„Andalusien-Vuelta“ – eine Mietwagenrundreise mit ganz besonderen Übernachtungen

Andalusien mit seinen bekannten Küsten Costa de la Luz und Costa del Sol ist einer der beliebtesten Reiseziele deutscher Spanien-Urlauber. Wir wollten etwas mehr von Land und Leuten sehen und haben uns für eine Mietwagen-Rundreise entschieden. Da wir keine großen Hotels mögen und eher das Besondere suchen, fiel unsere Wahl auf die sogenannten „Paradores“.

Paradores sind Hotels die sich meist in historischen Gebäuden und an historisch bedeutsamen Orten befinden. Man kann diese Hotels einzeln unter www.parador.es ansehen und buchen. Wir haben über einen Reiseveranstalter gleich eine ganze Rundtour gebucht und dabei in fünf verschiedenen Paradores übernachtet. Die schönsten Paradores unserer Tour möchten wir Euch hier kurz vorstellen:

Parador Malaga-Gibralfaro

Dieser Parador thront direkt neben der Burg von Gibralfaro (Alcazaba) auf dem Gibralfaro Berg, den man als „Balkon von Malaga“ bezeichnen kann. Die Stadt, der Hafen und die Stierkampfarena liegen einem als Gast hier zu Füssen. Beim Abendessen auf der Terrasse kann man ggf. Kreuzfahrtschiffe beim Ein- bzw. Auslaufen zusehen – wir hatten das Glück die MS Deutschland dabei beobachten zu können. Der kleine aber feine Pool auf dem Dach ist ebenfalls ideal um die königliche Aussicht auf Burg, Hafen und Stadt zu genießen.

Parador de Ronda

Ronda ist die Wiege des Stierkampfes und eine Kleinstadt in der Berglandschaft „Serrania de Ronda“. Die Altstadt (La Ciudad) liegt auf einem rundum abfallenden Felsplateau und ist durch eine Schlucht vom jüngeren Stadtteil (El Mercadillo) getrennt. Beide Teile sind durch die im 18. Jahrhundert erbaute Puente Nuevo (Neue Brücke) miteinander verbunden. Bilder von der „Puente Nuevo“ findet ihr in jedem Andalusien-Reiseführer, sie gehört sicherlich zu den meist fotografierten Motiven aus Andalusien. Direkt am Felsrand des berühmten Bauwerks befindet sich der Parador – besser geht es nicht. Mit etwas Glück (und wir hatten Glück!) bekommt man ein Zimmer mit Blick auf die Schlucht und die Brücke. Zusammen mit dem tollen Panorama der umliegenden Bergmassive ein atemberaubender Anblick, insbesondere bei Sonnenauf- und –untergang. Der Parador trägt nach außen hin seine historische Fassade, ist aber im Innern ein modernes Hotel mit integrierter Tiefgarage.

Parador de Carmona

Dieser Parador ist einer unserer Lieblinge. Dieses 4-Sterne-Hotel war früher einmal ein Königssitz (Alcazar del Rey Don Pedro). Aufgrund seiner exponierten Lage am höchsten Punkt der Bergstadt Carmona überblickt man die ganze umliegende Tieflandsebene. Das Restaurant befindet sich im historischen Speisesaal und man fühl sich sofort in einen historischen Film versetzt. Der schöne Innenhof (Patio) wird tagsüber mittels Sonnensegel verschattet und die Arkadengänge außen herum dienen u.a. als Ausstellungsfläche. Mit dem Fahrstuhl geht es vom Zimmer einige Etagen nach unten auf eine tiefere Ebene unterhalb der Hotelanlage. In einem sehr schön angelegten Garten befindet sich „zu Füssen des Palastes“ der Swimmingpool-Bereich mit Liegen für Sonnenhungrige. Carmona liegt übrigens in der Nähe von Sevilla – einer Stadt die wir besonders sehenswert finden – also ein guter Ausgangspunkt für einen Tagesausflug.

Alle drei Paradores haben uns übrigens auch kulinarisch überzeugt: Üblicherweise wird immer ein 3- / 4-Gang-Tagesmenu zu einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis angeboten, zusammen mit dem schönen Ambiente eine runde Sache.

Zu unserer Rundtour gehörten auch noch die Paradores in Antequera und Cordoba. Beide Paradores liegen jeweils etwas außerhalb und sind klassisch-moderne Hotelgebäude mit Poolanlage. Den „Paradores-Gedanken“ (historische Gebäude) fanden wir hier nicht so richtig umgesetzt.

Andreas und Milena
Andreas und Milena

Wir, Andreas und Milena sind in Frankfurt am Main beheimatet und nun schon seit mehreren Jahren als Teilzeitreisender.de-Autoren aktiv. Neben Beiträgen aus „unserer“ Bankenmetropole Frankfurt am Main und dem Rhein-Main-Gebiet liegt unser Hauptaugenmerk auf Kulinarik, Wellness und unentdeckten touristischen Schätzen in Deutschland und Europa. Da wir mittlerweile zu dritt sind, schauen wir uns unsere Reiseziele nun auch mit Kinder- und Elternaugen an.

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