Dänemark

Lohnt sich die Copenhagen-Card?

Wusstet ihr schon das Kopenhagen ebenfalls eine Karte hat, mit der ihr die Stadt günstiger erleben könnt? Was, wo und wieviel ihr sparen könnt, ob sich die Karte lohnt, das verraten wir euch in diesem Artikel.

Die wichtigsten Infos zur Copenhagen Card

PreisWo erhältlich?Transportmittel?Was ist inklusive?Hinweise!Für wen geeignet?

Die Copenhagen Card  kostet für einen Tag 54 Euro, für zwei Tage 77 Euro, für 3 Tage 93 Euro und für 4 Tage 121 Euro.  Die Mehrtageskarten sind innerhalb der Saison an beliebigen Tagen einlösbar. Alle wichtigen Informationen zur Gültigkeit und den einzelnen Bedingungen findet ihr auf copenhagencard.de

Gibt es Ermäßigungen (z. B. für Kinder)? Bis zu zwei Kinder im Alter von 0-10 Jahren können auf der Copenhagen Card ihrer Eltern kostenlos miterleben. Ab 9 – 15 Jahre kann eine um circa die Hälfte reduzierte Karte erworben werden.

Ja, die Karte kann online über copenhagencard.de bestellt werden. Der Versand nach Deutschland kostet 8 Euro, alternativ könnt ihr euch einen Voucher ausdrucken, den ihr am Flughafen und auch bei den Stadtinformationen einlösen könnt (Collect and Ship).

Es gibt in Kopenhagen sowie im dänischen Umland zahlreiche Verkaufsstellen, die ihr auf der Homepage der Copenhagen Card einsehen könnt.

Die Karte ist als Fahrkarte im gesamten Umland von Kopenhagen gültig. Ihr könnt damit kostenfrei bis nach Roskilde oder nach Hornbäk (an die Küste) fahren – und da einige der Sehenswürdigkeiten auch im Umland zu finden sind, lohnt sich das doppelt. Ihr könnt Bahn, Hafenbus, Bus und Metro nutzen. Die Bahnfahrkarte pro Tag würde umgerechnet ca. 20 Euro kosten.

Es gibt freien Eintritt in 86 Attraktionen  sowie zahlreiche Rabatte für Restaurants, Mietwagen und Souvenirshops.

  • Alle Attraktionen dürfen nur einmal mit der Karte besucht werden.
  • Auf der Internetseite der Copenhagen Card könnt ihr kalkulieren, ob sich der Kauf für euch lohnt.

Die Copenhagen Card ist vor allem bei der mehrtägigen Nutzung absolut ihr Geld wert. Ich empfehle eine 72 Stunden Karte. Ein Vorteil ist die Nutzung der lokalen Transportmittel und das umfangreiche Angebot an kostenlosen Eintritten (die ansonsten mal schnell gut ins Geld gehen kann.).

Was ihr mit der Copenhagen Card unbedingt gemacht haben solltet

Ein Besuch im Tivoli-Freizeitpark!

Nicht weit vom Hauptbahnhof und sehr zentral in der Stadt befindet sich der erste Freizeitpark der Welt, der schon im Jahre 1843 in Kopenhagen gegründet wurde. Vor den Sommerferien findet man Massen an Schulklassen, die den Park besuchen und irgendwie ist es auch was besonderes – mitten in der Stadt einen solchen Vergnügungstempel zu haben. Der Eintritt kostet 99 DKK, leider ist hier noch keines der Fahrgeschäfte inklusive – und das kann wirklich teuer werden – vor allem, wenn sie mit Kindern unterwegs sind.

Neben den Fahrgeschäften ist der Park dennoch einen Besuch wert, es gibt immer wieder Aufführungen und tolle Bildmotive (Der Asiatische Bereich hat mich verzaubert). Leider ist der Park nur in den Sommermonaten und im November und Dezember geöffnet und auch nicht wirklich für Schlecht-Wettertage geeignet – dennoch ein „Must do!“ in Kopenhagen.

Preis: 120 DKK (ca. 16 Euro) – Als Copenhagen Card Inhaber kostenlos (die Attraktionen kosten meist so bei 20 DKK und sind nicht inklusive)

Ein Bootsrundreise durch die Wasserkanäle von Kopenhagen.

Kopenhagen liegt am Wasser. Und es gibt auch in der Innenstadt unglaublich viele Wasserkanäle. Wer kann, leistet sich ein Boot oder lebt am Wasser. Für Touristen gibt einen kleinen Einblick in diese Welt bei der Tour „The Grand Tour from Gammel Strand“. Die Bootstour geht ca. 1 1/2 – 2 Stunden, je nachdem wieviel Betrieb auf den Wasserstraßen ist. Am Anfang fährt man durch die weiten Kanäle, man sieht unterwegs die Meerjungfrau (und die ganzen Touristen), bekommt einen kurzen Einblick in die „Hipster-Viertel“ der Stadt und sieht auch einige tolle Museen, die direkt am Wasser gebaut sind.

Mich hat vor allem der Anblick der Arche Noah beeindruckt, da ich jedoch nur ein paar Stunden Zeit hatte, blieb mir leider nicht die Zeit für einen Besuch. Die Rundfahrt ist nur inklusive bei der Abfahrt vom Gammel Strand, der jedoch direkt in der Innenstadt und damit gut zu erreichen ist. Dank Glasfenstern ist die Tour quasi bei jedem Wetter zu machen

Preis: 75 DKK (ca. 10 Euro) – Als Copenhagen Card Inhaber kostenlos.

Einen Aufstieg auf die Church of Our Saviour

Die bekannteste Kirche Kopenhagens ist wohl die Erlöserkirche. Sie beeindruckt nicht nur durch ihr „Inneres“, sondern vor allem durch die besondere Form ihres Turmes. Ich habe leider einen Aufstieg nicht geschafft – weil ich mit dem Wikingermuseum noch andere Pläne außerhalb der Stadt hatte. Wenn ihr jedoch mehr über den Aufstieg lesen wollt, lohnt sich ein Blick in Jessicas Kopenhagen-Artikel.

Mit der Copenhagen Card kommt ihr umsonst auf den Turm und in die Kirche, sonst werden 35 DKK (rund 5 Euro) fällig.

Spannende Ausflüge ins Umland mit der Copenhagen Card

Auf den Spuren der dänischen Königsfamilie

Eher durch Zufall entdeckte ich in Roskilde die Domkirke – die Grabeskirche der dänischen Königsfamilie. Nicht nur die Architektur und der Dom an sich, sondern auch die „Gruft“ der einzelnen Generationen ist durchaus sehenswert und vor allem empfehlenswert, wenn nicht so viele Busreisen unterwegs sind. Ebenso kann man die königlichen Stallungen und auch das Amalienburg Museum, welches Teil des Schlosses ist, in welchem die Königsfamilie residiert besuchen.

Wer sich einmal mit der Königsfamilie beschäftigt, erfährt auch, dass die Dänen eines der ältesten Königshäuser weltweit haben. Mal schauen, beim nächsten mal schau ich mir noch was mehr zu diesem Thema an…

Preis ohne Copenhagen Card: 60 DKK (7 Euro) für die Grabeskirche, 95 DKK (10 Euro) für das Amalienburg Museum, 150 DKK (ca. 20 Euro) für ein Kombinationsticket bei den königlichen Stallungen

Auf den Spuren der Wikinger in Roskilde!

Eines meiner Highlights des Kurztrips nach Kopenhagen und Roskilde war der Besuch des Wikingermuseums. Der Weg dahin ist nicht gerade kurz – mit der Bahn nach Roskilde und dann noch gut 1 1/2 Kilometer laufen – und doch lohnt sich der Besuch in dem sehr interaktiven Museum.

Über meine Karriere als Wikingerbraut hab ich schon geschrieben und tatsächlich habe ich in Roskilde am meisten über die Geschichte gelernt. Ich bin mit dem Boot rausgefahren, habe mich am Wikingerhandwerk versucht und mich wie eine Wikingerbraut gekleidet. Spaß war garantiert!

Eintritt je nach Saison und Angebot liegt bei 18 Euro (130 DKK), für Kinder bis 17 Jahre ist der Eintritt frei. Die Segeltörns kosten zusätzlich zum Eintritt 110 DKK/160 DKK (je nach Länge). Mit der Copenhagen Card bezahlt ihr keinen Eintritt ins Museum.

Lohnt sich die Copenhagen Card?

Bewertung

Auf einer Skala von 1 – 6 (Schulnoten) gebe ich der Karte eine 2. Die Karte bietet ein umfangreiches Angebot  vor allem für Familien und „Schlechtwettertage“, jedoch lassen sich einige Attraktionen in der Wintersaison nicht nutzen (z.B. Tivoli). Wer jedoch an schönen Tagen keine Lust auf „Museen und Co.“ hat, für den lohnt sich die Karte nicht unbedingt.

Offenlegung: Die Karte wurde uns 2014 von Visit Copenhagen zur Verfügung gestellt.

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Janett

Hallo, ich bin Janett, die Gründerin des Blogs Teilzeitreisender.de
Schon immer war ich ein sehr großer Fan von Kurzreisen. Neben einer Teilzeitstelle an der Uni Düsseldorf pflege und hege ich deshalb dieses Projekt - und habe dafür schon das eine oder andere Abenteuer erlebt. Mehr über mich erfahrt ihr unter der Rubrik "Persönliches"