Eine Fährfahrt auf den Spuren der Wikinger – Von Oslo nach Kopenhagen

Wie ihr wisst bin ich ein großer Fan von Zeitreisen. Egal wo – egal wann, ich liebe Reisen „Zurück in die Vergangenheit“. Der Norden Europas macht diese Aufgabe sehr leicht – und lässt mich ein gutes Stück Vergangenheit entdecken. Ob ich am Ende meiner Reise eine Wikinger-Braut bin? Das erfahrt ihr wohl erst am Ende dieses Artikels.

Wann und wo lebten die Wikinger?

Ich habe die Trickfilmserie Wickie und die starken Männer geliebt. Genauso wie Nils Holgerson. Über die echten Wikinger habe ich mir nie so wirklich Gedanken gemacht.  Ein Wikinger ist umgangssprachlich ein „Seekrieger, der sich auf langer Fahrt von der Heimat entfernt“. Häufig daheim waren die echten Wikinger damals also nicht. Und doch gibt es Regionen – in denen sich Wikingerstämme vermehrt in der vormittelalterlichen Zeit ansiedelten ( Von 800 – 1050 n. Chr.).

Bekannt wurden die Seefahrer vor allem durch Kriegszüge in Großbritannien und Seefahrten bis vermutlich sogar an die Ostküste Kanadas.  Wenn sie nicht auf den Meeren der Welt unterwegs waren siedelten sie sich in Südschweden und Südnorwegen, rund um die Lofoten sowie im heutigen Dänemark an.  Es wird übrigens vermutet das die Wikinger ausgestorben sind weil die Frauen vor Ort sich irgendwann einfach neue Partner gesucht haben – weil ihre Wikingermänner schlichtweg nie da waren oder im Krieg fielen.

Eine Reise auf den Spuren der Wikinger.

Auf einer Reise mit einem hochmodernen Maschinenschiff beginnt alles am Hafen in Kopenhagen. Ich (getarnt als Wikingerbraut) hab mir sagen lassen, dass moderne Wikinger so heute zwischen Kopenhagen und Oslo reisen. Getarnt bin ich als ganz normaler Fahrgast. Mein Gepäck verstaue ich an Bord der Crown Seaways schnell in meiner Kajüte – die an Bord meines Schiffes wohl Kabine genannt wird.

Die Überfahrt geht über Nacht – rund 17 Stunden sind wir entspannt unterwegs. Die Kabinen sind recht schlicht eingerichtet – an Bord jedoch gibt es Kino, Spielplatz, Restaurant und sogar Konferenzräume um die Zeit nicht langweilig werden zu lassen.

Auf den Spuren der Wikinger in Oslo

Als am Morgen der norwegische Oslofjord auftauchte, fühlte ich mich ausgeruht und bestärkt, mehr über Wikinger zu erfahren. Schließlich bin ich in Norwegen – DEM LAND DER WIKINGER. Wusstet ihr das die Stadt Oslo von den Wikinger gegründet wurde? Schnell stellt sich jedoch heraus – die Suche nach Relikten und Dokumenten aus der Wikingerzeit ist gar nicht so einfach. Einzig das Wikingermuseum auf der Museumsinsel ist hilfreich bei der Suche. Stilecht fahre ich mit einem Piratenschiff  (Wikinger wurden oft als solche angesehen) vom Hafen zur Museumsinsel. Das HopOn – HopOff Schiff kostet zwar trotz Oslo Pass ein paar Euro mehr – es lohnt sich jedoch nicht nur für Fans von Piraten und Wikingern.

Die Rundfahrt dauert rund 1 1/2 Stunden – Es halten jedoch tagsüber mehrere Boote auf der Museumsinsel an. Im Museum selbst gibt es es einige beeindruckende Wikingerschiffe,  einige obskure Geschichten (Wusstet ihr das die Wikingerfrauen nach dem Tod ihrer Männer manchmal halt einfach mitumgebracht wurden?) und zahlreiche Kunstwerke aus der damaligen Zeit. Die

Im Museum werden ich auf den Wikingerweg durch die Region Vestfold aufmerksam. Leider bleibt mir vor der Abreise zurück nach Dänemark keine Zeit für eine Tour in die Region am südöstlichen Ufer des Oslofjords. Wer die Zeit hat – ich habe mir sagen lassen das der Besuch sich lohnt!!

Die Fahrt mit einem dänischen Wikingerschiff.

Mein nächster Schritt war nun, einmal selbst auf einem echten Wikingerschiff anzuheuern. In Roskilde, nur 30 Minuten mit der Bahn von Kopenhagen entfernt, befindet sich das Vikingeskibsmuseet Roskilde.

Dort kann man tatsächlich mit einem klassischen Wikingerschiff segeln – hab ich probiert, ich glaub ich bin nicht geeignet –  ein echtes Wikingerschild bauen, Körbe flechten lernen (Tja, mir wurde gleich mal erklärt was ich so als Wikingerbraut zu tun hab) und sich in den Outfits der Wikinger fotografieren. Und man kann Wikingerbrot essen und beim Bau eines Bootes zuschauen und und und… Trotz Schieeet-Wetters hab ich dort den ganzen Tag verbracht.

Eine Wikinger-Braut? Ich? Nun – dass ist mir etwas zu anstrengend. Und doch – demnächst werde ich wohl in Sachen Seefahrt und Wikinger mal mehr die Augen offen halten. Oder was meint ihr?

Auch Lust auf eine Tour zu den Wikingern?

Wichtige HinweiseAnreise

Mehr Informationen zu den Wikingermuseen finde ihr hier:

Mehr Infos zur DFDS – Fährverbindung zwischen Kopenhagen und Oslo:

  • Die Fährverbindung zwischen Kopenhagen / Oslo fährt einmal täglich (meist in den Nachmittagstunden). Aktuelle Preise und Angebote könnt ihr auf www.dfdsseaways.de nachlesen, empfehlenswert ist eine Kajüte mit Fenster!
  • An Bord unbedingt mal das All You can Eat Buffett im 7 Seas ausprobieren. Das Buffet kostet im Vorverkauf für Erwachsene knapp 30 Euro, die Getränkepreise sind durchaus human. Besonders Empfehlenswert ist der frische Fisch und die Eismaschine.
  • Beide Schiffe verfügen über einen Spa/Sauna-Bereich. Auf der Pearl gibts zwei Whirlpools und ein Kinderbecken außen, was der Best Place Ever bei Sonnenuntergang ist. Nachtbaden klappt nicht, nach Sonnenuntergang werden die Pools abgedeckt.
Mit dem Flieger oder Zug nach Kopenhagen – von dort zum Hafen (Mit dem Zug möglich)
Offenlegung: Ich war im Rahmen der #PDRBSCHIFF als Blogger auf Einladung von DFDS mit dem Schiff von  Kopenhagen nach Oslo (und zurück) unterwegs. Vor Ort bekamen wir Touristenkarten zur Verfügung gestellt.
Janett
Janett

Hallo, ich bin Janett, die Gründerin des Blogs Teilzeitreisender.de
Schon immer war ich ein sehr großer Fan von Kurzreisen. Neben einer Teilzeitstelle an der Uni Düsseldorf pflege und hege ich deshalb dieses Projekt - und habe dafür schon das eine oder andere Abenteuer erlebt.

Mehr über mich erfahrt ihr unter der Rubrik Persönliches

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