ihr unbedingt gemacht haben solltet.

Grachtenfahrt

Eigentlich außer Frage, dass jeder Amsterdam-Besucher eine Grachtenfahrt mitmachen sollte. Auf einer ca. 1-Stündigen-Rundfahrt sieht man nicht nur alle wichtigen Sehenswürdigkeiten der Stadt, sondern bekommt auch noch (in verschiedenen Sprachen) viele Hintergrundinformationen geliefert.

Die Tour durch die Kanäle über die I amsterdam City Card kann bei verschiedenen Unternehmen gebucht werden. Ich war mit der Blue Boat Company unterwegs, da diese in unmittelbarer Nähe des Rijksmuseums ihren Startpunkt hat. Bis auf den – leider trockenen – Humor der beiden Stimmen aus dem Off war die Rundfahrt sehr informativ und spannend (und das nicht nur wegen der engen Grachten) und auf jeden Fall empfehlenswert.

Eine Grachtenfahrt kostet zwischen 16 und 20 Euro, die ihr mit der Karte spart.

Botanischer Garten

Ein Stadtbummel durch Amsterdam ist beeindruckend. Das Wasser, die schönen Gebäude, die zahlreichen Kleinigkeiten, die einen Besuch in der niederländischen Hauptstadt echt spannend machen. Manchmal jedoch möchte man eine kleine Auszeit.

Nur ein paar hundert Meter vom Stadtzentrum entfernt befindet sich der Hortus Botanicus – einer der ältesten botanischen Gärten der Welt. Groß ist der Park nicht, mit seinen zahlreichen Gewächshäusern jedoch auch eine gute Schlechtwetteralternative. Wenn ihr die Zeit findet, in der Orangerie habe ich auch recht gut gegessen.

Der Eintritt in den botanischen Garten von Amsterdam kostet ohne i Amsterdam Card 9 Euro. Mit Karte ist der Eintritt inklusive.

Die Oude Kerk

Das älteste noch erhaltene Gebäude von Amsterdam steht mitten im Rotlichtviertel der Stadt. Neben einem wirklich süßen Kaffee direkt im „Garten“ der noch aktive Kirche gibt es viel zu entdecken. Ausstellungen und Geschichte zur Stadt zum Beispiel.

Wir hatten leider ein wenig Pech, denn die Kirche wird von Zeit zu Zeit für neue Ausstellungen umgebaut. Auch während der Gottesdienste kann man die Ausstellung nicht besuchen.

Wer mit i Amsterdam Card vorbeikommt, spart 10 Euro Eintrittspreis.

Top 2: Museen in Amsterdam

Kunst – Museen in Amsterdam

Na gut… ich gestehe: ich bin Rembrandt-Fan und als solcher ist der Besuch des Rijksmuseums ein Muss – schließlich hängen hier einige Werke des Meisters. Nicht nur „Die Nachtwache“.

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Doch auch sonst ist das Museum durchaus sehenswert: eine gesunde Mischung an Statuen, Bildern, Alltags- und Gebrauchsgegenständen erwarten die Besucher. Wir waren begeisterte 3 Stunden drin und hätten sicher auch noch mehr Zeit „vertrödeln“ können. Durch die Vorlage der I amsterdam City Card erhält man 2,50 EUR Rabatt. Normalpreis: 15,00 EUR – aber (!) Personen unter 18 Jahren haben freien Eintritt!

Heimatkunde – Museen

Ich weiss. Heimatkunde klingt recht langweilig. Aber die Museen in Amsterdam sind auch abseits der Kunst sehenswert. Eines der schönsten Museumshöfe (obwohl es ja eher ein Carré ist) habe ich im „Het Scheepvaartmuseum“ entdeckt.

Das Schifffahrtsmuseum zeigt in verschiedenen Ausstellungen das Leben an Bord der Schiffe, geht auf die Vormachtstellung der Niederländer ein und behandelt auch Themen wie Walfang.

Für Kinder (und mich) wirklich spannend ist ein Besuch auf der East India-Man, wo man es sich in Hängematten gemütlich machen kann, am verlassen Tisch beim Kapitän sitzen kann oder die schwere Fracht heben muss.

 

Gleich nebenan und nicht minder spannend ist das Science Museum „Nemo“, welches eine ideale Schlechwetteralternative für alle Kunst und Kulturmuffel darstellt.

Hier kann ausprobiert, gebastelt und entdeckt werden. Über vier Etagen habe ich die Erde vor Meteoroiden geschützt, riesige Seifenblasen gemacht und wurde Wärmegescannt. Und dabei war ich längst nicht so lange hier, wie es dieses Museum verdient hätte.

Das Schifffahrtsmuseum würde ohne i Amsterdam Karte mit 15 Euro, das Nemo mit 16,50 Euro kosten.

Freien Eintritt erhält man sogar in 36 (!) Museen, z.B. im:
* Amsterdam Museum * Bijbels museum de Cromhouthuizen (Biblische museum) * Cobra Museum of Modern Art * Huis Marseille – Museum für Fotografie * Tassenmuseum Hendrikje (Museum von Taschen und Portemonnaies) * Van Gogh Museum *

Top 3: Ausflüge ins Amsterdamer Umland

Muiderslot

Ihr habt Fahrräder gemietet? Dann lohnt sich vielleicht ein etwas anderer Ausflug ins Amsterdamer Umland. Das Muiderslot ist ein bekanntes Ausflugsziel für Niederländer, in Deutschland aber wenig bekannt.

In dem sehr gut erhaltenen Wasserschloss gibt es neben einer netten Ausstellung auch einen Bereich, in dem man das Schloss-Leben selbst erfahren kann. Ihr wollt mehr erfahren? Wir haben einen Bericht über das Muiderslot geschrieben.

Der Eintritt kostet ohne Karte 15,50 Euro für Erwachsene. Mit Karte ist der Eintritt kostenlos.

Zaanse Schans

Ein Freiluft-Museum? Nein nicht wirklich. Zaanse Schans kann man irgendwie gar nicht einordnen. Und doch sollte ein Besuch in dem kleinen „Dörfchen“ für echt Holland-Freunde unbedingt drin sein. zaanse schansMit der i Amsterdam Card spart ihr euch den Eintritt in das Museum, welches neben dem Besuch von einigen der Windmühlen unbedingt auf eurem Plan stehen sollte.

zaanse schans

Ja, das ganze bedient einige Holland-Klischees. Aber vielleicht ist es gerade deshalb interessant für die, die dies im Rest des Landes vermissen. Käse, Holzschuhe und den erste Albert Heyn gibt es hier nämlich auch bestaunen. Lest doch mal rein in unser Zaanse Schaans Abenteuer.

Der Eintritt ins Museum beträgt 10 Euro (Ohne i Amsterdam Card)

Naarden

Ganz ehrlich? Ich kannte Naarden bisher nicht. Aber nach einem Besuch der kleinen Stadt, die ebenfalls vor den Toren von Amsterdam liegt, kann ich euch einen Besuch nur empfehlen. Eine gut erhaltene Stadtmauer, einige coole Hotspots wie z. B. das Comeniusmuseum und die Stadttore sind echt sehenswert.

Eines der Tore von Naarden

Die verrückteste Geschichte habe ich jedoch im Festungsmuseum erlebt, wo zu Ehren meines Besuchs sogar eine Kanone geschossen wurde. Im Museum könnt ihr alles über die Verteidigung der Feste erleben – die auch mit Amsterdam zu tun hat. Und vielleicht trefft ihr auch eine oder mehrere der Festungsziegen, die dort herumlaufen. Mehr dazu gibt es in unserem Naarden-Artikel

Unser Ergebnis:

Bewertung
Auf einer Skala von 1 – 6 (Schulnoten) gebe ich der Karte eine 2.

Der Preis wirkt im ersten Moment recht hoch. Betrachtet man aber die Preise, die bei einigen Museen und Sehenswürdigkeiten bei fast 20 Euro liegen und sieht entsprechenden Einsparungen, erkennt man schnell der Vorteil der Card.

Die Angebote der Card sind wirklich sehr vielseitig und somit für jeden von Nutzen. Die Handhabung ist unkompliziert und kinderleicht. Der im Preis enthaltene Stadtplan hilft von Anfang an super bei der Orientierung.

Offenlegung: Die I am Amsterdam City Card wurde uns von Amsterdam Marketing zur Verfügung gestellt

Über den Autoren

Janett

Hallo, ich bin die Gründerin des Blogs Teilzeitreisender.de
Schon immer war ich ein sehr großer Fan von Kurzreisen. Ich liebe kreative und verrückte Reisen, stehe auch auf Motorsport und Roadtrips. Als Experte in "Günstig in den Urlaub" kann ich sicherlich auch Tipps für eure nächste Reise geben!

Über den Autoren

Kerstin

Unsere Berlinkorrespondentin ist häufig in der Hauptstadt unterwegs und findet zusammen mit ihrer Familie so manchen tollen Geheimtipp. Ob Kulinarik, Kreativität, Museen oder Bücher, lernt durch ihre Berichte das "Zentrum der Macht" neu kennen....

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