Niederlande

Amsterdam Castle Muiderslot – von niederländischen Wasserschlössern und Burgfräulein-Feeling

Wasser. Davon gibt es in den Niederlanden richtig viel. Ob in großen Flussläufen, in kleinen Kanälen und Grachten und auch bei Schlössern. Unweit des IJsselmeer´s, in dem kleinen Ort Muiden befindet sich ein knuffiges, sehr gut erhaltenes und nur wenig verbautes mittelalterliches Schloss.

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Ganz orginell „MUIDERSLOT“ – also Muider Schloss genannt, wird das alterwürdige Gebäude von einem Wassergraben umgeben. Hach ja… und natürlich für auch eine Brücke über den Wassergraben. Ihr wisst ja… Ich und Brücken. In diesem Fall war es jedoch recht einfach, die Burg zu erobern. Die Burg ist im Winter am Wochenende geöffnet, so das Muiden auch ein ideales Ausflugsziel für eine Kurzreise ist. Knapp 2 1/2 Stunden ist man mit dem Auto von Düsseldorf unterwegs.

Als wir von der Autobahn abfahren, sind wir sehr erstaunt. Direkt vor den Toren der Stadt gibts einen großen Parkplatz. Wir zahlen 1 Euro für die nächsten 2 Stunden und machen und zu Fuß auf dem Weg durch Muiden. Ein sehr knuffiger Ort mit kleinen Läden und einem schönen Kanal sowie tollen Brücken (da ist es wieder, das Wort), zahlreichen Backsteinstraßen (hier sollte es nicht glatt werden). Nach etwa einem Kilometer kommen wir zum Eingangstor und werden dort schon erwartet. Eine exklusive Führung!

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Zum Schloss gehören außer dem Gebäude ein wunderschön angelegter Kräuter und Gemüsegarten und eine Falknerei, die beide jedoch erst in den warmen Monaten ihre Schönheit empfalten. In der milden Wintersonne kann ich mir vorstellen, wie hier alles erblüht, aktuell sind nur einige wenige Triebe zu sehen.

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Neugierig wie ich bin, will ich natürlich wissen, wie es in der Burg so aussieht. Denn zugegebenermaßen wirkt das Schloss wie eine Burg. Ja vielleicht machen es die Türmchen an den Seiten, von denen einer auch begehbar ist. Wir bezwingen den Burggraben recht einfach über die Brücke und dank eines magischen Schlüssels durchqueren wir den Burghof. Einige flinke Hände sind gerade dabei, ein paar Neuerungen für die Saison einzubauen, aber davon werde ich nicht so viel verraten, das solltet ihr euch selbst anschauen.

Im Schlosshof finden immer wieder nette Events statt, erzählte uns unser Guide. Wer das Schloss besucht, bekommt zuerst eine organisierte Führung durch die wichtigsten Räume (Kapelle, Küche, Wohn und Schlafräumlichkeiten und natürlich der große Rittersaal) und kann dann den Rest des Schlosses selbst erobern.

Sehr gut dabei finde ich, das die Räumlichkeiten, in denen die Führung stattfindet, mit Antiquitäten und Gegenständen ausgestatten sind, die in der damaligen Zeit üblich waren. Sehr toll finde ich auch die Zeitlinie in der Kapelle. War das Schloss ursprünglich wie eine Festung angelegt. Von einem Grafen im Jahre 1285 erbaut, diente es eine Zeitlang auch als Verteidigungstor von Amsterdam. Einen wesentlichen und wichtigen Anteil an der Gestaltung des Schlosses hat der „niederländische Shakespeare“ – Pieter Corneliszoon Hooft.

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Ach übrigens:  Die Hauptstadt der Niederlande liegt nur knapp 20 Kilometer weit entfernt und ist mit dem Fahrrad über die Deiche supergut zu erreichen. Ein Grund, warum Muiden im Sommer auch von zahlreichen niederländischen Schlossfans besucht wird.

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Das merkt man auch bei der Auszeichnung der verschiedenen Reliquien und Möbel. Diese sind häufig in niederländisch, gelegentlich auch in englisch ausgeschrieben. Meine Empfehlung, am Eingang nach einem ausgedruckten Infodokument in Deutsch anfragen. Dies gibts in den meisten niederländischen Sehenswürdigkeiten. Auch die Führungen finden vorrangig in niederländisch oder englisch statt. Auf Nachfrage ist dies aber sicherlich auch in Deutsch möglich.

Interessant ist das Schloss aber nicht nur aufgrund der tollen Führung, denn diese ist in rund 30 Minuten vorbei. Der für mich durchaus viel mehr interessante Teil ist das „Erobern“ des restlichen Schlosses. Das Besuchen des Folterkellers, das besteigen des Turmes, das ausprobieren der „Burgfräulleinkleidung“, das Heben eines echten Schwertes – im Schloss gibt es so viele Möglichkeiten, das Burg und Schlossfeeling mal live zu erleben.

Vom Turm aus habt ihr einen tollen Blick Richtung IJsselmeer und könnt an sonnigen Tagen sogar bis Amsterdam hinüberschauen. Auch interessant sind die Verteidigungsanlagen und die „sanitären Anlagen“ der damaligen Zeit.

Das Muiderslot geht auch mit der Zeit und hat sogar einen eigenen Twitteraccount. Wenn ihr also mal Grüße von einem echten Schloss haben wollt, einfach eine Nachricht an @Muiderslot und euch wird geholfen. Das ganze wird gekrönt mit Free Wifi im Schlosshof und Restaurant. Und wenn ihr ein paar nette Burgen und Schlössersouvenirs sucht – neben dem Restaurant, am Ende euer Schlosserkundung kommt ihr direkt in den „Fanshop“.

Ein ganz besonderen Tip habe ich für alle I Amsterdam City Card oder Museums Card Besitzer. Die haben 2014 im Muiderslot freien Eintritt. Der Eintritt kostet ansonsten für Erwachsene (Stand 2014) 12,50 und für Kinder bis 11 Jahre 7,50. Mehr Infos über Öffnungszeiten, Anreise und besondere Aktionen findet ihr auf der englische Webseite des Schlossen von Muiden.

Hier müsst ihr hin: Herengracht 1, 1398 AA Muiden, Niederlande (Parken vor der Stadt möglich)

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Offenlegung: Ich wurde zu einer Rundreise durch Nordholland vom NBTC (Niederländisches Büro für Tourismus & Convention) in Zusammenarbeit mit Amsterdam Marketing eingeladen.

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Janett

Hallo, ich bin Janett, die Gründerin des Blogs Teilzeitreisender.de
Schon immer war ich ein sehr großer Fan von Kurzreisen. Neben einer Teilzeitstelle an der Uni Düsseldorf pflege und hege ich deshalb dieses Projekt - und habe dafür schon das eine oder andere Abenteuer erlebt. Mehr über mich erfahrt ihr unter der Rubrik "Persönliches"