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Ein Roadtrip ins Frankenland – drei Mädels auf Reisen: Coburg

Von unserem Mädelsroadtrip ins Frankenländle hatte ich euch ja schon erzählt. Es wird Zeit, auch einmal die Orte vorzustellen, die wir auf unserer Tour besucht haben. Coburg war meine Idee. Der nordfränkische Ort liegt nahe an der ehemaligen deutsch – deutschen Grenze und hat mit drei Schlössern/Vesten einiges geschichtliches zu bieten.

Neugierig machte mich vor allem die Geschichte rund um den Aufenthalt von Luther. In drei Tagen konnten wir natürlich nicht groß ins Detail gehen, so blieben uns einige spannende Ausstellungen leider vorenthalten. Doch auch gut 8 Stunden reichen, um die Highlights der Stadt zu erkunden und das eine oder andere Highlight zu entdecken. Davon gibt es in Coburg einige.

Meine Highlights in Coburg

Die allgemeine Stadtführung

Ich hatte mich ja so auf die Stadtführung gefreut – sie war der Grund, warum ich morgens nicht noch eine Stunde länger geschlafen habe. Coburg bietet zahlreiche Führungen an – und auch wir wollten ursprünglich auf einer Themenführung unterwegs sein. Die Führung haben wir leider verpasst. Nicht so schlimm – um 14 Uhr fängt die nächste an – dachten wir.

Leider haben wir diese Themenführung verpasst.

Nun muss ich zugeben, das uns die ausgewählte Führung so gar nicht mitnahmen. Die zahlreichen wirtschaftlichen Infos über Coburgs „Manneskraft“ und langen Ausführungen unseres Stadtguides konnten mich nicht wirklich überzeugen. Deshalb – und das sei uns verziehen – schlichen wir uns nach gut 30 Minuten heimlich davon.

Wir haben uns die Stadt dann auf eigene Faust angeschaut und dabei viele schöne Impressionen einfangen können. Da ist zum Beispiel dieser Laden, wo es super leckeren Kakao und Mitbringsel für Zuhause gibt. „Feines am Kirchhof“ heißt er.

Und ist definitiv einen Besuch wert. Aber auch so sind die Straßen im Zentrum von Coburg sehenswert. Immer wieder stößt man auf Kunst und klassische deutsche Architektur (Fachwerk). Selbst das eine oder andere „Streetart“ mischt sich zwischen das er klassisch anmutende Ambiente.

Der Marktplatz und die Coburger Wurst

Der Marktplatz ist mir erst auf den zweiten Blick wirklich aufgefallen. Bei unserer Ankunft gab es hier noch ganz viele Stände mit regionalen Köstlichkeiten. Vor allem der Bratwurstduft hat mich schon ein wenig verführt – und auch wenn die Coburger Bratwurst nicht ganz an die klassischen Thüringer heranreicht, so ist sie mit ein wenig Senf doch wirklich lecker.

Ich weiß nur nicht, ob die bei allen so „durchhängt“. Die Zubereitungsart der Bratwurst ist speziell, sie wird auf Kiefernzapfen (in Coburg „Kühle“) oder Buchenholz über offenem Feuer gebraten. Dadurch bekommt die grobe Bratwurst ein leckeres Aroma! Auch ohne den Markt sind die Häuser rund um den Platz einen zweiten Blick wert!

Auf den Spuren Luthers unterwegs

Der Weg zur Veste ist eine Herausforderung. Für „müde“ Spaziergänger wie uns war schnell klar – wir nehmen die kleine Bimmelbahn, die in der Saison regelmäßig unweit des Marktplatzes losfährt.

Die letzten 100 Meter müssen wir zwar dennoch laufen, der Anblick der beeindruckenden Burganlage macht jedoch die „Anstrengung“ wieder wett. Auf der Zollfeste gibt es ein Museum, ein Restaurant und einige Kunstwerke.

Die Motivsuche fällt hier oben leicht, allein schon deshalb, weil auch der Ausblick Richtung Coburg von hier oben beeindruckend ist. Luther, der einst hier oben weilte – wird sich hier sicherlich sehr wohl gefühlt haben.

Schutz im Hofgarten von Coburg

Auf dem Weg nach unten entdecken wir dann Schloss Ehrenburg und den auf einem Hügel angelegten Hofgarten. Es könnte alles so schön sein, nur leider ist uns der Wettergott an diesem Tag nicht so wirklich hold.

Während wir also durch den Hofgarten schlendern, werden wir von einem kalten Oktoberregen erwischt. Der Ausblick von hier oben ist jedoch durchaus sehenswert – ein Besuch im Schloss steht für meinen nächsten Coburg – Trip schon auf der TO Do Liste.

Betrunkene Hochlandbewohner

So langsam haben wir Hunger. So ein „Kurztrip“ ist ja auch ziemlich anstrengend. Nach ein paar Recherchen ist unser Ziel auch schnell gefunden. Wir kommen gerade rechtzeitig, vor dem „Drunken Highlander“ hat sich schon eine kleine Schlange gebildet.

Der Burger und Bierladen ist eines der best betuchtesten Restaurants der Coburger Innenstadt. Die etwas seltsam anmutenden Namen für Speis und Trank und auch die Kunst ist einen zweiten verdutzten Blick wert – geschmeckt hat es aber dennoch sehr gut!

Ob das „Abessen“ sich auf das Wetter des nächsten Tages auswirkt?

Nun. Der Weg mit vollem Magen zurück zum Hotel kann weit sein. Sehr weit. Und dabei müssen wir gerade einmal 1200 Meter laufen.

Durch das Stadttor – welches ich ebenso schön wie ansehnlich finde – die Straße hinauf an zahlreichen Villen vorbei und einmal durch das Einkaufszentrum durch. Alt werden wir an diesem Abend nicht.

Am Morgen steht nach dem Frühstück schon die Abreise an. Auf dem Weg nach Bamberg wollen wir uns noch ein Schloss anschauen!

Mein Fazit: Coburg war nicht überlaufen – und kann in Sachen Sehenswürdigkeiten mit Bamberg und Rothenburg mithalten. Gerne hätte ich mehr Zeit gehabt, um in Veste und Schloss vorbeizuschauen.

Konnte ich mit meiner Wahl auch Anja und Ewa begeistern?

Anja: Gehörte das Schloss Seehof auf dem Weg von Coburg nach Bamberg noch zu Coburg (Anm.: Nein zu Bamberg)? Das war wirklich toll. Wenn nicht würde ich sagen die Veste. Die Stadt selber hat mich leider nicht so ganz überzeugt.

Ewa: Ich fand die Altstadt sehr fotogen. Die Veste, wo Luther war, bietet ebenfalls spannende Aus- und Einblicke.

Wichtige HinweiseÜbernachtungsempfehlungWeitere Inspirationen?
  • Coburgs Innenstadt ist recht übersichtlich und lässt sich sehr gut zu Fuß „erobern“. Die Stadtinformation befindet sich einer Seitenstraße vom Marktplatz aus.
  • Dort fährt auch eine kleine Bimmelbahn zur Veste hinauf.
  • Eine Übersicht über die Sehenswürdigkeiten von Coburg findet ihr hier
  • Im Lutherjahr gibt es zahlreiche Aktionen in Coburg rund um das Thema Reformation.
  • Ein Ausflug zum „Dreiländereck“ lohnt sich von hier aus.
  • Hier könnt ihr mehr zu unserem Frankenroadtrip lesen.

Wir waren zu dritt unterwegs und haben daher nach einem Zimmer mit 3 Betten oder Zustellbett gesucht. Unser Hotel war das Vienna House Easy Coburg, welches rund einen Kilometer außerhalb der Altstadt liegt. Das Hotel befindet sich in einer Art Einkaufszentrum, ist aber Tag und Nacht zugänglich.

Wir hatten ein recht großes Zweibettzimmer mit zwei großen Einzelbetten und einem Zustellbett und haben recht gut geschlafen. Das Frühstück ist im Übernachtungspreis enthalten, ebenso wie freies WLan. Ein Zimmer kostet ca. 86 Euro.

Offenlegung: Wir wurden zur Übernachtung eingeladen von Coburg. Alle anderen Kosten wurden von uns übernommen.

Über den Autoren

Anja, Ewa und Janett

Die Abenteuer der Eskimobande. 3 Mädels auf Reisen.

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