Österreich

Auszeit im Holzhotel – Herbstausklang in der Forsthofalm in Leogang

Rechts rum, links rum und wieder rechts…

Der schmale Weg hinauf zum Holzhotel Forsthofalm schlängelt sich in schier unendlich vielen Kurven. Ein knall-violettes Hinweisschild breitet uns schon am Anfang der Straße darauf vor, dass es noch einige Kurven mehr werden. Wir fragen uns, wie man im Winter wohl hier überhaupt hinauf kommt. Wie wir später erfahren sollen, gibt es bei Eis uns Schnee einen All-Rad-Shuttle-Service ab der Hauptstraße.

Einchecken am knisternden Kamin

Wir werden vom Rezeptionsteam herzlich begrüßt und erledigen die Anreiseformalitäten in der gemütlichen Bar mit Kamin. Da draußen der Regen sichtlich zunimmt beschließen wir nach Bezug des Zimmers erst einmal den Wellnessbereich zu erkunden. Da jedoch der Magen schon ein wenig knurrt, kommt uns die Nachmittagsjause gerade recht. Egal ob vegetarisch, vegan oder klassische Salzburger Köstlichkeiten, salzig oder süß – hier ist für jeden Geschmack was dabei. Und alles ist bio, regional und mit viel Sorgfalt zubereitet.

Wellness on the Top

Nach unserer – dank Tief Herwart – doch recht stürmischen Anreise lautet unser Tagesziel heute nur noch „Absolute Entspannung“. Aus der Sauna mit Panorama-Fenster läßt sich das Regen- und Schneetreiben draußen sehr relaxt verfolgen. Der große Pool mit Rundumblick auf dem Dach ist heute wetterbedingt leider nicht geöffnet, doch auch auf einem der Wasserbetten im Montainview-Bereich läßt es sich herrlich entspannen und dösen.

Ist das nicht ein toller Ausblick?

Schlemmen und Genießen

Beim Abendessen probiere zum ersten Mal ich einen sogenannten „natural Wine“. Das bedeutet der Wein ist unfiltriert und damit von Aussehen her ähnlich wie ein naturtrüber Apfelsaft.  Auf jeden Fall ein interessantes Erlebnis. Beim Blick in die Menükarte steigt die Vorfreude auf den kulinarischen Höhepunkt heute Abend. Wir können es kaum erwarten uns den Rosa Lammrücken mit Ricotta & Papaya, das Rotbarschfilet mit Oktopus & Süßkartoffeln und das Rinderfilet mit Grillgemüse schmecken zu lassen.

Kreativer Ausklang

Als Dessert steht Karfiol mit Mango & Crepe auf der Karte. Google gibt die Auskunft, dass es sich bei Karfiol um Blumenkohl handelt. Spannende Zutat für ein süßes Gericht – und äußerst lecker. Ausklingen lassen wir den Abend bei einem köstlichen von einem Vizeweltmeister im Barkeeping eigens für die Forsthofalm kreierten Cocktail.

Mountain Life drinnen und draußen

Am nächsten Morgen klingelt mein Wecker kurz nach halb 8. Während Sven sich noch einmal seelig grinsend umdreht, freue mich auf die Yoga-Stunde mit Nika. Wie jeden Morgen bringt sie mit ihren Vinyasa-Übungen in kurzer Zeit alle Frühaufstehen in Schwung und auch ein wenig ins Schwitzen. Das Frühstück anschließend habe ich mir wirklich verdient und bin sowas von fit für den Tag.

Schnee auf dem Berg Asitz

Los geht es gut gefrühstückt mit dem Auto in Richtung Ortskern Leogang. Von dort fahren wir – dank der Löwen Alpin Card kostenlos mit der Seilbahn zum Asitz. Oben erwartet uns eine bezaubernde weiße Bergwelt. Wir steigen aus der Bahn und sofort fliegt der erste Schneeball in meine Richtung. Jedes Jahr wieder sind die ersten Flocken ein Erlebnis. Die letzten Höhenmeter bis zum Asitzgipfel stapfen wir zu Fuß durch den frischen Schnee und genießen die herrliche Bergluft.

Alte Schmiede

Da „wandern“ durstig macht und wir nicht unbedingt winterlich angezogen sind, machen wir vor der Abfahrt einen Zwischenstopp in der Alten Schmiede. Obwohl diese Hütte ziemlich groß ist und die zahlreichen (unbenutzten) Außenplätze auf eine große Gästeanzahl schließen lassen, ist heute sehr gemütlich und entspannt hier. Innen ist die Schmiede liebevoll gestaltet. Selbst Sven sagt, dass er noch nie so eine hübsche Hütte in einem Skigebiet gesehen hat. Sogar der Gang zur Toilette ist hier ein besonderes Erlebnis.

Entspannung die Zweite

Pünktlich zur Nachmittagsjause sind wir zurück im Hotel. Ich wage mich an die eine oder andere vegane Delikatesse und ich muss sagen, es schmeckt wirklich lecker. Doch die traditionellen einheimischen Schmankerl sind mir einfach lieber.  Wir verbringen den Rest des Nachmittags wieder im Wellnessbereich und genießen beim Schwitzen in der Sauna den Blick auf die umliegende Bergwelt. Nach dem Aufguss wartet auch schon das Abendessen auf uns. Diesmal gibt es Bio-Schweinefilet mit Kraut und Kürbis, danach einen Rosa Rehrücken mit Maroni, Brombeeren und Steinchampignons und ein lecker Schokotörtchen und Frucht-Sobet zum Dessert. Ein perfekter Abschluss für einen perfekten Tag.

Wellness mal anders.

Es ist 8 Uhr morgens und draußen sind es nur etwas über 0°C. Wir haben wieder herrlich geschlafen in unserem Zirbelholz-Bett. Während Monique sich wieder beim Yoga in Schwung bringen lässt, ist mein Ziel heute noch vor dem Frühstück eines der E-Fatbikes auszuprobieren. Noch etwas fröstelnd geht es erst einmal bergauf. Dank leichter Hilfe des Elektromotors wird mir schnell warm, komme aber nicht ins Schwitzen.

Oben hat es über Nacht etwas geschneit und ich bin überrascht wie leicht ich mit den dicken Reifen durch den Schnee rolle. Da kann man schon auch mal eine kleine (derzeit unbenutzte) Skipiste herunterfahren. Ich hätte nicht gedacht dass man so spät im Jahr noch so viel Spaß auf dem Rad haben kann. Und bin sogar pünktlich zum Frühstück zurück – mit einem breiten Grinsen im Gesicht.

Good Bye, Forsthofalm

Nachdem wir uns sportlich betätigt und gestärkt haben, heißt es dann auch schon Abschied nehmen von der Forsthofalm und der herrlichen Bergwelt. Ob wir wohl daheim genauso gut schlafen können?

Wichtige HinweiseAnreiseWeitere Inspirationen
  • Die Forsthofalm der Familie Widauer ist komplett aus Holz gebaut. Das Hotel wird mit rund 240.000 Holzdübeln zusammengehalten und besteht aus Fichtenholz für die Wände der Zimmer, die Böden sind aus Lärche und die Betten aus Zirbenholz.
  • Es verfügt über 54 Zimmer 6 insgesamt 108 Betten.
  • Begonnen hat alles 1982 mit der Vermietung der ersten Zimmer. Seit 2013 wird das Konzept „Natur ist Freiheit“ gelebt – an 365 Tagen im Jahr, weil die Natur zu jeder Jahreszeit schön ist.
  • Ein großes Angebot an vegetarischen und veganen Speisen zeichnet das Hotel seither aus.
  • Auf der Weinkarte stehen 500 edle Tropfen davon 30 natural Wines (unfiltriert). 80% der verwendeten  Produkte sind Bio und regional, das Brot wird täglich selbst gebacken.
  • Sogar die Kosmetik Produkte des 5 Moods Wellness-Angebotes werden aus handgepflückten Kräutern selbst hergestellt. Das Bio-Konzept umfasst auch den Energieverbrauch, wodurch 70 % Heizkosten-Ersparnis erreicht werden.
  • Zielgruppe des Hotels sind Paare um die 35 und Junggebliebene.
  • Vor allem Sportbegeisterte finden beim täglichen Mountain Life Programm viel Abwechslung. So werden 3 x pro Woche geführte Wanderungen angeboten, täglich gibt es Yoga und divers andere sportliche Herausforderungen.
  • Einmal wöchentlich findet der Long Table statt und zweimal pro Woche ist ein DJ zu Gast und sorgt für Stimmung.
  • Zimmer gibt es ab 400 Euro pro Nacht.
  • Mehr Infos über das Holzhotel Forsthofalm findet ihr hier

Löwen Alpin Card

Zwischen Mitte Mai und Anfang November erhält jeder Übernachtungsgast die kostenlose Karte, mit der unter anderem Bergbahnen, Schwimmbäder, Sommerrodelbahnen und Geführte Wanderungen gratis genutzt werden können. Dazu gibt es Rabatte auf viele weitere Freizeitangebote.

Wir sind mit dem Auto angereist, das Hotel bietet jedoch auch einen kostenlosen Shuttle vom und zu den nächste Bahnhöfen „Hochfilzen“, „Saalfelden“, „Leogang Bahnhof“ an. Ebenfalls eine Option ist ein Shuttle zum Flughafen nach Salzburg. Dieser ist jedoch kostenpflichtig.

Offenlegung: Wir wurden vom Hotel eingeladen, zwei Nächte vor Ort zu verbringen.

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Über den Blogger

Monique & Sven

Monique und Sven zog es früh von Thüringen aus hinaus in die Welt. Nach einer kurzen Begegnung der beiden im Jahr 2000 trennten sich ihr Wege. Sven ging zum Studium nach Stuttgart und Monique einige Jahre später nach Mittelfranken. Während sie an ihrem Reiseroman „Orlando“ schrieb, entdeckte er auf zahlreichen Reisen die Welt. Vor ein paar Jahren führte das Schicksal die beiden wieder zusammen und seit 2 Jahren sind Monique und Sven unser Team in Süddeutschland – immer zur Stelle, wenn es um Kulinarik und Genuss oder sportliche Themen geht. Sven ist eine der Sportskanonen unter den Teilzeitreisenden und für alles zu haben, was mit Mountainbiken, Klettern und Triathlon zu tun hat.